Deutsche Reichstagsakten, Reichsversammlungen 1556 – 1662 Der Reichstag zu Regensburg 1594 bearbeitet von Josef Leeb

Verzeichnis türkischer Einfälle, Eroberungen und Schäden seit dem RT 1582.

Den Reichsständen übergeben zusammen mit der Proposition am 2. 6. 1594. Kopiert wohl mit der Proposition.

HStA München, KÄA 3230, fol. 22–51 (Kop. Aufschr.:Beilag A.) = Textvorlage. StA Nürnberg, ARTA 59, fol. 49–79, 84’ (Kop. Dorsv.:A.) = B. HHStA Wien, Türkei I 81, Konv. 1, fol. 232–262’ (Kop. Dorsv.:A.) = C. SBB PK Berlin, Ms. germ. fol. 578, fol. 257–271’ (Kop.). HStA Dresden, GA Loc. 10202/6, fol. 79–106’ (Kop.). LAV NRW R, JB II 2344, fol. 64–78’ (Kop.).

Zu vgl. sind ähnliche Schadensaufstellungen in KA Wien, HKR Wien, Akten Nr. 9, Konv. 1591 Dez. Nr. 54, Reg., fol. 1–41: Die erste Liste (Konz.) umfasst den Zeitraum von September 1591 bis 14. 6. 1593, die zweite (Kop.) von September 1593 bis 8. 9. 1593, die dritte (lat. Kop.) reicht von Januar 1591 bis August 15931. Der Zeitraum vor 1591 wird in keiner Liste erfasst. Es bleibt unklar, ob die dortigen Angaben die Grundlage für vorliegende Zusammenstellung bilden.

Teildruck [nach HHStA Wien, Türkei I 81, Konv. 1] bei Ivić, Prilozi, Nr. XXVI S. 332–341 (Verzeichnis der Einfälle an der kroatischen und windischen Grenze seit 1582, entsprechend Textvorlage, fol. 44–51); Nr. XXVII S. 341–345 (Einfälle vom 16. 8. 1591 bis 8. 9. 1593 an der kanisischen Grenze, entsprechend Textvorlage, fol. 39–43’). Quellenkritische sowie statistische Auswertung: Kruppe, Türkenhilfe, 311 f., sowie Tabellenanhang Nr. 10 S. 464 f.

Hinweise zur Textgestaltung: Um den Anmerkungsapparat zu entlasten, werden Varianten für die zeitgenössischen Ortsnamen in den benutzten Quellenvorlagen nur bei größeren Abweichungen im textkritischen Apparat vermerkt. Im Text werden in [] zum zeitgenössischen der moderne Ortsname und die heutige Staatszugehörigkeit ergänzt, falls die Identifizierung möglich war2.

/23/ Oberungarn:

Am 19. 3. 1582 Zug der Türken mit 2000 Mann Richtung Erlau[Eger, H] mit Halt bei Solnockh[Szolnok, H], die Vorhut kam bis zur Pulvermühle. Dort und in Thiemir[Tihamér, Stadtteil von Eger, H] streckten sie einige Personen nieder, andere wurden zusammen mit dem Vieh verschleppt.

Am 3. 4. 1583 fielen 15 türkische Reiter in das Dorf Martzallin der Nähe von Erlau[Eger, H] ein und verschleppten 13 Personen. /23 f./ Am 22. 4. 1583 plünderten 3000 türkische Reiter und 400 Fußknechte die Dörfer Mihaldi[Nyírmihálydi, H] und Athon[Nyíradony, H] in der Nähe von Callo[Nagykálló, H]. Dabei wurden 54 Personen ‚niedergehauen‘ und sechs ‚niedergehackt‘a. Bei der Verfolgung von Calloaus fielen elf eigene Söldner. /23’/ Im August 1583 führten die Türken zwei Frauen und sechs Kinder aus dem Dorf Bortzhofa[ung. Borzova, später Szadvárborsa, heute Silická Brezová, SK] bei Satwer [Burg Szádvár bei Szögliget, H] weg.

Am 14. 4. 1584 siegte die Besatzung in Farnat[Farná, SK] über 75 Türken. Am 22. 7. griffen 5000 Türken aus Divin[Divín, SK] und anderen umliegenden Festungen an, bei der Abwehr fielen 80 eigene Soldaten. /23’ f./ Am 22. 9. griffen 700 Türken ohne Erfolg Pscheteckh[ungarisch Csetnek; Štítnik, SK] an, sie vertrieben von dort aber 100 Schafe. /24/ Am 29. 10. überfiel der Bey von Filleg[Fiľákovo, SK] das Dorf Dobschina[Dobšiná, SK], brannte fast 100 Häuser nieder und verschleppte 300 Personen nach Sabatka[Rimavská Sobota, SK].

Am 23. 10. 1585 zog der Bey von Fillegg[Fiľákovo, SK] nach Putnock[Putnok, H] und Sendre[Szendrő, H], besiegte den Hauptmann von Putnockund nahm 18 Söldner gefangen.

/24 f./ Am 31. 10. 1586 fielen die Türken aus Filleg[Fiľákovo, SK], Setschin[Szécsény, H], Sabatka[Rimavská Sobota, SK] und anderen benachbarten Festungen mit 12 000 Mann in drei satwerische[Szádvár/Szögliget, H] Dörfer ein. /24’/ Sie verschleppten aus Sillasch[Bódvaszilas, H] sieben Personen, verwundeten in Segligeth[Szögliget, H] einen Bauern, töteten einen Viehhüter und verschleppten aus Sinci[Szin, H] elf Personen.

Im März 1587 plünderten die Türken aus Zolnock[Szolnok, H] das Dorf Schiman[Kállósemjén, H] zwischen Callo[Nagykálló, H] und Dobritz[Debrecen, H] und entführten 300 Personen3. Am 25. 6.bplünderten die Türken das Dorf Pay[Taktabáj, H (?)] bei Tokay[Tokaj, H] und führten etwa 50 Personen weg.

/24’ f./ Am 2. 2. 1589 überfielen die Türken aus Zolnock[Szolnok, H] das Dorf Knysi[Taktakenéz, H], 1,5 Meilen von Tokay[Tokaj, H] entfernt, und entführten 53 Personen. /25/ Am 22. 5. plünderten die Türken das Dorf Percopa[Perkupa, H] bei Sendre[Szendrő, H] und verschleppten die Einwohner. Im Juni plünderten sie das Dorf Walaychi[Balajt, H] und entführten mehr als 60 Personen.

Am 14. 5. 1590 griffen die Türken das Dorf Jablantza[Jablonca, Silická Jablonica, SK] an und verschleppten etliche Untertanen.

Im Januar 1591 überfiel der Bey aus Filleg[Fiľákovo, SK] zwei gehuldigte Dörfer bei Sendre[Szendrő, H] und entführte viele Personen4. /25’/ Noch im Januar plünderte er das Dorf Seöleoschardound nahm 70 Personen gefangen. Am 18. 6. überfiel der Feind die Dörfer Mihaldi[Nyírmihálydi, H] und St. Michelbei Callo[Nagykálló, H] und raubte dort Menschen, Vieh und Güter5.

Nota: Kleinere türkische Exkursionen und Straßenräubereien werden hier nicht genannt, da sie an allen Grenzabschnitten fast täglich vorkommen. Die weiteren Überfälle bis zum Jahr 1594 sind der Beilage6zu entnehmen. Die bedeutendsten Vorfälle sind zudem im Gutachten des HKR enthalten7.

Bergstädtische Grenze:

/25’ f./ Am 5. 3. 1582 überfielen die Türken aus Ofen[Buda, H], Petscht[Pest, H], Nograd[Nógrád, H], Wanc[Vál, H], Schambock[Zsámbék, H], Weleswar[Pilisvörösvár, H] und Gran[Esztergom, H] das Schloss Tobolschan[Topoľčany, SK] mit Doppelhakenschützen. Sie trafen auf 75 Trabanten8aus Wywar[Nové Zámky, SK] und besiegten diese sowie die ksl. Besatzung. /26/ Am 4. 11. 1582 fielen der Bey von Hadvan[Hatvan, H], Filleg[Fiľákovo, SK] und Setscheon[Szécsény, H] sowie andere Türken mit mehr als 3000 Mann in 22 Fahnen unter Kerpen[Krupina, SK] ein, besiegten die Besatzung und nahmen über 200 Mann gefangen.

Am 1. 6. 1583 fiel ein großes türkisches Heer unter Puchkantz[Pukanec, SK] ein, doch konnte der Vorstoß durch Benedikt Pograin[Pográny]9 aufgehalten werden. /26’/ Am 1. 7. fielen 300dtürkische Reiter unter Bugan[erneut Pukanec, SK (?)] ein und entführten zwei Frauen und einen Knaben. Noch im Juli fielen 1500 Türken unter Posocken[Bzovík, SK] ein, mussten aber erfolglos abziehen. Am 1. 9. wollte der Bey von Setschin[Szécsény, H] und Filleg[Fiľákovo, SK] das Kastell im Markt Dobrin[Dobrá Niva, SK] erobern, doch wurde er von der ksl. Besatzung vertrieben. Am 25. 9. fielen die Türken in das Dorf Koroskye[Dolné Krškany, SK], eine halbe Meile von Neitra[Nitra, SK], ein und entführten an die 100 Personen. /27/ Noch im September fielen die Türken mit 200 Mann in das Dorf Schemetsch, zwei Meilen von Muran[Hrad Muráň, SK], ein und entführten 107 Personen. Am 11. 10. besiegten die Türken in der Nähe von Comoren[Komárno, SK] mit acht Schiffen vier ksl. Schiffe.

Am 7. 5. 1584 entführte der Bey von Nograd10[Nógrád, H] und Secheon[Szécsény, H] bei Kerpen[Krupina, SK] 25 Zivilisten und zwei Trabanten. /27 f./ Am 28. 5. trieb der Bey von Gran[Esztergom, H] oberhalb der Festung Wywar[Nové Zámky, SK] 200 Stück Vieh weg, tötete zwei Viehhalter und entführte einen Knaben. /27’/ Am 26. 9. überfiel der Bey von Granzwei [!] Dörfer zwischen Gran[Esztergom, H] und Neitra[Nitra, SK], Selesengenannt, brannte 16 Häuser nieder, entführte 91 Personen und tötete vier Männer. Am 19. 10. überfielen die Türken das Dorf Kiskhind, eine Meile unter Selesengelegen, und verschleppten viele Menschen. /27’ f./ Am 24. 11. wollten die Bey von Nograd[Nógrád, H], Secheon[Szécsény, H], Fillegg[Fiľákovo, SK] und Zolnock[Szolnok, H] mit 4000 Mann in das Gebiet zwischen Altzoll[Zvolen, SK], Wigletsch[Vígľaš, SK] und Neutzoll[Banská Bystrica, SK] einfallen, sie mussten aber vorzeitig umkehren.

/28/ Im Juni 1585 fielen die Türken fünf Mal unter Kerpen[Krupina, SK] ein, verschleppten etliche Personen und verursachten zwischen Wiglitsch[Vígľaš, SK] und Altzoll[Zvolen, SK] erhebliche Schäden. Am 16. 7. fielen sie in den Wald bei Wiglitsch[Vígľaš, SK] ein und verheerten alles, was sie dort und um Otschowa[Očová, SK] antrafen. Aus Schlatina[Zvolenská Slatína, SK] und Ortzowa[Očová, SK] trieben sie das Vieh weg und entführen insgesamt 33 Personen. /28 f./ Im August wollten die Türken von Filleg[Fiľákovo, SK] Otschowa[Očová, SK] angreifen, doch konnten sie zurückgeschlagen werden. /28’/ Am 17. 10. fielen sie unter Wigletsch[Vígľaš, SK] ein, schlugen dort einen Trabanten nieder und trieben 54 Stück Vieh weg. Am 23. 11. nahmen die Türken aus Nograd[Nógrád, H] und Tregel[Drégelypalánk, H] bei Ochopha[Očová, SK] zwei Ritter aus Buchantz[Pukanec, SK] gefangen.

Am 13. 6. 1586 plünderten die Türken das Dorf Sarey[Šarovce, SK], 2,5 Meilen von Lepha[Levice, SK]. /28’ f./ Am 19. 6. konnte ein Einfall des Bey von Nograd[Nógrád, H] mit viel Kriegsvolk unter Buchantz[Pukanec, SK] abgewehrt werden. /29/ Am 3. 7. trieben die Türken aus Nograd[Nógrád, H] und Tregel[Drégelypalánk, H] bei Steinbach[Stavanie (?), SK] auf dem Weg nach Chemnitz[Banská Štiavnica, SK] eine Herde Vieh weg. Am 26. 7. konnte ein Einfall der Beys von Nograd[Nógrád, H], Setschen[Szécsény, H] und Filleg[Fiľákovo, SK] bei Kerpen[Krupina, SK] abgewehrt werden. Am 1. 8. unternahm Sasswar [Sásvár] Pascha zusammen mit den Beys von Stuelweißenburg[Székesfehérvár, H], Filleg[Fiľákovo, SK], Nograd[Nógrád, H], Zolnockh[Szolnok, H] und Gran[Esztergom, H] mit 8000 Mann einen Streifzug in das bergstädtische Gebirge, plünderte vom Dorf Keer[Veľký Kýr, SK; ungar. Nagykér] bis an die Neitra[Nitra, Fluss, SK] elf Dörfer, brannte sie teils nieder und führte 352 Personen, 3000 Stück Vieh, 1000 Pferde sowie eine Herde Schafe weg. /29’/ Am 25. 8. fielen die Türken unter Wiglitsch[Vígľaš, SK] ein und entführten viele Personen. Am 29. 8. griff der Bey von Gran[Esztergom, H] nachts Vywar[Nové Zámky, SK] an, er musste aber abziehen. Am 21. 9. brannten die Türken beim Fluss Grain[Gran; Hron, SK] zwei Dörfer nieder und entführten sechs Personen. Am 30. 10. fielen sie zwischen Altzoll[Zvolen, SK] und Wigletsch[Vígľaš, SK] ein und entführten aus dem Dorf Lucopha[Lukové, SK] zehn Personen. Im Oktober plünderten sie oberhalb der Neittra[Nitra, Fluss, SK] das Dorf Legas Chiamat[ung. Lapásgyarmat; Golianovo, SK] und entführten 30 Personen.

/30/ Am 16. 6. 1587 plünderten die Türken die drei Dörfer Mahulmetschaf [Machalovce, SK (?)], Gnechizke[Čenčice, SK (?)] sowie Bernegkhgund verschleppten dabei viele Menschen. Am 13. 7. überfiel der Feind mit mehreren tausend Mann den Markt Schlatina[Zvolenská Slatína, SK], eine Meile von Altzoll[Zvolen, SK] gelegen, brannte 130 Häuser nieder und entführte viele Menschen. Am gleichen Tag verschleppten die Türken auf den Feldern bei Kerpen[Krupina, SK] mehr als 50 Personen.

Im Juni 1588 brannten die Türken das Dorf Mottoffa[Mostová, SK (?)] nieder und verschleppten 96 Personen sowie viel Vieh. /30 f./ Um den August verheerten sie die Dörfer Chlumetz[Šumiac, SK (?)] und Dirgarten[Telgárt, SK] unter Muran[Hrad Muráň, SK].

/30’/ Am 16. 5. 1589 plünderten die Türken mehrere Dörfer. Dabei verschleppten sie aus Gines[Jelenec, SK; ungar. Gimes] 18, aus Felchiet[Velčice, SK (?)] 17, aus Belat[Beladice, SK; ungar. Bélád] 23 und aus Nably Terestienh 55 Personen. Dort kamen beim Brand des Dorfes viele Bewohner um. Am 5. 6. streiften die Türken unter Viwar[Nové Zámky, SK] und trieben dabei 100 Stück Vieh sowie Pferde und Menschen weg. Am 10. 6. kamen sie unter Erlau[Eger, H], wo sie vor der Stadt viele Christen niederstreckten und 50 Pferde wegführten.

/30’ f./ Am 26. 6. 1590 ließ der Bey von Filleg[Fiľákovo, SK] mit 100 Reitern Michina[Mičiná, SK] angreifen und 150 Menschen verschleppen.

/31/ Am 16. 5. 1591 plünderten die Türken das Dorf Farcassfalu[ung. Farkasfalva; Vlkanová, SK] bei Neusoll[Banská Bystrica, SK] und entführten die Bewohner. Im Juni plünderte der Bey von Fillegg[Fiľákovo, SK] das Dorf Kissno[ung. Hisnyó; Chyžné, SK] bei Muran[Hrad Muráň, SK] und verschleppte 112 Personen mit ihrem Vieh und ihren Gütern11. Am 22. 9. fielen etwa 800 türkische Reiter über die Hordova[Fluss Hornád, SK] ein, plünderten die beiden Dörfer Corbeless[ung. Kolbása; Brezina, SK (?)] und Rehfege[ung. Regeteruszka; Ruskov, SK], 1,5 Meilen von Carolgelegen, und verschleppten an die 200 Personen. Im November führten die Türken das Vieh aus Pappa[Pápa, H], Tottes[Tata, H] und Comoren[Komárom, H] weg.

/31’/ Raaber Grenze:

Im Februar 1582 nahmen Türken aus Weißenburg[Székesfehérvár, H] zwei Trabanten auf dem Weg von Raab[Györ, H] nach St. Mertensberg[Pannonhalma, H] gefangen und verschleppten neun Personen aus dem Dorf Kisbarat[Kisbaráthegy, H]. Am 3. 3. griffen 35 türkische Reiter bei Kisbohetschiden Husaren Matthias12an, der auf dem Weg von Pappa[Pápa, H] nach Rab[Györ, H] war und nur 15 Reiter bei sich hatte. Da ihm aus Pappazwei Wagen mit Trabanten zu Hilfe kamen, konnte er die Türken in die Flucht schlagen. /32/ Am 20. 6. provozierte der Bey von Weißenburg[Székesfehérvár, H] bei Bassan[Veszprémvarsány, H] ein Scharmützel mit der Besatzung von Zeschneckh[Csesznek, H], bei dem über 100 Soldaten fielen. Am 3. 9. musste der Bey von Weißenburg[Székesfehérvár, H] einen mit 5000 Mann geführten Angriff auf das Kastell Merges[Mérges, H] ohne Erfolg abbrechen. Am 19. 9. wollte er erfolglos eine Auseinandersetzung mit der Besatzung von Wespren[Veszprém, H] provozieren; beim Abzug nahm er vier deutsche Fußknechte aus Pallota[Várpalota, H] und zwei Trabanten gefangen. Am 7. 10. verschleppte der Bey von Weißenburg[Székesfehérvár, H] mit einem großen Aufgebot viele Untertanen aus dem Weingebirge am Plattensee, auch trieb er das Vieh aus Kyhanj[Tihany, H], Vassan[Nagyvázsony, H] und Dewetscher[Devecser, H] weg. /32’/ Am 22. 10. kam der Kyhanak,13des Bey von Weißenburg[Székesfehérvár, H] mit fünf Fahnen in das Gebiet unter Wesprem[Veszprém, H], trieb das Vieh weg und nahm einen Untertanen sowie zwei Knaben gefangen. Am 28. 10. kamen die Türken von Ofen[Buda, H], Pest[Pest, H], Weißenburg[Székesfehérvár, H], Schambeckh[Zsámbék, H] und Banl[Vál, H] mit 1500 Mann in die Gegend unter Dotes[Tata, H], trieben das Vieh weg und nahmen drei Husaren gefangen.

Am 10. 4. 1583 streiften die Türken von Ofen[Buda, H] in der Nähe von Rab[Györ, H]. Im Juni führten die Türken aus Weißenburg[Székesfehérvár, H] unterhalb von Pappa[Pápa, H] Ackerleute und Vieh weg. /32’ f./ Im Juli kam der Bey von Gran[Esztergom, H] in die Gegend unter Dotes[Tata, H] und verschleppte drei Personen sowie den Kopf eines Getöteten. /33/ Am 16. 7. nahmen die Türken bei Comoren[Komárom, H] vier Fischer gefangen. Im Juli und August forderten sie mit Zügen vor Pallotta[Várpalota, H] die Besatzung zum Kampf. Am 1. 11. entführten sie bei St. Mertensberg[Pannonhalma, H] aus dem Dorf Warschan[Veszprémvarsány, H] vier Bauern, im Dorf Rede[Réde, H] streckten sie zwei Untertanen nieder.

Am 11. 1. 1584 kamen die Türken in die Gegend vor Castel[Keszthely, H], streckten dort zwei Diener des Beti[Pethő14] nieder und konnten die Festung beinahe einnehmen. /33’/ Im Januar fanden daneben Streifzüge um Wesprein[Veszprém, H] und Rab[Györ, H] statt. Am 17. 3. wurde der Bey von Copan[Törökkoppány, H] bei einem Angriff mit 800 Mann auf Wesprem[Veszprém, H] durch die dortige und die Besatzung von Pallota[Várpalota H] besiegt15. Am 8. 4. entführten die Türken aus dem Dorf Tschanakh[Ménfőcsanak, H], eine halbe Meile von Raab entfernt, vier Hauer. Am 23. 4. und 28. 4. streiften sie bei Papa[Pápa, H] und St. Mertensperg[Pannonhalma, H], konnten aber nur zwei Knaben entführen. Am 22. 5. unternahmen die Türken aus Ofen[Buda, H], Petz[Pest, H], Weißenburg[Székesfehérvár, H] und Copan[Törökkoppány, H] mit 2000 Mann einen erfolglosen Zug gegen Wesprem[Veszprém, H]. Am 14. 10. versuchten die Türken, ein Scharmützel bei Andraschwar[Andrásvár, H; Wüstung] und Dotes[Tata, H] zu provozieren. /34/ Am 18. 10. streckten sie zwei Raaber Bürger bei Schalock[Ménfőcsanak, H] nieder, zwei weiterer entführten sie aus dem Dorf Harrath[Győrújbarát, H]. Am 10. 11. streiften 50 Türken bei Zeschneck[Csesznek, H] und verschleppten von dort sowie aus St. Mertensperg[Pannonhalma, H] je einen Trabanten. Im November provozierten die Türken aus Weißenburg[Székesfehérvár, H] mit 1000 Mann ein Scharmützel gegen die Besatzung von Wesprin[Veszprém, H].

Am 5. 2. 1585 streiften die Türken Richtung Rab[Györ, H] und entführten mehrere Personen mit ihren Wagen und zehn Ochsen. /34 f./ Am 25. 2. streckten die Türken aus Weißenburg[Székesfehérvár, H] in einem Hinterhalt mit 250 Mann bei St. Mertensberg[Pannonhalma, H] zwei Rottmeister sowie einen Mann aus dem Dorf Termode[Herend, H] nieder, nahmen sieben Trabanten gefangen und verschleppten einen Hauer aus Pappa[Pápa, H]. /34’/ Am 14. 3. streckten die Türken im Weinberg vor Rab[Györ, H] den Knecht eines Raaber Bürgers nieder. Am 21. 6. vertrieben sie drei Ackerleute und 24 Ochsen vom Feld.

Im Februar 1586 raubten die Türken aus Koppan[Törökkoppány, H] und Holondwerm [Bolondvár, H] in Castel[Keszthely, H] das Vieh und das eingelagerte Getreide. Am 24. 9. erstürmten sie die Festung Petheln[Kéthely, H]. /35/ Am 10. 10. kamen sie nach Danister Wehr[Tarisznyavár, Sümeg, H], griffen dort Leute an, die von Rab[Györ, H] kamen, streckten einen nieder und nahmen vier gefangen.

Am 5. 8. 1587 verschleppte der Feind aus dem Peperveldt[pápai mező, Feld bei Pápa, H] 20 Personen und 14 Ochseno.

Im August 1588 versuchten die Türken zwei Mal vergeblich, die Festung Sigligeth[Szigliget, H] zu erobern.

Im Januar 1589 führten die Türken aus Weißenburg[Székesfehérvár, H] aus dem Dorf Otsch[Öcs, H] viele Personenpund 16 Ochsen weg. /35 f./ Am 6. 3. kamen sie über den Plattensee, nahmen die Festung Thalikaq [Tátika, H], 1,5 Meilen vom Plattensee entfernt, ein und brannten sie nieder. /35’/ Am 25. 7. kam der Bey von Weißenburg[Székesfehérvár, H] mit 3000 Reiternrvor Wesprem[Veszprém, H], nahm drei Personen gefangen, streckte eine nieder und raubte vom Nonnenkloster 100 Stück Vieh. Am 8. 8. kamen die Türken über den Plattensee, streckten in Tihan[Tihany, H] drei Personen nieder und nahmen zehn gefangen.

Kanisische Grenze:

/35’ f./ Am 5. 1. 1582 plünderten die Türken aus Siget[Szigetvár, H], Gabotschs[Babócsa, H], Presentz[Berzence, H], Segest[Segesd, H] und anderen benachbarten Orten mit 1200 Mann die Dörfer Itschstrein[Eszteregnye, H] sowie Ragatht [Rigyác, H] und verschleppten 250 Personen sowie einen Söldner aus Canischa[Nagykanizsa, H]. /36/ Am 27. 3. wollten mehr als 700 Türken in St. Jacob[Zalaszentjakob, H] ein Scharmützel mit dem Hauptmann von Clein Comor[Kiskomárom - Zalakomár, H] provozieren, sie mussten aber abziehen. Am 31. 3. plünderten die Türken aus Segest[Segesd, H], Siget[Szigetvár, H], Babotsch[Babócsa, H] und Berschentz[Berzence, H] ein Dorf bei Belesto[Pölöske, H] und verschleppten mehr als 70 Menschen mit ihren Gütern, obwohl das Dorf den Tribut nur acht Tage zuvor erlegt hatte.

Im Juni 1583 zogen 200 türkische Reiter nach Fletelieu[Letenye, H], wo sie auf 69 Mann ksl. Besatzung stießen, die von der Vorhut zwar 13 Türken bezwingen konnte, anschließend aber eine Niederlage erlitt, bei der 29 eigene Leute fielen. /36 f./ Am 17. 6. plünderte der Bey von Siget[Szigetvár, H] bei einem Einfall über die Rab[Rába] die besten Dörfer und verschleppte ca. 600 Personen, darunter viele Frauen und Kinder. /36’/ Am 20. 8. bestürmten die Türken die Festung Callon. Sie konnten zwar den äußeren Zaun überwinden, mussten den Angriff bei der inneren Pforte aber unter Verlusten abbrechen. Am 20. 10. setzten die Türken bei Hedtwarv[Hédervár, H] über das Gemöß16, verheerten das Dorf Odortz[Odranci (?), SLO] bei Rackelspurg[Radkersburg, Österreich] und entführten viele Personen.

Im Februar 1584 bestürmten 150 Türken erfolglos das Kastell Peer[Zalabér, H], doch konnten sie Untertanen, die dorthin geflüchtet waren, wegführen. /36’ f./ Am 21. 4.wüberfielen die Türken aus Persentze[Berzence, H] das Dorf Charnefrol[Csörnyeföld, H] bei Remeex [Muraszemenye, H] und entführten zwei Knaben sowie drei junge Frauen. /37/ Am 31. 5. streiften sie bis zur Festung St. Peter[Szentpéterúr oder Pogányszentpéter, H] und verschleppten an die 70 Untertanen.

Im Februar 1585 wollten die drei Canischa[Nagykanizsa, H] nächstgelegenen Beys über zugefrorene Bäche und den Plattensee zu Streifzügen einfallen, doch wurden sie ausgekundschaftet, verfolgt und besiegt. Von den eigenen Soldaten wurden fünf gefangen genommen, drei niedergestreckt und drei verwundet. Am 16. 6.yZusammenstoß von 4000 Türken unter vier Beys bei Canischa[Nagykanizsa, H] mit ksl. Truppen. /37 f./ Am 27. 10. verschleppten die Türken aus einem Hinterhalt bei St. Niclas[Miklósfa, H] neun Personen.

/37’/ Am 7. 1. und 8. 1. 1586 erfolgloser Sturmangriff der Türken auf das Grenzhaus Schackel[Csákány, H]. Am 30. 6. erfolgloser Angriff der Türken mit 800 Mann auf Clein Comor[Kiskomárom - Zalakomár, H]. Am 19. 7. stießen die Türken nach St. Niclas[Miklósfa, H] vor und nahmen den dortigen Heerführer und einen Haramija17gefangen. /37’ f./ Am 15. 8. errichteten die Türken bei Besenche[Besence, H] einen Damm über das Gemöß, streiften bis nach Setzikigeth[Szécsisziget, H], nicht weitzvon Canischa[Nagykanizsa, H], entführten aus den dortigen gehuldigten Dörfern 80 Männer und 90 Frauen sowie an der kanisischen Grenze zwei schwangere Frauen und neun Männer und trieben sämtliches Vieh weg. /38/ Am 7. 9. kamen die Türken mit 7000 Mann bei Bamblin[Palin, H] über das Gemöß, setzten nachfolgend mit 1000 Reitern über die Mur [Mura], plünderten auf der Murinsel des Gf. von Serin[Zrínyi18] die vier Dörfer Damassig[Domašinec, HR], Decanowetsch[Dekanovec, HR], Hohakowetsch[Novakovec, HR] und Gardinowetsch[Gardinovec] und verschleppten mehr als 500 Personen19. Zur gleichen Zeit schleifte der Bey von Copan[Törökkoppány, H] die Festung Witwech[Balatonhídvég, H] am Plattensee. Im Oktober raubten die Türken den der Besatzung von Scheggen[Csákány, H] zugeschickten Proviant.

Am 2. 8. 1587 verschleppten die Türken aus einem Dorf, das dem Bánffy20gehört, 87 Personen und streckten viele nieder.

Im April 1588 vernichteten sie an der kanisischen Grenze drei Dörferaa.

/38’/ Am 15. 2. 1589 bestürmten die Beys von Funfkirchen[Pécs, H] und Copan[Törökkoppány, H] erfolglos das Kastell Hittwech[Balatonhídvég, H]. Am 4. 3. berannten die Türken erfolglos Canischa[Nagykanizsa, H], doch brannten sie beim Abzug den Schoriab zwischen Vincentac[Mindszent bei Miháld, H; nicht mehr nachweisbar] und St. Niclas [Miklósfa, H] nieder. Im Oktober fielen sie in die Güter des H. von Batthyány ein und verschleppten 130 Personen. /38’ f./ Der Bey von Siget[Szigetvár, H] zog erfolglos vor Canischa[Nagykanizsa, H].

/39/ Am 30. 6. 1590 fielen die Türken bei St. Peter[Pogányszentpéter, H] in die Güter des Herrn Puthian21ein und streckten 60 von dessen Haramija nieder. Am 5. 8. plünderte der Feind zwei Dörfer in der Nähe von Canischa[Nagykanizsa, H] und entführte Männer, Frauen und Kinder. Die Dörfer heißen Scheottor[Söjtör, H]22. Am 15. 10. wurde das Dorf Petry[Petrivente, H] bei Canischa[Nagykanizsa, H] zerstört.

Designatioad damnorum turcicorum23.

/39 f./ Am 16. 8. 1591aefiel Hasan Pascha aus Bosnien mit einem großen Heer in die Windische Mark ein24, belagerte dort Stadt und Schloss Sissegg[Sisak, HR] zwar erfolglos, zerstörte beim Abzug aber das Schloss Poliwitzaf[Topolovac, HR]. /39’/ Zur gleichen Zeit fielen die Beys von Siget[Szigetvár, H], Segest[Segesd, H] und Coppan[Törökkoppány, H] mit einem Heer von 54 Fahnen ein, erstürmten Windtwar[Újudvar, H], Vincentag[Mindszent bei Miháld, H; nicht mehr nachweisbar], Schackan[Csákány, H] und andere bei Canischa[Nagykanizsa, H] gelegene Kastelle, brannten Mindszent und Clein Comorn[Kiskomárom/Zalakomár, H] nieder25, töteten viele deutsche und ungarische Christen oder nahmen sie gefangen und führten sie mit Hab und Gut sowie dem Geschütz weg. /39’ f./ Am 8. 10. 1591 fiel Hasan Pascha aus Bosnien mit über 18 000 Mann nochmals in die Windische Mark ein, plünderte, verschleppte viele Christen und zerstörte die Festung Puschiacovina[Božjakovina, HR]. /40/ Ebenfalls im Oktober konnten 200 türkische Reiter aus Costanovitz[Hrvatska Kostajnica, HR] bei einem Einfall über die Culp[Kupa] geschlagen werden. Am 6. 11. 1591 eroberte der Pascha aus Bosnien das Grenzhaus Repitsch[Ripač, BIH], das zur Festung Wihitsch[Bihać, BIH] gehört.

/40 f./ Im April 1592 fiel der Pascha aus Bosnien neuerlich mit einem großen Heer in die Windische Mark ein, eroberte Stadt und Schloss Radwitsch[Hrastovica, HR], nahm danach vier Grenzhäuser an der Culp[Kupa] ein und setzte dort eigene Besatzungen ein26. /40’ f./ Aufgrund des unzureichenden Widerstands konnte er unterhalb von Radschowitsch[Hrastovica, HR] neben der Culp[Kupa] gegenüber dem Grenzhaus Prest[Brest Pokupski, HR] zum höchsten Nachteil der angrenzenden christlichen Lande Duropolia[Turopolje], der Windischen Mark sowie Steiermark und Krain die Festung Petrinia[Petrinja, HR] mit sechs Basteien, einem starken Schutzwall und einem tiefen Wassergraben errichten27. Er verstärkte diese und die anderen eroberten Grenzhäuser mit Geschütz, Munition und Besatzungen und vergab das Land an die Kriegsleute, um von dort aus die angrenzenden christlichen Lande plündern oder zur Huldigung bringen zu können. /41 f./ Anschließend eroberte er die Festung Iraschitsch[Izačic, BIH], befestigte das einige Monate zuvor eingenommene und teils zerstörte Repitsch[Ripač, BIH], zog am 10. 6. 1592 mit einem großen Aufgebot vor Wihitsch[Bihać, BIH], das 160 Jahre lang die äußerste Grenzfestung in Kroatien gebildet hatte, und nahm dieses nach zehntägiger Belagerung ein28. /41’/ Am 20. 7. zog der Pascha mit 15 000 Mann auf einer neu errichteten Brücke [über die Kupa], besiegte die ksl. Besatzung in einer offenen Feldschlacht und erbeutete dabei acht schwere Geschütze29. /42/ Im gleichen Zeitraum kamen die Türken aus Jula[Gyula, H], Lippa[Lipova, RO], Gehn Leoah [Ineu, RO], Sollagai [[Szolnok, H] und anderen Orten mit 3000 Mann vor Callo[Nagykálló, H], plünderten die dort gelegenen drei Dörferaj, führten das Vieh weg und brannten die Dörfer nieder. Als die Besatzung von Erlau[Eger, H] sie verfolgen wollte, wurde sie von den Türken besiegt30. Am 26. 8. 1592 fiel Rustem Bey von Petrinia[Petrinja, HR] mit 1000 Reitern in die Duropolia[Turopolje] ein und verschleppte mehr als 100 Menschen31. Am 11. 9. zerstörten die Türken die bei Canischa[Nagykanizsa, H] gelegene Festung St. Niclas[Magyarszentmiklós, H]. Ende September fiel Hasan Pascha von Bosnien in die Duropolia[Turopolje] ein, brannte dort 49 Dörfer nieder und entführte 2000 Christen sowie mehr als 1000 Wagen Getreide und viel Vieh über die Culpa[Kupa] nach Petrinia[Petrinja, HR]. /42’/ Am 11. 10. 1592 fielen die Türken aus Siget[Szigetvár, H] mit 18 Fahnen in ksl. Gebiet ein, eroberten und zerstörten neben Waicha[Bajcsavár/Bajcsa, H] an der Mur die Festung St. Jörgen[Đurđevac, HR] und führten mehr als 150 Personen weg.

Im Januar 1593 fiel der Pascha von Bosnien erneut über die Culpa[Kupa] in die Duropolia[Turopolje] ein, verheerte sie mit Brand und Schwert und verschleppte aus dem Dorf Wergosinaakmehr als 400 Christen. Am 22. 2. brannten die Türken Hittwech[Balatonhídvég, H] am Plattensee nieder und töteten oder entführten die dortige Besatzung. Im Mai entführte der Feind aus Janitschau, Perschonitz- kaal [Brezovica, HR] und Obres [Odranski Obrež, HR] viele Menschen. /42’ f./ Am 20. 5. streifte er nach Keretzkutsch[Kerestinec, HR], Zamabor [Samobor, HR] und Jadstrebur[Jastrebarsko, HR], verursachte große Schäden und verschleppte viele Menschen. /43/ Im Juni ließ der Pascha von Bosnien die gesamte Duropolia[Turopolje] durchstreifen und Menschen sowie Vieh verschleppen. Am 14. 6. richtete sich der Pascha von Bosnien mit zwei Heeren getrennt gegen Sagitam [Sisak, HR] und Trentschin[Stara Drenčina, HR]. Letzteres wurde beschossen und eingenommen. Die Beschießung von Sisseg[Sisak, HR] dauerte bis 22. 6., ehe der Pascha von einem ksl. Heer mit 34 000 Mann besiegt werden konnte32. Nach dem Abzug der ksl. Truppen aus Petrinia[Petrinja, HR] belagerte Mehmed Beylerbey aus Graecia Sisseg[Sisak, HR] und konnte es am 28. 8. zurückerobern33. /43’/ Am 8. 9. kam der Feind über die Sau[Save] auf die Agramer [Zagreb, HR] Seite, verwüstete etwas mehr als eine Meile davon entfernt die gesamte Gegend bei Allerheiligen[Sesvete, HR] gegen St. Helena[Sveta Helena, HR] zu und entführte viele Personen.

/44/ Verzeichnis der türkischen Einfälle an der kroatischen und windischen Grenze seit dem RT 1582 bis zum Jahr 159234.

Bericht des Wolf Engelbrecht von Auersperg35(Schildberg,1. 3. 1582): Am 27. 2. 1582 um Mitternacht überfielen die Türken Schlun[Slunj, HR], nahmen es am Tag darauf ein, raubten viele Lebensmittel und verschleppten 30 Personen. Bericht Auerspergs (Carlstadt[Karlovac, HR], 5. 3. 1582an): Am vergangenen Dienstag griffen die Türken aus Bosnien mit 100 Reitern Belay[Bjelaj, BIH] an und entführten 30 Personen. /44’/ Bericht des Gf. Jobst [Joseph] von Thurn36, Oberst in Kroatien (Carlstadt[Karlovac, HR], 19. 5. 1582): Am Vortag griffen 20 türkische Reiter im Wald jenseits der Corona[Korana, HR] arbeitende Zimmerer an, verwundeten einen davon tödlich und entführten einen anderen. Bericht des Hauptmanns von Wihitsch[Bihać, BIH] (11. 6. 1582): Ermordung eines Reiterhauptmanns bei Wihitsch. Am 8. 6. verschleppten die Türken vor Wihitsch ein Kind, vier Pferde und einige Stück Vieh. Bericht des Obersts in Kroatien (Carlstadt[Karlovac, HR], 8. 11. 1582): 300 Türken brannten ein Dorf bei Wolfpürao [Ozalj, HR (?)] ab und verschleppten zwei Adelige des Gf. von Terzat[Tržac, BIH] mit Frauen und Kindern. Bericht des Obersts in Kroatien [Jobst Joseph von Thurn] (Carlstadt[Karlovac, HR], 14. 12. 1582): Viele Arkebusiere fanden bei der jüngsten Niederlage bei Karlstadt den Tod und wurden in der Mehrzahl enthauptet auf dem Schlachtfeld aufgefunden.

/44’/ f./ Bericht des Obersts in Kroatien (o. D.37, 1583): Am 12. 6. 1583 streiften 120 türkische Reiter unter Rockhodalnahe der Culp[Kupa] und entführten 15 Personen, die aber von Kriegsleuten des Gf. von Tertzatz[Tržac, BIH] befreit werden konnten. /45/ Bericht des Christoph von Obratscho[Obrutschan]38(Wihitsch[Bihać, BIH], 1. 9. 1583): Jeweils etwa 200 türkische Reiter und Fußknechte rückten aus den Grenzhäusern Kruck[Bosanska Krupa, BIH], Ostrosetsch[Ostrožac, BIH], Sassin[Cazin, BIH], Muschinap und Kannigrad[Kamengrad, BIH (?)] an, um die Festung Marcofitschaq anzugreifen, doch mussten sie ohne Erfolg abziehen.

Bericht des Obersts in Kroatien (Grätz[Gradac/Metlika, SLO] im Möttlinger Boden, 15. 2. 1584): Bei einem Einfall von zwei Beys mit mehr als 2000 Mann bei Zeng[Senj, HR] konnten lediglich vier Personen gefangen genommen werden. Bericht des Obersts in Kroatien [Jobst Joseph von Thurn] (Carlstadt[Karlovac, HR], 14. 2. 1584): 40 oder 50 türkische Reiter verschleppten bei einem Streifzug gegen Weinitz[Vojnić, HR] und in Richtung Krain 10 oder 12 Frauen und Kinder. Bericht des Wolf Engelbrecht von Auersperg (Karlstadt[Karlovac, HR], 17. 5. 1584): 18 türkische Reiter verschleppten unter Lippa[Lipa, BIH] mehrere Personen.

Bericht des Wolf Engelbrecht von Auersperg (Carlstadt[Karlovac, HR], 1. 5. 1585): Am 30. 4. 1585 kam ein größeres türkisches Heer mit neun Fahnen Reitern und acht Fahnen Fußknechten in die Nähe von Schlun[Slunj, HR], es richtete aber keine größeren Schäden an. /45’ f./ Bericht des Franz Hörner, Hauptmann zu Wihitsch39[Bihać, BIH] (Wihitsch, 15. 9. 1585): Am 14. 9. kam der Pascha von Weinaluka[Banja Luka, BIH] mit vier Sandschaken und einem großen Heer vor Wihitsch. Ein Teil zog von Sassin[Cazin, BIH] her an und lagerte vor Wihitschauf dem Puschenberg, doch konnte er, Hörner, sie zwei Mal vertreiben. Der andere Teil erschien mit den Türken aus Postafiofitzar[Kostajnica, BIH], Novi[Novi Grad, BIH], Kruck[Bosanska Krupa, BIH] und weiteren Grenzorten auf der anderen Seite der Una bei Kirchen, doch konnten auch sie mit dem Geschütz zurückgetrieben werden. Die Türken brachen daraufhin den Angriff auf Wihitschab, fielen aber in zwei Dörfer an der Una ein, brannten dabei Scholafitschas [Golubić, HR] nieder und nahmen dort zwei Männer sowie 15 alte Frauen gefangen. Der andere Teil des türkischen Heeres zog Richtung Repitsch[Ripač, BIH] ab, zerstörte aber nur ein Haus und zündete einige Heuschober an. Ihm, dem Hauptmann, gelang es anschließend, mit dem Einsatz von 80 Kroaten und 10 Musketenschützen von den Türken bedrohten Frauen und Kindern den Abzug nach Wihitschzu ermöglichen.

/46/ Jahr 1586: Ist khain schadt geschehen.

Bericht des Thomas von Dornberg (Carlstadt[Karlovac, HR], 20. 3. 1587): Der Feind fiel unterhalb von Hercowitschein und entführte fünf Knaben. /46’/ Bericht des Andreas von Auersperg40(Laibach[Ljubljana, SLO], 2. 6. 1587): Da 25 Leute des Uskokenhauptmanns Peter Erdődy41von ihrem eigenen Wegführer verraten wurden, kamen zehn in Gefangenschaft, die übrigen 15 wurden niedergestreckt. Vor vier Tagen streckten Martolosen42in der Nähe von Carlstadt[Karlovac, HR] fünf Personen nieder und entführten drei. Am vergangenen Dienstag streckten 13 türkische Reiter bei Obulin[Ogulin, HR] einen Dienstmann nieder.

Jahr 1588: Ist khain schaden geschehen.

Bericht des Furio Molza, Hauptmann in Zeng43[Senj, HR] (Zeng, 13. 7. 1589at): Bei einem Streifzug der Türken vor Ottoschatz[Otočac, HR] wurden zwei Männer und vier Knaben entführt. Bericht über einen weiteren Streifzugau, an dem der Bey von Lüka[Banja Luka, BIH] persönlich beteiligt gewesen sein soll, bei dem aber nur eine alte Frau bei Prossor[Prozor, HR] entführt wurde. Bericht des Furio [Molza] (Zeng[Senj, HR], 27. 8. 1589): Martolosen streckten einige Personen nieder, die Holz schlugen. /47/ Bericht des Obersts in Kroatien (Neudeg, 1. 12. 1589): Zwischen Wihitsch[Bihać, BIH] und Repitsch[Ripač, BIH] wurden beim Holzschlagen 28 Personen von den Türken gefangen genommen.

Bericht des Andreas von Auersperg, Oberst in Kroatien (Carlstadt[Karlovac, HR], 28. 5. 1590): Am 25. 5. schnitten nachts 40 türkische Reiter bei „des“ Krisapitschen Thurnav den Zaun auf und trieben 50 Stück Vieh weg. Bericht des Furio Molza (Zeng[Senj, HR], 13. 9. 1590): Bei einem Streifzug der Türken unter Ottotschatsch[Otočac, HR] mit 200 Fußknechten und 300 Reitern wurden ein alter Mann und acht Pferde entführt. Bericht des Obersts in Kroatien (Carlstadt[Karlovac, HR], 1. 7. 1590): Streifzug der Türken bei Obulnyaw[Ogulin, HR] ohne Schäden. Bericht des Obersts in Kroatien (o. O., 31. 12. 1590): Bei einem vom Pascha in Bosnien veranlassten Einfall unter Wihitsch[Bihać, BIH] mit 3000 Mannaxwurden vier Bauern verschleppt.

Bericht des ‚Verwalters‘ zu Zeng(Zeng[Senj, HR], 30. 3. 1591): Bei einem Streifzug türkischer Reiter am 29. 3. in den Tälern um Senj wurden etliche Frauen und Kinder verschleppt. /47 f./ Bericht des Obersts in Kroatien (Carlstadt[Karlovac, HR] 21. 4. 1591): Bei einem neuerlichen Türkeneinfall am vergangenen Sonntag bei Wihitsch[Bihać, BIH] wurde nur eine Person entführt. /47’/ Bericht des Obersts in Kroatien (Carlstadt[Karlovac, HR], 1. 5. 1591): Einnahme der Festung Madrusch[Modruš, HR] durch 28 Martolosen, dabei wurden der dortige Wojwode mit seinen Soldaten sowie Frauen und Kinder verschleppt. Bei der Verfolgung konnten einige von ihnen gerettet und die Festung gesichert werden. Bericht des Furio Molza (Zeng[Senj, HR], 11. 5. 1591): Bei einem türkischen Streifzug zum Meer hin wurden drei Frauen entführt. Bericht des Obersts in Kroatien (Carlstadt, [Karlovac, HR], 20. 6. 1591): Plünderung des Dorfs Repitsch[Ripač, BIH] und Entführung von zehn Personen. Bericht des Obersts in Kroatien (Carlstadt, [Karlovac, HR], 16. 9. 1591): Der Bey von Lenna[Livno, BIH] schickte 1500 Mannayvor Wihitsch[Bihać, BIH]. Beim Kampf mit dem dortigen Hauptmann und dessen Schützen bei Sockhal[Sokolac, BIH] wurden einige davon gefangen genommen, einige sind gefallen. Bericht des Obersts in Kroatien (o. D.): Am 7. 11. 1591 wurde Repitsch[Ripač, BIH] von den Türken erobert44.

Bericht des Obersts in Kroatien (Carlstadt, [Karlovac, HR], 15. 2. 1592): Eroberung von Plaskydurch die Türken. /48/ Bericht des Obersts in Kroatien (Carlstadt, [Karlovac, HR], 17. 4. 1592): Eroberung der Festung Rastowitsch[Hrastovica, HR] durch den Pascha von Bosnien am 15. 4. 159245. Bericht des Thomas Erdődy46(Feldlager bei Prest[Brest Pokupski, HR], 27. 4. 1592): Die Türken steckten an der Culp[Kupa] vier Wachthäuser in Brand. Bericht des Burggrafen zu Schlun[Slunj, HR] (o. O., 17. 7. 1592): Die Grenzsoldaten gaben den Ort Issakschust[Izačić, BIH] auf, der Feind zog vor Preßnig[Drežnik Grad, HR]. Am 19. 7. 1592azeroberte der Pascha von Bosnien die Festung Wihitsch[Bihać, BIH]47. Bericht des Georg Lenković, Hauptmann zu Zeng48(Carlstadt[Karlovac, HR], 18. 6. 1592ba): Einnahme von Carnowach[Karlobag, HR] durch die Venezianer49. Der Burggraf und der Wachtmeister wurden stranguliert, die übrige Besatzung auf die Galeeren gebracht. Bericht des Obersts in Kroatien (Carlstadt[Karlovac, HR], 28. 7. 1592bb): Bei einem Einfall des Feindes mit 3000 Mann in die Turopolia[Turopolje] wurden 280 Christen verschleppt. Bericht des Thomas Erdődy, Ban in Kroatien und in der Windischen Mark (o. O., 4. 10. 1592): Bei einem Einfall des Bey von Herzegowina mit 3000 Mann in die Turopolia[Turopolje] wurden viele Personen verschleppt50. Beim Einfall des Rustem Bey [von Petrinja] mit 2000 Mann in die Turopolia[Turopolje] am 1. 11. 1592 wurden die Reliquien der Abtei in Tubulka[Topusko, HR] verbrannt und 40 Personen entführt.

/48’/ Bei einem Ausfall des Feindes aus Petrina[Petrinja, HR] am 29. 3. 1593bcwurden 40 Personen verschleppt, am 5. 4.bderneut 40 und am 5. 5. jenseits der Sau[Save] 100 Personen. Am 1. 7. wurden unter Sissegg[Sisak, HR] 100 Arkebusiere niedergestreckt. Am 29. 8. eroberte der Feind die Festung Sissegg[Sisak, HR]51. Bei einem Einfall des Feinds über die Sau[Save] am 8. 9. mit 12 000 Mann wurden viele Menschen entführt und Häuser niedergebrannt. Am 17. 10. Raubzüge um Kerestutz[Kerestinec, HR]. Am 9. 11. zog der Feind mit 500 Reitern vor Schellin. Am 20. 11. wurden unter Setschin[Cetingrad, HR (?)] einige Soldaten verletzt. Am 28. 11. wurden bei einem Raubzug der Türken bei Jastrowaczky[Jastrebarsko, HR] zwei Knechte des dortigen Postverwalters niedergehauen, die Postpferde weggeführt und das Posthaus niedergebrannt.

Gesamtzahl der an der kroatischen Grenze niedergestreckten oder verschleppten Personen: 1224.

/49/ Windische Grenze:

1582 [o. D.] berichtet der Oberst an der windischen Grenze, dass der Feind bis zur Morschnitza[Možnica, Fluss in SLO] alles geplündert hat. Am 10. 3. 1582 verschleppte der Feind den Fähnrich der Haramija Zum Kreutz[Križevci, HR] mit vier Haramija sowie 40 Bauernbemit Frauen und Kindern aus dem Varaždiner Gebirge. Am 27. 4. wurden viele Personen beim Markt Ferninckentführt. Am 12. 6. wurde oberhalb von Kopranitz[Koprivnica, HR] das Dorf St. Ikan[!] [Koprivnički Ivanec, HR] in Brand gesteckt. Am 20. 10. wurde das Dorf Under Herkowitzkoy[Križ Hrastovački, HR (?)] oberhalb von Raschowitsch[Hrastovica, HR] geplündert und niedergebrannt. Neun Personen und 112 Stück Vieh wurden verschleppt.

Am 3. 2. 1583 wurden bei einem Angriff auf die beiden äußeren Orte Zum Creutz[Križevci, HR (?)] mit 100 Reitern Häuser und Getreideschober niedergebrannt, zwei Frauen, ein Kind sowie ein Mann entführt und die umliegenden kleineren Dörfer geplündert. Auch unterhalb von Gros Camik[Kamnik, SLO] wurden fünf Häuser geplündert und 180 Personen verschleppt. In Gradetz[Gradec, HR] und Targwene[Cirkvena, HR] wurden acht Haramija von den türkischen Reitern ‚aufgehoben‘. /49 f./ Am 18. 6. kam der Feind mit 1500 Mann zu Ross und Fuß über die Raabbfin die Gegend zwischen Furstenveldt[Fürstenfeld, Steiermark] und Chiarmatbg [Körmend, H], plünderte sieben Dörfer, brannte eines davon nieder und führte 50 Wagen Wein, die dem Nádasdy52gehörten, sowie Menschen und Vieh weg. /49’/ Am 27. 9. kam der Feind mit 2000 Mann vor Copreinitz[Koprivnica, HR], brannte einige Häuser sowie das Kirchlein St. Quirin nieder und entführte zehn Personen. Auch aus Iwanitsch[Ivanić Grad, HR] wurden 53 Personen unter Hoslafinabh [Podravska Moslavina, HR (?)] gefangen genommen.

Am 23. 5. 1584 wurden bei St. Peter[Sveti Petar Čvrstec, HR] 70 Personen verschleppt.

Am 13. 4. 1585 wurden bei Iwanitsch[Ivanić Grad, HR] und Dobranschack[Lijevi Dubrovčak, HR] eine Person und 25 Pferde, am 28. 4. zwischen der Sau[Save] und der Culp[Kupa] 20 Personen verschleppt. Am 9. 8. wurden bei Gredetz[Gradec, HR] Stadel und Häuser sowie Getreide in Brand gesteckt, Vieh weggeführt und einige dort liegende Dörfer und Befestigungen angegriffen.

Am 23. 1. 1586 wurden zwei Fähnriche und 13 Haramija auf St. Georgen Schlos[Đurđevac, HR (?)] gefangen genommen. Am 14. 6. wurde dort ein Hirte verschleppt. Am 13. 9. wurden bei Sermenitza[Muraszemenye, H; kroatisch Semenince] vier Dörfer niedergebrannt53und 418 Personen entführt. /49’ f./ Am 26. 8. wurden bei Canischa[Nagykanizsa, H] 300 Personen und viel Vieh weggeführt. /50/ Am 6. 12. wurden bei Rossegabi [Požega, HR] acht Bauernhäuser niedergebrannt und 16 Personen verschleppt. Am 28. 8. wurden bei Mülbergsechs Personen entführt. Am 1. 10. wurden bei Kopreinitz[Koprivnica, HR] 30 Personen sowie 150 Stück Vieh verschleppt und vier Häuser niedergebrannt.

Am 3. 5. 1587 wurden in Locolatzbj [!] [Zrinski Topolovac, HR] fünf Personen gefangen genommen. Am 20. 8. fiel der Feind mit 8000 Mann zu Ross und Fuß in die Windische Mark ein, zerstörte zwölf Dörfer und verschleppte viele Bewohner.

Am 3. 6. 1588 wurden aus Vitchehosa[Fityeház, H] und Herestur[Murakeresztúr, H] 16 Personen entführt. Am 12. 11. wurde St. Peter [Sveti Petar Čvrstec, HR] in Brand gesteckt, einige Haramija sowie Vieh wurden verschleppt.

Am 26. 1. 1589 wurden in Novigrad[Novigrad-Podravski, HR] 30 Personen entführt und einige Häuser niedergebrannt. Am 29. 1. zerstörte der Feind Novigrad[Novigrad-Podravski, HR] gänzlich und verschleppte sechs Personen. Am 1. 3. wurden zwischen Novigradund Termia[Drnje, HR] zehn Personen entführt.

Am 2. 3. 1590 wurden zwischen Canischa[Nagykanizsa, H] und Weitschawar[Bajcsavár/Bajcsa, H] zwei Personen verschleppt. Am 11. 7. wurden zwischen Kreutz[Križevci, HR] und Speriamitz[Špiranec, HR] zwei Haramija gefangen genommen. Am 13. 9. wurden bei Töplitz[Zrinski Topolovac, HR] einige Personen verschleppt. Am 19. 9. fiel der Feind in die Vorstadt von Zum Kreutz[Križevci, HR] ein, brannte etliche Häuser nieder und verschleppte 16 Personen.

/50’/ Am 14. 2. 1591bkwurden die beiden Dörfer Sablatia[Zablatje, HR] und Embro[Imbriovec, HR] niedergebrannt. Am 16. 9. wurden einige Personen bei Copreinitz[Koprivnica, HR] aus einem Hinterhalt heraus verhaftet. Ab 16. 10. plünderten 15 000 Mann vier Tage lang in der Windischen Mark mit großen Schäden insbesondere beim Getreide und Heu und entführten 200 Personen.

Am 2. 1. 1592 wurden bei Carlstadt[Karlovac, HR] zwölf Personen verschleppt. Am 14. 1. wurden an der Trau[Drava] zwei Personen gefangen genommen. Am 2. 7. wurden in Prest[Brest Pokupski, HR] 70 Personen niedergestreckt und gefangen genommen. Am 3. 7. wurden im SisseggerGebiet [Sisak, HR] 100 Haramija niedergestreckt und gefangen genommen. Am 12. 10. nahm der Feind St. Jörgen[Botszentgyörgy, H (?)] bei Weitschawar[Bajcsavár/Bajcsa, H] ein, zerstörte es und streckte die Bewohner nieder.

Am 4. 4. 1593 wurden 800 Personen gefangen genommen und weggeführt. Am 16. 4. wurden zwischen Fitscha Hascha[Fityeház, H] und Kerestur[Murakeresztúr, H] 30 Haramija niedergeschossen. Am 11. 8. wurden auf der Barastiner[Varaždiner] Straße drei Personen verhaftet. Am 13. 8. wurden in Wutschanitzblmehrere Personen verschleppt.

/51/ Summe der niedergestreckten, gefangen genommenen und verschleppten Menschen an der windischen Grenze: 2463 Personen.

Gesamtzahl an der kroatischen und der windischen Grenze: 3687 Personenbm.

Nota: Nicht enthalten sind hierin die vielen bei der Eroberung von Festungen gefallenen und verschleppten Personen.

Anmerkungen

1
 Auswertung dieser Listen bei Loebl, Geschichte I, 63 f., 67–83 (Jahr 1591); 47–54, 62–71, 93–118 passim (Jahr 1592).
2
Für Korrekturen und zahlreiche Ergänzungen bei der schwierigen Identifizierung der Ortsnamen gebührt Herrn Dr. Zoltán Péter Bagi, Komitatsarchiv Csongrád, Szeged, großer Dank. Nur mit seiner Hilfe konnten viele Orte lokalisiert werden. Die Identifizierung aller genannten Orte war trotz der dankenswerten Unterstützung weiterer ungarischer Kollegen leider nicht möglich.
a
 und sechs ‚niedergehackt‘] Fehlt in B. C wie Textvorlage.
3
 Zu den beiderseitigen Streifzügen 1587 vgl. Hammer-Purgstall, Geschichte IV, 148–150. Der dort (149) erwähnte, bedeutende Sieg ksl. Truppen in der Ebene von Nagykanizsa wird in der Auflistung nicht genannt, ebenso ein weiterer Sieg im Jahr 1588 (ebd., 154). Vgl. zu diesen Erfolgen auch Huber, Geschichte IV, 374 f.
b
 25. 6.] In B, C: 25. 7.
4
 Vgl. Loebl, Geschichte I, 63 f.
5
 Vgl. Loebl, Geschichte I, 69.
6
 Vgl. unten, ab fol. 39 (Designatio damnorum turcicorum): Dort die Auflistungen ab 1591.
7
 HHStA Wien, RK RTA 63, fol. 496–511. Or.
c
 Wan] In B, C korrekt: Wahl.
8
 Hier im allgemeinen Sinn als Landsknechte (Fußsoldaten), nicht in der speziellen Bedeutung als Leibwächter oder im besonderen Dienst der Vorgesetzten stehend.
9
 Benedikt Pográny von Nemeskürt, 1593 Hauptmann von Korpona [Krupina SK], ab 1595 Oberstleutnant und Stellvertreter des Kreisgenerals in Cisdanubien (Fessler, Geschichte IV, 20; Pálffy, Türkenabwehr, 120).
d
 300] In B, C abweichend: etwa 200.
e
 Korosky] In B, C: Also Koroskin.
10
Die Textvorlage schreibt hier und im Folgenden stets Novigrad, gemeint ist aber Nógrád. Um eine Verwechslung mit Novigrad-Podravski (Kroatien) auszuschließen, wird stillschweigend zu Nograd(so auch in anderen Überlieferungen) korrigiert.
f
 Mahulmetscha] In B: Mahulitscha.In C: Mahulnieza.
g
 Bernegkh] In B: Perseck.In C: Perleg.
h
 Nably Terestien] In B, C: Nagy Herestien.
11
 Vgl. Loebl, Geschichte I, 68 f.
i
 Kisbohetsch] In B: Kysfoletz.In C: Kisfolbecz.
12
 Vgl. zu diesem: Hammer-Purgstall, Geschichte IV, 148.
j
 Kyhan] In B: Tyan.In C: Tihan.
k
 Kyhana] In B: Tihaia.In C: Kihaia.
13
 Die Bezugnahme konnte nicht geklärt werden.
l
 Ban] In B korrekt: Wahl.In C: Wall.
14
 Angehöriger der adeligen Familie Pethő von Gersei (Gerse).
15
 Vgl. zum Sieg über die Türken bei Veszprém sowie andererseits zu erwähnten türkischen Streifzügen im Jahr 1584: Hammer-Purgstall, Geschichte IV, 145; Huber, Geschichte IV, 374; Fessler, Geschichte IV, 9.
m
 Holondwer] In B: Boluntwer.In C: Bolondwär.
n
 Pethel] In B: Ketel.In C: Petel.
o
 14 Ochsen] In B, C abweichend: 40 Ochsen.
p
 viele Personen] In B: vier Personen. C wie Textvorlage.
q
 Thalika] Ergänzt nach B und C. Fehlt in der Textvorlage [dort Leerstelle für Nachtrag].
r
 3000 Reitern] In B, C abweichend: 1000 Reitern.
s
 Gabotsch] In B, C: Babotsch.
t
 Ragath] Ergänzt nach B und C. Fehlt in der Textvorlage.
u
 Fletelie] In B: Lethente.In C: Letenie.
v
 Hedtwar] In B: Fetwar.In C: Vetwär.
16
 = Sumpfland (Grimm, Wörterbuch V, 3284). Zum Zug bis in die Umgebung von Radkersburg vgl. Toifl/Leitgeb, Türkeneinfälle, 20.
w
 21. 4.] In B, C abweichend: 29. 4.
x
 Remee] In B: Remene.In C: Semene.
y
 16. 6.] In B, C abweichend: 16. 7.
17
 Haramien (Haramia): Leicht bewaffnetes Fußvolk, überwiegend rekrutiert aus der im Bereich der Militärgrenze ansässigen Bevölkerung (Toifl/Leitgeb, Türkeneinfälle, 25, Anm.**; Amstadt, Militärgrenze, 56, 84; zur zeitgenössischen Beurteilung: Roth, Wihitsch I, 225 f., Anm. 26).
z
 nicht weit] In B, C abweichend: 5 Meilen.
18
 = Gf. Georg IV. Zrínyi (1549–1603), 1582–1598 Kreisgeneral in Transdanubien (Pálffy, Türkenabwehr, 118; Kaiser und Höfe: http://kaiserhof.geschichte.lmu.de/12910 [Abruf: 02.07.2019]).
19
 Vgl. Hammer-Purgstall, Geschichte IV, 147.
20
 = wohl Gf. Nikolaus (Miklós) Bánffy (1547–1593) (Kaiser und Höfe: http://kaiserhof.geschichte.lmu.de/12957 [Abruf: 02.07.2019]).
aa
 drei Dörfer] In B abweichend und zusätzlich: vier Dörfer: Hobba, Tschendres, Vallubaund Hedes[Hetes, H]. In C: drei Dörfer: Nowa[!], Tschentres falwaund Hethes[Hetes, H].
ab
 Schori] In B, C: Gori.
ac
 Vincent] In B: Mincentz. C: Minthshent.
21
 = wohl Frh. Balthasar III. Batthyány (1537–1590) (Koltai, Dienste, 310–316; Pálffy, Rolle, 80 f.; Kaiser und Höfe: http://kaiserhof.geschichte.lmu.de/12390 [Abruf: 02.07.2019]).
22
 Es wird in allen Überlieferungen nur ein Dorf genannt.
ad
 Designatio] In B, C abweichend: Consignatio.
23
 Ab hier die oben als „Beilage“ bezeichnete Auflistung mit den Einfällen ab August 1591.
ae
 16. 8. 1591] In B, C abweichend: 6. 8. 1591.
24
 Einfall des Hasan Pascha im August 1591 mit vergeblicher Belagerung von Sisak (vgl. Hammer-Purgstall, Geschichte IV, 214; Fessler, Geschichte IV, 15), Einnahme von Ripač (vgl. oben folgend) und Golubić [heute zu Bihać] an der Una sowie von Topolovac und Božjakovina in Slawonien (vgl. Rothenberg, Militärgrenze, 53; Amstadt, Militärgrenze, 66; Toifl/Leitgeb, Türkeneinfälle, 20).Zum Einfall sowie zu den anderweitigen, oben genannten Zügen Hasan Paschas 1591 vgl. Loebl, Geschichte I, 67–72, 76–81; danach Baumgärtner, Krieg 57–61; knapper: Tracy, Wars, 260–262.
af
 Poliwitz] In B, C: Thopoliwitz.
ag
 Vincent] In B: Windsend. C: Minthßenth.
25
 Zur Einnahme dieser „Schlüsselfestung“ vgl. Pálffy, Regionalmacht, 17; zum Zug des Mehmet Bey von Szigeth, genannt Hasan der Kleine, vgl. Loebl, Geschichte I, 74 f.; Baumgärtner, Krieg, 59.
26
 Einfall des Hasan Pascha 1592 mit Einnahme von Hrastovica und weiterer kleinerer Festungen (Dimitz, Geschichte III, 244; Rothenberg, Militärgrenze, 53; Amstadt, Militärgrenze, 66).
27
 Zur Errichtung der türkischen Festung Petrinja 1592 vgl. Jorga, Geschichte III, 292 f.; Fessler, Geschichte IV, 15; Antonitsch, Landstände, 88; Amstadt, Militärgrenze, 66; Baumgärtner, Krieg, 62 f.
28
 Zur Eroberung von Bihać und den Folgen vgl. Pálffy, Origins, 54 f.; Pálffy, Regionalmacht, 16–18; Roth, Wihitsch I, 272 f.; Loebl, Geschichte II, 62–71. Vgl. zu den Einfällen 1592 insgesamt: Ebd., 47–54, 57 f., 62–73, 81–98, 108–118 (ausführlich dazu sowie zur Gesamtsituation an der Grenze 1592); Hammer-Purgstall, Geschichte IV, 216 f.; Jorga, Geschichte III, 292 f.; Tracy, Wars, 284–287.
29
 Schwere Niederlage gegen die Türken unter Hasan Pascha bei Brest [Brest Pokupski, HR] an der Kupa in der Nähe von Petrinja. Vgl. Loebl, Geschichte II, 81–90; Baumgärtner, Krieg, 64–66.
ah
 Gehn Leo] In C: Gemeo[B aufgrund einer Korrektur nicht lesbar].
ai
 Sollag] In B: Solnot.In C: Solnok.
aj
 drei Dörfer] In B, C abweichend: 7 Dörfer.
30
Vgl. Loebl, Geschichte II, 93–97.
31
 Vgl. dazu und zu den im Folgenden genannten Zügen 1592: Loebl, Geschichte II, 114 f., 117 f.; Baumgärtner, Krieg, 68.
ak
 Wergosina] In B: Belcosfina.In C: Werkosovina.
al
 Perschonitzka] In B: Pretschenitzka.Fehlt in C.
am
 Sagit] In B: Siseck.In C: Sußegg.
32
 Zur wichtigen Schlacht bei Sisak vgl. Anm. 12 bei Nr. 1.
33
 Vgl. Anm. 14 bei Nr. 1.
34
 Folgende Auflistung reicht jedoch bis zum Jahr 1593. Einige Ereignisse werden in der Auflistung bereits oben aufgeführt. Mehrere der im Folgenden genannten Berichte sind aus anderen Quellen erfasst bei Simoniti, Prispevek, 110–115, sowie 117, Anm. 20; 118, Anm. 25.
35
 Frh. Wolf Engelbrecht von Auersperg (1552–1590), Kriegsoberst; Sohn Herbards VIII. von Auersperg, Landeshauptmann von Krain (Radics, Auersperg, 331, 335–338; Dimitz, Geschichte, 56).
an
 5. 3. 1582] In B, C abweichend: 4. 3. 1582.
36
 Gf. Jobst Joseph von Thurn (1533–1589), Hofkriegsrat und 1582–1589 Feldoberst an der kroatischen Grenze (Pálffy, Türkenabwehr, 129; Schweigerd, Helden, 464; Jerše, Schutz, 38 f., 56–60).
ao
 Wolfpür] In B, C: Wolfail.
37
 Bei Simoniti, Prispevek, 112, mit Datum Karlstadt [Karlovac, HR], 28. 6. 1583.
38
 Christoph von Obrutschan zu Altenburg, Rittmeister der Kärntner Landstände (Radics, Auersperg, 62).
ap
 Muschin] In B: Muscin.In C: Wuschin.
aq
 Marcofitsch] In B: Mankovitsch.In C: Schwarkovitsch.
39
 Erwähnungen als Hauptmann in Bihać bei Lopašić, Acta I, 147, 149 f., 152 (Jahr 1587). Druck obigen Schreibens vom 15. 9. 1585 (zusätzlicher Inhalt gegenüber obiger Auflistung): Ivić, Prilozi, Nr. IX S. 312–314.
ar
 Postafiofitz] In B: Costaviofitz.In C: Costanievitz.
as
 Scholafitsch] In B, C: Golavitsch.
40
 Frh. Andreas von Auersperg (1557–1593), ksl. General und Kriegsrat, Feldoberst an der kroatischen Grenze (NDBI, 436; Schweigerd, Helden, 463–465; Radics, Auersperg, 61).
41
 Gf. Peter III. Erdődy von Eberau (1560–1613), Sohn Peters II. (1504–1567, Ban in Kroatien 1557–1567) und Bruder des Thomas Erdődy (vgl. Anm. 46) (Dimitz, Geschichte III, 246; Radics, Auersperg, 62 f.; Kaiser und Höfe: http://kaiserhof.geschichte.lmu.de/10243 [Abruf: 02.07.2019]).
42
 Leicht bewaffnete christliche Hilfskontingente auf osmanischer Seite (Petritsch, Regesten, 264). Dagegen bei Roth, Wihitsch I, 227–229, Anm. 32 (mit älteren Quellenzitaten) als südslawische Gruppen aus Binnendalmatien und Bosnien, die unbesoldet im Grenzgebiet umherstreiften und vielfach des Raubs sowie besonders der Kindesentführung bezichtigt wurden. Vgl. auch Amstadt, Militärgrenze, 19.
43
 Furius (Furio) Molza (um 1530–1591), Hauptmann von Senj (Lopašić, Acta I, 157; Kaiser und Höfe:http://kaiserhof.geschichte.lmu.de/13580 [Abruf: 02.07.2019]).
at
 13. 7. 1589] In B, C abweichend: 30. 7. 1589.
au
 Streifzug] In B, C zusätzlich: von 200 Türken.
av
 Krisapitschen Thurn] In B: Krisavitschen Thurn. In C: Chrisavitschen Turn.
aw
 Obulny] In B: Obgulin.In C: Ogulin.
ax
 3000 Mann] In B, C abweichend: 2000 Mann.
ay
 1500 Mann] In B abweichend: 15 000 Mann. C wie Textvorlage.
44
 Vgl. auch oben, fol. 40 (dort mit Datum 6. 11. 1591).
45
 Vgl. auch oben, fol. 40 f.
46
 Gf. Thomas II. Erdődy von Eberau (1558–1624), Ban in Kroatien 1583–1595 und 1608–1615 (ADBVI, 194 f.; Schweigerd, Helden, 599–602; Pálffy, Türkenabwehr, 123).
az
 19. 7. 1592] In B, C abweichend: 19. 6. 1592.
47
 Vgl. oben, fol. 41 f., mit Anm. 28.
48
 Georg Lenković, ab 1593 bis 1602 Feldoberst an der kroatischen Grenze (Amstadt, Militärgrenze, 68 f.; Pálffy, Türkenabwehr, 129).
ba
 18. 6. 1592] In B, C abweichend: 6. 7. 1592.
49
 Vgl. Niederkorn, Mächte, 339.
bb
 28. 7. 1592] In B, C abweichend: 28. 8. 1592.
50
 Vgl. zu diesen Einfällen 1592 mit teils abweichenden Angaben auch oben, fol. 42 f.
bc
 29. 3. 1593] In B, C abweichend: 26. 3. 1593.
bd
 5. 4.] In B abweichend: 12. 4. C wie Textvorlage.
51
 Vgl. oben, fol. 43, mit Anm. 32.
be
 40 Bauern] in B abweichend: etliche Bauern. C wie Textvorlage.
bf
 über die Raab] Ergänzt nach B und C. Fehlt in der Textvorlage.
bg
 Chiarmat] In B: Girment.In C: Giermende.
52
 Franz (Ferenc) II. Nádasdy (1555–1604), ungarischer Magnat, ksl. Kriegsoberst und Kriegsrat (ADBXXIII, 203–205; Kaiser und Höfe:http://kaiserhof.geschichte.lmu.de/1263 [Abruf: 02.07.2019]).
bh
 Hoslafina] In B, C: Moslavina.
53
 Vgl. auch oben, fol. 38.
bi
 Rossega] In B: Broßega.In C: Proßegga.
bj
 Locolatz] In B: Lopolaz.In C: Lopoloätz.[In anderer Quelle: Topoloaz.]
bk
 14. 2. 1591] In B, C abweichend: 4. 2. 1591.
bl
 Wutschanitz] In B: Hockvanitsch.In C: Wuckhtanitsch.
bm
 3687 Personen] So auch in B und C. [In SBB PK Berlin, Ms. germ. fol. 578, fol. 271’, an dieser Stelle die Aufsummierung für alle Grenzabschnitte: 10 372 Personen.]