Deutsche Reichstagsakten, Reichsversammlungen 1556 – 1662 Der Reichstag zu Regensburg 1594 bearbeitet von Josef Leeb
Erhöhung der Türkenhilfe für den Ks. aufgrund der Werbung. Teilhabe der Hgtt. an der erhöhten Gesamtbewilligung für den Ks. Entsprechende Zusage des Ks.
Datum: Regensburg, 22. 7. 1594. Im RR verlesen und gebilligt am 22. 7. Den Gesandten der Hgtt. im RR übergeben [in der Fassung B2 ohne die späteren Hinzufügungen] ebenfalls am 22. 7.1 Dem steiermärkischen Sekretär Speidl vom Mainzer Kanzler in nochmals leicht revidierter Form übergeben am 24. 7.2 Von den Reichsständen kopiert [mit den Hinzufügungen in B2] am 9. 8.
HHStA Wien, MEA RTA 91, fol. 254–256’ (Kop. Dorsv.:Stair, Kernten und Krain, wie eß außgefertigtt. Lectum Regenspurg, den 9. Augusti anno 94.) = Textvorlage. HHStA Wien, MEA RTA 91, fol. 249–250’ (Konz. Hd. P. Kraich mit Abweichungen gegenüber der Ausfertigung. Dorsv.:Steir, Karnten, Krain gesandten antwortt.) = B1. HHStA Wien, MEA RTA 91, fol. 251–252’ (Konzeptkop., beruhend auf B1. Dorsv.:Also in dieser form ist eß den steirischen überliffert worden.) = B2. HStA München, KÄA 3230, fol. 157–158 (Kop. Überschr.:Decretum der dreyer landschafften Steyr, Cärnten und Crain etc.) = [C]. HStA Stuttgart, A 262 Bd. 71, fol. 481–483’ (Kop. Aufschr.:Lectum 30. Julii.). HStA Dresden, GA Loc. 10202/6, fol. 226–227’ (Kop.). LAV NRW R, JB II 2344, fol. 321–322 (Kop.).
Wörtliche Wiedergabe anhand der Grazer Überlieferung3 bei Schollich, Verhandlungen, 125–128. Referiert bei Häberlin XVIII, 223–225.
/
Nachdem der Ks. in der Proposition die Türkengefahr, die seine sowie alle angrenzenden Lande b–und damit auch Steiermark, Kärnten und Krain–bbedroht, den Reichsständen deutlich vor Augen geführt hat, wurden diese darumben auß eyfferigem christlichem mittleyden beweget, c–desto hoher und stercker sich antzugreiffen und–c ein soliche ansehentliche freywillige hilff ohnahngesehen aller ihrer und dero armen underthanen obliegenden beschwerungen und auß denen bißhero ervolgten /
Dies teilen die Reichsstände den Gesandten der Landstände als Antwort zur Werbung mit; m–wie sie auch dieser kayserlicher einwilligung halben in ihre ksl. Mt. ainigen zweifell nit setzen–m. n–Und seindt ihnen, den abgeordneten, wie auch mehrgemeltten gemainen landtschafften zu gnaden, freundtschafft und allem guetten wol gewogen–n.
Signatum Regensburg, 22. 7. 1594. Unterzeichnet von der Mainzer Kanzlei8.