Deutsche Reichstagsakten, Reichsversammlungen 1556 – 1662 Der Reichstag zu Regensburg 1594 bearbeitet von Josef Leeb

Eröffnung des RT. Vortrag der Proposition. Mündliche Antwort der Reichsstände. Abschrift der Proposition.

/18’/ (Vormittag, 7 Uhr). /18’–19’/ Ksl. Residenz, dann Rathaus. [Entsprechend Protokoll des KR, 13–14, sowie des FR, unfol. Differenzierter:] Die Gesandten der Reichsstädte versammeln sich /19/ umb deß großen gedrengs willenin einem saal neben dem rathhauß, wohin der Ks. im Anschluss an das Amt im Dom, begleitet von Kff. und Ff., kommt. Dort setzt sich der Ks. in seinen mit guld- undt sylberin stuckh herrlich gezierten stuel.Nach der Verlesung der Proposition ist der Ks. /19’/ uffgestanden, etwas, doch so wenig und so leiß, geredt, dz es auch in der nehe nit zuvernemmen geweßt.Der gemeinsame Beschluss von KR und FR für die unmittelbare Antwort an den Ks. wird für SR nur den Gesandten Ulms, Speyers, Frankfurts und Regensburgs referiert, dieweil die andere vor großem gedreng nit zusamen kommen könden.

/19’ f./ Um 11 Uhr erfolgt die Ansage zur Abschrift der Proposition durch den Reichserbmarschall für 14 Uhr nachmittags. Im Ansagezettel werden die Kopisten, die eine entsprechende Vollmacht vorzulegen haben1, zur Geheimhaltung verpflichtet2.

Anmerkungen

1
 Vgl. die Vollmacht der Nürnberger Gesandten (2. 6. {23. 5.} 1594), ausgestellt für Hans Hanoldt und Christoph Resch. Vermerk: Es wurde sodann je Stand nur ein Schreiber zugelassen (Vollmacht im Protokoll: Nürnberg, fol. 33’. Kop.).Vollmacht der Speyerer Gesandten (2. 6. {23. 5.} 1594), ausgestellt für einen Schreiber (Vollmacht eingelegt ins Protokoll: Speyer A, fol. 303. Kop.).
2
 Vgl. den Wortlaut des Ansagezettels in Kurmainz, fol. 14’ [Nr. 2].