Deutsche Reichstagsakten, Reichsversammlungen 1556 – 1662 Der Reichstag zu Regensburg 1594 bearbeitet von Josef Leeb
Vorsprache der Kurbrandenburger Gesandten bei Kf. Wolfgang von Mainz und Bitte um Vermittlung bei der Zuerkennung der Magdeburger Session.
Audienz der Kurbrandenburger, Magdeburger und Brandenburg-Ansbacher Gesandten bei Ks. Rudolf II.: Antrittsvorsprache, Vorbringen der Magdeburger Sessionsfrage.
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Kurbrandenburg: Die Gesandten danken dafür. b–Daneben zeigten sie ferner ane, demnach allerhandt furfiele, so dieses gantz werckh hindern möge–b, und dann man sich zuerinnern wiße, waß anno 82 Magdeburg wegen furgefallen2, in welcher handlung Meinz sich also moderirt und erzeigtt, daß nicht unbillich daß hauß Brandenburg darumb danckhbar sein solle,[dies] auch nitt underlaßen werde: Bitten nochmals, in vorfallenden sachen daßelb wenigers nitt zuthun und deßen eingedeckh zu sein und sich soviel darunder zubemühen, dz die sachen zu andern und bessern wegen gebracht werden mögen.
Erwiderung durch den Mainzer Kanzler namens des Kf.: Verweist darauf, waß die angebne magdeburgische bey irer kfl. Gn. anbracht und sie sich hinwider gegen inen erclertt3, und welcher gestaltt ire kfl. Gn. in deme caesari nitt furgreiffen könten. Dabey müsten sie eß pleiben lassen.Der Kf. persönlich fügt abschließend anc, dass dieser yetzigen großen türckhischen gefahr viel mehr in acht zuhaben und alle verhinderung uff ein seitt setzen, damitt ettwaß nutzbar und fruchtbar außgericht werden mögtt.
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/80–81/ Vortrag der Kurbrandenburger Werbung mit folgenden Punkten: 1) Übergabe der Vollmacht. 2) Danksagung an den Ks. für seine Sorge um die Christenheit und das Reich. 3) Versicherung des Gehorsams Kf. Johann Georgs. 4) Entschuldigung der Abwesenheit des Kf., der den RT nicht persönlich besuchen kann wegen seines hohen Alters, Verrichtungen im Kft. und der Situation an dessen Grenzen. Hat dafür sie, die Gesandten, umfassend bevollmächtigt und instruiert, so dass die im Ausschreiben genannten und in der Proposition vielleicht ergänzten sowie andere Punkte, die für die Sicherung und Erweiterung der Reputation, Hoheit und Autorität von Ks. und Reich sowie für /
Anschließend bringen die Magdeburger Gesandten nach der Begrüßung und dem gewöhnlichen Erbieten Näheres zur Session Administrator Joachim Friedrichs vor mitt erzehlunge, wie vielfeltigk und offt ihre f. Gn. darfuhr recognosciret und ihnen als einem administrator von den stenden auch der pebstlichen religion wehre geschriben worden, dan ihr f. Gn. legitime postulirt, nuhn ihn[!] die 28 oder 30 jahr gesessen hette. Dan ihre f. Gn. von dem niddersechsischen kreiß seie cognosciret und dafuhr gehaltten, auch jede zeitt gehorsamlich und willigk und wol uber daß, /
Abschließend tragen die Gesandten Brandenburg-Ansbachs ihre Werbung mit dem gewöhnlichen Erbieten vor.
Ks. lässt nach gesonderter Beratung antworten: /82 f./ Gegenerbieten mit Versicherung der ksl. Freundschaft. Ks. bedauert, dass Kf. Johann Georg nicht persönlich kommen kann, nimmt aber dessen Entschuldigung an, versichert ihm die ksl. Gnade und ist mit der abgeordneten Gesandtschaft zufrieden. Das Vorbringen der Magdeburger Gesandten will der Ks. /