Reichstagsakten Mittlere Reihe. Reichstagsakten unter Maximilian I. Band 12. Die Reichstage zu Worms 1513 und Mainz 1517 bearbeitet von Reinhard Seyboth

Nr. 899 Die auf dem Reichstag versammelten Reichsstände an Ks. Maximilian – Mainz, 18. Juli 1517 (sambstag nach divisionis apostolorum)

5.2.1 Dr. Philipp und Bechtold von Flersheim

Nr. 900 Supplikation Dr. Philipps von Flersheim, Domsänger zu Speyer und Domherr zu Worms, und seines Bruders Bechtold an die in Mainz versammelten Reichsstände – ohne Ort, [vor 18. Juli 1517]

Nr. 901 EB Albrecht von Mainz und andere Reichsstände an Ks. Maximilian – Mainz, 18. Juli 1517 (sambstags nach divisionis apostolorum)

5.2.2 Dr. Ludwig Sachs

Nr. 902 Supplikation Dr. Ludwig Sachs’ (Reichskammergerichtsprokurator) an die in Mainz versammelten Reichsstände – ohne Ort, 15. Juli 1517 (mitwoch nach St. Margrethentag)

5.2.3 IUL Johann Diefenbeck

Nr. 903 Supplikation IUL Johann Dieffenbecks (bfl.-Wormser Offizial) an die in Mainz versammelten Reichsstände – ohne Ort, [vor 18. Juli 1517]

5.2.4 Wolf Gotzmann von Thurn

Nr. 904 Supplikation Wolf Gotzmanns von Thurn (ehem. Rat Landgf.in Annas d. Ä. von Hessen) an die in Mainz versammelten Reichsstände – ohne Ort, [vor 20. Juli 1517]

5.2.5 Jost Merkle

Nr. 905 Supplikation Jost Merkles (Heilbronner Bürger) an die in Mainz versammelten Reichsstände – ohne Ort, [vor 20. Juli 1517]

5.2.6 Katharina von Reide

Nr. 906 Supplikation Katharina von Reides an die auf dem Mainzer Reichstag versammelten Kff. – [Mainz, vor 27. Juli 1517]

Nr. 907 Die auf dem Reichstag versammelten Reichsstände an Bm. und Rat von Köln – Mainz, 27. Juli 1517

Nr. 908 Bm. und Rat von Köln an die auf dem Mainzer Reichstag versammelten Reichsstände – Köln, 5. August 1517

Nr. 909 Bm. und Rat von Köln an Ks. Maximilian – Köln, 5. August 1517

Nr. 910 Ks. Maximilian an Gf. Eberhard von Königstein, Dietrich Zell, Lehrer der Rechte, sowie Bm. und Rat von Frankfurt a. M. – Ingolstadt, 22. August 1517

Anmerkungen

a
 Korrigiert aus: montag [20.7.17].
1
 Alle Genannten gehörten zu den Beteiligten am Aufstand gegen den Wormser Rat im Jahr 1513. Vgl. Arnold, Wormser Chronik, S. 77.
2
 Er war ebenfalls am Wormser Aufstand beteiligt.
1
 Mit Schreiben von diesem Tag (Nr.901) übersandten die Reichsstände die Supplikation an den Ks.
a
 Im Archivale: Albrecht et ceteri.
1
 Der Ks. traf am 18. Juni in Worms ein und reiste bereits am 25. Juni wieder ab. Vgl. 299 [4.], [6.].
1
 Mit Schreiben von diesem Tag (Nr.899) übersandten die Reichsstände die Supplikation an den Ks.
2
 Falsche Zeitangabe. In Wirklichkeit hielt sich Ks. Maximilian vom 18. bis 25. Juni 1513 in Worms auf. Vgl. Nr.299 [4.], [6.].
1
 Zu dieser Datierung siehe Nr.905, Anm. 1.
2
 In Oppenheim lebten Landgf. Wilhelm d. Ä. und seine Gemahlin Anna d. Ä. 1512 längere Zeit und benötigten dort größere Summen für ihren Unterhalt. Vgl. Seyboth, Reichstagsakten, S. 1666, 1674–1677, 1679f., 1683, 1688f.
3
 Ksl. Schiedsspruch im Konflikt Landgf. Wilhelms d. Ä. von Hessen und seiner Gemahlin Anna mit dem hessischen Regiment, Köln, 15. September 1512. Seyboth, Reichstagsakten 11, Nr.1244, S. 1716.
1
 Mit Schreiben aus Mainz von diesem Tag (montag nach divisionis apostolorum) übersandten EB Albrecht von Mainz und die übrigen auf dem Reichstag versammelten Reichsstände die soeben eingegangenen Supplikationen Wolf Gotzmanns (Nr.904) und Jost Merkles an Landgf.in Anna d. J. von Hessen und ihre zugeordneten Räte, mit dem Hinweis, falls die darin vorgebrachten Vorwürfe zuträfen, were unsers ermessens euer furnemen unpillich. Deshalb sollten sich die Adressaten selbst in handel schicken und richten, damit sie claglos gemacht und onenottorftige weyterung, so versehenlich daraus fliessen mocht, furkomen werde. Wien, HHStA, MEA, RTA 3b Bd. Reichshandlung zu Mainz Ao. 1517, fol. 35a, Konz.
2
 Ksl. Schiedsspruch im Konflikt Landgf. Wilhelms d. Ä. von Hessen und seiner Gemahlin Anna mit dem hessischen Regiment, Köln, 15. September 1512. Seyboth, Reichstagsakten 11, Nr.1244, S. 1716.
1
 Die Datierung ergibt sich aus Nr.907.
2
 Johann von Reide war in Köln Inhaber verschiedener wichtiger städtischer Ämter, auch mehrfach Gesandter zu Reichstagen, u. a. 1509 nach Worms und 1512 nach Trier. Vgl. Heil, Reichstagsakten 10, Nr.4; Seyboth, Reichstagsakten 11, Nr.1011, S. 1365; Deeters, Köln auf Reichs- und Hansetagen, S. 129. Wegen des Vorwurfs der Beteiligung am Kölner Aufstand 1513 wurde er hingerichtet. Nach seinem Tod verlegte seine Witwe Katharina ihren Wohnsitz nach Mainz und bemühte sich von dort aus hartnäckig um eine Rückgabe des vom Kölner Rat konfiszierten Familienbesitzes. Vgl. Ennen, Geschichte, S. 7f.
3
 Zur Klage Katharina von Reides vor dem Reichskammergericht vgl. Ennen, Geschichte, S. 8.
a
–a Im Konz.: etc.
1
 In seiner Sitzung vom 3. August 1517 beschloss der Kölner Rat, dass am folgenden Tag die derzeitigen Bmm., Rentmeister und Stimmmeister sowie die früheren Bmm. und Rentmeister über das Katharina von Reide betreffende Schreiben der Reichsstände beraten sollten. Huiskes, Beschlüsse, S. 401, Nr.355.
1
 Mit Schreiben vom selben Tag baten Bm. und Rat von Köln den obersten ksl. Kammersekretär Niklas Ziegler, er möge als Kölner Bürger das Gesuch an den Ks. unterstützen, damit wyr unverhindert unse gemeyne stat und gut in friden regieren und furstellen mügen. Kop.: Köln, Historisches A., Best. 20A A 49, fol. 98a–99a; Konz.: Ebd., Best. 50A 44/8, fol. 6a–7a.