Deutsche Reichstagsakten, Reichsversammlungen 1556 – 1662 Der Reichstag zu Regensburg 1594 bearbeitet von Josef Leeb
Anmerkungen
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Ulm, fol. 110 f. [Nr. 144]. Der Bitte wurde stattgegeben. Vgl. die Verhandlungen im Religionskonvent bei Kurpfalz am 11./12. 8. [Nr. 221, 222] sowie die Übernahme der Kernpunkte in Nr. 510, fol. 229(mit Anm. v); fol. 232–233 [Welches nit allein … gethan haben will etc.].
2
Die Konzeptkop. beruht auf einer früheren Beratungsstufe und enthält erhebliche Abweichungen zur Ausfertigung. Gleichlautende Konzeptkop. auch in StA Nürnberg, NRTA 111, fol. 125–129’ (Dorsv. wie Überschr. in Nachweis B; bezeichnet als Aktenstück Nr. 174). Der Protest in dieser Form wurde im Religionskonvent bei Kurpfalz verlesen am 6. 8. [Nr. 220].
f
–fWörtliche … seumige] In B ist nur der einleitende Satz der Quaduplik enthalten, versehen mit der Nota: Alhie soll der uberige inhalt der erbarn frei- unnd reichstett quadruplick schrifft in puncto contributionis von wort zu worten inserirt werden biß uff den § „Was dann letzlich etc.“ C wie Textvorlage.
7
Resolution des SR zum 2. HA (Landfriede und Niederlande) [Nr. 291], fol. 441’ f. [Sovil dann verrner … werden möge etc.].
11
Die Unterzeichnung durch Regensburg für sich und in Vertretung anderer Städte fehlt wohl irrtümlich. Vgl. die Unterzeichnung für die Reichsstädte im Protest der höheren protestantischen Stände [Nr. 510], fol. 233.
2
Vgl. auch Abschriften des Konz. in der noch nicht korrigierten Form: StA Nürnberg, ARTA 60, fol. 601–604’ (Kop. Dorsv.: Concept der chur- und fürstlichen gesanten protestation, bey gemeiner versamblung verlesen samstags, den 27. Julii[6. 8.] anno 94. Relectum denn 1. Augusti[11. 8.]). NLA Hannover, Cal. Br. 11 Nr. 194/IV, fol. 489–492’ (Kop. Dorsv. wie in ARTA). In den Kurpfälzer Akten (HStA München, K. blau 113/4c, unfol.) ist als Zwischenstufe eine weitere Konzeptkop. überliefert: Abschrift des korrigierten Konz. mit den hier bereits inserierten beiden Aktenstücken und einigen zusätzlichen Korrekturen.
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Erörterung im Zusammenhang mit dem Problemfeld „Türkensteuern und Majoritätsprinzip“: Mit diesem Instrument (und dem inserierten Memoriale der protestantischen Stände des FR) wurde „zum erstenmal auf einem Reichstag in einer öffentlichen Erklärung das bislang in Bewilligungsfragen allseits akzeptierte Majoritätsprinzip in Frage gestellt“ (Schulze, Reich, 161).
c
–c die … andern] In B Hinzufügung am Rand und korr. aus: nicht alleinn ann sich selbst rechtmessig unndt pillich, sondernn auch im Heiligenn Römischenn Reich also ublich herkommen, so offt die gemeine stennde desselbenn zur defension der ungarischenn unndt andern anreinendenn landenn unndt grentzen umb hulff unndt contribution ersucht unndt angelangt wordenn, daß solche niemals anderer gestalt dann auß mitleidenlicher frey- unndt guettwilligkeit unndt keines wegs auß einicher schuldt erfolgt, also dz keinn stanndt inn dergleichenn contributions sachenn jemals ahn des andernn.
o
Fassung B] In B danach gestrichen: Wenngleich beim 2. HA (Landfriede und Niederlande) sie, die unterzeichnenden Gesandten, die Resolution des FR zur Friedensvermittlung [Nr. 292], die neben jener des KR vorgelegt worden ist, nicht durchaus bewilligt, bevorab inn dem, daß denn deputirtenn underhändlern volkommener gewaltt zuegebenn sein soltte, sich under einander endlich zueresolvirenn unndt zuentschliessen, waß fur mittell unndt wege wieder daß theill, so zue der gesuchtenn friedens hanndlung unndt suspension armorum nicht verstehenn noch darin verwilligenn woltte, im nahmenn deß gantzenn Reichs furzunehmen und zuegeprauchenn, daß auch ihr entschlus nicht weniger geltenn und von meniglich volzogenn werdenn soltte, alß wann es einn gemeiner reichsbeschluß wehre, dieweill sich dieses kriegs wesens de facto theillhafftig zumachenn unndt denn last directe oder per obliquum dem Hl. Reich uff denn hals zueziehenn, bey allenn vorigenn Reichs versamblungen fur unrathsam und hoch schädlich ermessenn wordenn; desgleichen daß inn solchem bedenckhenn angezogenn, daß die in eventum dem westphalischenn craiß bewilligte defensiff hulff unndt wie die anzuewendenn, auch biß zue bestendigem friedenn zue continuiren, ihrer ksl. Mt. commissariis unndt den deputirten absolute heimzustellen unndt zuvertrauen, da doch das mehrern theill der weltlichenn stende im fürstenrhat solches austrucklich wiederrhaten unndt deß hochlöblichen kfl. collegii meinung deswegen beyfall gethann.
s
–s so … die] In B Hinzufügung auf einem beigelegten Blatt und korr. aus dem gestrichenen Text: so hatt sich doch wieder zuversicht befundenn, daß solches alles weder in relationibus noch inn denn keyserlichenn resolutionibus, viel weniger inn verfassung des abschiedts inn acht genommen oder angeregtt, sondern gentzlich praeterirt unndt umbgangen, auch die verwilligung der contribution als einn gemeiner, einhelliger beschluß fur pure unnd ohne einiche condition oder maß acceptirt unndt dem abschiedt einverleibt wordenn. Derhalben und insonderheitt, weil die […]
14
Nach dem RT verglich sich nicht nur Württemberg mit dem Ks. über die Bezahlung der Türkensteuer, sondern auch die beim RT in der Konfrontation mit dem Ks. führenden Stände um Kurpfalz beschlossen im Juni 1595 in Anbetracht der Lage in Ungarn, ungeachtet des Protests Zahlungen zu leisten. Nach der Absonderung Württembergs (und anderer Stände) war dieser Beschluss „nicht mehr als die feierliche Bestätigung des Zerfalls auch der harten protestantischen Minderheit“ (Schulze, Reich, 228–231, Zitat 229). Das dort erwähnte Ausscheren Württembergs ist insofern zu relativieren, als Hg. Friedrich I. den Protest nicht unterzeichnete (ebd., 109) und sich zudem schon zuvor im internen Streit auf protestantischer Seite von den Ständen um Kurpfalz abgesondert und den von Kursachsen initiierten Widerspruch gegen die von Kurpfalz formulierten Gravamina [Nr. 398] unterstützt hatte. Kf. Friedrich IV. von der Pfalz hatte bereits im Oktober 1594 als Reaktion auf eine Gesandtschaft Rudolfs II. mit der Bitte um eine Soforthilfe wegen der osmanischen Belagerung Raabs [Győr] und des möglichen Vordringens bis Wien zugesagt, die eilende Hilfe von 20 Römermonaten zu antizipieren und zum Teil möglichst noch vor Weihnachten zu erlegen. Indem er dies den Lgff. von Hessen mitteilte, betonte er, er sei damit, aus der beim RT beschehenen general einwilligung undt denen angehengkten und furgangenen protestationen zuschreytten, nit gemeinet(an die Lgff. Moritz, Ludwig und Georg; Heidelberg, 13. 10. {3. 10.} 1594: StA Marburg, 4e Nr. 330, unfol. Or.).
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Die kursächsischen Gesandten wurden gemäß Bericht an den Kuradministrator vom 18. 8. (8. 8.) 1594 / 182/ eusserlich berichtet, das bey der ksl. Mt. etliche evangelische stende wegen berurtes abschiedes[RAb] albereit eine schrifftliche protestation eingewendet und vor etlichen tagen ubergeben haben sollen.Sie kannten zwar den ungefähren Inhalt des Protests, wer unnd welche aber solcher protestation anhenngen, können wir nicht wissen, dann sie sich nicht mit namen underschriben, sonndern allein underzeichnet „etliche der augspurgischen confessions verwanndter churfursten, fursten unnd stennde abgesanndte räthe unnd bottschafften“. Wie wir vermercken, so sollen sich ihr wenigk dartzu bekennen wollen, auch die schrifft nurt[!] mit drey sigeln, so fast nit zuerkennen, bedruckht unnd von einem unbekanndten secretarien sein eingeben worden(HStA Dresden, GA Loc. 10203/1, fol. 163–182’, hier 182. Or.). Während der Inhalt des Protests im Bericht korrekt referiert wird, trifft die Information zur Unterzeichnungsform offensichtlich nicht zu. Unter Umständen liegt eine Verwechslung mit der Unterzeichnung der Triplik zu den Gravamina [Nr. 407] vor.
6
Vgl. den Vermerk auf der oben nachgewiesenen Kop. in GStA PK Berlin. Entsprechend die Einträge zur sukzessiven Abschrift auf der Kop. in HStA München, K. blau 274/9, fol. 300–352. Bericht der kursächsischen Gesandten an den Kuradministrator vom 20. 8. (10. 8.) 1594: Die Abschrift des RAb, der 50 Bogen bzw. 100 Blatt umfasst, wird einige Tage andauern (HStA Dresden, GA Loc. 10203/1, fol. 202–205’, hier 203 f. Or.). Bericht des kursächsischen Gesandten Badehorn vom 24. 8. (14. 8.): Gestern Abend [23. 8.] Abschluss der Abschrift des RAb (ebd., fol. 206–207’, hier 206. Or.). Vgl. auch Sachsen-Weimar (fol. 281’ f.): Am 20. 8. (10. 8.) Beginn der Abschrift des RAb, die bis 23. 8. (13. 8.) andauerte.
7
Der RAb liegt in 3 unterschiedlichen, jeweils in Mainz von Heinrich Brehm [Breem] im Jahr 1594 besorgten Drucken mit identischem Titel (wie oben in der Textvorlage) vor: Fassung 1, die als Textvorlage dient, umfasst 66 Blatt, Fassung 2 umfasst 58 Blatt, Fassung 3, im Gegensatz zu beiden anderen Drucken im Folioformat, dagegen 30 Blatt. Letztere Fassung stimmt im Buchstabenbestand und in Groß- und Kleinschreibung nicht mit Fassung 1 überein, auch ist sie teils fehlerhaft (eine Fehlstelle zu Beginn wird im Exemplar in HHStA Wien, RK RTA 66a, unfol., am Rand von Hd. korrigiert). Fassung 3 erschien 1594 und nochmals 1596.
9
Alle Kopp. umfassen nur den textlichen Teil des RAb, die Beilagen und die Subskription fehlen jeweils. Vgl. dazu den Bericht des kursächsischen Gesandten Badehorn vom 24. 8.: Die Beilagen A und B wurden nicht diktiert, weil sie, so der Kurmainzer dictator, wörtlich aus dem RAb 1582 übernommen würden und deshalb mit den anderen Akten der Mainzer Kanzlei bereits aus Regensburg weggebracht worden seien. Auch die Subskription des RAb wurde nicht zur Abschrift gegeben, sondern die Mainzer Kanzlei hat sie ebenso mit sich geführt, / 206/ mit vormeldung, das dieselbigen alle unnd jede dem druck könftig einvorleibt wurden(wie Anm. 6, hier fol. 206).
11
Die folgende Passage bis § 3 [… endlichem vndergang abhalte.] entspricht teils wörtlich der Schilderung in der Proposition [Nr. 1], fol. 23’–27 [Dann er unter yetzt … ernst und eyfer annemmen.].
14
Vgl. Proposition [Nr. 1], fol. 27–36 [Dann in was nott … betzahlt werden kondten.]. Zitat des folgenden Beschlusses zur Türkenhilfe (§ 6) bei Hartmann, Reichskreis, 347 f.
19
Wörtliche Wiedergabe von § 18 als Beleg für die 1594 erstmals angeordnete Aufstellung von Opferstöcken bei Grimmsmann, Krieg, 28, Anm. 26. Zur Anordnung vgl. Befehl Mgf. Georg Friedrichs von Brandenburg-Ansbach vom 28. 2. (18. 2.) 1595 an Amtleute, Kastner und Bürgermeister zur Aufstellung geeigneter Almosenbehältnisse (ein beckin oder schüssel uff einem stull) vor den Kirchen, zur Spendenaufforderung durch die Pfarrer an das Volk, der Einsammlung und Verzeichnung der Spenden vor Ort und die Abgabe durch die Amtleute an jährlich 4 Terminen an den mgfl. Rentmeister (StA Bamberg, Mgftum BKB, GHAP 5637, unfol.; dort neben Korrespondenzen auch Listen mit den 1595 eingesammelten Almosen). Vgl. beispielhaft auch Mandate und Ausschreiben des Bf. von Bamberg vom September 1595 für die Einsammlung von Almosen unter Berufung auf den RAb 1594 (StA Bamberg, Hst. Bamberg, Archiv, Verordnungen 1/IV, fol. 191’–195’. Kopp.).
ar
–ar So … sollen] In B (fol. 666) Einfügung am Rand und korr. aus [vgl. Nr. 249, fol. 497]: So würdt auch nicht gezweiffelt, das die furstliche, gräfliche, adenliche und andere personen, so frembden kriegen nachzutziehen gefallen haben, mehr dahin genaigt sein, fur das vatterlandt wieder den erbfeindt manlich zu streitten und den cossten ihrem vermögen nach daselbsthin dan sonsten / 666’/ zuverwenden. Was man dessen halben fur nutzliche erinnerung solcher ortten thun und furwenden konte, ahn dem würdet nichts ermangeln.
at
–at Vnnd … solle] In B (fol. 666’) Einfügung am Rand und korr. aus [vgl. Nr. 249, fol. 497’]: Nachdem fernner ihre ksl. Mt. under anderm bey diesem articul erwegen, wie ihre Mt. wol leyden mögen, das die stende ihre sonderbare personen, die dem kriegswesen stettigs beywohnen und selbst zusehen, wie alle ding ihrer Mt. erbietten gemeeß zugehen, deputirn und verordnen mögen, da hat man und tregt zu ihrer ksl. Mt. das underthenigist vertrauen, ihre ksl. Mt. werden als ein hochloblichster, ruemblicher kayser diese freywillige, mitleidenliche hülff aintzig zu wiederstandt des tyrrannischen turckischen wüdens[!] und feindtlichen furnemmens anwenden und die unzweifenliche versehung thuen, / 667/ damit das geworben teutsch kriegsvolckh von solcher hülfflaistung seine verdihente[!] besolldung ohne uffenthaltt und zu rechter zeit ahn guettem gellt erlangt undt deßwegen einige beschwerden nit ervolgen oder entstehen mögen, oder zu andern sachen gewendet werde. In dem ihr ksl. Mt. nothwendige, unclagbare versehung wol zuthun und allergnedigist zuverordnen würdet wissen.
21
Auszug aus § 21 bei Schulze, Reich, 38; Interpretation und Funktion der Gebetsanordnungen: Ebd., 38–41. Zur Anordnung speziell der Türkenglocke: Grimmsmann, Krieg, 27 f. Nachweis zahlreicher Türkengebete (Einzeldrucke) und Türkengebetbücher, die im Kontext des RT 1594 entstanden: Ebd., 56–58, 63–66. Beispielhaft für landesfürstliche Gebetsanordnungen: Verordnung des Bf. von Bamberg vom 5. 8. 1594 als vermanung wieder den türckhenn:Anordnung besserer Lebensführung, täglicher Gebete, Läuten der Mittagsglocke, Verbot von Gotteslästerung, Verbot für alle offene täntz(StA Bamberg, Hst. Bamberg, Archiv, Verordnungen 1/IV, fol. 117’–120’. Kop. Folgeanordnungen noch im August 1594: Ebd., fol. 123–135. Kopp.). Entsprechende Anordnung im Hgt. Jülich (Düsseldorf, 9. 11. 1594: LAV NRW R, JB II 2344, fol. 593. Or.-Druck) mit Vorgabe eines Gebets an die Pfarrer (ebd., fol. 591–592. Kop. Überschr.: Ein beweglich christlich gebet, widder den feind aller christen, den turckischen tyrannen, zu bitten). Türkengebete und –predigten im Zusammenhang mit der allgemeinen zeitgenössischen Publizistik zum Türkenkrieg: Schmidt, Vaterlandsliebe, 240–283.
23
Die folgenden Bestimmungen zur Landfriedenswahrung (§ 28) wurden weitgehend wörtlich der Antwort der Reichsstände zum 2. HA [Nr. 255], fol. 100’–101’, entnommen.
24
Entsprechend handelt es sich bei den folgenden §§ 29–35 um wörtliche, lediglich bei den erwähnten RAbb modifizierte Übernahmen aus RAb 1570, §§ 7–15 (Lanzinner, RTA RV 1570, Nr. 567 S. 1208–1212) und deren Wiederholung, ergänzt um die hier folgenden §§ 36 und 37 [fehlen im RAb 1570], im RAb 1576, §§ 38–48 (Neue Sammlung III, 359–361) und im RAb 1582, §§ 32–41 (Leeb, RTA RV 1582, Nr. 457 S. 1419–1422).
28
Übernahme aus der Antwort der Reichsstände zum 2. HA [Nr. 255], fol. 101’ f. [unnd die craiß obristen … wol statuirt ist.].
29
Übernahme der §§ 40 f. aus der Antwort der Reichsstände zum 2. HA [Nr. 255], fol. 102’ f. [Und nachdem sich … straf zuverfahren.].
30
Vgl. dazu und zum Folgenden (§§ 42–45) vielfach wörtlich übereinstimmend die Antwort der Reichsstände zum 2. HA [Nr. 255], fol. 104–106’ [Sovil nhun das haubtwerckh …. damit unbelestiget zulaßen.].
32
Vgl. Antwort der Reichsstände zum 2. HA [Nr. 255], fol. 106’–108 [Da dan … informirn werden können.].
33
Weitgehend wörtliche Übernahme aus der Antwort der Reichsstände zum 2. HA [Nr. 255], fol. 108’ [Soltte aber die … kommen solte.].
35
Vgl. Antwort der Reichsstände zum 2. HA [Nr. 255], fol. 108’ f. [Damit / 109/ dan … zurichten seye.].
36
Vgl. Nr. 297 mit Anm. 4; Nr. 300.
41
Übernahme aus der Antwort der Reichsstände [Nr. 259], fol. 133–134 [Dieweil ohne dieselb … Reich zue publicirn hette.].
43
Folglich entspricht § 51 abgesehen von der einleitenden Formulierung wörtlich DAb 1586, § 4; RAb, § 52, entspricht wörtlich DAb, § 5 usw. Im Folgenden werden §§ 53–74 des RAb wörtlich dem DAb, §§ 6–27, entnommen. Dies gilt für § 75 (entsprechend DAb, § 27) nur noch für den ersten Teil bis gnugsamblich bescheindt seyn soll.Es folgt im RAb, § 75, eine Auslassung (vgl. Anm. 51 bei § 75) gegenüber dem DAb (§ 27), sodann wird § 28 des DAb wieder wörtlich übernommen (noch als Teil von § 75: Wir lassen vns auch, was durch Cammerrichter […]). Die §§ 76–96 entsprechen wieder wörtlich DAb 1586, §§ 29–49. Dagegen wurden die im DAb folgenden §§ 50–52 (Zinsen bei Darlehensverträgen; strittige Jurisdiktion zwischen RKG und Stadt Speyer) nicht in den RAb übernommen. RAb, § 97, entspricht wieder DAb, § 53. Die letzten Bestimmungen im RAb zum 3. HA (§§ 98–100) wurden 1594 neu beschlossen (vgl. auch Fröschl, RTA RV 1586, Nr. 38 S. 865, Anm. 1). Zu den vielfachen Bezugnahmen in den folgenden Artikeln auf die RKGO vgl. das Register bei Laufs, RKGO, 291–319, mit entsprechenden Verweisen auf die einschlägigen Bestimmungen, sowie Dick, Entwicklung, 65–219 passim, bes. 61 f. (zu §§ 63 f.), 74 (zu § 65), 90–94 und 283 f., Anm. 804, 814 (zu §§ 77–87), 96 und 286, Anm. 845 (zu § 67), 115 (zu §§ 59–64), 203 (zu §§ 93 f.), 217 (zu § 94).
44
Kf. Wolfgang von Mainz schickte mit Schreiben vom 22. 11. 1594 (Aschaffenburg) Exemplare des RAb an die RKG-Kanzlei sowie an Richter, Präsidenten und Beisitzer mit dem Befehl bzw. der Bitte, dessen Vorgaben für das RKG zu vollziehen, wenngleich er bei Letzteren davon ausging, der Ks. werde dem RKG die diesbezüglichen Beschlüsse ohnehin insinuieren (HHStA Wien, MEA RKG-Akten 49, Fasz. „Communication“, unfol. Konzz.).
45
Visitationsabschied vom 19. 5. 1573: Ludolff, CJC, 319 (§§ 2, 3); Abschiede, 99 (hier als §§ 3, 4). Für 1576 ist in den Memorialia der Visitation (anstelle eines Abschieds) dazu nichts enthalten. Wohl Bezugnahme auf das „Bedenken“ der Advokaten und Prokuratoren zum Präjudizialtermin vom 16. 5. 1576: Abschiede, 117–119.
51
Bis hierher entsprechen die Regelungen zur Reichsjustiz wörtlich DAb 1586, §§ 4–27. Dort folgt an dieser Stelle: Inn fellen aber, da ein persohn dem Reich ohne mittel underworffen unnd under eines anndern herrn herprachter lanndtseßerei oder iurisdiction zwing unnd bann gueter hette, sollen hinfurther quoad illa bona kein mandata erkennt werden(Fröschl, RTA RV 1586, Nr. 38 S. 878). Die Passage war eine der strittigen Verabschiedungen von 1586, die gemäß Beschluss des RT nicht in den RAb übernommen, sondern dem künftigen RDT aufgetragen wurden (vgl. oben, §§ 50 und 98). Vgl. auch Anm. 7 bei Nr. 40 und Nr. 305 mit Anm. 5.
54
So auch in B und C. Dagegen im DAb 1586, § 41: zu zeitten (Fröschl, RTA RV 1586, Nr. 38 S. 882), ebenso im Visitationsabschied 1559 (vgl. folgende Anm.).
cx
werden] In B (fol. 711) danach eingeklammert und nicht in die Ausfertigung übernommen [entspricht DAb 1586, §§ 51 f. Vgl. Anm. 57 sowie die Supplikation der Stadt Speyer: Nr. 501]: Als dan zwischen unserm ksl. cammergericht undt der statt Speyr des § finalis halben im 50. Titull des ersten theils unserer camergerichts ordnung [Laufs, RKGO, 148] strit vorgefallen, wie derselbig sonderlich in criminal fehllen zuverstehen und wie es mit den darin angedeuten delictis zwischen jetzgedachtem cammergericht und der statt zuhalten: Wiewoll nun die ordnung dermassen gestalt befunden wurdt, das sie an sich selbst zimlich clar undt lauter, inmassen auch man sich underschiedlicher fäll erinnern kan, damit es nach ausweisung derselben gehalten worden: Nichts desto weniger, / 711’/ damit obgesetzter § besser erleutert und der rechtmesig verstandt desselben zuhaben sein könne, so wöllen, setzen und ordnen wir ferner hiemit, wan sich ein criminal fahl und ein solch delictum mit einer dem camergericht verwandten person zutrüg und begebe, so an ihme selbst notorium, manifestum undt bekant were, das hierinnen unserm camergericht ainige inquisition nit gebüre oder zustehe, noch auch, do der thäter verhafft und durch die statt eingezogen, das derselbig dem cammergericht zuuberantwortten, sonder so woll der angriff als die berechtigung oder cognitio iuris perpetrati delicti der statt unverhindert zu lassen seye. Wan aber solche delicta nit offenbar wehren, sonder, soviell die geschicht belangent, mehrer erkundigung und inquisition quoad notorietatem facti, doch nit quoad cognitionem iuris bedurfftig sein, / 712/ so soll[die] uberantwortung des beschuldigten, angegriffenen theters, auch die schlüssel zu dem gefengnus unserm cammergericht vervolgtt und die erkundigung demselben zustendig sein, auch durch die statt Speyr an diesem kein eintrag geschehen. Uff welchen fall, da das factum erkundigt undt also beschaffen, das es ordinarie ein leibstraff uff sich tragen thete, soll der gefangen der statt Speyr wieder vervolgtt und dadurch nach gelegenhait der uberfahrung daruber erkant werden. Damit aber obangedeute inquisition dieß fals desto begrundter angestelt undt eingenommen werden möchtte, so sollen auch burgermeister und rath der statt Speyr uff ansuchen undt erfordern des camergerichts ihre burger und underthane zu volnziehung solcher inquisition jederzeitt volgen undt erscheinen lassen.
57
Im DAb 1586, § 50, folgt an dieser Stelle die Festlegung der Zinshöhe bei Darlehen auf 5% mit dem Vorbehalt, höhere Zinsen am RKG einzuklagen. Die §§ 51 f. (Fröschl, RTA RV 1586, Nr. 38 S. 884 f.) beziehen sich auf die zwischen dem RKG und der Stadt Speyer strittige Jurisdiktion in Kriminalsachen, die RKG-Personal betrafen (vgl. die Streichung im RAb, Anm. cx). Die §§ 50–53 gehörten zu den umstrittenen Verabschiedungen von 1586, die gemäß Beschluss des RT nicht in den RAb übernommen, sondern dem RDT aufgetragen wurden (vgl. oben, §§ 50 und 98). Vgl. auch Anm. 7 bei Nr. 40 sowie die Supplikation der Stadt Speyer [Nr. 501].
60
Bezugnahme auf die Resolution von KR und FR beim RDT 1577 zu einem Schreiben des RKG-Richters an den Ks. wegen der etwaigen Verlegung des RKG. Beschluss: Diese ist zum einen derzeit nicht erforderlich, zum anderen sind bereits entsprechende Vorkehrungen getroffen worden (Vorlage der Resolution als Beilage B2 beim RDT 1586: Fröschl, RTA RV 1586, Nr. 7c S. 188 f.). Vgl. Fröschl, Bemerkungen, 159.
64
Nach der Eröffnung des RDT am 26. 7. 1595 wurde die Kommission für die außerordentliche Visitation des RKG (vgl. oben, § 98) eingerichtet, die ihre Tätigkeit trotz eines Magdeburger Protests aufnahm und die Visitation bis Anfang September (Visitationsmemoriala: Ludolff, CJC, 464–471) abschloss. Danach wurden ab 12. 9. die eigentlichen Beratungen des RDT auch zu den Dubia des RKG [Nr. 303] geführt, aber am 10. 10. 1595 ohne Abschied eingestellt, da man bezüglich der Entscheidung der anstehenden Revisionen durch eine weitere außerordentliche Tagung oder durch die in Gang zu bringende ordentliche Visitation zu keiner Einigung kam, viele Dubia nicht klären konnte und mehrere Teilnehmer, darunter die Gesandten von Kurpfalz und Kurbrandenburg, vorzeitig abgereist waren. Anstelle eines Abschieds wurde lediglich ein Abschlussbericht an den Ks. erstellt (Neuhaus, Repräsentationsformen, 485–487; Stieve, Politik II, 280–286; Mencke, Visitationen, 124 mit Anm. 695, 129. Verhandlungsreferate: Häberlin XIX, 265–662; danach Ompteda, Geschichte, 119–133. Druck der Verhandlungsakten: Ludolff, Concept, Anhang Nr. II A-G S. 58–89).
67
RAb 1566, § 80 (Lanzinner/Heil, RTA RV 1566, Nr. 467 S. 1537): Durchführung der Visitation, falls nicht mehr als 3 Visitatoren fehlen.
69
Folgende Übernahme aus der Antwort der Reichsstände [Nr. 259], fol. 135’–137 [Ob sich wol churfursten … von neuem erholet].
73
Vgl. für die §§ 102–105 die Antwort der Reichsstände [Nr. 259], fol. 137’–139 [Alß nemblich, das sonderlich … furtzunemen und antzustellen].
74
RAb 1576, § 75 (Neue Sammlung III, 365 f.); RAb 1582, § 66 f. (Leeb, RTA RV 1582, Nr. 457 S. 1431 f.).
76
DAb 1586, §§ 54–57 (Fröschl, RTA RV 1586, Nr. 38 S. 886 f.). Vgl. auch die Antwort der deputierten Stände zu Matrikel und Moderation (ebd., Nr. 15b S. 719–721).
78
Gemäß dieser Vorgabe entsprechen die folgenden Regelungen (§§ 109–123) weitgehend wörtlich den Bestimmungen im RAb 1582, §§ 51–65 (vgl. Anm. 75), die ihrerseits fast durchgehend dem RAb 1576, §§ 89–100 (Neue Sammlung III, 368 f.) entnommen worden waren (Leeb, RTA RV 1582, Nr. 457 S. 1426, Anm. 18).
81
Der Moderationstag wurde am 26. 6. 1595 eröffnet und nahm die Beratungen am 3. 7. auf, wenngleich noch Gesandte mehrerer Stände und Reichskreise fehlten. Als am 7. 7. der Magdeburger Kanzler Meckbach erschien, um für Administrator Joachim Friedrich in dessen Funktion als ausschreibender F. des Niedersächsischen Kreises teilzunehmen, verweigerten ihm die Delegierten der katholischen Stände unter Berufung auf die Vorgänge um die Magdeburger Session beim RT 1594 Sitz und Stimme. Da Meckbach wie beim RT versuchte (vgl. Nr. 29, Nr. 341), die Session faktisch einzunehmen, brachen die katholischen Teilnehmer die Beratungen noch am 7. 7. ab (Stieve, Politik II, 276–280; Foerster, Sessionsstreit, 68 f.; Leeb, Sessionsstreit, 50).
83
RAb 1548, §§ 78–88 (Machoczek, RTA JR XVIII, Nr. 372b S. 2675–2678); RAb 1551, §§ 55–68 (Eltz, RTA JR XIX, Nr. 305 S. 1592–1595); RAb 1555, §§ 116–134 (Aulinger/Eltz/Machoczek, RTA JR XX, Nr. 390 S. 3139–3145); RAb 1566, §§ 127–146 (Lanzinner/Heil, RTA RV 1566, Nr. 467 S. 1548–1554 (mit Nachweis der Übernahmen aus RAb 1551).
91
RAb 1551, § 63 (Eltz, RTA JR XIX, Nr. 305 S. 1594); RAb 1555, § 130 (Aulinger/Eltz/Machoczek, RTA JR XX, Nr. 390 S. 3144) [1556 (Augsburg!) wohl ein im RAb 1582, § 64, aus dem Druck des RAb 1576, § 99, übernommener Schreibfehler, der hier neuerlich inseriert wird]; RAb 1566, § 137 (Lanzinner/Heil, RTA RV 1566, Nr. 467 S. 1550 f.); RAb 1576, § 99 (Neue Sammlung III, 369); RAb 1582, § 64 (Leeb, RTA RV 1582, Nr. 457 S. 1430).
92
RAb 1576, §§ 112 f. (Neue Sammlung III, 371); RAb 1582, § 72 (Leeb, RTA RV 1582, Nr. 457 S. 1433 f.).
97
Wortlaut in § 125 weitgehend wie in der entsprechenden Supplikation an die Reichsstände [Nr. 491]. Vgl. zur Verabschiedung 1594: Blaich, Wirtschaftspolitik, 177, 179; Haacke, Bestimmungen, 503; Härter, Entwicklung, 85, 120; Winzen, Handwerk, 44 f.; Wesoly, Lehrlinge, 389 f.
98
Folgendes war in der Supplikation zu den Handwerken [Nr. 491] nicht enthalten, sondern wurde von Kursachsen erst am 13. 8. im Redaktionsausschuss des RAb und am 16. 8. im KR für die Aufnahme in den RAb ergänzt (Kursachsen, fol. 552’, fol. 557’ [Nr. 153, Nr. 52]). Zitat (§ 126) bei Haacke, Bestimmungen, 498; Wesoly, Lehrlinge, 54, Anm. 29.
101
Vgl. die Supplikation der Stadt Köln, der die nachfolgende Schilderung entnommen wurde [Nr. 451].
102
RPO 1577, Tit. 21, zu den verbotenen Farben bes. 21/3 (Weber, Reichspolizeiordnungen, 248–250). Zur Verabschiedung 1594 vgl. Blaich, Wirtschaftspolitik, 152; Haacke, Bestimmungen, 491; Schilling, Exulanten, 60–62 (im Zusammenhang mit der neuen Seidenfärbetechnik, in Köln vorrangig von Einwanderern aus den Niederlanden betrieben).
103
Vgl. oben, §§ 117 f. Wortlaut von Eid und Vollmacht entsprechend RAb 1582, §§ 73 f. (Leeb, RTA RV 1582, Nr. 457 S. 1434 f.).
105
In [] wird im Folgenden das Akkreditierungsdatum angegeben, wie es im Mainzer Anmeldeprotokoll enthalten ist (Kurmainz D. Überschr. Hd. Kraich: Protocolum über das angeben der erscheinenden stende zu dem reichstag zu Regenspurg 1594.). Als letztes Datum ist dort der 7. 6. festgehalten, doch sind zum einen die zuletzt eingetragenen Akkreditierungen nicht mehr diesem Tag zuzuordnen, sondern sie sind, wie Vermerke auf Vollmachten zeigen, erst später erfolgt. Zum anderen werden die sehr späten Anmeldungen dort nicht mehr verzeichnet. Die der Mainzer Kanzlei übergebenen Vollmachten, die gesammelt, aber nicht vollständig, in der AUR des HHStA Wien liegen (AUR 1594, o. D.; 119 Vollmachten), werden im Folgenden jeweils nachgewiesen, ebenso die Einträge zu den RT-Vertretungen bei Fleischmann, Beschreibung. Die dortigen Angaben bei den führenden Reichsständen mit der Auflistung des gesamten Hofstaates können nur sehr ausgewählt berücksichtigt werden (zum Umfang des Gefolges vgl. Einleitung, Kap. 4.2.3). Zahlreiche von reichsständischen Gesandten erstellte Präsenzlisten beruhen auf dem Mainzer Verzeichnis, übernehmen meist die dortige Abfolge, nennen jedoch kein Anmeldedatum und geben nur einen vorläufigen Akkreditierungsstand wieder. Da sie gegenüber Kurmainz D und den Listen bei Fleischmann, Beschreibung, keine weiteren Informationen bieten, wird auf die Auswertung verzichtet. Beispiele: HHStA Wien, RK RTA 66a, fol. 395–410. HStA Dresden, GA Loc. 10202/5, fol. 87–101’. GStA PK Berlin, I. HA GR Rep. 10 Nr. Tt, fol. 854–870’. HStA München, KÄA 3232, fol. 9–21’; KÄA 3225, fol. 454–467’. HStA München, K. blau 274/8, fol. 194–212. StA Bamberg, Hst. Bamberg GK 54, fol. 29–38’. NLA Wolfenbüttel, 1 Alt 1 A Fb. 1 Nr. 41/2, fol. 819–826’. GLA Karlsruhe, Abt. 50 Fasz. 171, fol. 35–58’. Mit anderer Abfolge: StadtA Lübeck, ASA RTA XIV, fol. 693–707.
107
Akkreditierung von Kanzler Wolf von Rosenbach, Sekretär P. Kraich und Domherr Johann Adam von Bicken als Mitglieder der Mainzer Kanzlei. Ankunft des Kf. am 15. 5. (Kurmainz, fol. 2 f., 4). Weitere anwesende Räte u. a.: Philipp Cratz von Scharfenstein, Domdekan zu Mainz und Dompropst zu Worms, Philipp Christoph d. Ä. von Sötern, Domkustos zu Worms, Philipp von Rodenstein, Domsänger zu Worms, Anton Waldbott von Bassenheim, Domherr zu Mainz, Philipp Ulner von Dieburg, Hofmeister, sowie die Räte Johann Heinrich von Heusenstamm, Obermarschall, Johann Eberhard von Cronberg, Nikolaus von Schmittburg, Wolf Friedrich Kämmerer zu Worms, gen. Dalberg, Adolph Echter von Mespelbrunn, Amtmann zu Prozelten, Jobst Philipp von Bicken, Amtmann zu Steinheim, Lic. Franz Philipp Faust, Bernhard Philipp Wolf von Rosenbach, Dr. Johann Köhler, Stephan Braun (Fleischmann, Beschreibung [Jj3, Kk], mit Auflistung des gesamten Hofstaats; vgl. auch das Ämterverzeichnis bei Jendorff, Verwandte, passim). Kf. Wolfgang verließ den RT am 5. 8. (Kurmainz, unfol.), die führenden Räte und das Kanzleipersonal blieben bis zum Abschluss des RT.
108
Akkreditierung der Räte Anton Cratz von Scharfenstein, Amtmann zu Koblenz, und Dr. iur. Johann Simon Senheim mit Vollmacht des Kf. (Koblenz, 14. 4. 1594: HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier). Ankunft des Kf. am 17. 5. (Einleitung, Kap. 4.2.3). Weitere anwesende Räte u. a.: Domdekan Hugo Cratz von Scharfenstein, Domherr Philipp Christoph d. J. von Sötern, Melchior von Eltz, Amtmann von Montabaur, Gotthard von Schönenberg, Amtmann von Bernkastel, Dr. iur. Burkhard Wimpfeling, Dr. iur. Peter Schneidt, Damian von der Leyen, Sekretär Matthias Hoffmann (Fleischmann, Beschreibung [Nn3], mit Auflistung des gesamten Hofstaats). Kf. Johann reiste am 5. 8. ab (Kurmainz, unfol.).
109
Akkreditierung der Räte Kaspar von Fürstenberg, Drost zu Bilstein, Georg von der Leyen zu Saffig, Amtmann zu Andernach, Raban Westphal, Dr. iur. Dietrich Biesterfeld, Vizekanzler (vgl. Heuser, Prosopografie I, 308–310), Dr. iur. Johann Roberti (ebd. II, 92 f.). Ankunft des Kf. am 21. 5. (Einleitung, Kap. 4.2.3). Im Gefolge des Kf. u. a.: Gf. Salentin von Isenburg, Gf. Hermann von Manderscheid-Blankenheim, Obersthofmeister, Gf. Jobst zu Limburg und Bronkhorst, Marschall, Gf. Franz von Waldeck, Frh. Cuno von Winnenberg-Beilstein, Johann von Groesbeeck, Kriegsoberst und Oberstkämmerer. Als Räte u. a.: Dr. theol. Laurentius Fabritius, Dr. Hieronymus Ortenberg, Kanonikus zu Köln, Hermann Wolff, gen. Metternich, Amtmann zu Lechenich, Sekretär Johann Adam Senheim (vgl. Heuser, Prosopografie II, 51 f.), Heinrich Schall von Bell, kfl. Türwart (Fleischmann, Beschreibung [Kk3-Ll3], mit Auflistung des gesamten Hofstaats für Kurköln sowie der Räte für die Hstt. Lüttich, Münster, Hildesheim und Freising). Kf. Ernst verließ den RT am 21. 8., zwei Tage nach dessen Abschluss (Roberg, NB II/4, Nr. 465 S. 64, Anm. 2; Häberlin XVIII, 463, 465).
110
Akkreditierung der Räte Anarg Friedrich H. zu Wildenfels, Abraham Bock, Georg Ulrich von Ende, Dr. iur. Johann Badehorn, Hans Adolf Bock mit Vollmacht des Kuradministrators (Dresden, 22. 4. {12. 4.} 1594: HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier). Ankunft Kuradministrator Friedrich Wilhelms am 20. 5. (Einleitung, Kap. 4.2.3). Er verließ den RT am 17. 7. (Kurmainz, unfol.; Sachsen-Weimar, fol. 191’) und bevollmächtigte zusätzlich zu den bisherigen Gesandten Dr. David Peiffer, Kanzler in Dresden (Regensburg, 12. 7. {2. 7.} 1594: HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier; präs. Regensburg, 22. 7.), der jedoch bereits zuvor anwesend war. Weitere anwesende Räte u. a.: Dr. Wolfgang Eilenbeck, Hans Georg von Ponickau, Hans von Wolfersdorf, Dr. Markus Gerstenberger, Weimarer Kanzler, Dr. Samuel Mosbach, Ernst Dietrich von Starschedel, Protokollant Johann Meißner (Fleischmann, Beschreibung [Oo-Pp2], mit Auflistung des gesamten Hofstaats). A. Bock, Peiffer, von Ende, von Wildenfels und Badehorn blieben bis zur Verlesung des RAb und reisten am 20./21. 8. ab; nur Badehorn wartete noch die Abschrift des RAb ab (Bericht der Gesandten an den Kuradministrator vom 20. 8. {10. 8.} 1594: HStA Dresden, GA Loc. 10203/1, fol. 202–205’, hier 203 f. Or.). Vgl. zu den Räten: Schirmer, Staatsfinanzen, 738–741.
111
Vollmacht des Kf. (Heidelberg, 15. 4. {5. 4.} 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Pergament. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Bbb]. Daneben sind nachzuweisen: Protonotar Hans Kaufmann, Sekretär Hans Franz Hückel als Protokollführer im KR. Die Übergabe der Vollmacht am 28. 4. erfolgte durch Mörle und Schug, die am 26. 4. angekommen waren (Bericht an den Kf. vom 28. 4. {18. 4.} 1594: HStA München, K. blau 113/3 I Fasz. 2, unfol. Or.), während sich die übrigen Räte vorerst in Amberg aufhielten und am 3. 5. in Regensburg eintrafen (Berichte der Gesandten an den Kf. aus Amberg vom 2. 5. {22. 4.} und aus Regensburg vom 4. 5. {24. 4.} 1594: Ebd., unfol. Or.). Zur Forderung des Kf. in der Weisung vom 1. 6. (22. 5.), aus Kostengründen einige Gesandte abzuziehen, verdeutlichten diese, dass man die Session Pfalz-Lauterns im FR zu vertreten habe sowie für den Supplikationsrat zumindest 2 und für KR 3 oder 4 Räte benötige. Dennoch sei die spätere Rückreise des Volrad von Plessen und Schregels nach Heidelberg sowie der Abzug Eberbachs und Reiners nach Amberg möglich, da man Letztgenannte nach Regensburg zurückberufen könne (Bericht der Gesandten an den Kf. vom 8. 6. {29. 5.} 1594: Ebd., unfol. Or.). In 2 Berichten vom 19. 6. (9. 6.) stellten sie klar, dass die Abreise mit Ausnahme jener von Plessens nach Ungarn (vgl. Anm. 5 bei Nr. 164) aufgrund des Verhandlungsstands noch nicht möglich sei (ebd., unfol. Or. und Konz.). Dohna verließ den RT am 20. 8. (10. 8.) (Krollmann, Selbstbiographie, 89). Vgl. zu den genannten Räten im Zusammenhang mit der Neukonstituierung des Oberrates 1592 und den folgenden Veränderungen: Press, Calvinismus, 380–406 passim.
112
Vollmacht des Kf. (Cölln/Spree, 13. 4. {3. 4.} 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Pergament. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Bbb]. Die Gesandten waren sukzessive bis 1. 5. angekommen (Bericht an den Kf. vom 4. 5. {24. 4.}: GStA PK Berlin, I. HA GR Rep. 10 Nr. Xx, fol. 2–5’, hier 2 f. Or.), Sekretär Lindholz war bereits am 25. 4. anwesend (Kurbrandenburg A, fol. 2 f.). Köppen und Schlieben verließen den RT vorzeitig in der 2. Augustwoche, um Kosten zu sparen (Berichte der Gesandten an den Kf. vom 6. 8. {27. 7.} und 16. 8. {6. 8.} 1594: GStA PK Berlin, I. HA GR Rep. 10 Nr. Xx, fol. 243–244’, hier 243. Or.; fol. 247–248’. Or.).
114
Fleischmann, Beschreibung [Bbb, Bbb2], nennt zusätzlich Reichspfennigmeister Zacharias Geizkofler als Rat Ehg. Ferdinands II. und Uriel Geizkofler, Generaleinnehmer der Gft. Tirol, als Gesandte. Hager und Laymann waren am 11. 5. angekommen, konnten sich aber nicht anmelden, da ihnen keine Vollmacht vorlag (Bericht an den Ehg. vom 15. 5. 1594: HHStA Wien, RK RTA 66a, fol. 393 f., 412’. Or.). Bis 19. 5. waren auch Kobenzl und Illsung anwesend. Ihre Anfrage gemeinsam mit Hager und Laymann wegen der RT-Vollmacht beschieden die ksl. Räte am 20. 5.: Ks. werde diese wegen Zeitdrucks zunächst allein ausstellen und später bei Kurmainz eine auch von den Ehgg. Ferdinand und Maximilian [als Regent Innerösterreichs] ausgefertigte Vollmacht nachreichen (Bericht Laymanns an Ehg. Ferdinand vom 21. 5. 1594: Ebd., fol. 418–423’, hier 418’ f. Or.). Die Vollmacht liegt nicht vor. Zur österreichischen RT-Repräsentanz vgl. Einleitung, Kap. 3.1.1.
115
Vollmacht Kg. Philipps II. von Spanien als Hg. von Burgund (Brüssel, 18. 3. 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Pergament. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Bbb2] (Begleitpersonal des Charles Philippe de Croÿ: Ebd., [Zz, Zz2]). Letzterer kam erst am 14. 5. an (Bayern A, fol. 515), meldete sich mit den anderen Gesandten am 17. 5. bei Kf. Wolfgang von Mainz an und bat darum, Eingaben der Aufständischen in den Niederlanden nicht ohne ihre Anhörung zu bescheiden (Kurmainz, fol. 5–6; Gross/Lacroix, Urkunden II, Nr. 766 S. 380 f.). Festlegung der Gesandten durch Ehg. Ernst als Generalstatthalter, danach Bestätigung durch Kg. Philipp II. (Ks. an Ehg. Ernst; Prag, 10. 1. 1594: HHStA Wien, Belgische Korrespondenz 6 Fasz. 1, fol. 90–91’. Or. Ehg. Ernst an den Ks.; Brüssel, 16. 2., 17. 3. 1594: Ebd., fol. 106, 115. Kopp. Gross/Lacroix, Urkunden II, Nr. 763 S. 378, Nr. 765 S. 380. Ehg. Ernst an Kg. Philipp II.; Brüssel, 2. 4. 1594, und Antwort des Kgs.; Madrid, 4. 6. 1594: Lefèvre, Correspondance IV, Nr. 657 S. 233, Nr. 687 S. 241).
116
Akkreditierung der Gesandten Dr. iur. Kaspar Mayer, Hofkanzler, und Dr. Balthasar Höflinger (Vollmacht liegt nicht vor). Einzug des Ebf. am 17. 5. (Einleitung, Kap. 4.2.3). Weitere anwesende Räte u. a.: Gf. Johann Christoph zu Hohenems, Oberststallmeister und Oberstkämmerer, Frh. Eustachius von Törring, Jakob Preyner, Frh. zu Rabenstein, Jakob Hannibal von Raitenau, Dr. iur. Wolf Kummerl, Dr. iur. Georg Kühl (Fleischmann, Beschreibung [Pp3, Qq], mit Auflistung des gesamten Hofstaats). Der Ebf. verließ Regensburg am 29. 7., seine Räte blieben bis zum Ende des RT (Bericht der Kurpfälzer Gesandten an den Kf. vom 5. 8. {26. 7.} 1594: HStA München, K. blau 113/3 I Fasz. 2, unfol. Or.; vgl. Stieve, Politik I, 255).
117
Ankunft des Bf. am 16. 5. (Einleitung, Kap. 4.2.3). Eine Akkreditierung von Gesandten wird in Kurmainz D nicht verzeichnet, auch liegt keine Vollmacht vor. Die Auflistung des Hofstaats bei Fleischmann, Beschreibung [Rr2, Rr3] nennt neben Domherren und vielen Amtmännern als Räte: Vizekanzler Dr. Bartholomäus Kobold, Professor Dr. Johannes von der Driesch, Hofprediger Dr. Eucharius Sang, Sekretär Wolfgang Gerich. Der Bf. verließ den RT am 2. 8. (Bericht der Kurpfälzer Gesandten an den Kf. vom 5. 8. {26. 7.} 1594: HStA München, K. blau 113/3 I Fasz. 2, unfol. Or. Vgl. Stieve, Politik I, 255; Pölnitz, Echter, 545).
118
=Anmeldung des Bf. persönlich durch 2 seiner Räte. Ankunft des Bf. am 5. 5. (Einleitung, Kap. 4.2.3). Er musste den RT aufgrund einer Erkrankung bald verlassen und beauftragte in der Vollmacht (Regensburg, 1. 6. 1594: HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier) die Domherren Christoph Pöttinger zu Persing und Johann Jakob von Lamberg, Frh. zu Ortenegg und Ottenstein, Kanzler Dr. iur. Johann Cognot und den Rat Wilhelm Aschmann mit seiner Vertretung. Als weitere Räte waren u. a. anwesend: Hofmeister Erasmus Gulden (Gold), Paul Achaz von Aham, Pfleger zu Obernberg, Christoph Karl Ritz, Pfleger zu Obernzell und Griesbach (Fleischmann, Beschreibung [Ss, Ss2], mit Auflistung des gesamten Hofstaats). Der Bf. kehrte später zum RT zurück und reiste am 5. 7. endgültig ab (HHStA Wien, RK RTA 64, fol. 320’. Vgl. Stieve, Politik I, 252).
119
Akkreditierung von Frh. Ernst von Wolkenstein, Domdekan zu Brixen, Frh. Johann Gaudentius Madruzzo, Dr. iur. Bartholomäus Panovin, Bernhard Mörl von Mühlen, Pfleger zu Tramin, als Vertretung des Hst. Trient (Fleischmann, Beschreibung [Ddd3]). Ankunft Madruzzos als päpstlicher Legat bereits am 29. 4., Abreise am 9. 8. (Einleitung, Kap. 4.2.3 mit Anm. 296).
120
Riedesel hatte den Ks. darauf hingewiesen, dass er aufgrund des Todes von Ordensmeister Philipp Flach von Schwarzenberg [10. 3. 1594] das Ordenskapitel einberufen habe und erst nach dessen Abschluss zum RT und von dort weiter nach Wien reisen werde, um seinen Dienst als General der Donauflotte anzutreten (Freiburg/Breisgau, 20. 3. 1594: HHStA Wien, RK RTA 63, fol. 485–487’. Or.). Riedesel kam kurzzeitig nach Regensburg, bevollmächtigte am 4. 7. Räte mit seiner Vertretung und begab sich nach Ungarn. Die am 14. 7. übergebene Vollmacht (Regensburg, 4. 7. 1594) lautet auf Valentin von der Hees, Komtur zu Rothenburg ob der Tauber, und Dr. iur. Leonhard Cabelius, Ordenskanzler (HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier). Fleischmann, Beschreibung [Aaa], nennt neben mehreren begleitenden Ordensrittern als weitere Räte u. a. Lic. iur. Johann Georg Eichenlaub, Ordenssekretär.
121
=Anmeldung des Abts persönlich in der Mainzer Kanzlei. Auch Fleischmann, Beschreibung [Eee2]), nennt keine Räte des Abts. Dieser hatte vor dem RT die Zustimmung Ehg. Ferdinands II. erhalten, dass dessen Rat Dietrich von Horben, Verwalter des Landvogtamts in der Mgft. Burgau, mit ihm zum RT reist, um ihn wegen des Erhalts der Regalien zu beraten (Ehg. Ferdinand an den Abt und an von Horben; o. O., 21. 5. 1594: TLA Innsbruck, Hofrat A/R Kart. 84 [1594], unfol. Konzz.).
123
Nur diese Gesandten auch bei Fleischmann, Beschreibung [Ccc3]. Eine Auflistung in StA Ludwigsburg, JL 425 Bd 9 Qu. 25, unfol., nennt zudem Haug Dietrich von Hohenlandenberg, Komtur der Ballei Elsass und Burgund, sowie Reinhard Scheiffart von Merode, Komtur der Ballei Koblenz. Ordensvertretung am RT auch bei Demel, Reichstagsgesandten, 618.
124
In der am 6. 5. übergebenen Vollmacht fehlt E. Neustetter. Die Vollmacht wurde von den Gesandten zurückgefordert und durch eine neue ersetzt, in der Neustetter enthalten war (Randvermerk zum 6. 5. in Kurmainz D, unfol.). Das Or. der Vollmacht liegt nicht vor. Vgl. Kop. und Überarbeitung als Konz. (Bamberg, 18. 4. 1594): StA Bamberg, Hst. Bamberg GK 54, fol. 27–28’. Kop.; ebd., GK 546, fol. 60. Konz. (vgl. Weiss, Bistum, 268. Angaben bei Fleischmann, Beschreibung [Ccc2], gemäß der 1. Vollmacht). Von Redwitz, Stieber, Hüls und von Harsee kamen am 5. 5. an (Bericht an den Bf. vom 6. 5. 1594: StA Bamberg, Hst. Bamberg GK 546, fol. 78–80’, hier 78. Or.). Neustetter wurde erst Mitte Juni zum RT beordert (Übersendung von dessen Vollmacht mit Schreiben des Bf. an A. Hüls am 11. 6. 1594: Ebd., Fränkischer Kreis KA 1063, fol. 121–122’. Or.). Da von Redwitz bereits Anfang Juni um Abreiseerlaubnis bat, ersetzte ihn der Bf. durch von Jahrsdorf. Den Abzug Stiebers vom RT aus gesundheitlichen Gründen schob der Bf. bis zur Ankunft von Crailsheims in Regensburg auf (Weisung an die Gesandten; Bamberg, 10. 6. 1594: Ebd., Hst. Bamberg GK 546, fol. 135–137. Konz.). Die Akkreditierung der Gesandten am 6. 5. erfolgte nur bis zur Ankunft des Bf., der die persönliche RT-Teilnahme plante (vgl. Einleitung Kap. 4.1 mit Anm. 26), jedoch letztlich nicht anreiste.
126
Akkreditierung noch mit Vollmacht Bf. Kaspars von Seckendorff. Übergabe einer erneuerten Vollmacht (Eichstätt, 12. 7. 1594), ausgestellt von Administrator Johann Konrad von Gemmingen für obige Gesandte, nachdem Bf. Kaspar von der Regierung frey lediglich abgestandenund die Regalien an den Ks. zurückgegeben hatte, am 12. 8. (HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier). Vgl. zu den Umständen: Wahl Seckendorffs am 13. 8. 1590, Koadjutorwahl Gemmingens am 18. 11. 1593, Rücktritt Seckendorffs am 12. 5. 1594, Regierungsübernahme durch Gemmingen am 24. 5., Vergabe der Regalien an dessen Gesandte am 23. 8. beim RT (Reithmeier, Gemmingen, 76–96; zur Belehnung vgl. Einleitung, Kap. 4.4 mit Anm. 652). Thiermeyer und Luchs kamen mit einem Kanzlisten und einem Schreiber am 4. 5. in Regensburg an, während Berner in Salzburg residierte und mit dem Ebf. anreiste (Eichstätt, fol. 1). Fleischmann, Beschreibung [CCc], nennt neben den erwähnten Gesandten zusätzlich Dr. Georg Brandt, Domherr zu Augsburg, sowie Dietrich von Bernhausen zu Herrlingen, Pfleger zu Nassenfels. Luchs verließ den RT am 20. 8., Thiermeyer zusammen mit von Bernhausen am 25. 8. (Eichstätt, fol. 109’, 110’). Gesandte auch bei Reithmeier, Gemmingen, 267 mit Anm. 1312.
129
Vollmacht des Kardinals (Meersburg, 14. 4. 1594), die für die Vertretung der Hstt. Konstanz und Brixen sowie der Abteien Reichenau, Murbach und Lüders galt: HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Bbb3, Ccc]. Ankunft der Gesandten am 30. 4. zusammen mit Gallus Müller, dem Verordneten der schwäbischen Gff. (Bericht Müllers an Gf. Joachim von Fürstenberg vom 7. 5. 1594: HStA Stuttgart, B 571 Bü. 586, fol. 147–151’, hier 148. Or.). Am Supplikationsrat wirkte für Konstanz neben Pistorius Hieronymus von Pflaumern mit, am RT anwesend als Gesandter Gf. Karls von Hohenzollern.
130
Gesandte auch bei Fleischmann, Beschreibung [Bbb3] (vgl. Zöpfl, Bistum, 757–759). Abreise in Dillingen am 2. 5., Fahrt auf der Donau nach Regensburg, Ankunft am Abend des 3. 5. (Augsburg, unfol.). Der Bf. zog Faber schon am 26. 5. ab, von Hornstein verließ den RT am 16. 6., nur Schilling blieb bis zum Ende (ebd., unfol.).
131
Vollmacht Ebf. Ernsts als Bf. von Hildesheim (Regensburg, 24. 5. 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier; präs. 7. 6. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Eee3]; ebd. [Kk3], wird im Zusammenhang mit der Gesamtrepräsentanz Ernsts als Ebf. und Bf. zusätzlich Ascanus Busch, Kanzlist, genannt. Daneben ist die Anwesenheit von Dr. Wilhelm Moseler, Syndikus des Hildesheimer Domkapitels, belegt (Nr. 88, Anm. 28). Zur Finanzierung der RT-Teilnahme Busches und den Kontroversen darum zunächst mit den Ständen des Hst., dann mit dem Domkapitel vgl. die Korrespondenzen Bf. Ernsts, der Räte in Hildesheim und des Domkapitels seit November 1593 (NLA Hannover, Hild. Br. 1 Nr. 90, fol. 1–12’; Nr. 356, fol. 1–5’, dann unfol.).
132
Vollmacht des Bf. (Schloss Neuhaus/Paderborn, 24. 5. 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Ddd]. Übergabe durch von Fürstenberg und Biesterfeld (Bruns, Tagebücher, 560). Von Fürstenberg (wie Biesterfeld primär anwesend als Kurkölner Rat) unterrichtete auch Bf. Dietrich über die RT-Abläufe (vgl. ebd., 563).
133
Dagegen gemäß Freising A, unfol.: Übergabe der Vollmacht durch Kanzlist Georg Viztum am 5. 6. Vollmacht Ebf. Ernsts als Bf. von Freising (Regensburg, 3. 6. 1594): HStA München, Hst. Freising K. blau 221/6, unfol. Kop. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Eee3]; ebd. [Kk3], werden im Zusammenhang mit der Gesamtrepräsentanz Ernsts als Ebf. und Bf. zusätzlich genannt: Bartholomäus Scholl, Weihbf. und Statthalter; Hans von Gaisberg zu Holzhausen, Rat und Hofmeister (weiterer, beim RT wohl anwesender Freisinger Hofstaat: Ebd. [Kk3, Ll]).
134
Vollmacht des erwählten Bf. (Ingolstadt, 5. 5. 1594): HStA München, KÄA 3232, fol. 31. Kop. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Ddd3]. Die Vollmacht wurde vom Administrator sowie den Räten des Hst. formuliert und Hg. Wilhelm V. von Bayern mit Schreiben vom 6. 5. 1594 mit der Bitte um Billigung und Weitergabe an Bf. Philipp zur Ausfertigung geschickt (HStA München, KÄA 3232, fol. 32–33’. Or.). Im Supplikationsrat wirkte für das Hst. neben Rank Domherr Hans Georg von Stingelheim mit.
137
Schad kam am 22. 5. in Regensburg an und ließ die Vollmacht wenig später von Bf. Ernst ausfertigen (Bericht an die Statthalter in Münster; Regensburg, 23. 5. 1594: LAV NRW W, Fb. Münster, LA Akten 473/10, fol. 141–142’. Or.). Vollmacht Ebf. Ernsts als Bf. von Münster (o. O., 22. 5. 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Eee3]; ebd. [Kk3], wird im Zusammenhang mit der Gesamtrepräsentanz Ernsts als Ebf. und Bf. zusätzlich genannt: Dietrich Kormann, Kanzlist. Johann von Westerholt verließ den RT am 17. 6. (Bericht Schad an die Statthalter in Münster; Regensburg, 18. 6. 1594: LAV NRW W, Fb. Münster, LA Akten 473/10, fol. 203–204’, hier 203. Or.).
138
Vollmacht Ebf. Ernsts als Bf. von Lüttich (Lüttich, 15. 3. 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Ccc2]; ebd., [Kk3], werden im Zusammenhang mit der Gesamtrepräsentanz Ernsts als Ebf. und Bf. zusätzlich genannt: Dr. theol. Georg Thurinus, Domherr zu Lüttich, Philipp [de] Corswerm, Domherr zu Lüttich, Sekretär Balthasar Kein [!].
139
Vollmacht Ebf. Ernsts von Köln für die Gesandten (Regensburg, 20. 6. 1594): Da Bf. Anton von Minden ihn mit der Vertretung seiner Session beauftragt hat, werden Buchholz und Busche bevollmächtigt (HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier; ohne Vorlagedatum. Akkreditierungsdatum in Kurmainz D unsicher).
140
Vollmacht (Tournai, 31. 3. 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Lat. Or. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Eee2]. In der Vollmacht und in Kurmainz D Name des Gesandten nicht Martinus, sondern Morlinus. Dagegen in der Supplikation Cambrais [Nr. 436]: Massinus; dort Konkretisierung für Esslinger: Hofrichter zu Niedermünster in Regensburg.
143
Vollmacht des Domkapitels (o. O., 1. 6. 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Pergament; präs. 20. 6. Fehlt bei Fleischmann, Beschreibung. In der Vollmacht wohl korrekter Name: J. Burlurault. Die Bevollmächtigung durch das Domkapitel erfolgte wegen des Konflikts mit der Kurie um die Bischofswahl 1593 (vgl. die Supplikation [Nr. 503]).
145
Akkreditierung mit einem Notariatsinstrument des Bf. als RT-Vollmacht (8. 2. 1594), ausgestellt für Hg. Wilhelm V. von Bayern und dessen subdelegierte Gesandte, mit der Bitte um Vertretung beim RT (HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Lat. Or. auf Papier. HStA München, KÄA 3232, fol. 304 f. Or.). Eigene Vollmacht Hg. Wilhelms für die Gesandten zur Vertretung Lausannes: Ebd., KÄA 3229, fol. 123–124’. Konz. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Eee]; Moser, Staatsrecht XXXV, 196; Stieve, Politik I, 191, Anm. 1.
146
Vollmacht Ehg. Maximilians (Deutschmeister) als Administrator und ksl. Kommissar des Reichsstifts (Mergentheim, 20. 2. 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Ccc3]. Daneben kam der abgesetzte Abt Balthasar von Dernbach persönlich „mit einem ansehnlichen Gefolge“ (Roberg, NB II/4, Nr. 457 S. 53, Anm. 2; vgl. Hofstaat bei Fleischmann, Beschreibung [Zz3, Aaa]) nach Regensburg, um seine Ansprüche auf das Reichsstift zu verfechten (vgl. die Supplikation [Nr. 441]).
152
Späte Akkreditierung Mitte August mit Vollmacht des Abts (Corvey, 1. 6. 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier; ohne Vorlagevermerk (Anmeldung in Kurmainz D nicht mehr verzeichnet). Fehlt bei Fleischmann, Beschreibung. Erste Teilnahme am FR am 16. 8., da die Vollmacht erst spät eintraf (Sachsen-Weimar, fol. 274 f.).
154
Akkreditierung der Räte Dr. Walter Drechsel, Kanzler, Hans Kaspar Roth von Schreckenstein, Dr. Georg Ludwig Fröhlich, Lic. Johann Zöschlin mit Vollmacht des Pfgf. (Neuburg/Donau, 2. 5. {22. 4.} 1594: HStA München, K. blau 274/8, fol. 124 f. Konz. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Ccc2]). Sie waren mit Ausnahme Drechsels am 3. 5. nach Regensburg gekommen (Bericht an den Pfgf. vom 4. 5. {24. 4.} 1594: HStA München, K. blau 274/12, fol. 264–266’, hier 264. Or.). Ankunft des Pfgf. persönlich am 17. 5. (Einleitung, Kap. 4.2.3). Als weitere Räte waren u. a. anwesend: Dr. Alexander Moroldt, Theodor Hess, Dr. Jakob Heilbrunner, Kirchenrat und Hofprediger (Fleischmann, Beschreibung [Uu2, Uu3, Xx], mit Auflistung des gesamten Hofstaats). Der vom Pfgf. für die Reichsjustizverhandlungen angeforderte Dr. Lukas Berlin, zuvor Assessor am RKG, konnte wegen Krankheit nicht anreisen (Pfgf. an Berlin; Regensburg, 15. 6. {5. 6.} 1594: HStA München, K. blau 274/11, fol. 47 f. Konz. Antwort Berlins; Ulm, 21. 6. {11. 6.} 1594: Ebd., fol. 48 f. Or.). Der Pfgf. verließ Regensburg am 5. 8., seine Räte verblieben am RT (Bericht der Kurpfälzer Gesandten an den Kf. vom 5. 8. {26. 7.} 1594: HStA München, K. blau 113/3 I Fasz. 2, unfol. Or.).
155
Hg. Johann Casimir meldete sich am 9. 5. selbst in der Mainzer Kanzlei an und übergab dabei für den Fall seiner vorzeitigen Abreise eine Vollmacht (Coburg, 13. 4. {3. 4.} 1594: HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier), ausgestellt für Moritz von Heldritt zu Bockstadt, Kammerrat, Veit von Heldritt zu Stepfershausen, Amtmann zu Lichtenberg, und Dr. iur. Volkmar Scherer (Kurmainz D, unfol. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Ccc3]). Der Hg. erbat am 6. 7. 1594 vom Ks. die Abreiseerlaubnis (HHStA Wien, RK RTA 65 Fasz. 2, fol. 21- 23’. Or.) und verließ den RT am 12. 7. (ebd., RK RTA 64, fol. 320’. Vgl. Stieve, Politik I, 252).
156
Akkreditierung der Räte Hermann von Harstall, Marschall, und Dr. Andreas Knichen, Kanzler, mit Vollmacht des Hg. (Marksuhl, 21. 4. {11. 4.} 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Ccc3]. In der Vollmacht entschuldigte der Hg. zwar sein Fernbleiben, doch war er zumindest in der Anfangsphase des RT persönlich anwesend (vgl. Nr. 55; Häberlin XVIII, 110 f., Anm. q). Gemäß einer Liste mit Abreisedaten (HHStA Wien, RK RTA 64, fol. 320’; vgl. Stieve, Politik I, 252) und anderweitigen Aussagen verließ er Regensburg zusammen mit Johann Casimir am 12. 7. Zur Unterzeichnung des RAb 1594 als nicht regierender F. neben Johann Casimir vgl. Röder, Reichs-Tags-Stimmen, 35–39.
157
Akkreditierung der Räte Gf. Konrad von Tübingen, Reichserbschenk Eberhard von Limpurg, Sebastian Welling von Vöhingen, Dr. iur. Matthäus Enzlin, Prof. zu Tübingen, Dr. iur. Johann Jakob Reinhardt, Dr. iur. Christian Dolde mit Vollmacht des Hg. (Stuttgart, 18. 4. {8. 4.} 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Bbb3] (vgl. zu den Räten: Bernhardt, Zentralbehörden, 263–270, 466 f., 553 f., 669 f., 712 f.). Sie waren am 28. 4. angekommen (Bericht an den Hg. vom 30. 4. {20. 4.} 1594: HStA Stuttgart, A 262 Bd. 70, fol. 622–623, 628’, hier 622. Or.). Hg. Friedrich kam erst am 8. 7. nach Regensburg (Einleitung, Kap. 4.2.3). Als weitere Räte waren u. a. anwesend: Nikolaus Varnbühler d. Ä. (Nachweis bei Nr. 507) sowie im Hofstaat des Hg.: Heinrich vom Stein, Rat und Oberst, Melchior Jäger, Geheimer Rat, Burkhard von Berlichingen, ksl. und hgl. Rat, Friedrich von Plieningen, Raban von Liebenstein, Burkhard Stickel, Dr. Johann Christoph Zenger, Kanzler zu Mömpelgard, Hofprediger Lukas Osiander (Fleischmann, Beschreibung [Xx3–Yy2], mit Auflistung des gesamten Hofstaats). Hg. Friedrich verließ den RT am 4. 8. (Wett. Gff., unfol.; Kausler, Stickel’s Tagebuch, 382; falsch bei Stieve, Politik I, 255).
158
Ankunft am 16. 5. (Einleitung, Kap. 4.2.3), Anmeldung bei Kf. Wolfgang von Mainz am 17. 5. (Kurmainz, fol. 6’). Begleitet wurde er u. a. von Kanzler Dr. iur. Johann Federl (Fleischmann, Beschreibung [Yy3], mit Auflistung des gesamten Hofstaats). Abreise des Lgf. am 20. 8. (so Bericht K. Brandner an Mgf. Georg Friedrich von Brandenburg-Ansbach vom 21. 8. {11. 8.} 1594: StA Nürnberg, ARTA 60, fol. 619–623’, hier 620. Or.) oder am 21. 8. (so Fleischmann, Beschreibung [Yy3]).
159
Akkreditierung der Räte Johann Truckenrodt zu Waldau und Albrecht von Wutenau zu Meinsdorf (vertraten auch F. Johann Georg von Anhalt). F. Christian kam am 25. 5. oder 26. 5. an (Einleitung, Kap. 4.2.3, Anm. 230). Fleischmann, Beschreibung [Ddd], nennt ihn persönlich und die beiden Gesandten als RT-Repräsentanz. Abreise des F. am 24. 6. (HHStA Wien, RK RTA 64, fol. 320’; vgl. Stieve, Politik I, 252).
161
Vollmacht Hg. Wilhelms V. (München, 15. 5. 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Eee2]; dort zusätzlich genannt: Stefan Wohlgemut, Pfleger zu Stadtamhof. Die bayerische RT-Vertretung wurde angeführt von Hg. Maximilian, der jedoch aufgrund der Sessionsdifferenzen (Einleitung, Kap. 3.3 mit Anm. 307) nicht am FR teilnahm. Ankunft Maximilians am 9. 5. (Einleitung, Kap. 4.2.3). Daneben waren als Räte im Hofstaat des Hg. u. a. anwesend: Frh. Marquard von Königsegg zu Aulendorf, Hofmarschall; die Hofräte Hans Albrecht Dichtl, Johann Sigmund von Wagnereck, Otto Forstenhäuser, Manfred von Botzheim; Hofratssekretär Dr. Christoph Gewold (Fleischmann, Beschreibung [Ss2-Tt3], mit Auflistung des gesamten Hofstaats). Neben Gewold ist Hofkanzlist Ägidius Albertinus als 2. Protokollführer nachzuweisen. Die Räte kamen mit Hg. Maximilian, zudem Hofrat Dr. Johann B. Fickler, der aber bereits am 20. 5. ebenso abberufen wurde wie Rudolf von Helfenstein (Weisung Hg. Wilhelms an Hg. Maximilian; München, 20. 5. 1594: HStA München, KÄA 3232, fol. 87–91’, hier 90’ f. Or. Vgl. Steinruck, Fickler, 148). Vetter von der Gilgen bat Hg. Wilhelm am 11. 7. 1594 (Regensburg) um Abreiseerlaubnis (HStA München, KÄA 3232, fol. 371–372’. Eigenhd. Or.). Hg. Maximilian verließ Regensburg am 29. 7. (vgl. Memoriale Hg. Wilhelms für Kammerrat Philipp Kurz von Senftenau zur Erörterung der vorzeitigen Abreise mit Maximilian; Starnberg, 5. 7. 1594: Ebd., Fürstensachen 439, fol. 4–7’. Or. Antwort Maximilians an Kurz; Regensburg, 11. 7. 1594: Ebd., KÄA 3232, fol. 373–377’, hier 373–374’. Or.). Die erwogene Rückkehr gegen Ende des RT, um dem Ks. bei dessen Abreise aufzuwarten, wurde nicht umgesetzt. Mit Maximilian reisten Gewold und andere Räte ab, zurück blieben Schweikhart von Helfenstein, Metternich und Hörwarth (Stieve, Politik I, 263 mit Anm. 4). Gewold kehrte später nach Regensburg zurück: Die Berichte nach 29. 7. wurden zunächst unterzeichnet von S. von Helfenstein, Metternich und Hörwarth, jene vom 4. 8.–8. 8. zusätzlich von Gewold, vom 9. 8. und 12. 8. nicht mehr von Metternich und ab 13. 8. nur noch von S. von Helfenstein und Gewold (HStA München, KÄA 3232, fol. 472–552’ passim).
163
Die genannten Gesandten gehörten auch der Kurpfälzer RT-Delegation an, die sich am 28. 4. anmeldete (Anm. 111), dagegen wurde die Vollmacht für Pfalz-Lautern (Heidelberg, 22. 4. {12. 4.} 1594) erst am 18. 5. übergeben: HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Pergament; präs. Mai 1594 [Tagesangabe fehlt]. Vorlage in der Mainzer Kanzlei am 18. 5. durch Vizekanzler Culmann mit Betonung, dass Kurpfalz für das nach dem Tod Pfgf. Johann Casimirs heimgefallene Territorium Session im FR beanspruche: Kurmainz, fol. 8’.
168
Vollmacht Hg. Friedrich Wilhelms (Weimar, 21. 4. {11. 4.} 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Pergament. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Ccc]. Spelt und von Wittern waren am 4. 5. angekommen (Sachsen-Weimar, fol. 1). Im Rahmen der Gesamtrepräsentanz von Kuradministrator Friedrich Wilhelm waren als Weimarer Räte daneben anwesend: Dr. M. Gerstenberger, Kanzler, Dietrich Vitzthum von Eckstädt, Kammerrat, sowie die Hofräte Johann Georg von Gottfarth, Dr. Josias Marcus, Georg Albrecht von Kromsdorf, Günther Schneidewein, Dr. Elias Forster (Fleischmann, Beschreibung [Oo3]).
170
Vollmacht des Mgf. (Ansbach, 23. 4. {13. 4.} 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Ccc3]. Als erster Gesandter kam Brandner am 2. 5. nach Regensburg, wo er nur 2 Kanzlisten des Mgf. vorfand (Bericht an den Mgf. vom 3. 5. {23. 4.} 1594: StA Nürnberg, ARTA 57, Prod. 82. Or.). Den Bericht vom 7. 5. (27. 4.) unterzeichneten neben Brandner auch von Waldenfels, von Wildenstein und Püttner (ebd., Prod. 86. Or.). Mit Weisung vom 29. 6. (19. 6.; Ansbach) zog der Mgf. alle Gesandten mit Ausnahme von Stadtmann und Muhm ab und schickte dafür Johann Jakob von Berlichingen (ebd., ARTA 60, fol. 423, 424’. Or.). Von Waldenfels verließ den RT kurz nach 30. 6. (Bericht vom 30. 6. {20. 6.} an den Mgf.: Ebd., fol. 426–428’. Or.), kehrte aber wenig später zurück: Ab 5. 7. (25. 6.) berichteten nur von Berlichingen, Stadtmann und Muhm (ebd., fol. 446–450’. Or.), seit 13. 7. (3. 7.) auch wieder von Waldenfels (ebd., fol. 469–471’. Or.). Abreise der Gesandten Anfang August mit Ausnahme von Brandner, der die Berichte ab 7. 8. (28. 7.) bis zum Ende des RT allein unterzeichnete (ebd., fol. 569–574’; fol. 633–634’. Orr.).
171
Akkreditierung für Hg. Wolfgang mit dessen Vollmacht (Herzberg, 6. 4. {27. 3.} 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier. Anmeldung für Hg. Philipp am 9. 7. mit dessen Vollmacht (Grubenhagen, 10. 4. {31. 3.} 1594): Ebd., Or. auf Papier; präs. 9. 7. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [CCC3, Eee2]. Zu korr. ist Kruppe, Türkenhilfe, 311.
172
Vollmacht (Wolfenbüttel, 2. 4. {23. 3.} 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Ccc3]. Im letzten Bericht an den Hg. vom 9. 8. (30. 7.) kündigten die Gesandten ihre baldige Abreise an, auch wenn der RAb sich weiter verzögern sollte. Für dessen Abschrift wollten sie den Sekretär hinterlassen (NLA Wolfenbüttel, 1 Alt 1 A Fb. 1 Nr. 41/2, fol. 717 f. Konz.).
173
Vollmacht (Celle, 28. 4. {18. 4.} 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier mit aufgedr. Siegel. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Ddd2]. Akkreditierung wohl nur durch Nitze (vgl. dessen Bericht an den bis dahin abwesenden Erffa vom 29. 6. {19. 6.} 1594: NLA Hannover, Celle Br. 1 Nr. 60/1, fol. 142–145’. Or.). Zur Vertretung des Hgt. allein durch Hg. Ernst II. vgl. Röder, Reichs-Tags-Stimmen, 132 f.
174
Vollmacht (Düsseldorf, 30. 3. 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Ddd3]. Die Gesandten waren am 4. 5. in Köln aufgebrochen und am 18. 5. angekommen (RT-Abschlussbericht an den Hg., o. O., o. D.: LAV NRW R, Kleve-Mark, Akten 3150, fol. 6–11’, hier 6. Kop.). Abreise nach dem Ende des RT (Bericht an die Räte in Düsseldorf vom 21. 8. 1594: LAV NRW R, JB II 2343, fol. 519–522’, hier 519 f. Or.).
175
Anmeldung mit Kredenzschreiben der Hgg. Johann Friedrich und Bogislaw XIII. an den Ks. für ihre jeweiligen Gesandten, das von der Mainzer Kanzlei als RT-Vollmacht akzeptiert wurde (Stettin, 7. 4. {28. 3.} 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier (Vermerk: Pommerisch credentzschreiben anstatt eines gewaltts.). Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Ccc3]. Beck und Borcke waren am 19. 4. in Stettin aufgebrochen und am 2. 5. in Regensburg angekommen (Bericht an Hg. Johann Friedrich vom 6. 5. {26. 4.} 1594: AP Stettin, AKS I/203, pag. 361–365, 372, hier 361, 363. Or.).
177
Vollmacht (Kassel, 18. 4. {8. 4.} 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Bbb3]. Meysenbug und von Weyhe (vgl. zu diesen: Gräf, Konfession, 399 f., 405; Lehsten, Reichstagsgesandten I, 209, Anm. 521; II, 217–219) kamen (ohne Sayn-Wittgenstein) zusammen mit den Gesandten der Lgff. Ludwig und Georg am 1. 5. an (Bericht an Lgf. Moritz vom 2. 5. {23. 4.} 1594: StA Marburg, 4e Nr. 1394, unfol. Or.). Erste Nennung von Wittgensteins im Bericht vom 11. 5. (1. 5.) (ebd., unfol. Or.).
180
Vollmacht: GLA Karlsruhe, Abt. 50 Fasz. 174, unfol. Kop. (o. O., o. D.). Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Bbb3]. Die Gesandten legten bei der Akkreditierung auch die Vollmacht für die Vertretung Mgf. Georg Friedrichs durch Johann von Ulm vor, der am FR teilnehmen werde, nachdem dem Mgf. für dessen Landesteil (Rötteln, Sausenberg, Badenweiler) die Session zustehe (Kurmainz D, unfol.). Ankunft der Gesandten am 28. 4. (Baden-Durlach, fol. 2).
181
Vollmacht: GLA Karlsruhe, Abt. 50 Fasz. 175, unfol. Konz. (o. O., o. D.; dort als weiterer, nicht angereister Gesandter: Reichardt Rohardt von Neuenstein, Marschall). Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Ddd3]. Orscelar und Aschmann kamen am 24. 5. an (Bericht an den Mgf. vom 4. 6. 1594: GLA Karlsruhe, Abt. 50 Fasz. 175, unfol. Or.). Aufgrund ihrer Abreise wohl kurz nach 15. 7. bevollmächtigten sie am 15. 7. den bayerischen Oberstkanzler Hörwarth damit, das bayerische Votum suo loco et ordinejeweils für Baden-Baden zu wiederholen (HStA München, KÄA 3232, fol. 398–399’. Kop.).
ff
Raht] In C danach: Ulrichen, hertzogen zu Mechelburg, fursten zu Wenden, graven zu Schwerin etc.: Bartholomeus Kling, der rechten Dr., rath.D wie Textvorlage (vgl. den Nachtrag aus C in Neue Sammlung IV, Anhang, 12 f.). [Vgl. zur Streichung im Druck: Nr. 466. Für die Hgg. Ulrich III. und Sigismund August sowie in Vormundschaft für die Söhne des verstorbenen Hg. Johann VII., Adolf Friedrich und Johann Albrecht, meldeten sich am 3. 5. in der Mainzer Kanzlei Dr. iur. Bartholomäus Kling und Dr. iur. Michael Grassus mit Kredenzschreiben an den Ks. anstelle einer RT-Vollmacht an (Kurmainz D, unfol.; vgl. Fleischmann, Beschreibung [Bbb3]). Kling war als Vertreter Hg. Ulrichs, Grassus als Gesandter für die vormundschaftliche Regierung vorgesehen (Hg. Ulrich an beide Gesandten; Güstrow, 23. 2. {13. 2.} 1594: LHA Schwerin, RTA I GstR 31a, fol. 13–14’. Konz.). Aufbruch in Rostock am 14. 4. (4. 4.), Ankunft in Regensburg am 28. 4. (18. 4.), Abreise am 20. 8. (10. 8.) (ebd., fol. 177–186’, hier 178, 180, 184).]
183
Die Vollmacht (Lauenburg, 25. 4. {15. 4.} 1594: HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier) lautet nur auf Hermann von der Becke, ebfl. Bremer und Holsteiner Rat, der allein sich am 3. 6. akkreditierte (Kurmainz D, unfol.; vgl. Fleischmann, Beschreibung [Eee2]). Werner von der Schulenburg hielt sich am RT v. a. wegen seiner Supplikation [Nr. 494] auf. Vor dem RT hatte Hg. Ulrich von Mecklenburg die Bitte von Statthalter und Räten in Lauenburg um die Vertretung durch seine Gesandten nur widerwillig angenommen, da er dies ohnehin für den Hg. von Holstein (vgl. dagegen oben folgend) sowie seinen Bruder Karl als Administrator von Ratzeburg tun müsse. Es würde / 87’/ ein seltzam ansehen haben, wan eines herrn abgesandten so viel underschiedliche vota furbringen solten(Statthalter und Räte an Hg. Ulrich; Lauenburg, 25. 3. {15. 3.} 1594: LHA Schwerin, RTA I GstR 31a, fol. 85–86’, 90’. Or. Antwort des Hg.; Güstrow, 9. 4. {30. 3.} 1594: Ebd., fol. 87–88. Konz.).
184
Datum in Kurmainz D unsicher. Gesandte auch bei Fleischmann, Beschreibung [Eee3]. Die RT-Vollmacht liegt nicht vor, vgl. aber Vollmacht des Kgs. für die beiden Gesandten, gerichtet an den Ks. (Kolding, 12. 3. {2. 3.} 1594): HHStA Wien, RK RTA 63, fol. 340, 341’ Or. Ankunft bis spätestens 9. 5., Abreise am 16. 7. oder kurz danach (Holstein, unfol.). Zum Konflikt um die Zulassung der Gesandten Kgn. Sophies von Dänemark als Vormundin ihrer unmündigen Söhne für das Hgt. Holstein vgl. Nr. 446 sowie Einleitung, Kap. 4.2.4 mit Anm. 350 ff.
185
Johann Adolf wird hier geführt als Hg. von Schleswig-Holstein-Gottorf. Die Akkreditierung von der Beckes am 3. 6. erfolgte für den Hg. als Ebf. von Bremen und Bf. von Lübeck (Kurmainz D, unfol.; vgl. Fleischmann, Beschreibung [Eee2]). Der Mainzer Kanzler nahm die Vollmacht nur unter Vorbehalt an (vgl. Einleitung, Kap. 4.2.2 mit Anm. 316, sowie die Eingabe von der Beckes an den Ks. [Nr. 353]). Daneben war beim RT August von Schleswig-Holstein-Sonderburg (Sohn Hg. Johanns d. J.) im Gefolge Kuradministrator Friedrich Wilhelms von Sachsen anwesend (vgl. Nr. 55; Fleischmann, Beschreibung [Oo]; Häberlin XVIII, 126).
186
Die an Kf. Wolfgang von Mainz gerichtete Vollmacht des Hg. (Turin, 29. 6. 1594) wurde am 4. 8. vorgelegt (HHStA Wien, MEA RTA 21 Konv. 2, fol. 351, 352’. Or.; präs. 4. 8.). Aufgrund der späten Ankunft der Gesandten erst am 31. 7. (Bericht der kursächsischen Gesandten an Kuradministrator Friedrich Wilhelm vom 6. 8. {27. 7.} 1594: HStA Dresden, GA Loc. 10203/1, fol. 90–110, hier 106. Or.) ist die Akkreditierung in Kurmainz D nicht mehr verzeichnet. Gesandte mit Begleitpersonal bei Fleischmann, Beschreibung [Aaa, Aaa2].
189
Akkreditierung am 14. 5. für die gefürstete Gft. Henneberg-Schleusingen mit Vollmacht der genannten Inhaber und Vormünder, unterzeichnet lediglich von Hg. Friedrich Wilhelm, ausgestellt allein für von Langen (Torgau, 27. 4. {17. 4.} 1594): StA Meiningen, GHA II Nr. 88, fol. 56–60’. Or. (Dorsv.: Vollmacht wurde übergeben, aber gegen eine andere ausgetauscht). Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Ccc]. Nochmalige Akkreditierung am 3. 6. erneut mit Vollmacht der genannten Inhaber und Vormünder, unterzeichnet von Hg. Friedrich Wilhelm, ausgestellt jetzt auch für Goldstein (Torgau, 27. 4. {17. 4.} 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Eee3]. Hess, Verwaltung, 190 f., nennt nur von Langen als Gesandten; Angaben zu diesem: Ebd., Anhang, 58 f. Obige Formulierung für die Vertretung der Gft. entsprach wörtlich der Empfehlung in einem Memoriale der Henneberger Gesandten, das sie der Mainzer Kanzlei nahelegten, damit / 452/ desto weniger geirretwerde (Memoriale vom 13. 8. {3. 8.} 1594: HHStA Wien, MEA RTA 91, fol. 452–453’. Kop.). Zur Formulierung im RAb vgl. auch Röder, Reichs-Tags-Stimmen, 108 f.
201
Akkreditierungsdatum in Kurmainz D wegen später Anmeldung (nach 7. 6.) unsicher. Abt Ulrich hatte Abt Georg mit Schreiben vom 3. 4. 1594 um die RT-Vertretung und die Entschuldigung seines Fernbleibens beim Ks. gebeten, da sein hohes Alter, die herrschende Pest und die merckliche enderung […] bey uns in der eidgenoschafftdie Anreise nicht zuließen (HStA Stuttgart, B 515 Bd. 90, fol. 265, 277’. Or.).
202
Gesandter auch bei Fleischmann, Beschreibung [Ccc3]. Paurmeister hatte im Schreiben an die Äbtissin vom 31. 3. (21. 3.; o. O.) 1594 die Vertretung beim RT zugesagt (LA Magdeburg, Rep. A 20 Tit. I Nr. 1, fol. 185. Konz.) und am 7. 4. (28. 3.; Halberstadt) den Erhalt der Vollmacht bestätigt (ebd., fol. 186, 186’. Or.).
219
Akkreditierung als Württemberger Gesandter am 29. 4. (Anm. 157). Neuerliche Anmeldung in der Mainzer Kanzlei am 2. 5. als Vertreter seines Vaters (Friedrich VII.). Behält sich vor, dessen Aufgaben als Reichserbschenk am RT zu übernehmen (Kurmainz D, unfol.). Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Eee3]. Nochmalige Akkreditierung (Kurmainz D, unfol. Datum unsicher, nach 7. 6.) mit Vollmacht Friedrichs VII. von Limpurg (Obersontheim, 16. 5. {6. 5.} 1594), ausgestellt für seinen Sohn Eberhard (StA Ludwigsburg, B 113 I Bü. 66, unfol. Kop.).
223
Anmeldung persönlich für sich sowie für die Brüder Friedrich und Adolf Heinrich, Letzterer auch als Vormund der Söhne des verstorbenen Wild- und Rheingf. Johann Christoph, Johann und Adolf [von Salm in Grumbach] (vgl. auch oben folgend bei den Wetterauer Gff.). Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Ddd3].
231
Späte Anmeldung (Datum in Kurmainz D unsicher; nach 7. 6.) für sich persönlich sowie als Vormund seiner unmündigen Vettern Wilhelm Ernst, Christian und Wolrad zu Waldeck. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Eee3]. Demnach hielten sich Christian (geb. 1585) und Wolrad (geb. 1588) persönlich in Regensburg auf (vgl. Häberlin XVIII, 126).
232
Späte persönliche Anmeldung (Datum in Kurmainz D unsicher; nach 7. 6.). Zur RT-Teilnahme vgl. Falkmann, Graf, 115–123: demnach Ankunft am 7. 6. (28. 5.) (ebd., 118 f.). Zur Teilnahme am RHR während des RT: Ehrenpreis, Kunst, 197 f.; demnach Abreise am 18. 8. Gemeinsam mit Gf. Simon war auch dessen Schwager Gf. Ernst von Schaumburg angereist. Er akkreditierte sich nicht für den RT, sondern nutzte den Aufenthalt für Vorsprachen u. a. am ksl. Hof im Erbstreit mit seinem Bruder Adolf XI. (XIV.) (Gf. Ernst an Lgf. Moritz von Hessen; Regensburg, 28. 7. {18. 7.} 1594: StA Marburg 4f Schaumburg Gft. 22, unfol. Or. Gf. Simon zur Lippe an Lgf. Moritz; Regensburg, 28. 7. {18. 7.} 1594: Ebd., 4f Lippe 69, unfol. Or.).
236
Gf. Gottfried von Oettingen plante, den RT verspätet persönlich zu besuchen und bevollmächtigte bis dahin Dr. Jakob Heyner mit seiner Vertretung. Dieser akkreditierte sich mit Vollmacht des Gf. vom 14. 4. 1594 (4. 4.; Oettingen: HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier; präs. 6. 5. [!]) am 7. 5. in der Mainzer Kanzlei (Kurmainz D, unfol.). Eine spätere RT-Teilnahme des Gf. ist nicht dokumentiert.
239
Im Or. des RAb (Nachweis C) folgen hier ursprünglich die Wetterauer Gff., doch werden die daran anschließend genannten schwäbischen Gff. mit einer Verweismarkierung an diese Stelle vorgezogen. Nota: Diese volgende schwebische graffen gehören zu diesem zeichen, oben vor wedderauischen graven gemerckhett.
240
Es akkreditierten sich zunächst die Gff. Wilhelm von Oettingen und Karl von Hohenzollern sowie Syndikus Müller, auf die auch die von Joachim von Fürstenberg und Eitel Friedrich von Hohenzollern namens der schwäbischen Gff. ausgefertigte Vollmacht lautet (o. O., 30. 3. 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Ccc]. Wilhelm von Oettingen bevollmächtigte später (Kurmainz D, unfol.; Datum unsicher: 7. 6. oder später; vgl. Fleischmann, Beschreibung [Eee3]) G. Müller für seine und die Vertretung der schwäbischen Gff. Eine weitere, von Wilhelm von Oettingen und Karl von Hohenzollern ausgestellte und der Mainzer Kanzlei am 8. 7. vorgelegte Vollmacht substituiert neben Müller Erbtruchsess Christoph von Waldburg und Frh. Berthold von Königsegg mit der Vertretung (o. O., 2. 7. 1594: HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier; präs. 8. 7.). Müller war am 23. 4. 1594 von Meersburg nach Heiligenberg gereist, um die für den RT notwendigen Akten zu übernehmen, brach dort am 25. 4. auf und kam am 30. 4. in Regensburg an. Am 11. 5. [!] Übergabe der Vollmacht an die Mainzer Kanzlei mit der Bitte, die schwäbischen Gff. im RAb gemäß der Alternierung diesmal vor die Wetterauer Gff. zu setzen (RT-Abschlussbericht Müllers: HStA Stuttgart, B 571 Bü. 576, fol. 5–9’, hier 5’).
252
Die Vollmacht und demnach der Eintrag in Kurmainz D (ebenso Fleischmann, Beschreibung [Bbb3]) enthalten über die 5 oben Genannten hinaus als weitere Vertreter: Gf. Johann Ludwig von Nassau-Wiesbaden-Idstein und Gf. Ludwig Georg von Stolberg-Königstein (in Ortenberg) sowie die Räte Dr. iur. Hermann Schilt, Dr. iur. Konrad Wolf und Dr. iur. Otto Schultheiß. Vgl. Vollmacht (Frankfurt, 5. 4. {26. 3.} 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier (vgl. zur Bevollmächtigung: Schmidt, Grafenverein, 360). Dagegen nennt A. Christiani in seinem Protokoll schon eingangs nur die im RAb enthaltenen Verordneten (Wett. Gff., unfol.). Gf. Wilhelm von Wied sollte dem RT ca. 2 Monate mit nur 3 Dienern auf Kosten aller Gff., dagegen Gf. Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg zusammen mit seinem Amtmann und weiteren Dienern insgesamt 5 Wochen auf eigene Kosten beiwohnen (ebd., unfol.). Christiani und Hirschbach kamen am 3. 5. an, Wilhelm von Wied am 7. 5. (ebd., unfol.). Gf. Philipp Ludwig brach am 9. 5. in Hanau auf, reiste über Heidelberg und Stuttgart nach Ulm und von dort auf der Donau nach Regensburg, wo er am 19. 5. ankam und bis 22. 6. blieb (Müller-Ludolph, Philipp Ludwig, 87–89; Rauch, Bildungsreisen, 14).
253
In der Vollmacht, ausgestellt von oben genannten Gff. (o. O., 13. 4. {3. 4.}), wird ausgeführt, dass nach dem Tod Gf. Ernsts VII. von Honstein [1593] gemäß den Erbverträgen die Hftt. Lohra, Klettenberg, Lauterberg und Scharzfeld mit allen Zugehörungen an sie, die Gff. von Schwarzburg und Stolberg, fallen. Bevollmächtigen als Inhaber der Gft. den Gesandten Rottstatt (HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier. Referat: Häberlin XVIII, 153 f. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Ccc3]). Vermerk der Mainzer Kanzlei bei der Vorlage: Annahme nur unter Vorbehalt quatenus et in quantum(Kurmainz D, unfol.). Vgl. zum Konflikt um die Gft. Honstein die Supplikation der Gff. gegen die Hgg. Wolfgang und Heinrich Julius von Braunschweig mit deren Gegenerklärung und dem Protest gegen die Akkreditierung Rottstatts [Nr. 497 mit Anm. 3]. Nach dem RT protestierten Kanzler und Räte Hg. Heinrich Julius’ bei Kf. Wolfgang von Mainz gegen die Aufnahme der Gff. für Honstein in den RAb (Kanzler und Räte an den Kf.; Wolfenbüttel, 14. 10. {4. 10.} 1594: NLA Hannover, Cal. Br. 1 Nr. 2071, fol. 23–24’. Kop. Weitere Korrespondenz mit dem Kf. bis November 1594: Ebd., fol. 25–36’).
257
Vgl. die persönliche Anmeldung Gf. Emichs XII. (Anm. 222). Anmeldung mit Vollmacht Gf. Sebastians von Daun in Falkenstein, hier als Vormund der Söhne des [1593 verstorbenen] Gf. Emich XI. von Leiningen-Dagsburg, Johann Ludwig und Philipp Georg (o. O., 20. 3. 1594), ausgestellt für Gf. Emich XII., dem die vormundschaftliche Vertretung übertragen wird, da er den RT persönlich besucht (HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier; präs. 25. 5. [!]).
258
Am 12. 5. Akkreditierung nur des A. Fabri mit Vollmacht des Gf. (Rudolstadt, 2. 5. {22. 4.} 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Ddd2]. Hirschbach wurde als substituierter Gesandter von Fabri aufgrund der Abreise vom RT bevollmächtigt (Regensburg, 8. 6. {29. 5.} 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier; präs. 5. 8. [!].
260
Heyner akkreditierte sich am 7. 5. nur für Gf. Georg Friedrich I. (d. Ä.) von Hohenlohe-Waldenburg mit dessen Vollmacht (Waldenburg, 24. 4. {14. 4.} 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier; präs. 6. 5. [!]. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Ccc2]. Am 24. 5. meldete sich Gf. Georg Friedrich d. J. von Hohenlohe-Neuenstein persönlich als Vertreter seines Vaters, Gf. Wolfgang, an (Anm. 229).
262
Am 24. 5. akkreditierten sich Gf. Jost persönlich als Vertreter seines Bruders Wolfgang sowie C. Faber als Verordneter für beide Gff. Die Vollmacht Gf. Wolfgangs ist nur auf Gf. Jost ausgestellt (Barby, 7. 5. {27. 4.} 1594: HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier). Gf. Jost bevollmächtigte seinerseits beim RT C. Faber für sich und namens seines Bruders (Regensburg, 21. 5. {11. 5.} 1594: Ebd., Or. auf Papier; beide Vollmachten präs. 24. 5.). Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Eee].
263
Am 13. 5. meldete sich lediglich Heinrich d. M. für sich (vgl. oben, Anm. 228) und als Vertreter der oben genannten Hh. mit deren Vollmacht an, die nur auf ihn lautete, ihn aber zur Beauftragung eines Rates ermächtigte, falls er den RT vorzeitig verlassen wollte (o. O., 11. 4. {1. 4.} 1594: HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Ddd2]). Am 24. 5. akkreditierte sich J. Heyner mit Vollmacht Heinrichs d. M., ausgestellt für sich und die anderen Reuß von Plauen vigore substitutionis(Regensburg, 24. 5. {14. 5.} 1594: HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Eee]).
274
Anmeldung Wirichs am 22. 5. mit einem Memoriale, in dem er auf die noch fehlende Vollmacht verwies und zusagte, diese nachzureichen (o. O., o. D., gerichtet an den Mainzer Kanzler: HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier; präs. 21. 5. [!]). Spätere Vollmacht des Gf. (o. O., 7. 7. {27. 6.} 1594): HHStA Wien, MEA RTA 93, fol. 645–646’. Or.; präs. 28. 7. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Ddd3].
277
Genauer in Kurmainz D und in der Vollmacht der genannten 4 Hh. sowie von Wolfgang III. und Georg III. zudem als Vormünder von August, Sohn des verstorbenen Georg II., ausgestellt für A. Christiani, Syndikus der Wetterauer Gff. (Waldenburg/Sachsen, 6. 4. {27. 3.} 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Ddd3].
280
Vollmacht (Köln, 18. 4. 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Eee3] (dort: Hardenrath mit Vollmacht auch für Dortmund). Festlegung der Gesandten im Kölner Rat am 2. 3. (HASt Köln, Rpr. A 44, fol. 133). Abreise am 26. 4., Ankunft in Regensburg am 6. 5. (Köln, vor fol. 1 und fol. 1; Lau, Buch Weinsberg IV, 195). Rückkehr nach Köln am 29. 8. (ebd., 204).
281
Gesandte auch bei Fleischmann, Beschreibung [Eee3]. Bei deren Festlegung im Straßburger Rat am 23. 2. (13. 2.) wurde neben Kettenheim als Jurist Dr. Johann Wagesser benannt (AVCU Strasbourg, 1 R 73, fol. 54–54a). Da dieser sich mit Tätigkeiten am RKG entschuldigte, wurde er am 28. 2. (18. 2.) durch Greiß ersetzt (ebd., fol. 64 f.). Die Gesandten brachen am 20. 4. auf (RT-Abschlussbericht am 31. 8. {21. 8.} 1594: Ebd., fol. 295), erreichten am 25. 4. Ulm (Bericht vom 26. 4. {16. 4.} 1594: Ebd., AA 846, fol. 58–60’, hier 58. Or.), reisten von dort auf der Donau weiter und kamen am 29. 4. nach Regensburg (Bericht vom 1. 5. {21. 4.} 1594: Ebd., fol. 61–62’, hier 61. Or.). Am 11. 5. Anmeldung ohne Vollmacht. Da die Mainzer Kanzlei darauf bestand, dass sie sich / 63/ mit gnugsamem gwalt altem brauch nach legitimiren, erbaten sie im Bericht vom 12. 5. (2. 5.) die Zusendung einer Vollmacht (ebd., fol. 63–65’, hier 63. Or.). Wenngleich der Straßburger Rat darin einen Verstoß gegen das Herkommen sah (Beratung am 19./20. 5. {9./10. 5.}: Ebd., 1 R 73, fol. 179, 181 f.), schickte er mit Weisung vom 20. 5. (10. 5.) eine Vollmacht, die aber nur zu übergeben war, falls nachhaltig darauf bestanden werde (ebd., AA 846, fol. 11–12’, hier 11. Or.). Die Gesandten übergaben diese Weisung anstelle der Vollmacht (Weisung: HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or.), während sie die Vollmacht (Straßburg, 20. 5. {10. 5.} 1594: AVCU Strasbourg, AA 846, fol. 1. Or.) nicht vorlegten (Bericht vom 28. 5. {18. 5.} 1594: Ebd., fol. 83–84’, hier 83. Or).
286
Vollmacht (Frankfurt, 19. 4. {9. 4.} 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier. Am 1. 5. auch Vorlage der Vollmacht Friedbergs für Frankfurt zur Vertretung beim RT (31. 3. {21. 3.} 1594: Ebd., Or. auf Papier) und eines Bevollmächtigungsschreibens Wetzlars an Frankfurt (12. 3. {2. 3.} 1594: Ebd., Or. auf Papier). Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Eee3]. Festlegung der Frankfurter Gesandten im Rat am 10. 3. (28. 2.) (ISG Frankfurt, RP 52, fol. 82; BMB 158, fol. 189’). Vertretungsbitten Wetzlars (12. 3. {2. 3.} 1594; Vertretung beim Städtetag) und Friedbergs (30. 3. {20. 3.} 1594) an Frankfurt: Ebd., RTA 86, fol. 2 f., fol. 5 f. Orr.
288
Vollmacht (Goslar 30. 3. {20. 3.} 1594), ausgestellt für C. Kellner, Frankfurter Advokat und Syndikus, weil eine eigene RT-Beschickung nicht möglich sei: HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Eee3]. Kellner bestätigte den Erhalt der Vollmacht im Schreiben an Goslar vom 13. 4. (3. 4.; Frankfurt: StadtA Goslar, Alte Akten Best. B, unverz. Teil, Reichssachen 1594, unfol. Or.) und unterrichtete nach dem RT (29. 8. {19. 8.; Frankfurt}: Ebd., Or.) die Stadt über die Beschlussfassung zur Türkenhilfe mit dem Protest evangelischer Stände [Nr. 510]. Später schickte er Goslar die wichtigsten Akten zur Türkenhilfe (Frankfurt, 8. 1. 1595 {29. 12. 1594}: Ebd., Or.).
291
Akkreditierungsdatum für Regensburg in Kurmainz D wegen später Anmeldung (nach 7. 6.) unsicher. Fleischmann, Beschreibung [Fff2], nennt nicht die akkreditierten Verordneten, sondern Kämmerer und Räte der Stadt insgesamt. Die Vollmacht der Stadt Nordhausen (13. 4. {3. 4.} 1594) für Regensburg zur Vertretung beim RT wurde der Mainzer Kanzlei bereits am 13. 5. vorgelegt: HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier; präs. 13. 5. (in Kurmainz D nicht verzeichnet). Zur Vertretung vgl. Kruppe, Türkenhilfe, 311.
292
Vollmacht für obige Gesandte (o. D.): Nürnberg, fol. 1’ f. (inseriert im Protokoll). Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Eee3, Fff] mit weiteren Verordneten ohne Vollmacht. Vertretungsvollmachten Windsheims (14. 4. {4. 4.} 1594), Schweinfurts (18. 4. {8. 4.} 1594) und Weißenburgs (29. 4. {19. 4.} 1594) für Nürnberg: HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. 3 Orr. auf Papier. Die Vertretungsbitten beantwortete Nürnberg positiv, jedoch mit der Feststellung, dass es fasst gut unnd furtreglich gewesen sein möcht, das ein jede statt solchen tag durch die irigen selbst besuchen laßen(an Schweinfurt; 25. 4. {15. 4.} 1594: StA Würzburg, SRTA 8, fol. 33. Or. Ähnlich an Windsheim; 14. 4. {4. 4.} 1594: StA Nürnberg, Reichsstadt Nürnberg, BBdR 211, fol. 90 f. Kop. Ohne diesen Hinweis an Weißenburg; 14. 4. {4. 4.} 1594: Ebd., fol. 90’ f. Kop.). Die Nürnberger Gesandten brachen am 9. 5. auf und kamen am 10. 5. an (Nürnberg, fol. 1’). Nützel und Fürer verließen den RT am 1. 9. (ebd., fol. 183). Am 22. 9. (12. 9.) beschloss der Nürnberger Rat die Übersendung des RAb an die vertretenen Städte (StA Nürnberg, RV 1637, fol. 36’). Im Begleitschreiben vom 23. 9. (13. 9.) verwies er darauf, dass die Mehrheit des SR beim 1. HA (Türkenhilfe) auf der Minderbewilligung von 68 Römermonaten beharre [Nr. 275], Nürnberg sich aber in Anbetracht der Türkennot KR und FR angeschlossen habe. Die vertretenen Städte hätten zu entscheiden, wie sie sich verhalten (StA Nürnberg, Reichsstadt Nürnberg, BBdR 211, fol. 384. Kop.).
293
Vermerk in Kurmainz D, unfol.: Die Gesandten haben keine Vollmachten vorgelegt mitt bericht, daß sie eß also in dem herbringen.Gesandte und vertretene Städte auch bei Fleischmann, Beschreibung [Fff]. Vertretungsvollmachten für Ulm durch Biberach (9. 4. {30. 3.} 1594: StadtA Ulm, A 28, Prod. 293. Kop.), Kempten (28. 2. {18. 2.}; in korrigierter Form: 1. 4. {22. 3.} 1594: Ebd., Prod. 326a, Prod. 313. Orr.), Isny (28. 3. {18. 3.} 1594: Ebd., Prod. 300. Or.), Buchau (12. 4. {2. 4.} 1594: Ebd., Prod. 295a. Kop.). Vertretungsgesuche der Städte mit zugehörigen Korrespondenzen im Zeitraum vom 28. 2. (18. 2.) bis 5. 4. (26. 3.): Ebd., Prod. 291–319, 326–332 passim. Befürwortende Beschlüsse im Ulmer Rat zu den Vertretungen: Ebd., A 3530 Nr. 44, fol. 49, 55’, 83, 89, 92. Festlegung der eigenen Gesandten im Rat am 11. 3. (1. 3.): Ebd., fol. 47.
294
Vollmacht für die eigenen Gesandten (Esslingen, 12. 4. {2. 4.} 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Fff]. In Kurmainz D, unfol., am Rand der spätere Zusatz zur Vertretung Schwäbisch Halls. Vgl. Vertretungsgesuch an Esslingen (20. 4. {10. 4.} 1594), beim RT zusammen mit der Weisung von Bürgermeister und Rat an die eigenen Gesandten für die Vertretung vom 27. 4. (17. 4.) als Vollmacht vorgelegt: HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Orr. des Gesuchs und der Weisung (auch in StadtA Esslingen, RTA 12b, unfol.). Verordnung Fleiners im Esslinger Rat am 7. 3. (25. 2.), die Zuordnung eines Ratsmitglieds blieb offen (Ebd., Ratsprotokolle 1593/94, fol. 134’). Fleiner kehrte zwischenzeitlich nach Esslingen zurück und wurde am 18. 6. (8. 6.) wieder nach Regensburg geschickt (ebd., fol. 174’).
295
Am 3. 5. Anmeldung ohne Vollmacht: Haben vermeinet gehabtt, eß bedreff sie nitt(Kurmainz D, unfol.). Anforderung der Vollmacht durch die Gesandten, wenngleich diese unsers wissens hievor nit gebräuig gewesen, im Bericht vom 3. 5. 1594 (StadtA Augsburg, RTA, unverz. Akten, Kart. 1591–1640, Fasz. 1590–98, unfol. Or.). Übersendung der eigenen Vollmacht und jener zur Vertretung Dinkelsbühls mit Weisung vom 6. 5. 1594 (ebd., RTA 56, fol. 16, 19’. Or.). Übergabe an die Mainzer Kanzlei am 7. 5. (Kurmainz D, unfol.). Vollmacht (27. 4. 1594 [rückdatiert]): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Pergament. Vollmacht Dinkelsbühls für die Augsburger Gesandten (28. 3. 1594): Ebd., Or. auf Papier. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Eee3], [Fff]. Erste Vertretungsbitte Dinkelsbühls an Augsburg am 1. 3. 1594 (StadtA Augsburg, RTA 56, fol. 2–2’, 4’. Or.), aufgrund der ausweichenden Antwort vom 5. 3. (ebd., fol. 3. Konz.) wiederholt am 28. 3. mit Übersendung der Vollmacht (ebd., fol. 5–9. Or.). Die Augsburger Gesandten kamen am 2. 5. nach Regensburg (Augsburg B, fol. 32) und verließen den RT am 22. 8. (Bericht vom 19. 8. 1594 zur geplanten Abreise: StadtA Augsburg, RTA, unverz. Akten, Kart. 1591–1640, Fasz. 1590–98, unfol. Or.). Vgl. von Stetten, Geschichte, 731.
296
Vollmacht (2. 5. {22. 4.} 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier; präs. 6. 5. [!]. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Fff] (dort: mit Vertretung Bopfingens). Ankunft der Gesandten in Regensburg am 5. 5. (Bericht Dietheis vom 10. 5. {30. 4.} 1594: StA Augsburg, Reichsstadt Nördlingen MüB 80, Prod. 7. Or.).
299
Vollmachten Überlingens (4. 4. 1594), Buchhorns (22. 3. 1594; ausgestellt für die Gesandten Überlingens) und Wangens (11. 3. 1594; ausgestellt für Überlingen): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. 3 Orr. auf Papier. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Fff]. Es handelt sich neben Ratsmitglied Jakob Reutlinger um Bürgermeister Matthäus Mesmer (Enderle, Konfessionsbildung, Anhang, 445 f.).
302
Am 4. 5. Anmeldung auch für Leutkirch ohne Vollmacht, die nachzureichen war (Kurmainz D, unfol.). Vollmacht Memmingens (18. 4. {8. 4.} 1594): HHStA Wien, AUR 1594 [o. D.]. Or. auf Papier; präs. 23. 5. Vertretungsbitte Leutkirchs an Memmingen (31. 3. {21. 3.} 1594), beim RT vorgelegt als Vollmacht: Ebd., Or. auf Papier. Vgl. Fleischmann, Beschreibung [Fff].