Deutsche Reichstagsakten, Reichsversammlungen 1556 – 1662 Der Reichstag zu Regensburg 1594 bearbeitet von Josef Leeb
Befehl an die Reichsstädte, Augsburg jetzt beim RT und künftig am SR sowie an der Beratung von Reichsbelangen zu beteiligen.
Datum: Regensburg, 8. 8. 1594. Von den ksl. Kommissaren den Städtegesandten verlesen am 9. 8.1
NLA Stade, Rep. 32 Nr. 1, fol. 233–235’ (Or. mit aufgedr. ksl. Siegel. Dorsv.:Der röm. ksl. Mt. Reichs hofräthen, herrn Ludwigen graven zue Leostain, herrn zu Scharffenegg, herrn Zdencko Adalbert Poppeln, von Lobkowitz auf Clumetz unnd Gistebing [!]herrn, Eberhardt Wambolden von Umbstatt und Arnolden Burman, der rechten doctorn, zuezustellen. Schlussvermerk von Hd. Hannewald:Auff sonderbaren bevehlich der röm. ksl. Mt., unsers allergnedigsten herrn, ist der erbaren Reichs stett anwesenden gesantten auff ihr ansuchen unterm ksl. insigel dise ihrer Mt. schließliche resolution also zugestelltt worden.) = Textvorlage. StadtA Augsburg, RTA 53 Fasz. 1, fol. 193–196 (notariell beglaubigte Kop. in der verbrieften Fassung2 als öffentlich verlesenes Dekret. Aufschr.:Ksl. Mt. decret, restitutae sessionis.) = B. StadtA Ulm, A 647, fol. 974–975’ (Kop. Überschr. wie Dorsv. der Textvorlage) = C. StA Nürnberg, NRTA 112, fol. 651–652’ (Kop.). HStA München, K. blau 275/3, fol. 178–179’ (Kop.). StadtA Speyer, 1 B Nr. 349, fol. 219–220’ (Kop.).
Referiert bei Häberlin XVIII, 167.
/233 f.a/ Ks. hat den Bericht seiner Kommissare3zu den Klagen der Stadt Augsburg gegen etliche andere Reichsstädte wegen der Verweigerung der Session im SR vernommen.
Da diese Reichsstädte weder dem ersten ksl. Dekret4nachgekommen sind noch die Mahnungen der ksl. Geheimen Räte befolgt5oder sich mit der Vermittlung der ksl. Kommissare6arrangiert und Augsburg gutwillig zur Session zugelassen haben, hat der Ks. den Streit an KR und FR um deren Gutachten gebracht7. Dieses lautet8, die widersprechenden Reichsstädte zum Vollzug des ksl. Dekrets und damit zur Zuerkennung der Augsburger Session aufzufordern.
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Deß wollen sich ir ksl. Mt., also zu beschehen, veranleßig unnd schließlich kheines andern, dann schuldigen unnd willigen gehorsambs versehen. Seindt auch sonsten den stetten ins gemain und yedem derselben insonderhait mit kaiserlichen /
Signatum Regensburg, 8. 8. 1594b. Unterzeichnet von Ks. Rudolf II., Freymon und Hannewaldc.