1. HA (Türkenhilfe): Replik des Ks.
/213’/ (Vormittag, zwischen 8 und 9 Uhra) Kurfürstenrat (Mainz, Trier, Köln, Sachsen1mit Administrator Friedrich Wilhelm persönlich. Pfalz: von Dohna; Brandenburg: von Stolberg).
Mainzer Kanzler referiert: Der Ks. hat in seinem Quartier dem Ständeausschuss soeben von Freymon vorbringen lassen: Erklärt sich zur Antwort der Reichsstände [beim 1. HA (Türkenhilfe)] und bittet, dass sie seine Replik2, /214/ auch die vor augen stehende große gefahr nodturfftig erwegen und sich darauf der nodturfft nach ertzeigen.Der Ks. persönlich hat angefügt: Er hofft, sein begehren würde anders nicht, dann der gantzen christenheit zum besten vormergkt werden, und das man solches behertzigen und darauf willfährig sich ertzeigen wolle. Mit dem erbietten, solches gegen den stenden in gnaden hinwieder zuerkennen; oder, wie ihrer Mt. wort gelauttet, „hinwieder zubeschulden und zuvordienenb“.
/214’/ (9 Uhr) Reichsrat. /214’ f./ Mainzer Kanzler referiert erneut die Übergabe der Replik des Ks. zum 1. HA (Türkenhilfe) an den Ständeausschuss und die dabei vom Ks. persönlich vorgetragene Forderung.
/215/ Verlesung der Replik durch den Mainzer Kanzler.
Separate Beratung des KR. Beschluss, vorgetragen vom Mainzer Kanzler: Abschrift und anschließende Beratung der Replik. FR (Referat durch den Salzburger Kanzler) schließt sich KR an, nachfolgend SR (Referat durch den Syndikus der Stadt Regensburg) dem gemeinsamen Beschluss von KR und FR.
/215’/ (Nach 10 Uhr) Kurfürstenrat. Mainz proponiert: Fortsetzung der Verhandlungen wie zunächst beschlossen3mit dem 2. HA (Landfriede und Niederlande) oder aufgrund der jetzt übergebenen Replik des Ks. mit dem 1. HA?
Umfrage der Kff. persönlich. Beschluss: Zunächst Beratung der Replik zum 1. HA im Anschluss an deren Abschrift.