Deutsche Reichstagsakten, Reichsversammlungen 1556 – 1662 Der Reichstag zu Regensburg 1556/57 bearbeitet von Josef Leeb
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Anmerkungen
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Kursachsen, fol. 312’ [Nr. 71, Anm. b]. Die niederösterreichischen Gesandten von Perkheim und von Windischgrätz informierten Kg. Ferdinand bald nach dessen Ankunft am 9. 12. 1556 über den in Absprache mit den kgl. Kommissaren erfolgten Vortrag ihrer Werbung vor den Reichsständen [Nr. 483] sowie über ihre Anmahnung [Nr. 485] und baten ihn um weitere Anweisungen wegen der Türkenhilfe. Daneben ersuchten sie ihn, seinem Erbieten gemäß die Religionsspaltung
/ 86’/ zu gottseliger unnd cristlicher vergleichung zubringen. Ferdinand verwies auf seine Anmahnung im RR am Vortag [Kurmainz, pag. 354–366 (Nr. 42)] und sagte zu, alles zu befördern, / 87/ dz ierer Mt. khunigreich unnd landen zum pesten mug khomen; / 87’/ gleichesfalß den articl der heyligen religion, ierer Mt. landen und deren auschußen gethonen erbieten nach (Protokoll der Gesandten: SBB PK Berlin, Ms. germ. quart. 1196, hier fol. 83–87). In einer weiteren Vorsprache beim Kg. am 11. 1. 1557 regten die Gesandten Jörger von Tollet, von Perkheim und von Windischgrätz trotz des anerkannten Engagements des Kgs. an, nunmehr in Anbetracht der drängenden Notlage wegen eines etwaigen Verhandlungsverzugs die Stellungnahme der Reichsstände zur Werbung nochmals zu erbitten. Der Kg. verwies auf die kürzlich übergebene Duplik der Stände zum 2. HA und seine bereits fertige Triplik [Nrr. 436, 437], unterband die Nachfrage bei den Reichsständen aber nicht (ebd., hier fol. 109–111).