Reichstagsakten Mittlere Reihe. Reichstagsakten unter Maximilian I. Band 12. Die Reichstage zu Worms 1513 und Mainz 1517 bearbeitet von Reinhard Seyboth

Nr. 262 Hg. Wilhelm IV. von Bayern an Ks. Maximilian – Landshut, 2. Dezember 1512

Nr. 263 Instruktion Hg. Wilhelms IV. von Bayern für Sebastian Aigel, ksl. Kammerdiener und Pfleger zu Traunstein, zu einer Werbung bei Ks. Maximilian – Landshut, 2. Dezember 1512

Nr. 264 Instruktion Hg. Wilhelms IV. von Bayern für seine Räte Dr. Sebastian Ilsung, Hieronymus von Stauff und Dr. Dietrich von Plieningen zu einer Werbung bei Ks. Maximilian und den Reichsständen auf dem Wormser Reichstag – Landshut, 2. Januar 1513

Nr. 265 Dr. Sebastian Ilsung (hgl.-bayerischer Rat) an Hg. Wilhelm IV. von Bayern – Ingweiler, 20. Januar 1513

Nr. 266 Hg. Wilhelm IV. von Bayern an seine Gesandten auf dem Wormser Reichstag (Hieronymus von Stauff, Dr. Dietrich von Plieningen und Dr. Sebastian Ilsung) – Landshut, [kurz nach 23. Januar 1513]

Nr. 267 Dr. Sebastian Ilsung an Hg. Wilhelm IV. von Bayern – Ingweiler, 28. Januar 1513

Nr. 268 Hg. Wilhelm IV. von Bayern an Dr. Sebastian Ilsung – Landshut, 3. Februar 1513 (phinztag nach purificationis Marie)

Nr. 269 Die hgl.-bayerischen Gesandten Hieronymus von Stauff, Fh. zu Ehrenfels, Dr. Dietrich von Plieningen und Dr. Sebastian Ilsung an Hg. Wilhelm IV. von Bayern – Worms, 8. Februar 1513 (erichtag vor invocavit)

Nr. 270 Hg. Wilhelm IV. von Bayern an Hieronymus von Stauff, Dr. Sebastian Ilsung und Dr. Dietrich von Plieningen – Landshut, 17. Februar 1513

Nr. 271 Hg. Wilhelm IV. von Bayern an Hieronymus von Stauff, Dr. Dietrich von Plieningen und Dr. Sebastian Ilsung – Landshut, 21. Februar 1513 (montag nach reminiscere)

Nr. 272 Hg. Wilhelm IV. von Bayern an Dr. Sebastian Ilsung – [Landshut, 21. Februar 1513]

Nr. 273 Hg. Wilhelm IV. von Bayern an Dr. Sebastian Ilsung – Landshut, 22. Februar 1513 (eritag nach reminiscere)

Nr. 274 Hieronymus von Stauff, Dr. Dietrich von Plieningen und Dr. Sebastian Ilsung an Hg. Wilhelm IV. von Bayern – Worms, 25. Februar 1513

Nr. 275 Hg. Wilhelm IV. von Bayern an Hieronymus von Stauff, Dr. Dietrich von Plieningen und Dr. Sebastian Ilsung – Landshut, 27. Februar 1513 (sontag oculi)

Nr. 276 Sebastian Aigel, ksl. Kammerdiener und Pfleger zu Traunstein, an Hg. Wilhelm IV. von Bayern – Landau, 28. Februar 1513

Nr. 277 Hieronymus von Stauff und Dr. Dietrich von Plieningen an Hg. Wilhelm IV. von Bayern – [Worms], 8. März 1513 (erichtag nach letare)

Nr. 278 Dr. Sebastian Ilsung an Hg. Wilhelm IV. von Bayern – Worms, 9. März 1513

Nr. 279 Dr. Sebastian Ilsung an Hg. Wilhelm IV. von Bayern – Worms, 11. März 1513

Nr. 280 Hieronymus von Stauff, Dr. Dietrich von Plieningen und Dr. Sebastian Ilsung an Hg. Wilhelm IV. von Bayern – Worms, 12. März 1513

Nr. 281 Hg. Wilhelm IV. von Bayern an seine Gesandten in Worms (Hieronymus von Stauff, Dr. Dietrich von Plieningen, Dr. Sebastian Ilsung) – Landshut, 22. März 1513 (eritag nach palmarum)

Nr. 282 Hg. Wilhelm IV. von Bayern an Hieronymus von Stauff, Dr. Sebastian Ilsung und Dr. Dietrich von Plieningen – Augsburg, 4. April 1513 (montag nach sontags quasimodogeniti)

Nr. 283 Instruktion Hg. Wilhelms IV. von Bayern für IUD Dietrich Reisacher zu einer Werbung bei Ks. Maximilian – ohne Ort, [wohl ca. Mitte Juli 1513]

Nr. 284 Instruktion Hg. Wilhelms IV. von Bayern für IUD Dietrich Reisacher zu einer Werbung beim ksl. Kanzler Zyprian von Serntein – ohne Ort, [wohl ca. Mitte Juli 1513]

Anmerkungen

a
 Korrigiert aus: swager.
1
 Reichsordnung, Köln, 26. August 1512. Seyboth, Reichstagsakten 11, Nr.1011 [34.].
2
 Windpocken.
3
 Hg.in Sidonia starb am 29. März 1505.
4
 Gemeint ist das Aufgebot des Schwäbischen Bundes zur Einnahme und Zerstörung des Raubschlosses Hohenkrähen im November 1512. Vgl. Seyboth, Reichstagsakten 11, Nr.1580, Anm. 1.
5
 Hg. Albrecht IV. von Bayern starb am 18. März 1508.
6
 Reichsordnung, Köln, 26. August 1512. Seyboth, Reichstagsakten 11, Nr.1011 [13.].
a
 Folgt die gestrichene Überschrift: In ain sondere schrift zu setzen.
7
 Gemeint ist die am 13. November 1512 (sambstag nach St. Martins des hl. bischofs tag) in Urach geschlossene Einung zwischen Kf. Ludwig von der Pfalz und Hg. Ulrich von Württemberg. München, HStA, Kasten blau 102/2 II, Kop.
8
 Ks. Maximilian hatte sich bereits 1512 im Rahmen der Verhandlungen über die Verlängerung des Schwäbischen Bundes sehr intensiv, jedoch letztlich vergeblich um den Wiederbeitritt Hg. Ulrichs bemüht. Vgl. Seyboth, Reichstagsakten 11, Abschnitt IV.7.1.
b
 Folgt gestrichen: Nota, zu der ksl. Mt. zu schicken instruction abschrift. Nota, zu H. Paulsen [von Liechtenstein]zu schicken, bey ksl. Mt. zu furdern oder verfugen, das [Hg. Ulrich von] Wirttenberg in den pund chomb, dan wo es nit beschicht, muessen wir Wirttenberg in pund ausnemen. Nota, das die räte aufm reichstag handeln mit dem Ks. punds halben und ausnemens mit Wirttenberg und das man uns die hilf ringer.
1
 Zur Biographie Plieningens vgl. Adelmann, Plieningen. Die Arbeit enthält allerdings keinerlei Aussagen zu seiner Tätigkeit als Reichstagsgesandter.
a
–a Am Rand hinzugefügt.
2
 Der Regensburger Reichshauptmann Sigmund von Rorbach starb am 18. Dezember 1511. Vgl. T. Beck, Kaiser und Reichsstadt, S. 90.
3
 Vgl. Seyboth, Reichstagsakten 11, Abschnitt IV.8.1; Ders., Regensburger Gesandte, S. 635–643.
4
 Ksl. Mandat an Regensburg, Köln, 1. September 1512. Seyboth, Reichstagsakten 11, Nr.1495.
5
 Zur Bedeutung Regensburgs für den Salzhandel im Hgt. Bayern vgl. Wanderwitz, Studien, S. 301–305.
6
 Gegen Dr. Dietrich Reisacher, Beisitzer am Reichskammergericht, hatten verschiedene Angehörige des Reichskammergerichts Vorwürfe wegen Vorteilsannahme und anderer Vergehen erhoben, gegen die sich der Beschuldigte in einer Mitte Juni 1512 dem Ausschuss des Trierer Reichstags übergebenen Rechtfertigungsschrift verteidigte. Vgl. Seyboth, Reichstagsakten 11, Nr.1556.
7
 Instruktion Hg. Wilhelms IV. von Bayern für Peter von Altenhaus und Dr. Dietrich von Plieningen zu einer Werbung auf dem Reichstag und bei Ks. Maximilian, ohne Ort, bald nach 4. April 1512. Vgl. ebd., Nr.1669 [5.], [6.].
1
 Sie heiratete am 2. März 1511 in Stuttgart Hg. Ulrich von Württemberg.
2
 Eine stark verkürzte Wiedergabe der Verhandlungen um den Konflikt zwischen den Hgg. Wilhelm und Ludwig von Bayern auf der Grundlage der Korrespondenz Hg. Wilhelms mit seinen Gesandten zum Wormser Reichstag 1513 bietet Metz, Der Stände oberster Herr, S. 215–217.
3
 Gemeint ist das wittelsbachische Schloss Friedberg bei Augsburg.
4
 Am 23. Januar 1513. Vgl. Abschnitt I.10.2.
5
 Erbeinung zwischen Ks. Maximilian und Hg. Ulrich von Württemberg, Augsburg, 6. Mai 1510. Seyboth, Reichstagsakten 11, Nr.387.
6
 Siehe Nr.264, Anm. 6.
7
 IUD Peter Paumgartner war niederbayerischer Landschaftskanzler und unter anderem Gesandter Hg. Albrechts IV. von Bayern zum Kölner Reichstag 1505. Vgl. Heil, Reichstagsakten 8, passim. Zu der hier angesprochenen Angelegenheit liegt kein weiterer Nachweis vor.
8
 In einem Schreiben an Ks. Maximilian aus St. Moritzburg in Halle vom 11. März 1513 (freitag nach dem sontage letare) erklärte EB Ernst von Magdeburg, vor kurzem habe der Ks. durch Kf. Friedrich von Sachsen den Wunsch an ihn herantragen lassen, seinen Verwandten Hg. Ernst von Bayern, dessen Taufpate er (EB Ernst) sei, als Koadjutor des Erzstifts Magdeburg anzunehmen. Er habe jedoch dem Kf. und anderen, die sich für Hg. Ernst eingesetzt hätten, dieses Ersuchen schriftlich abgeschlagen aus vilen hoen und bewegenden ursachen und sunderlichen, das sein liebe meym stift vast [= sehr] entlegen, dem in zeit der not vom hause zu Bayern wenig hulfe oder trosts bescheen möchte, deshalben auch solichs bey meym capitel zu Magdeburg nit zu erhalten gewesen, und darum gebeten, ihn für diesen negativen Bescheid beim Ks. zu entschuldigen. Daraufhin habe der Ks. ihn durch Wilhelm von Reichenbach ersuchen lassen, Mgf. Albrecht von Brandenburg als Koadjutor anzunehmen. Darauf habe er schriftlich geantwortet, er wolle dem Ks. auf dem kommenden Reichstag seine Auffassung zu der ganzen Angelegenheit ausführlich darlegen. Nunmehr plane er allerdings – falls dies beim Papst (Julius II.) zu erreichen ist –, in Anbetracht der vielfältigen Wohltaten, die das Haus Sachsen während seiner bisherigen Regierung den Hstt. Magdeburg und Halberstadt habe angedeihen lassen, den Sohn seines Vetters Hg. Georg von Sachsen, Hg. Friedrich, als seinen Nachfolger anzunehmen. Der Ks. möge diese Entscheidung in Anbetracht der vielfältigen treuen Dienste, die der Vater Hg. Georgs, Hg. Albrecht, Ks. und Reich geleistet habe, nicht verübeln, dem jungen F. gewogen sein und sich beim Papst für seine Wahl einsetzen. Dresden, HStA, Geheimer Rat (Geheimes Archiv), Loc. 8949/3, fol. 8a–9a, Kop. –Am 15. April 1513 (freytags nach misericordia domini) schrieb Hg. Georg von Sachsen aus Dresden seinem Rat Cäsar Pflug, dieser wisse, dass EB Ernst von Magdeburg durch den Koadjutor des Hst. Merseburg, F. Adolf von Anhalt, versucht habe, die Zustimmung des Papstes zur Wahl von Hg. Georgs Sohn Friedrich als Nachfolger zu erlangen. Dies sei zwar misslungen, doch habe F. Adolf erreicht, dass der folgende Papst (Leo X.) sich bereit erklärt habe, gegen Zahlung eines hohen Geldbetrags die Wahl zu bestätigen. Hat nunmehr den Prokurator des Dominikanerordens (in Rom), Niklas von Schönberg, aufgefordert, sich beim Papst für eine Reduzierung der Summe einzusetzen. Übersendet Pflug das beiliegende Schreiben (vom 11. März) an den Ks. mit der Aufforderung, es diesem zu übergeben und ihn zu bitten, die Wahl Hg. Friedrichs durch einen Förderbrief an den Papst zu unterstützen. Das Schreiben sollte möglichst rasch ausgefertigt und zusammen mit einigen anderen Briefen in dieser Angelegenheit durch die Fuggerbank nach Rom übersandt werden. Dresden, HStA, Geheimer Rat (Geheimes Archiv), Loc. 8949/3, fol. 6–7, Orig. Pap. m. S. Vgl. Kammermayer, Herzog Ernst, S. 24. EB Ernst starb am 3. August 1513. Zu seinem Nachfolger wurde am 31. August 1513 Mgf. Albrecht von Brandenburg gewählt.
9
 Zu den sich über Jahre hinziehenden Bemühungen der bayerischen Hgg., Hg. Ernst die Koadjutorie in Salzburg zu verschaffen, vgl. Kammermayer, Herzog Ernst, S. 22–27; Marth, Dynastische Politik, S. 296–302.
1
 Die Datierung ergibt sich aus der anfänglichen Nennung der zum 23. Januar 1513 einberufenen Augsburger Versammlung des Schwäbischen Bundes. Vgl. Abschnitt I.10.2.
1
 Welche Heirat hier gemeint ist, ließ sich nicht ermitteln.
2
 Zu den nachdrücklichen Bestrebungen Bf. Matthäus’ von Gurk, in Konkurrenz zu Hg. Ernst von Bayern Koadjutor in Salzburg zu werden, vgl. SallabergerKardinal Matthäus Lang, S. 106–112; Kammermayer, Herzog Ernst, S. 23f. Zur Rolle Ks. Maximilians in dieser Angelegenheit vgl. Friedhuber, Kaiser Maximilian I.
3
 Omne regnum in se ipsum divisum desolabitur. Matthäus 12,25 und Lukas 11,17, auch Anfang der Goldenen Bulle von 1356.
4
 Siehe Nr.124, Anm. 2.
5
 Kg. Maximilian hatte die Primogeniturordnung Hg. Albrechts IV. von Bayern am 21. August 1506 bestätigt. Vgl. Czerny, Tod, S. 235.
6
 Zu den Besitzteilungen im Hause Baden vgl. Schwarzmeier, „Von der fürsten tailung“.
1
 Siehe Nr.124, Anm. 2.
a
–a Gestrichen.
1
 Gemeint ist der Landshuter Erbfolgekrieg 1504/05.
1
 Vermerk am Ende des Stückes: Diese zedel darnach zereissen.
1
 Siehe Nr.124, Anm. 2.
2
 Zur Krankheit Hg. Wolfgangs und zu seinem Tod am 24. Mai 1514 vgl. Czerny, Tod, S. 266.
1
 Weiter, glockiger Überrock.
a
–a B Wie Dr. Ylsing von unsern [= Dr. Sebastian Ilsung, Hieronymus von Stauff, Dr. Dietrich von Plieningen] wegen mit ksl. Mt. von wegen der aufgelegten merung und Hg. Ulrichs von Wirtemberg ausnemung halbn gehandelt hat, volgt hernach, nemlich.
b
–b B fehlt.
1
 Siehe Nr.124, Anm. 2.
2
 Ex 20,12.
1
 Mit Schreiben aus Landshut vom 30. März 1513 (mitichen in den osterfeyrn)hatte Hg. Wilhelm Hg. Wolfgang auf dessen (nicht vorliegendes) Schreiben mit beigefügtem (nicht vorliegendem) ksl. Mandat, in dem die Zahlung von 50 fl. für den Unterhalt des Reichskammergerichts verlangt wurde, geantwortet, ein derartiges Ersuchen sei nicht zu erwarten gewesen, nachdem er sich mit dem Ks. über dieses Thema bereits schriftlich ausgetauscht habe. Da jedoch die Forderung vom Reichskammergericht in Worms stamme und dort jetzt auch der Reichstag abgehalten werde, wolle er seine dortigen Räte beauftragen, sich bei den Reichsständen, beim Reichskammerrichter (Gf. Sigmund zum Haag) und bei den Gerichtsbeisitzern dafür einzusetzen, dass Hg. Wolfgang in der Angelegenheit nicht weiter behelligt werde. München, HStA, KÄA 3137, fol. 206a, Konz.
2
 Supplikation Hg. Wilhelms IV. von Bayern und seiner Vormünder an Ks. Maximilian, Kaufbeuren, ca. 14. Mai 1509. Heil, Reichstagsakten 10, Nr.370.
3
 „Kölner Spruch“ Kg. Maximilians, Köln, 30. Juli 1505. Ebd., Nr. 476.
4
 Ebd., Nr. 476 [26.].
5
 Ksl. Weisung an Mgf. Kasimir von Ansbach-Kulmbach und die übrigen ksl. Reichstagskommissare, Kaufbeuren, 14. Mai 1509. Ebd., Nr. 395.
6
 Zusage Ks. Maximilians, sich bei den Reichsständen gegen eine separate Veranschlagung der Besitzungen Hg. Wolfgangs einzusetzen. Ebd., S. 299, Anm. 6.
1
 Die Datierung ergibt sich aus Hg. Wilhelms Schreiben vom 11. August 1513 (Nr.134), in dem er Hg. Ludwig für dessen Bereitschaft dankte, mit dem Ks. verschiedene für das Haus Bayern wichtige Angelegenheiten zu besprechen. Diese Unterredung sollte Hg. Ludwig augenscheinlich gemeinsam mit IUD Reisacher führen.
a
–a B gestrichen.
2
 Der Landshuter Erbfolgekrieg 1504/05.
b
–b B am Rand hinzugefügt.
3
 Leonhard von Keutschach wurde um 1442 geboren, ein genaues Geburtsdatum ist nicht bekannt.
c
–c B korrigiert aus: und solhs ksl. Mt. von der itzigen Babstlichen Hlkt. on zweifel ksl. Mt. zu ern und gevallen neu provision geben worden. Auf das hat unser rate Dr. Ylsung mit ksl. Mt. darauf gehandelt, wo irer Mt. gemuet und meynung wär, den von Gurk fur irer Mt. swesterson zu dem bistomb Salzburg ze furdern und wir des von irer Mt. grüntlich wissen entpfangen, so wolten wir uns gegen dem von Gurk in ander weg zu handlen schicken, damit unserm brueder auch ain nütz daraus entstunde.
d
–d B am Rand hinzugefügt.
e
–e B am Rand hinzugefügt.
f
–f B korrigiert aus: als dann ir Mt. aus hoher vernunft zu tun wol wissen und verfenglich wol tun mugen.
g
–g B auf einem gesonderten Blatt hinzugefügt.
h
 B folgt: zu Augspurg.
i
–i B am Rand hinzugefügt.
j
–j B am Rand hinzugefügt.
4
 Wiguläus Fröschl von Marzoll wurde am 4. April 1445 geboren.
k
–k B korrigiert aus: hin und wider bedacht und bedenk, das demselben stift durch die ksl. Mt. und das haus Osterreich, auch das haus Baiern am fuglichsten mag geholfen und wider zu wirden und aufnemen bracht werden. Deshalben derselb Bf. sich hat merken lassen.
5
 Zu den bayerischen Bemühungen, die Koadjutorie zu Passau für Hg. Ernst zu erlangen, vgl. Marth, Dynastische Politik, S. 302–305.
l
–l B am Rand hinzugefügt.
6
 Es folgt eine freigelassene Lücke von ca. zehn Zeilen.
m
 B folgen die Schlussabsätze von Nach solichem furtrag bis bevolhen haben wollt etc.
n
–n B korrigiert aus: Ir Mt. wird auch alsdann billich als sein negstgesipter frund bewegt.
o
–o B am Rand hinzugefügt.
p
–p B am Rand hinzugefügt.
q
 –q B am Rand hinzugefügt.
r
 B folgt: Item ob von yemand wolt gesagt oder in ksl. Mt. eingebildet werden, wo ain F. von Bairn zu Salzburg Bf. sein wurde, solhs ksl. Mt. erblanden Kernden, Steyr und Krain zu nachtail raichenund mochten die land der enden nit erleiden, dann ain Bf. zu Salzburg wurde mit hilf der Hh. von Bairn dest mer uber sy herrschen(folgt gestrichen: als dann weilend Ks. Fridrich loblicher gedechtnus solichs auch betracht und furkomen, das die bairischen Ff. und edlleut nit zu Bf. sollten zugelassen werden) etc. Darauf mag replicirt werden nachvolgende // meynung: Sich solt ksl. Mt. oder der von Salzburg noch yemand ander solhs nit besorgen, dann di ksl. Mt. chonnt und wesst solichem wol wendung zu tun, das es kein not noch sorg auf im trug. Wann sich erfünde das widerspil in der warheit, wo Hg. Ernst als sein swesterson zu Salzburg Bf. wär, so hetten ksl. Mt. erblande der enden geringsumb nur dest mer trosts, rugkens, schutz und schirms und mogen dieselben land irer Mt. eniklin noch irer Mt. absterben, das Got lang verhüten will, dest statlicher auf- und unterhalten und vor vergwaltigung, zertrennung und zertailung verhuet werden, damit kein frembder, gwaltiger eindrang beschehen, bis ir Mt. eniklindieselben land statlich mochten besetzen und einnemen. Es mügen auch dieselben erbland mitler zeit alwegen irn trost und zueflucht haben zu ainem EB zu Salzburg, so der ain geporner F. von Bairn und ksl. Mt., auch irer Mt. eniklin nahentgesipter frund ist und das land Bairn ainen rugken alzeit zu ainer hilf haben, es wär wider die Turken, Venediger, Beheym, Hungern oder ander anstösser. Aber gleichwol diejenen, so vermeinten, des stifts guter unter sich ze bringen und sich davon ze reichern, dergleich die, so die erbland nach ksl. Mt. absterben unter sich ze tailen und sich mit irer erbherren guetern in macht ze bringen, verhoffend villeicht, ksl. Mt. eniklin wurden der ende nyemant so gwaltigen haben, der sich ir annäme, dieselben mochten gleichwol nit gern sehen, das Hg. Ernst als ksl. Mt. swesterson Bf. zu Salzburg sein solt, sonder besorgen, derselb Bf. wurde alsdann sich ksl. Mt. eniklin als ir geporner frund annemen und darob sein,damit denselben eniklin ire erbland nit zerrissen noch unter die anstosseroder ander zertrennt oder zertailt wurden. Das vermocht aber ain Bf. von Salzburg aus aigem gwalt nit furchomen, wo er keinen rugken vom haus Bairn hett. Wo er aber kain F. von Bairn sein wurd,// so muesst er in solhem fall stilsitzen und sich selbs besorgen, wie der stift vor denselben belib, damit im noch dem stift das sein darneben auch nit genomen wurd. Darumb achten wir, das solich berurt einbildung beschehe aus angezeigter untreu und umb aigens nutz willen etc. Item der ksl. Mt. oder dem von Serntein(korrigiert aus: iren räten) mag auch in gegenreden angezeigt werden, das ir Mt. in vil weg erlich, auch gegen Got verdienlich und gegen der werlt loblicher sei, so die ksl. Mt. irn swesterson zu solicher wirdigkeit furdert dann ainen frembden und villeicht ainen andern, dem vil ain myndere gotzgab erlicher wär dann nach besag gotlicher und menschlicher recht. So ist ain yeder, seinen frunden mer dann den frembden zu tun und die frund fur die frembden ze furdern, schuldig. Herentgegen so wirt fur unloblich geacht und nachredlich, das ainer die frembden furdert und sein geporn frund, besonder, die der hilf notturftig sind, verlässt. Wurde aber die ksl. Mt. auf vorberurte werbung unserm lb. bruoder Hg. Ludwigen und Dr. Dietrichen sagen, ir Mt. wolte dem handel nachgedenken und ine darauf irer Mt. gn. rat und gutbedunken in kurz eroffnen, darauf sullen unser bruoder und Dr. Dietrich irer Mt. alsdann bitten, damit sy solhen irn bedacht in erwegung irer Mt. vilfeltigen, grossen gescheft, die ir teglich furfallen, auf das aus vermelten ursachen der schad in der verweilung sei, furderlich eröffen und darauf umb furderliche handlung sollicitiren und anhalten. Und wo di ksl. Mt. irn ratslag und gutbedunken stellen wurd auf ain potschaft, die sy mit ainer instruction gen Salzburg abvertigen well, sol solhs mit unterteniger danksagung angenomen und darauf bey dem von // Serntein als canzler oder weme die instruction bevolhen wirdet, muglicher vleis ankert werden, das dieselb instruction in notturftiger und guter form (und wo es gesein mag und di ksl. Mt. ander geschikter wege nit anzaigen wurd) auf hievor angezeigte meynung wird gestellt. Und das von wegen des bistombs zu Passau dys ksl. schreiben an den Bf. daselbs aus vorberurten ursachen on verzug erlangt und uns solhs alsdan mitsambt allem anderm, das in der sachen auf solhe instruction begegnen wirdet, aufs erst es mit fueg gesein mag, zugeschriben werd.
s
–s B korrigiert aus: Daran.
t
–t B am Rand hinzugefügt.
7
 Anspielung auf die Legende, dass Jesus Christus den Apostel Jacobus minor zum ersten Bf. von Jerusalem machte. Jacobus minor galt als Sohn einer (legendären) Schwester der Gottesmutter Maria.
1
 Die Datierung ergibt sich aus Nr.283.
2
 Zu dieser Werbung vgl. Marth, Dynastische Politik, S. 302–304.