Deutsche Reichstagsakten, Jüngere Reihe. Reichstagsakten unter Kaiser Karl V., XI. Band. Der Reichstag zu Regensburg 1541 bearbeitet von Albrecht P. Luttenberger, für den Druck vorbereitet von Christiane Neerfeld

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Anmerkungen

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 Bgm. und Rat zu Hagenau an Bgm. und Rat zu Oberehnheim, 1541 Juni 27, Colmar AM, AA 75, 75, unfol.: Auf jungst verschinen Sampstag hat ihnen ihr früherer Städtmeister Bartolomäus Botzheim aus Regensburg Schriften zugeschickt, under anderm weysend, wellichermaß der erbfeind des christlichen geplutts, der Turck mit grosser macht zu rettung der statt Offa ein zugk furgenomen und daß dessenwegen auf der ksl. Mt., unsers allergnedigsten herrn, ernstlichst und gnedigst ermanen die religion und andere sachen aufm reichstag durch die stend des hl. reichs aufgeschurtzt und auf ein eylende rettung und hilf wider den Turcken gehandelt und gerathschlagt werd. Dweil aber zuversichtlich, daß on felen sollich eylend, hochgetrungen hilf von dem hl. reich im werck erstattet, deren sich auch kein stand oder glid des hl. reichs mit fügen in betrachtung vor augen stander noth entschutten werd, bit er, sollichs euch und andern unserer vereynigungsstetten und gutten frunden, furderlichst zu berathschlagen, furzubringen, auch ime und seinem mitgeordneten herrn, weß sich die auf die begert eylend hilf in namen gemeiner stett beweysen sollen, mit sonderlicher botschaft on verzug zuzuschreiben, wie ir dann sollichs sampt anderm volligers inhalts kunftiger tag nach lengds vernemen sollen. Sollen ihre Gesandtschaft am 5. Juli in Straßburg in der gewonlichen herberg eintreffen lassen, damit am 6. Juli gemeinsam beraten werden kann. Sollen die ihnen benachbarten Städte unserer vereynigung ebenfalls benachrichtigen, wie sie es bereits mit Weißenburg und Landau getan haben. Datum Montag nach Johannis Baptiste anno 41.
2
 Zu den am 27. Juni mitgeteilten Nachrichten vgl. Anm. 2 zum Vortrag Kg. Ferdinands vom 25. Juni 1541 [Nr. 181].
a
–a Nachgetr.
3
  Bgm. und Rat von Heilbronn an Dr. Jakob Ehinger, Heilbronn, 1541 Juli 9, Ludwigsburg StA, B 189 II Bü. 41, unfol. (Konz.): Haben sein Schreiben über die Juden, die Konfirmation der Statuten, die Türkenhilfe und anderes samt dem zugeschickten Statutenbuch und seine Bitte, die Gesandten Ulms zu bevollmächtigen und ihn heimreisen zu lassen, zur Kenntnis genommen. Wegen der Juden wollen sie aus triftigen Gründen nicht weiter ansuchen lassen. Sie haben an Ulm geschrieben, den Ulmer Gesandten die Vertretung Heilbronns zu befehlen und den Boten von Ulm aus weiterreisen zu lassen. Nehmen an, dass der Bote den Befehl Ulms bringen wird. Ehinger soll die Ausfertigung der Konfirmation der Statuten abwarten und dann, wenn die Gesandten Schwäbisch Halls oder Esslingens abreisen, mit diesen heimkehren. Kauf eines Fischteichs von Hubert Leodius, dem Sekretär Pfgf. Friedrichs. Ausstellung eines entsprechenden Lehnbriefes. In Sachen Türkenhilfe soll er sich über die ungleichen Anschläge zum höchsten beklagen oder, wenn er abreist, den Gesandten Ulms dies auftragen. [...]. Datum Sambstags, den 9. Julij anno etc. 41.