Deutsche Reichstagsakten, Reichsversammlungen 1556 – 1662 Der Reichstag zu Regensburg 1594 bearbeitet von Josef Leeb
Konflikt der protestantischen Reichsstädte mit Augsburg: Erklärung der Reichsstädte zum weiteren Ausschluss Augsburgs von den Beratungen. Gegenforderung der Augsburger Gesandten. 1. HA (Türkenhilfe): Resolution des SR mit Bewilligung von 20 Römermonaten eilender und 30 Römermonaten beharrlicher Hilfe. Verordnete für den Supplikationsrat.
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Der Ausschuss berät, was den Augsburger Gesandten zu entgegnen ist, falls sie neuerlich die Mitwirkung im SR fordern. Beschluss einer schriftlichen Erklärung. Diese sollen die Reichsstädte den Augsburgern als Erwiderung verlesen und anschließend geschlossen die Sitzung verlassena.
(Nachmittag, 14 Uhr) b–städterat, ohne Teilnahme der katholischen Städte–b. In einer Nebenstube wird die am Vormittag im Ausschuss konzipierte Erklärung des SR an die Augsburger Gesandten verlesen und gebilligt. Wenngleich man erwartet hat, diese würden neuerlich die Session im SR einnehmen, so seind sie doch ungezweifelt von etlichen avisiert, damit inen der schimpf und spott im stött rath nit begegnen meg, vor der thür blieben, die directores zu sich erfordert und inen angezeigt, das sie vermeg ksl. decrets begerten, den stetten in Reichs geschefften beizuwohnen, und wann man in puncto contributionis verfarn würde, sie auch zur deliberation zuzulassen.
/44’ f./ Daraufhin wird vom SR die zuvor gebilligte Erklärung etwas modifiziert und Regensburg beauftragt, sie in Anwesenheit der Gesandten von Lübeck und Heilbronn den Augsburgern vor der Tür des SR zu verlesen2.
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Die Abschrift wird daraufhin im SR gebilligtd.
städterat, in Anwesenheit der katholischen Städte. Verlesung des Konz. für die Resolution des SR zur Höhe der Bewilligung beim 1. HA (Türkenhilfe). Beschluss: Billigung mit wenigen Korrekturen3,e. Die Kölner Gesandten bitten nochmals, ihre Erklärung [zur Notlage der Stadt4] in die Resolution aufzunehmen oder sie mündlich vorzubringenf.
/45 f./ Nachdem der Mainzer Kanzler von Regensburg als Direktion des SR die Benennung der Verordneten für den Supplikationsrat gefordert hat, wird dazu beraten. /