Absprache der Gesandten der Städte Köln und Augsburg.
Einzelunterredungen
/3/ (Nachmittag, 13 Uhr). Unterredung der
Gesandten der Stadt Kölnmit den
Verordneten der Stadt Augsburgin deren Quartier1: Die Kölner Gesandten bitten die Augsburger um Unterstützung bei ihrem geplanten Vorbringen gegen die Hh. von Harff2. Die Augsburger sagen dies in allgemeiner Form zu, wenngleich sie aufgrund der bekannten Absonderung von der Städtekorrespondenz3über keine Informationen dazu verfügen. Köln lässt es dabei bewenden und will Augsburg eine schriftliche Darlegung zukommen lassen. /3 f./ Daneben bitten die Kölner um eine Stellungnahme der Augsburger Gesandten, ob man die Angelegenheit des gefangenen Gerhard Ellerborn4im SR vortragen soll. Empfehlung der Augsburger Gesandten: Falls man dies im SR vorbringt, möge man es bis zum Abschluss des 1. HA (Türkenhilfe) zurückstellen, /3’/ damitt den andern stetten nicht ursach geben wurde, unsere hern und obern ihn die aichische sache mitt einzutziehen, der ksl. Mt. die contribution zu weigernund damit den Ks. gegen sich aufzubringen. Besser wäre eine alleinige Wendung Kölns an Ks. und RHR ohne Zutun des SR, weil Augsburg selbst erfahren hat, daß der stett aßistentz inen mehr geschadet alß genutzet, und daß dieselbe am ksl. hoffe fast unlieb were, sonderlich da catholische der ander religion verwandten beistandtz und aßistentz sich geprauchen thetten.