Deutsche Reichstagsakten, Reichsversammlungen 1556 – 1662 Der Reichstag zu Regensburg 1594 bearbeitet von Josef Leeb
Datum: Cölln/Spree, 27. 6. (17. 6.) 1594.
HHStA Wien, RHR Judicialia Antiqua 273/4, fol. 308–314’ (Or. Dorsv.:Magdenburg. Spätere Hinzufügung:17. Junii [27. 6.]1594. Joachimi Friderici, administratoris magdeburgensis, responsio, data legato Schleinitio.) = Textvorlage. StA Nürnberg, ARTA 60, fol. 417–422’ (Kop. Dorsv.:Copey des hern administratoris etc. andtwortt, dem hern von Schleunitz gegeben, sub dato den 17. Junii [27. 6.]anno 94.) = [B]. GStA PK Berlin, I. HA GR Rep. 10 Nr. Vv, fol. 832a–837’ (Kop.) = [C]. HStA München, K. blau 131/1–2, unfol. (Kop.).
/308/ Antwort Joachim Friedrichs als postulierter Administrator des Erzstifts Magdeburg an den ksl. Gesandten von Schleinitz auf dessen Werbung1sowie zum Schreiben des Ks.
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/310’–313’/ Führt seine dem Ks. ohnehin bekannten und auch in Regensburg bereits vorgebrachten Rechte als Zurückweisung der Argumente gegen seinen Sessionsanspruch nochmals aus3: Verbot des geistlichen Ehestands ist nur Menschengebot und päpstliche Satzung; keine Anwendbarkeit des ohnehin nicht anerkannten Geistlichen Vorbehalts auf seine Postulation durch das bereits reformierte Domkapitel; Zuerkennung des Administratorentitels und damit der Reichsstandschaft durch Ks. Maximilian II., das RKG, katholische Reichsstände und auswärtige Potentaten; Position als Direktor im Niedersächsischen Kreis; Leistung von Reichssteuern; indirekte Ladung zum RT über das Domkapitel.
/313’ f./ Erwartet deshalb, Ks. werde ihn gegen die Bestrebungen seiner Widersacher /
Cölln/Spree, 27. 6. (17. 6.) 1594. Eigenhd. unterzeichnet von Joachim Friedrich.