Bitte um Klärung der hiermit übergebenen Gravamina noch beim RT.
Bei der Übergabe der Gravamina an den Ks. am 26. 6. 15941 nicht vorgetragen2. Von den protestantischen Ständen kopiert am 29. 6.
HStA Stuttgart, A 262 Bd. 71, fol. 89–91’ (Kop. Überschr.:Copi schreibens an die röm. ksl. Mt., darbei der stende augspurgischer confession gravamina mit überschickt werden; von Pfaltz begriffen, doch nicht abgangen.) = Textvorlage. HStA München, K. blau 113/4c, unfol. (Konz.) = B. HStA München, K. blau 271/1, fol. 113–114’ (Kop.) = C. StA Würzburg, SRTA 8, unfol. (Kop. Aufschr.:Ann die röm. ksl., auch zue Hungern unnd Beheimb königliche Mt. aller underthenigst anbringen der protestierenden abgesannten räth umb abhelffung irer hiebey mit A notirten gravaminibus. Praesentatum Sontag, 16. Junii stylo veteri [26. 6.], anno 94 zu Regenspurg. Lectum im kfl. pfältzischen losament 19. Junii [29. 6.]anno 94.). StA Nürnberg, ARTA 62, fol. 89–90’ (Kop. Vermerk:Supplication, so neben den gravaminibus der ksl. Mt. ubergeben werden soll.). AP Stettin, AKW 65, fol. 105 f., 118 (Kop.).
/90 f./ An den Ks.: Da gegen die Zusage Ks. Maximilians II. beim RT 1576, er werde Mittel und Wege vornehmen, damit die ihm vorgebrachten /90’/ beschwerungen, sovil immer menschlich unnd müglich, der gebür fürderlich abgestelltt, gemilttert unnd verglichen wurden3,und da trotz der beim RT 1582 ihm, dem Ks., neuerlich vorgelegten Gravamina4und der danach folgenden Vorsprachen am ksl. Hof um deren Erledigung5solche nothwendige clagen biß noch nit abgeholffen, sonndera seidthero an mehr ortten unnd fällen zugenommen, haben wir von unnser gnedigsten unnd gnedigen churfürsten, fürsten, herrn unnd obern bei unnsern abfertigungen disen bevelch empfangen, dz wir dieselb alhie zuesamen tragen unnd euer ksl. Mt. zu obberüertem endt aller unnderthenigst nochmalen anpringen soltten.
/91/ So unnß nun anderst nit gebüren wöllen, dan habendem bevelch nachzuekhommen, alß thuen euer ksl. Mt. wir ein kurtze verzaichnuß derselben6 hiemitb aller unnderthenigst überantwortten; dieselb euer ksl. Mt.c anstatt unnd von wegend unnserer gnedigsten unnd gnedigen churfürsten, fürsten, herrn unnd obern gantz unnderthenigst ersuechen unnd pittene, dieweil solche puncten mehrer theilß also geschaffen, dz sie leichtlich nach außweisung der Reichß constitutionum, f–ordtnungen unnd herkhommens im Hl. Reich–f könnden unnd mögen erledigtt werden, euer ksl. Mt. wöllen ir allergnedigst belieben laßen, denselbigen uff noch wehrendem Reichß tag alhie solche maaß zugeben, damit wir nit allein allerseitts iren kfl. unnd f. Gn., Gn. unnd Gunsten einmahl inn disen sachen tröstliche expedition zuschreyben unnd euer ksl. Mt. allergnedigste willfahrung rüehmen, sonnder auch sie unnd anndere gravierte dardurch ainmal inn irem anligen zue ruehe gesetztt unnd bey /91’/ euer ksl. Mt. inn derselben notturfften desto beßer ungehindertt unnd guettwilliger, wie sie zuthuen genaigtt, g–neben inenh [!] allerseitts unnderthenigsten unnd gehorsambsten diensten–g ir vermögen beisetzen mögen.
Schlussformel. [Unterzeichnung fehlt.]