Deutsche Reichstagsakten, Reichsversammlungen 1556 – 1662 Der Reichstag zu Regensburg 1594 bearbeitet von Josef Leeb
Vorbemerkung
Die Akten zu den Hauptartikeln der Proposition finden sich in den Abschnitten H (direkte Verhandlungen des Ks. mit den Reichsständen) und G (zugehörige Beilagen, Resolutionen, Eingaben und Gutachten). Die den RT daneben beschäftigenden Probleme werden abgesehen von den Supplikationen (Abschnitt L) aufgeteilt in Religionsverhandlungen im engeren Sinn (Abschnitt K) und in das Kapitel Nebenverhandlungen, in dem Themen dokumentiert werden, die nicht zu den Hauptartikeln gehörten, sondern sich im Verlauf der Reichsversammlung entwickelten, durch Eingaben an den RT gebracht wurden oder noch vor dessen Eröffnung zu klären waren, um die Verhandlungsaufnahme grundsätzlich erst zu ermöglichen. Letzteres gilt für den ersten dokumentierten Komplex, die Konflikte um die Session Magdeburgs und anderer reformierter Hstt. Daneben werden behandelt der Streit der Stadt Augsburg mit dem Kollegium der Reichsstädte um die Teilnahme am SR trotz der Absonderung vom Städtetag sowie der Konflikt in der Reichsstadt Aachen vorrangig im Zusammenhang mit der Exekution des ksl. Endurteils gegen den amtierenden Rat.
Zum Problemfeld der Session und damit der Reichsstandschaft Administrator Joachim Friedrichs von Magdeburg1gehören neben den diesbezüglichen Aktenstücken die Aufzeichnungen für die interkonfessionellen Verhandlungen außerhalb der Kurien und der Religionskonvente. Sie wurden auf informeller Ebene zwischen den Magdeburger und Kurbrandenburger Gesandten einerseits sowie dem Ks. und dessen Geheimen Räten andererseits, teils unter vermittelnder Einbeziehung Kuradministrator Friedrich Wilhelms von Sachsen geführt, zunächst vor der Eröffnung des RT und sodann im Anschluss an den Magdeburger Versuch am 13. 7., die Session zu behaupten. Da sich die Aufzeichnungen für diese Verhandlungen auf die Magdeburger Session beschränken, werden sie im Folgenden an dieser Stelle vor den zugehörigen Akten protokollartig dokumentiert. Anderweitige Beratungen der Konfessionsparteien unter sich sowie auch Unterredungen des Ks. oder der ksl. Räte mit katholischen Ständen zur Sessionsproblematik finden sich in der Dokumentation der Verhandlungen der jeweiligen Religionskonvente (Abschnitte F und G). Als Textvorlagen, die bei den einzelnen Tageseintragungen eingangs bzw. bei mehreren Abschnitten pro Tag im Anmerkungsapparat jeweils angegeben werden, dienen neben Protokollen, die diese informellen Unterredungen erfassen (häufig Kurbrandenburg, wiederholt Kursachsen A2), Gesandtenberichte sowie Aufzeichnungen der ksl. Räte.