Deutsche Reichstagsakten, Jüngere Reihe. Reichstagsakten unter Kaiser Karl V., XI. Band. Der Reichstag zu Regensburg 1541 bearbeitet von Albrecht P. Luttenberger, für den Druck vorbereitet von Christiane Neerfeld
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Anmerkungen
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Vgl. Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Dr. Konrad Hel an die Geheimen von Augsburg, Regensburg, 1541 April 12, Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol. (Ausf.): [...]. Ferrer, dieweil unserm gnedigen herrn landtgraven das anlehen bewilligt etc., so were gut, das die bezalung laut seiner fstl. Gn. begern beschehe und also in dem khain ungnad erweckht wurde, do man durch solch anlehen gnade zu erhalten begert, derhalben mocht nit schade sein, hierinnen fursehung zu thun. [...]. Datum Regenspurg, den 12. Aprilis anno etc. 41.
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Vgl. die Geheimen von Augsburg an die Augsburger Reichstagsgesandten in Regensburg, Augsburg, 1541 April 9, Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol. (Reinkonz.):
Was die röm. kgl. Mt., unser allergenedigster herre, annemung halb 1.000 knecht, auch 200 centner pulfers halb an uns in schriften, die uns H. Johann Zott zubracht, begern lassen und wir doruff widerumb zu antwurt gegeben, senden wir euch ab inligenden copien zu vernemen. Hetten gern di sachen in bedacht genumen und eur bedencken vorhin darin angehort, so hat es die zeit nit leiden wollen. Ist gleichwol im thon und lassen viel bedenckens gewesen, aber, wie ir sehend, haben wir das begern so glimpflich als sein mogen abgeschlagen, wiewol die ursachen darin nit woll ferbens leiden wollen. Werdt ir dann deshalb angesprochen, so suchet nach eurem verstand noch bessere verantwurtung und glimpf. Das wöllen wir euch nit bergen, ob man gleich die begerten knecht zu rettung der stat Pest prauchen wollt, das es doch vermutlich gantz on frucht und zu besorgen mit ferlichait der leut geschehe, dann uns langt glaublich an, das zu Krichisch Weissenburg noch ob 40.000 Turck ligen und in wenig tagen vor Pest verrucken mogen, also das ain claines volckh gegen ainer solchen macht schwerdlich erclegten wurdt. Zudem, das wir besorgen, wa wir der kgl. Mt. haeten willfart, das es fur ain perticular handlung geacht und deren hauptsachen des reichstags verhinderung gebern, auch bei unser verstentnus unwillen gebern mocht. Uber das bedencken wir, das sich die knecht, so unsere hauptleut annemen wurden, anders nit dann in unser besoldung begeben oder zum wenigsten das gwartgeldt von uns hobben wollten. Darumb wir aber ainiche versicherung nit wissen noch haben. Daruß ir unser motiva und bewegnus zu nemen und bei euch zu behalten hapt. Das wir aber dises begern abgeschlagen, haben wir denen von Ulme auch furderlich zugeschriben. Achten dofur, sie werdens gleichergestalt weigern. Wir ubersenden euch auch hiemit das schreiben an die kgl. Mt. Das wollend irer Mt., ob di ankumen were, zustellen oder sunst uffs gewesist zusenden lassen. Schreiben an den Kg. von Frankreich wegen des neuen französischen Zolls. Rechnungslegung Hans Schoners.Datum, 9. Aprilis 1541. – Vgl. außerdem Bgm. und Rat von Augsburg an Kg. Ferdinand, Augsburg, 1541 April 9, Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol. (Reinkonz.); die Geheimen von Augsburg an die Geheimen von Ulm, Augsburg, 1541 April 9, ebd. (Reinkonz.); dies. an die Augsburger Reichstagsgesandten in Regensburg, Augsburg, 1541 April 13, ebd. (Reinkonz.) und Wolfgang Rehlinger, Simprecht Hoser und Dr. Konrad Hel an Bgm. und Rat von Augsburg, Regensburg, 1541 April 5, ebd. (Ausf.):Wir ubersenden hiemit ein schreiben, von der röm. kgl. Mt. etc. an eure fursichtige, ersame W. gestellt, darinnen ir kgl. Mt. etlicher puchsenmaister begert zu schickhen. Nun gedenckhen wir, eure fursichtige, ersame W. möchten an solchen khainen vorrath haben, dieweil dann drey puchsenmaister in ir kgl. Mt. dienst gestorben oder ußbeliben und des khunftigen thurckhenzugs, auch sonst der leuf halben sich an selben nit gar zu emplössen sein solte. So möcht eur fursichtige W. sich gegen irer kgl. Mt. derhalben underthenigist entschuldigen mit vermeldung, das derselben drey puchsenmaister in irer Mt. diensten gestorben, auch dem erpieten, das eur fursichtige W. gern wellen mit vleiß nachtrachten, an andern orten die zu bekhumen etc., dieweil eur fursichtige W. jetzt mit puchsenmaistern nit versehen weren, wie dann derhalben die feder solhe entschuldigung und das erbieten mit sich bringen wirt etc. Die kgl. Mt. soll den zehenden diß monats uff der post hiher khumen. [...]. Datum Regenspurg, den 5. Aprillis anno etc. 41. Wegen der Anwerbung von 1.000 Knechten wandte sich Kg. Ferdinand auch an Nürnberg. Vgl. Bgm. und Rat von Nürnberg an Clemens Volkamer und Sebald Haller, Nürnberg, 1541 April 13, Nürnberg StA, Briefbücher des Nürnberger Rates 124, fol. 186r–187v (Kop.): [...]. Erwarten ihr Gutachten zu der von Kg. Ferdinand gewünschten Anwerbung von 1.000 Knechten und ihren Bericht über die Haltung Augsburgs und Ulms in diesem Punkt. Mitwochs, 13. Aprillis 1541 zum aufsperrn der thor [...].
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Vgl. Wolfgang Musculus an Georg Herwart und Mang Seitz, Regensburg, 1541 April 12, Augsburg StadtA, Lit. 1541, unfol. (Ausf.): Wie es mich, eh und ich hieher gen Regenspurg von eim ersamen, weisen radt geschickt worden, je und je geahnet hat, alßo findt es sich jetzund im werck, nemlich das man das offenlich gesprech in der h[eiligen], christlichen religion nit werde laßen auf dißem reichstag seinen fürgang haben. Es haben schon unßerer religion stend ksl. Mt. verwilliget, das man wenig personen solle, die seine Mt. dargeben werde, zusamensetzen, doch des ksl. Mt. dieselbigen benenne und sie unserm teil auch onbeschwerlich seyen. Dieweil man nun, es gang, welchen weg es welle, das wurmbisch gesprech hett lassen fallen und understanden, dise wichtige sach in ain enge zu ziehen, kann ich nit erachten, das mein gegenwertigheit allhie weiter möge nutzlich sein. Bitte deßhalben, eure fursichtige W. welle daran sein, das ain erbarer radt mich widerumb zu der kirchen haimberuffe, damit ich nit hie vergeblich zeit und weile verzere, sonder, sovil mir Gott verlühen, der kirchen im wort des herren diene. Denn ich je nit khann mit gutem gewißen auf diße weiß von der kirchen sein, deren ich zur besserung furgestelt bin. Wa es aber über ein zeit darzu kheme, das meyner gegenwertigheit begeret würde, khann ich doch mit der hilf Gottes allwegen zu guter zeit widerumb herabkhummen. Der allmechtig welle eure fursichtige W. in seiner gnaden bestendig zu seynem lob und gemeyner statt wolfart erhalten. Geben zu Regenspurg 1541, 12. Aprilis.