Reichstagsakten Mittlere Reihe. Reichstagsakten unter Maximilian I. Band 9. Der Reichstag zu Konstanz 1507 bearbeitet von Dietmar Heil

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Anmerkungen

1
 Vgl. Nr. 588 [Pkt. 2 mit Anm. 2]. Es erscheint logischer, daß der Vortrag am Tag nach dem Eröffnungsgottesdienst (30.4.) stattfand. Der bei seinen Datumsangaben allerdings wenig zuverlässige Fugger [Nr. 719, Pkt. 5] nennt indessen den 2.5. Eitelwolf vom Stein datiert den Vortrag in seinem Bericht vom 6.5. zu früh auf den 27.4., den Tag der Anreise Kg. Maximilians [Nr. 580, Pkt. 4]. Hollegger (Maximilian, S. 179) und ihm folgend Rapp (Maximilien, S. 212f.) geben den 27. oder 28.4. an. Ibler (König, S. 28) und ihr folgend Schmid (König, S. 97) und Rom (Maximilian, S. 93) gehen irrtümlich von der Verlesung der gedruckten Fassung am 30.4. aus. Pernthaller (Bestrebungen, S. 46) und Wiesflecker (Maximilian III, S. 359f.) plädieren – wohl aufgrund einer Verwechslung mit Nr. 152 – fälschlich für den 6.5.
2
 Vgl. die lat. und ital. Wiedergabe des in dieser Form zweifellos fiktiven kgl. Eröffnungsvortrags bei Arlunus (De bello Veneto I, Sp. 36–38) und Guicciardini (Storia, S. 733–736) bzw. dessen Übersetzung in das Deutsche durch Georg Forberger (Guicciardini, Beschreibung, pag. CLV’-CLVI) bei Fugger-Birken (Ehrenspiegel, S. 1233f.) und danach Müller, Reichs-Tags-Staat, S. 549–553. Ibler (König, S. 28–30) und Schmid (König, S. 99–101) halten, Müller folgend, diese fiktive Fassung irrtümlich für ein eigenständiges Stück. Vgl. auch Helmrath, Rhetorik, S. 440f.
3
 Gemeint sind die Reichsversammlungen von Nürnberg 1491, Worms 1495, Lindau 1496/97, Worms 1497, Freiburg 1497/98, Worms/Köln/Mainz/Überlingen 1498/99, Augsburg 1500, Nürnberg 1501 und Köln 1505.
4
 Der Aufstellung eines Reichsheeres von 15 000–20 000 Mann zur Befreiung Ehg. Maximilians aus der Brügger Gefangenschaft (1488) lag kein RT-Beschluß zugrunde, sondern sie erfolgte aufgrund von ksl. Mandaten (Wolf, Doppelregierung, S. 211–220; Wiesflecker, Maximilian I, S. 218).
5
 Roo, Annales, S. 435 (ihm folgend Fugger-Birken, Ehrenspiegel, S. 1235), spricht ebenfalls von 10 Mio. fl., die für das Reich verwendet worden seien, während – laut Behauptung Kg. Maximilians – die Stände lediglich knapp 40 000 fl. aufgebracht hätten.
a
–a Darzuͦ ... verzert] In B Notazeichen am Rand.
b
–b vnd ... gefüert] In B Randverm.: Ist alt gewesen, er dz harnsch am ersten angelegt hat, 17 jar.
6
 Friedensvertrag vom 17.11.1475 (Druck: Chmel, Aktenstücke I, Nrr. 29f., S. 125–133).
7
 Diese Darstellung der Verhandlungen des ksl. Rates Georg Hessler 1476/77 ist mit den bekannten Fakten nicht in Einklang zu bringen. Vgl. Hollweg, Heßler, S. 26–53; Wiesflecker, Maximilian I, S. 109–111; Heinig, Kaiser I, S. 718f.
8
 Schriftliche Bestätigung Hg. Karls von Burgund vom 6.5.1476 über sein Versprechen, seine Tochter Maria mit Ehg. Maximilian zu verloben (Chmel, Aktenstücke I, Nr. 32, S. 134f.; Wiesflecker, Maximilian I, S. 109).
9
 Richtig: Ludwig XI.
c
–c erlitt ... hat] In B Notazeichen am Rand.
d
–d Wiewol ... sein] In B Notazeichen am Rand.
10
 Kg. Maximilian beauftragte noch in Konstanz den Freiburger Juristen Jakob Mennel mit der Herausgabe einer Chronik. Diese „Cronica Habspurgensis nuper rigmatice edita“ (BSB München, Res/2 P.o.germ. 23; ÖNB Wien, 38.R.2) wurde im gleichen Jahr in der Konstanzer Offizin Hans Schäfflers gedruckt. Zur Bedeutung des Konstanzer RT für die habsburgische Propaganda vgl. Kleinschmidt, Ruling, S. 176f.
e
 reputieret] In C eindeutig: repudieret.
11
 Niederschlagung des sog. Brot- und Käse-Aufstandes durch Hg. Albrecht von Sachsen Ende Mai 1492 (Wiesflecker, Maximilian I, S. 227).
12
 Zu den Bemühungen Ehg. Maximilians um die Freilassung Karls von Egmond vgl. Struick, Gelre, S. 19–21.
13
 Tatsächlich wurde die Verheiratung Margarethes mit einem Prinzen von Geblüt erwogen (Kooperberg, Margaretha, S. 61f.; Bruchet, Marguerite, S. 18).
14
 Vertrag von Barcelona, 19.1.1493 (lat. Druck: Léonard, Recueil I, S. 371–382; DuMont, Corps III/2, Nr. CLX, S. 297–301).
15
 Vertrag von Étaples, 3.11.1492 (frz./lat. Druck: Léonard, ebd., S. 344–352; DuMont, ebd., Nr. CLVIII, S. 291–297).
16
 Vertrag von Senlis, 23.5.1493 (frz. Druck: Léonard, ebd., S. 354–367; DuMont, ebd., Nr. CLXII, S. 303–311); Dokument über die Auslieferung Ehgin. Margarethes an Kg. Maximilian vom 12.6.1493 (frz. Druck: Lünig, Codex I, Nr. LXXIII, Sp. 470–474).
17
 Vgl. zu den während des Nürnberger RT von 1491 geführten Vermittlungsverhandlungen Kg. Maximilians zwischen dem Haus Bayern und dem Schwäbischen Bund Seyboth, RTA-MR IV/1, Nrr. 189262, S. 288–384; Ders., Markgraftümer, S. 162–166; Stauber, Herzog, S. 438–443.
18
 Nürnberger Abschied vom 28.6.1491, §§ 1, 3–7 (Seyboth, RTA-MR IV/1, Nr. 366, S. 515f.); Nürnberger Reichsanschlag vom 8.7.1491 (ebd., Nr. 356, S. 493–509).
19
 Schlacht auf dem Krbava-Feld bei Modruš bzw. Udbina am 9.9.1493 (Wiesflecker, Maximilian I, S. 356).
20
 Zu den Verhandlungen Kg. Maximilians während der Trauerfeierlichkeiten in Wien für Ks. Friedrich III. im Dez. 1493 vgl. Schottenloher, Frühdrucke, Nr. II; Wiesflecker, Türkenzug, S. 166f.; Ders., Maximilian I, S. 359f.
21
 Modon, Korfu und Koron wurden im Sommer 1500 von den Osmanen erobert (Wiesflecker, Maximilian II, S. 161).
f
 türn] In C: torfen.
22
 Gemeint ist das zwischen Kg. Karl VIII. von Frankreich und Hg. Ludovico Sforza von Mailand im Mai 1492 gegen Neapel geschlossene Bündnis (Delaborde, Expédition II, S. 247–250; Wiesflecker, Heilige Liga, S. 179; Ders., Maximilian II, S. 21).
23
 Kg. Karl VIII. starb am 7.4.1498; das Ausschreiben zum Freiburger RT datiert jedoch vom 18.8.1497 (Gollwitzer, RTA-MR VI, S. 476f., Nr. 148; Wiesflecker, Regesten II/2, Nr. 8252, S. 645).
24
 Vertrag von Paris, 20.7./2.8.1498 (frz. Druck: Léonard, Recueil I, S. 404–407; DuMont, Corps III/2, Nr. CCI, S. 396f. Regest: Wiesflecker, Regesten II/2, Nrr. 8719, 8737. Vgl. Wiesflecker, Maximilian II, S. 134f.; Cauchies, Philippe, S. 93f.).
25
 Gemeint ist der Geldernkrieg von 1498/99 (Cauchies, Philippe, S. 102f.; Wiesflecker, Maximilian II, S. 144f.).
26
 Nach der Besetzung der den Brandis gehörenden Hft. Maienfeld durch Truppen Kg. Maximilians im Febr. 1499 gelang den Eidgenossen kurze Zeit später die Rückeroberung. Sigmund und Thüring von Brandis wurden gefangengenommen (Wiesflecker, Regesten III/2, bes. Nrr. 12952, 12978, S. 614f., 621f.; Dierauer, Geschichte II, S. 299f.; Wiesflecker, Maximilian II, S. 331f.).
27
 = Schlag, Stoß (Lexer, Mittelhochdeutsches Wörterbuch I, Sp. 291, s.v. biuʒ).
28
 Gemeint ist der Basler Friede vom 22.9.1499 (Druck: Eidgenössische Abschiede III/1, Anhang Nr. 35, hier S. 760f.).
29
 Gemeint ist wahrscheinlich der sechsmonatige Waffenstillstand mit Kg. Maximilian, den Kg. Ludwig im Nov. 1499 vor seiner Abreise aus Mailand publizierte (Wiesflecker, Regesten III/2, Nr. 13827, S. 803).
30
 Vgl. den Bericht der kgl. Vertreter auf dem Landtag zu Laibach vom 5.12.1500 (ebd., Nr. 14683, S. 950), die Instruktion Kg. Maximilians zu den erbländischen Landtagen in Wien, Linz, Graz, St. Veit und Laibach vom 14.12.1500 (ebd. III/1, Nr. 11257, S. 369f.) sowie seine Instruktion zu den Landtagen in Linz, Wien und St. Veit vom 18.4.1501 mit Hinweisen auf den Linzer Landtag von 1500/01 (ebd., Nrr. 11841–11843, S. 447–449; Kraus, Reichsregiment, S. 110–114).
31
 Kein Nachweis über einen entsprechenden Vortrag Kg. Maximilians während seiner Anwesenheit (12.4.-21.4.) beim Nürnberger Regimentstag von 1501. Vgl. Kraus, Reichsregiment, S. 109–120.
32
 Gemeint sind die Vermittlungsverhandlungen in Augsburg und Aichach im Febr. und März 1504. Vgl. Heil, RTA-MR VIII/1, S. 79f. (mit weiterer Literatur).
33
 Kölner Spruch Kg. Maximilians vom 30.7.1505 (Druck: Heil, RTA-MR VIII/1, Nr. 476, S. 771–779).
34
 Vertrag von Tiel vom 28.7.1505 [Nachweise s. Nr. 4, Anm. 10].
35
 Kölner RAb vom 31.7.1505, §§ 3–7 (Druck: Heil, RTA-MR VIII/1, Nr. 366, hier S. 526–528).
36
 Preßburger Vertrag vom 7.11.1491 [Nachweise s. Nr. 4, Anm. 25].
37
 Passus über den Vorbehalt der habsburgischen Ansprüche auf Ungarn im Wiener Friedensvertrag vom 19.7./5.8.1506 [Nachweise s. Nr. 4, Anm. 24].
38
 Vgl. dazu Nr. 5 [Pkt. 4 mit Anm. 20].
39
 = dringend, nötig (Anderson/Goebel/Reichmann, Frühneuhochdeutsches Wörterbuch VI, Sp. 927f., s.v. genötig).
g
 fliessen] B, C wie A [= befleißigen].