Deutsche Reichstagsakten, Reichsversammlungen 1556 – 1662 Der Reichstag zu Regensburg 1594 bearbeitet von Josef Leeb

Konflikt der protestantischen Reichsstädte mit Augsburg: Beschluss einer Erklärung der Reichsstädte an die ksl. Kommissare.

/63’/ (Vormittag, 7 Uhr) städterat[nur protestantische Städte: Regensburg, Straßburg, Nürnberg, Ulm, Worms, Nördlingen, Lübeck, Memmingen, Speyer, Frankfurt, Hagenau, Colmar1].

/63’ f./ Zusammenkunft, um eine Stellungnahme zum gestrigen Vorbringen der ksl. Kommissare im Streit um die Session Augsburgs im SR zu beratena. Da die Ulmer Gesandten zur Beschleunigung des Verfahrens bereits ein Konz. für die Stellungnahme formuliert haben, wird dieses verlesen.

/64/ Umfrage. Beschluss: Einhellige Billigung, allerdings mit der von Straßburg und Nürnberg angeregten Ergänzung, wo weiter in sie, die stött, der commission halb getrungen werden sollt, das sie verursachen wurden, seitemahl bey inen, den stött gesandten, nit stüendte, sich diser commission zu undergeben, solches zurugkh an ire herrn und obern gelangen zu lassen und sich bevelchs zuerhohlen.

Die Antwort soll mundiert2und von Regensburg mit Beiziehung einer oder zweier Städte dem Gf. von Löwenstein [als ksl. Kommissar] übergeben werden.

Anmerkungen

1
 Teilnehmer gemäß Umfrageliste in Speyer A, fol. 376’–377’.
a
 beraten] Nürnberg (fol. 106’) zusätzlich: Regensburg referiert dafür einleitend die Forderung der ksl. Kommissare vom Vortag, dem ksl. decret zu pariren.
2
 Vgl. die Ausfertigung [Nr. 367].