Deutsche Reichstagsakten, Jüngere Reihe. Reichstagsakten unter Kaiser Karl V., XIV. Band. Der Reichstag zu Nürnberg 1543 bearbeitet von Silvia Schweinzer-Burian, mit Vorarbeiten von Friedrich Edelmayer

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Anmerkungen

1
Die Supplikation der evangelischen Reichsstände (Nr. 152) wurde wegen des großen Zeitaufwands für die Abschrift des umfangreichen Aktenstücks von Megersheimer erst am 9. Febr. 1543 an Mgf. Georg übersandt. Dieser befahl in seinem Antwortschreiben an Megersheimer, 1543 sambstags nach Esto mihi (Febr. 10), in Hinblick auf die protestantischen Forderungen: [...] So ist unser bevelich, du wollest neben anderer Kff., Ff. und stende potschaften und retten ob und bey demselbigen begeren beharren und dich one unsern ferrern beschaidt der turckenhilf halben in nichts einlassen, es seye[n] dan die drey punct, in der supplication verleibt, erledigt. [...] In: Nürnberg, StA, Fürstentum Ansbach, RTA 23, fol. 130rv (Konz.).
2
Balthasar von Rechenberg kam erst gegen Ende Febr. 1543 in Nürnberg an und übernahm ab März die Berichterstattung an Mgf. Georg von Brandenburg.
3
Mgf. Georg übersandte umgehend eine Weisung an Megersheimer, wie er sich in der Frage des Krieges gegen den Hg. von Jülich-Kleve zu verhalten habe, Cadolzburg, 1543 Donnerstag nach Esto mihi (Febr. 8): [...] Dieweil dann noch nit ausfindig gemacht, welcher tail befuget oder aber den andern anfenglich ubertzogen und tedtlich angriffen habe oder nit, so wil bey uns zweivenlich seyn, ob man ksl. Mt. ainige hilf wider den Hg. zu Cleven noch zur tzeit zu laisten schuldig sey. Und im falh, das man solichs zu thun schuldig were, so wirdet doch bey uns fur unmoglich geachtet, wes wider den Turcken fruchtbarlichs zu handeln oder furtzenemen, wir haben dann tzuvor ruhe und friede under uns selbist. Darumb bedencken wir fur ratsam und notwendig, das zwuschen ksl. Mt. und dem Hg. zu Cleve auf aynen anstand und aine unverdechtige oder gutliche rechtliche verfassung gehandelt wurdt. [...]. Dann one das solt die sache mit dem schwerdt, wie angefangen, ausgetragen werden, mochte ein gros feuer gantzer teutscher nation doraus angetzundt werden und gegen dem Turcken aynen unwiderbringlichen nachteil verursachen. Das magst und sollestu fur unser bedencken der gellerischen sachen halben im reichsradt antzaigen, doch magstu dich zuvor mit den sechsischen und hessischen retten vertreulich underreden und die von unsern wegen mit vleis ersuchen, disen handel auf fridliche wege, wie sy zu thun wol wissen, helfen zu befordern. In: Nürnberg, StA, Fürstentum Ansbach, RTA 23, fol. 120r–121v, hier fol. 120v–121r (Konz.).