Deutsche Reichstagsakten, Reichsversammlungen 1556 – 1662 Der Reichstag zu Regensburg 1594 bearbeitet von Josef Leeb

Vorbemerkung

Nachdem die zentralen Verhandlungsakten zu den Hauptartikeln der Proposition in Kapitel H zu finden sind, werden in diesem Abschnitt die zu den Hauptartikeln verfassten Beilagen und Gutachten vorrangig auf ksl. Seite, die Nebenproposition des Ks. mit der Bitte um eine sofortige Geldhilfe sowie Resolutionen einzelner Kurien (FR und SR) zu den Hauptartikeln dokumentiert. Dazu kommen beim 1. HA (Türkenhilfe) die Akten zur Revision der Söldnerbestallung in der Reichskriegsordnung 1570 sowie die Sonderwerbungen der Landstände aus Österreich und dem Kgr. Ungarn, beim 2. HA (Landfriede und Niederlande) vorrangig Supplikationen und Gutachten der niederrheinisch-westfälischen Kreisstände, beim 3. HA (Reichsjustiz) eine Kurmainzer Eingabe im Zusammenhang mit dem Revisionsverfahren, beim 4. HA (Reichsmünzwesen) Gutachten der oberdeutschen Münzassoziation und Württembergs sowie der Protest Salzburgs und beim 5. HA (Reichsmatrikel) ein Memoriale des Hauses Sachsen. Gutachten, die im Rahmen der RT-Vorbereitung oder im Zusammenhang mit den Instruktionen entstanden, werden nicht hier ediert, sondern in den jeweiligen Abschnitten der Einleitung ausgewertet.

Nr. 261 Beilage A zum 1. HA (Türkenhilfe) der Proposition

Nr. 262 Beilage B zum 1. HA (Türkenhilfe) der Proposition

Nr. 263 Nebenproposition des Kaisers beim 1. HA (Türkenhilfe): Bitte um Gutachten zur sofortigen Geldantizipation für den Türkenkrieg

Nr. 264 Antwort der Reichsstände zur Nebenproposition des Kaisers beim 1. HA (Türkenhilfe)

Nr. 265 Replik des Kaisers zur Nebenproposition beim 1. HA (Türkenhilfe)

Nr. 266 Erste Resolution der Reichsstädte zur Antwort beim 1. HA (Türkenhilfe)

Nr. 267 Zweite Resolution der Reichsstädte zur Antwort beim 1. HA (Türkenhilfe)

Nr. 268 Gutachten von Reichspfennigmeister Zacharias Geizkofler für die ksl. Hofkammer zur Replik des Kaisers beim 1. HA (Türkenhilfe)

Nr. 269 Gutachten der ksl. Hofkammer für die Replik des Kaisers beim 1. HA (Türkenhilfe)

Nr. 270 Mahnschreiben Kaiser Rudolfs II. an die Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz und Johann Georg von Brandenburg beim 1. HA (Türkenhilfe)

Nr. 271 Resolution der Reichsstädte zur Duplik beim 1. HA (Türkenhilfe)

Nr. 272 Memoriale der protestantischen Stände des Fürstenrats zur Duplik der Reichsstände beim 1. HA (Türkenhilfe); an die Mainzer Kanzlei und an den Kaiser

Nr. 273 Gutachten der ksl. Hofkammer für die Triplik des Kaisers beim 1. HA (Türkenhilfe)

Nr. 274 Erklärung Herzog Friedrichs I. von Württemberg zur Duplik der Reichsstände und zur Triplik des Kaisers beim 1. HA (Türkenhilfe)

Nr. 275 Resolution der Reichsstädte zur Quadruplik beim 1. HA (Türkenhilfe)

Nr. 276 Gutachten von Reichspfennigmeister Zacharias Geizkofler für die ksl. Hofkammer zur Schlussschrift des Kaisers beim 1. HA (Türkenhilfe)

Nr. 277 Gutachten der ksl. Hofkammer für die Schlussschrift des Kaisers beim 1. HA (Türkenhilfe)

Nr. 278 Beratung der Kommission zur Revision der Söldnerbestallung (Reichskriegsordnung)

Nr. 279 Erklärung des Kaisers zur Revision der Söldnerbestallung (Reichskriegsordnung)

Nr. 280 Replik der Reichsstände zur Revision der Söldnerbestallung (Reichskriegsordnung)

Nr. 281 Werbung der Landstände aus den Herzogtümern Österreich ob und unter der Enns

Nr. 282 Werbung der Landstände aus den Herzogtümern Steiermark, Kärnten und Krain

Nr. 283 Anmahnung zur Werbung der Landstände aus den Herzogtümern Steiermark, Kärnten und Krain

Nr. 284 Beantwortung der Werbung der Landstände aus den Herzogtümern Steiermark, Kärnten und Krain

Nr. 285 Replik der Gesandten zur Beantwortung der Werbung der Landstände aus den Herzogtümern Steiermark, Kärnten und Krain

Nr. 286 Werbung der Stände des Königreichs Ungarn

Nr. 287 Beantwortung der Werbungen der Stände des Königreichs Ungarn sowie der Landstände aus den Herzogtümern Österreich ob und unter der Enns

Nr. 288 Supplikation der Gesandten der niederrheinisch-westfälischen Kreisstände an den Kaiser

Nr. 289 Protest der Stände aus dem Niedersächsischen Reichskreis gegen die Ausschussbildung im Fürstenrat zum 2. HA (Landfriede und Niederlande)

Nr. 290 Gutachten des Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreises beim 2. HA (Landfriede und Niederlande): Sicherung des Kreises gegen Söldnerübergriffe

Nr. 291 Resolution der Reichsstädte zum 2. HA (Landfriede und Niederlande)

Nr. 292 Resolution des Fürstenrats zum zweiten Teil des 2. HA (Landfriede und Niederlande), niederländischer Krieg

Nr. 293 Supplikation der Gesandten der niederrheinisch-westfälischen Kreisstände an den Kurfürstenrat

Nr. 294 Supplikation der Gesandten der niederrheinisch-westfälischen Kreisstände an den Fürstenrat

Nr. 295 Supplikation der Gesandten der niederrheinisch-westfälischen Kreisstände an den Kaiser

Nr. 296 Supplikation der Gesandten der Stadt Köln an den Kaiser

Nr. 297 Supplikation der Gesandten der niederrheinisch-westfälischen Kreisstände an den Kurfürstenrat

Nr. 298 Eventualprotest der Gesandten der niederrheinisch-westfälischen Kreisstände; an die Reichsstände

Nr. 299 Übergabe des Eventualprotests der Gesandten des Niederrheinisch-Westfälischen Kreises an den Kaiser

Nr. 300 Resolution der Reichsstände zur Anwendung der Reichshilfe für den Niederrheinisch-Westfälischen Kreis

Nr. 301 Replik des Kaisers zur Anwendung der Reichshilfe für den Niederrheinisch-Westfälischen Kreis

Nr. 302 Supplikation der Gesandten der niederrheinisch-westfälischen Kreisstände an den Kaiser

Nr. 303 Dubia des RKG: Schreiben des RKG an Kurfürst Wolfgang von Mainz vom 26. 4. 1594 mit beigelegten Dubia

Nr. 304 Resolution der Reichsstädte zum 3. HA (Reichsjustiz), 4. HA (Reichsmünzwesen), 5. HA (Reichsmatrikel) und 6. HA (Session)

Nr. 305 Eingabe der Reichsstädte zum 3. HA (Reichsjustiz) an den Kaiser

Nr. 306 Dekret des Kaisers mit Eingabe Kurfürst Wolfgangs von Mainz: Ausschreiben einer Revision am RKG, die Mainz als Partei betrifft

Nr. 307 Resolution der Reichsstände: Ausschreiben einer Revision am RKG, die Mainz als Partei betrifft

Nr. 308 Memoriale der RT-Gesandten aus dem Fränkischen, Bayerischen und Schwäbischen Kreis (Münzassoziation) an den Kaiser: Abschied des Probationstags und Gutachten zum Reichsmünzwesen [4. HA]

Nr. 309 Gutachten Herzog Friedrichs I. von Württemberg zum Reichsmünzwesen [4. HA]

Nr. 310 Gutachten der ksl. Hofkammer für die Replik des Kaisers zum 4. HA (Reichsmünzwesen)

Nr. 311 Protest des Erzbischofs von Salzburg beim 4. HA (Reichsmünzwesen)

Nr. 312 Memoriale des Hauses Sachsen beim 5. HA (Reichsmatrikel); an die Kurfürsten

Anmerkungen

1
 Auswertung dieser Listen bei Loebl, Geschichte I, 63 f., 67–83 (Jahr 1591); 47–54, 62–71, 93–118 passim (Jahr 1592).
2
Für Korrekturen und zahlreiche Ergänzungen bei der schwierigen Identifizierung der Ortsnamen gebührt Herrn Dr. Zoltán Péter Bagi, Komitatsarchiv Csongrád, Szeged, großer Dank. Nur mit seiner Hilfe konnten viele Orte lokalisiert werden. Die Identifizierung aller genannten Orte war trotz der dankenswerten Unterstützung weiterer ungarischer Kollegen leider nicht möglich.
a
 und sechs ‚niedergehackt‘] Fehlt in B. C wie Textvorlage.
3
 Zu den beiderseitigen Streifzügen 1587 vgl. Hammer-Purgstall, Geschichte IV, 148–150. Der dort (149) erwähnte, bedeutende Sieg ksl. Truppen in der Ebene von Nagykanizsa wird in der Auflistung nicht genannt, ebenso ein weiterer Sieg im Jahr 1588 (ebd., 154). Vgl. zu diesen Erfolgen auch Huber, Geschichte IV, 374 f.
b
 25. 6.] In B, C: 25. 7.
4
 Vgl. Loebl, Geschichte I, 63 f.
5
 Vgl. Loebl, Geschichte I, 69.
6
 Vgl. unten, ab fol. 39 (Designatio damnorum turcicorum): Dort die Auflistungen ab 1591.
7
 HHStA Wien, RK RTA 63, fol. 496–511. Or.
c
 Wan] In B, C korrekt: Wahl.
8
 Hier im allgemeinen Sinn als Landsknechte (Fußsoldaten), nicht in der speziellen Bedeutung als Leibwächter oder im besonderen Dienst der Vorgesetzten stehend.
9
 Benedikt Pográny von Nemeskürt, 1593 Hauptmann von Korpona [Krupina SK], ab 1595 Oberstleutnant und Stellvertreter des Kreisgenerals in Cisdanubien (Fessler, Geschichte IV, 20; Pálffy, Türkenabwehr, 120).
d
 300] In B, C abweichend: etwa 200.
e
 Korosky] In B, C: Also Koroskin.
10
Die Textvorlage schreibt hier und im Folgenden stets Novigrad, gemeint ist aber Nógrád. Um eine Verwechslung mit Novigrad-Podravski (Kroatien) auszuschließen, wird stillschweigend zu Nograd(so auch in anderen Überlieferungen) korrigiert.
f
 Mahulmetscha] In B: Mahulitscha.In C: Mahulnieza.
g
 Bernegkh] In B: Perseck.In C: Perleg.
h
 Nably Terestien] In B, C: Nagy Herestien.
11
 Vgl. Loebl, Geschichte I, 68 f.
i
 Kisbohetsch] In B: Kysfoletz.In C: Kisfolbecz.
12
 Vgl. zu diesem: Hammer-Purgstall, Geschichte IV, 148.
j
 Kyhan] In B: Tyan.In C: Tihan.
k
 Kyhana] In B: Tihaia.In C: Kihaia.
13
 Die Bezugnahme konnte nicht geklärt werden.
l
 Ban] In B korrekt: Wahl.In C: Wall.
14
 Angehöriger der adeligen Familie Pethő von Gersei (Gerse).
15
 Vgl. zum Sieg über die Türken bei Veszprém sowie andererseits zu erwähnten türkischen Streifzügen im Jahr 1584: Hammer-Purgstall, Geschichte IV, 145; Huber, Geschichte IV, 374; Fessler, Geschichte IV, 9.
m
 Holondwer] In B: Boluntwer.In C: Bolondwär.
n
 Pethel] In B: Ketel.In C: Petel.
o
 14 Ochsen] In B, C abweichend: 40 Ochsen.
p
 viele Personen] In B: vier Personen. C wie Textvorlage.
q
 Thalika] Ergänzt nach B und C. Fehlt in der Textvorlage [dort Leerstelle für Nachtrag].
r
 3000 Reitern] In B, C abweichend: 1000 Reitern.
s
 Gabotsch] In B, C: Babotsch.
t
 Ragath] Ergänzt nach B und C. Fehlt in der Textvorlage.
u
 Fletelie] In B: Lethente.In C: Letenie.
v
 Hedtwar] In B: Fetwar.In C: Vetwär.
16
 = Sumpfland (Grimm, Wörterbuch V, 3284). Zum Zug bis in die Umgebung von Radkersburg vgl. Toifl/Leitgeb, Türkeneinfälle, 20.
w
 21. 4.] In B, C abweichend: 29. 4.
x
 Remee] In B: Remene.In C: Semene.
y
 16. 6.] In B, C abweichend: 16. 7.
17
 Haramien (Haramia): Leicht bewaffnetes Fußvolk, überwiegend rekrutiert aus der im Bereich der Militärgrenze ansässigen Bevölkerung (Toifl/Leitgeb, Türkeneinfälle, 25, Anm.**; Amstadt, Militärgrenze, 56, 84; zur zeitgenössischen Beurteilung: Roth, Wihitsch I, 225 f., Anm. 26).
z
 nicht weit] In B, C abweichend: 5 Meilen.
18
 = Gf. Georg IV. Zrínyi (1549–1603), 1582–1598 Kreisgeneral in Transdanubien (Pálffy, Türkenabwehr, 118; Kaiser und Höfe: http://kaiserhof.geschichte.lmu.de/12910 [Abruf: 02.07.2019]).
19
 Vgl. Hammer-Purgstall, Geschichte IV, 147.
20
 = wohl Gf. Nikolaus (Miklós) Bánffy (1547–1593) (Kaiser und Höfe: http://kaiserhof.geschichte.lmu.de/12957 [Abruf: 02.07.2019]).
aa
 drei Dörfer] In B abweichend und zusätzlich: vier Dörfer: Hobba, Tschendres, Vallubaund Hedes[Hetes, H]. In C: drei Dörfer: Nowa[!], Tschentres falwaund Hethes[Hetes, H].
ab
 Schori] In B, C: Gori.
ac
 Vincent] In B: Mincentz. C: Minthshent.
21
 = wohl Frh. Balthasar III. Batthyány (1537–1590) (Koltai, Dienste, 310–316; Pálffy, Rolle, 80 f.; Kaiser und Höfe: http://kaiserhof.geschichte.lmu.de/12390 [Abruf: 02.07.2019]).
22
 Es wird in allen Überlieferungen nur ein Dorf genannt.
ad
 Designatio] In B, C abweichend: Consignatio.
23
 Ab hier die oben als „Beilage“ bezeichnete Auflistung mit den Einfällen ab August 1591.
ae
 16. 8. 1591] In B, C abweichend: 6. 8. 1591.
24
 Einfall des Hasan Pascha im August 1591 mit vergeblicher Belagerung von Sisak (vgl. Hammer-Purgstall, Geschichte IV, 214; Fessler, Geschichte IV, 15), Einnahme von Ripač (vgl. oben folgend) und Golubić [heute zu Bihać] an der Una sowie von Topolovac und Božjakovina in Slawonien (vgl. Rothenberg, Militärgrenze, 53; Amstadt, Militärgrenze, 66; Toifl/Leitgeb, Türkeneinfälle, 20).Zum Einfall sowie zu den anderweitigen, oben genannten Zügen Hasan Paschas 1591 vgl. Loebl, Geschichte I, 67–72, 76–81; danach Baumgärtner, Krieg 57–61; knapper: Tracy, Wars, 260–262.
af
 Poliwitz] In B, C: Thopoliwitz.
ag
 Vincent] In B: Windsend. C: Minthßenth.
25
 Zur Einnahme dieser „Schlüsselfestung“ vgl. Pálffy, Regionalmacht, 17; zum Zug des Mehmet Bey von Szigeth, genannt Hasan der Kleine, vgl. Loebl, Geschichte I, 74 f.; Baumgärtner, Krieg, 59.
26
 Einfall des Hasan Pascha 1592 mit Einnahme von Hrastovica und weiterer kleinerer Festungen (Dimitz, Geschichte III, 244; Rothenberg, Militärgrenze, 53; Amstadt, Militärgrenze, 66).
27
 Zur Errichtung der türkischen Festung Petrinja 1592 vgl. Jorga, Geschichte III, 292 f.; Fessler, Geschichte IV, 15; Antonitsch, Landstände, 88; Amstadt, Militärgrenze, 66; Baumgärtner, Krieg, 62 f.
28
 Zur Eroberung von Bihać und den Folgen vgl. Pálffy, Origins, 54 f.; Pálffy, Regionalmacht, 16–18; Roth, Wihitsch I, 272 f.; Loebl, Geschichte II, 62–71. Vgl. zu den Einfällen 1592 insgesamt: Ebd., 47–54, 57 f., 62–73, 81–98, 108–118 (ausführlich dazu sowie zur Gesamtsituation an der Grenze 1592); Hammer-Purgstall, Geschichte IV, 216 f.; Jorga, Geschichte III, 292 f.; Tracy, Wars, 284–287.
29
 Schwere Niederlage gegen die Türken unter Hasan Pascha bei Brest [Brest Pokupski, HR] an der Kupa in der Nähe von Petrinja. Vgl. Loebl, Geschichte II, 81–90; Baumgärtner, Krieg, 64–66.
ah
 Gehn Leo] In C: Gemeo[B aufgrund einer Korrektur nicht lesbar].
ai
 Sollag] In B: Solnot.In C: Solnok.
aj
 drei Dörfer] In B, C abweichend: 7 Dörfer.
30
Vgl. Loebl, Geschichte II, 93–97.
31
 Vgl. dazu und zu den im Folgenden genannten Zügen 1592: Loebl, Geschichte II, 114 f., 117 f.; Baumgärtner, Krieg, 68.
ak
 Wergosina] In B: Belcosfina.In C: Werkosovina.
al
 Perschonitzka] In B: Pretschenitzka.Fehlt in C.
am
 Sagit] In B: Siseck.In C: Sußegg.
32
 Zur wichtigen Schlacht bei Sisak vgl. Anm. 12 bei Nr. 1.
33
 Vgl. Anm. 14 bei Nr. 1.
34
 Folgende Auflistung reicht jedoch bis zum Jahr 1593. Einige Ereignisse werden in der Auflistung bereits oben aufgeführt. Mehrere der im Folgenden genannten Berichte sind aus anderen Quellen erfasst bei Simoniti, Prispevek, 110–115, sowie 117, Anm. 20; 118, Anm. 25.
35
 Frh. Wolf Engelbrecht von Auersperg (1552–1590), Kriegsoberst; Sohn Herbards VIII. von Auersperg, Landeshauptmann von Krain (Radics, Auersperg, 331, 335–338; Dimitz, Geschichte, 56).
an
 5. 3. 1582] In B, C abweichend: 4. 3. 1582.
36
 Gf. Jobst Joseph von Thurn (1533–1589), Hofkriegsrat und 1582–1589 Feldoberst an der kroatischen Grenze (Pálffy, Türkenabwehr, 129; Schweigerd, Helden, 464; Jerše, Schutz, 38 f., 56–60).
ao
 Wolfpür] In B, C: Wolfail.
37
 Bei Simoniti, Prispevek, 112, mit Datum Karlstadt [Karlovac, HR], 28. 6. 1583.
38
 Christoph von Obrutschan zu Altenburg, Rittmeister der Kärntner Landstände (Radics, Auersperg, 62).
ap
 Muschin] In B: Muscin.In C: Wuschin.
aq
 Marcofitsch] In B: Mankovitsch.In C: Schwarkovitsch.
39
 Erwähnungen als Hauptmann in Bihać bei Lopašić, Acta I, 147, 149 f., 152 (Jahr 1587). Druck obigen Schreibens vom 15. 9. 1585 (zusätzlicher Inhalt gegenüber obiger Auflistung): Ivić, Prilozi, Nr. IX S. 312–314.
ar
 Postafiofitz] In B: Costaviofitz.In C: Costanievitz.
as
 Scholafitsch] In B, C: Golavitsch.
40
 Frh. Andreas von Auersperg (1557–1593), ksl. General und Kriegsrat, Feldoberst an der kroatischen Grenze (NDBI, 436; Schweigerd, Helden, 463–465; Radics, Auersperg, 61).
41
 Gf. Peter III. Erdődy von Eberau (1560–1613), Sohn Peters II. (1504–1567, Ban in Kroatien 1557–1567) und Bruder des Thomas Erdődy (vgl. Anm. 46) (Dimitz, Geschichte III, 246; Radics, Auersperg, 62 f.; Kaiser und Höfe: http://kaiserhof.geschichte.lmu.de/10243 [Abruf: 02.07.2019]).
42
 Leicht bewaffnete christliche Hilfskontingente auf osmanischer Seite (Petritsch, Regesten, 264). Dagegen bei Roth, Wihitsch I, 227–229, Anm. 32 (mit älteren Quellenzitaten) als südslawische Gruppen aus Binnendalmatien und Bosnien, die unbesoldet im Grenzgebiet umherstreiften und vielfach des Raubs sowie besonders der Kindesentführung bezichtigt wurden. Vgl. auch Amstadt, Militärgrenze, 19.
43
 Furius (Furio) Molza (um 1530–1591), Hauptmann von Senj (Lopašić, Acta I, 157; Kaiser und Höfe:http://kaiserhof.geschichte.lmu.de/13580 [Abruf: 02.07.2019]).
at
 13. 7. 1589] In B, C abweichend: 30. 7. 1589.
au
 Streifzug] In B, C zusätzlich: von 200 Türken.
av
 Krisapitschen Thurn] In B: Krisavitschen Thurn. In C: Chrisavitschen Turn.
aw
 Obulny] In B: Obgulin.In C: Ogulin.
ax
 3000 Mann] In B, C abweichend: 2000 Mann.
ay
 1500 Mann] In B abweichend: 15 000 Mann. C wie Textvorlage.
44
 Vgl. auch oben, fol. 40 (dort mit Datum 6. 11. 1591).
45
 Vgl. auch oben, fol. 40 f.
46
 Gf. Thomas II. Erdődy von Eberau (1558–1624), Ban in Kroatien 1583–1595 und 1608–1615 (ADBVI, 194 f.; Schweigerd, Helden, 599–602; Pálffy, Türkenabwehr, 123).
az
 19. 7. 1592] In B, C abweichend: 19. 6. 1592.
47
 Vgl. oben, fol. 41 f., mit Anm. 28.
48
 Georg Lenković, ab 1593 bis 1602 Feldoberst an der kroatischen Grenze (Amstadt, Militärgrenze, 68 f.; Pálffy, Türkenabwehr, 129).
ba
 18. 6. 1592] In B, C abweichend: 6. 7. 1592.
49
 Vgl. Niederkorn, Mächte, 339.
bb
 28. 7. 1592] In B, C abweichend: 28. 8. 1592.
50
 Vgl. zu diesen Einfällen 1592 mit teils abweichenden Angaben auch oben, fol. 42 f.
bc
 29. 3. 1593] In B, C abweichend: 26. 3. 1593.
bd
 5. 4.] In B abweichend: 12. 4. C wie Textvorlage.
51
 Vgl. oben, fol. 43, mit Anm. 32.
be
 40 Bauern] in B abweichend: etliche Bauern. C wie Textvorlage.
bf
 über die Raab] Ergänzt nach B und C. Fehlt in der Textvorlage.
bg
 Chiarmat] In B: Girment.In C: Giermende.
52
 Franz (Ferenc) II. Nádasdy (1555–1604), ungarischer Magnat, ksl. Kriegsoberst und Kriegsrat (ADBXXIII, 203–205; Kaiser und Höfe:http://kaiserhof.geschichte.lmu.de/1263 [Abruf: 02.07.2019]).
bh
 Hoslafina] In B, C: Moslavina.
53
 Vgl. auch oben, fol. 38.
bi
 Rossega] In B: Broßega.In C: Proßegga.
bj
 Locolatz] In B: Lopolaz.In C: Lopoloätz.[In anderer Quelle: Topoloaz.]
bk
 14. 2. 1591] In B, C abweichend: 4. 2. 1591.
bl
 Wutschanitz] In B: Hockvanitsch.In C: Wuckhtanitsch.
bm
 3687 Personen] So auch in B und C. [In SBB PK Berlin, Ms. germ. fol. 578, fol. 271’, an dieser Stelle die Aufsummierung für alle Grenzabschnitte: 10 372 Personen.]
1
 Loserth, Tagebuch, 35–37. Speidl hatte die Beilage zusammen mit einem Auszug aus der Proposition schon vor der RT-Eröffnung erhalten.
a
 ofnem] Fehlt in B. C wie Textvorlage.
b
 204 000 fl.] In B abweichend und falsch: 240 000 fl. C wie Textvorlage.
2
 Vgl. dagegen die faktisch sehr viel niedrigeren Ausgaben pro Jahr: Anm. 34 bei Nr. 1.
3
 So auch in B und C, im Druck bei Häberlin XVIII, Vorrede VIII, sowie bereits im Gutachten des HKR für den RT vom 23. 3. 1594, das die Vorlage der Kostenerwartung empfahl und die Aufstellung in dieser Form als Anlage enthielt (HHStA Wien, RK RTA 63, fol. 496–511, hier 509. Or.). Die monatlichen Ausgaben von 100 000 fl. werden jedoch zur zuvor genannten Summe des jährlichen [nicht monatlichen] Finanzbedarfs für die Mannschaften (6 573 840 fl.) addiert. Demnach sind auch oben folgende Angaben für 6 Monate bzw. für ein Jahr zu revidieren. Im Tagebuch Speidls (vgl. Anm. 1) dazu als Randvermerk: Ist gerait worden in der ksl. Hofcammerbuchhalterei(Loserth, Tagebuch, 37, Anm. 1). Auch Schollich, Verhandlungen, 78, Anm. 1, verweist darauf, dass 12 x 100 000 fl. [für Nebenkosten und Munition etc.] korrekt zu den jährlichen Kosten von 6 573 840 fl. zu addieren sind und sich demnach eine jährliche Gesamtsumme von 7 773 840 fl. ergibt [oder: monatliche Kosten für Reiter und Fußknechte von 547 820 fl. + 100 000 fl. = 647 820 fl. je Monat; x 12 = 7 773 840 fl. jährlich]. „Ob dieser große Fehler, der doch sogleich ins Auge fallen muß, absichtlich gemacht wurde oder ob er wirklich ein bloßes Versehen war, ist schwer zu sagen“ (ebd., 78, Anm. 1). Vgl. auch Rauscher, Kaiser, 76, Anm. 151: Kosten anhand dieser Aufstellung von 8 Mio. fl. jährlich.
1
 KR: Kursachsen, fol. 29’ [Nr. 5]; FR: Würzburg A, fol. 7’ [Nr. 57, Anm. b]; SR: Ulm, fol. 28 [Nr. 104]. Neben der Vorlage in den Kurien wurde die Beratung der Nebenproposition unterstützt von Vorsprachen ksl. Räte bei Reichsstädten (vgl. Anm. 2 bei Nr. 104) und Ff. oder deren Abordnungen sowie - folgt man Aussagen der Gesandten der Stadt Straßburg - des Ks. persönlich bei den Kff.: Können bezeugen, dass der Ks. selbst zu den persönlich anwesenden Kff. /95’/ in ire losament geritten und gefahren, allein zu pitten, das doch irer Mt. mit einem ansehenlichen fürschuß gelt biß zu fernerer deliberation des contribution wercks geholffen werden möcht. Nit weniger laßen auch ir Mt. bei fürsten unnd stetten umb befürderung anhalten.Haben vertraulich erfahren, der Ks. sei zum höchsten bekümmertüber Nachrichten aus Ungarn, wonach Söldner wegen Soldrückständen auß dem veldt lauffen, also das ir Mt. auch darüber geweintt unnd befohlen, alle ire güeter, so sie im königreich Böheim und Schlesien[haben], fürderlich zuverkauffen, ja auch umb das halb gelt hinweg zu geben,um den Sold bezahlen zu können (Bericht der Straßburger Gesandten an Meister und Rat vom 14. 6. {4. 6.} 1594: AVCU Strasbourg, AA 846, fol. 95–96’, hier 95’. Or.).
a
 Kff.] In B: Ff. und Ständen.In C: Frei- und Reichsstädten.
2
 Bei Häberlin XVIII, 219: „durch richtigen Lohn“.
3
 Zur Belagerung Grans [Esztergom, HUN] unter dem Oberkommando von Ehg. Matthias seit Ende April 1594 vgl. Hammer-Purgstall, Geschichte IV, 222; Huber, Geschichte IV, 379; Fessler, Geschichte IV, 21–24 (Aufgabe der Belagerung im Juni 1594; vgl. dazu auch die Supplikation der Kriegsobersten [Nr. 471].
b
 an ainer gäbigen] In B, C: ein ergiebige.
c
 hochernente churfürsten] In B: wolernannte fürstenn unnd stennde.In C: obermelte frey- unnd Reichs stett.
d
 räth, potschafften und gesandten] In C: gesanndten.
e
 fürsten] In B: churfürsten.In C: churfürsten, fürsten.
f
 gantz] Fehlt in C.
g
 freundt-] Fehlt in B und C.
h
 hoch] Fehlt in C.
i
 alsgleich] In B, C: gleich.
j
 churfürsten] In B: stendt.In C: frey- unnd reichsstett.
k
 der Kff.] In B: der Ff. und Stände. In C: der Frei- und Reichsstädte.
1
 Kursachsen, fol. 92–93 [Nr. 11].
2
 Kursachsen, fol. 130’ (nachträgliche Bekanntgabe im RR am 20. 6. [Nr. 13]).
a
 auch] In B, C: an.
1
 HHStA Wien, RHR-Protokolle 70b, fol. 27’ f.
2
 Übergabe am 20. 6.: Kurmainz, fol. 26a’ [Nr. 13, Anm. m]. Verlesung im KR sowie anschließend im RR am 21. 6.: Kursachsen, fol. 139’, 144’ [Nr. 14].
3
 Dagegen Abschrift am 21. 6. (11. 6.) gemäß mehreren reichsständischen Kopp., u. a.: HStA München, K. blau 113/3 I Fasz. 2, unfol. HStA München, K. blau 274/9, fol. 31–33’. StA Würzburg, WRTA 85, unfol.
4
 Bezugnahme auf die Datierung der Replik (20. 6. 1594).
5
 Vgl. Einleitung, Kap. 2.2.
a
–a diß … immer] Fehlt in B. C wie Textvorlage.
b
 der] In B: dern. C wie Textvorlage.
1
 Ulm, fol. 38’ [Nr. 108].
2
 Kursachsen, fol. 92 [Nr. 11].
3
 Kursachsen, fol. 89 [Nr. 10].
a
 erlangte] In B: fürgelegte. C wie Textvorlage.
4
 In B am Rand mit N.B.und auf dem Aktenstück mit dem Kommentar versehen: Ich hab von vilen stattlichen leutten[vernommen], dz zum theil chur- und fursten an alten, noch ausstendigen Reichs anlagen vil donnen golds schuldig.
b
 stätt] Korr. nach B und C. In der Textvorlage verschrieben: ständ.
5
 Gravamina beim RT 1582: Leeb, RTA RV 1582, Nr. 247 S. 939–943 (sowie die Folgeakten bis Nr. 270).
6
 Gravamina speziell der Reichsstädte liegen für 1594 nicht vor, sondern sie wurden in die allgemeinen protestantischen Beschwerden aufgenommen [Nr. 390, Punkte 3, 4, 11, 15–25].
7
 = die Nebenproposition des Ks. und deren Beantwortung durch die Reichsstände [Nr. 263, 264].
8
 Bei der Kop. der Stadt Köln (vgl. oben) folgt als Zusatz: /163’/ Additio wegen der stadt Coln und Dorttmundt, so doch von den stetten in relatione außgelaßen worden: Unnd dieweill ettliche des niderlendischenn-westphelischen craiß stett ihr unvermogen dermaßen beschaffen angetzeigtt, daß inen dise contribution zuerzwingen unmoglich, alß pitten die stett aller underthenigst, dieselbe nicht zuverdencken, daß sie noch zur zeitt gleiche hilfe[? im Falz verdeckt] nicht leisten konnen.
1
 Ulm, fol. 45, 45’ [Nr. 113, 114].
2
 Kursachsen, fol. 174–175 [Nr. 16].
3
 Nr. 266.
4
 Bezugnahme auf die Nebenproposition des Ks. [Nr. 263].
5
 = 10. 8. und 1. 11. 1594.
a
 da] In B, C: dahin.
6
 Vgl. Anm. 33 bei Nr. 11.
b
 von] In B, C: an.
7
 Meister und Rat der Stadt Straßburg kritisierten in der Weisung an ihre Gesandten vom 2. 7. (22. 6.) 1594 die Höhe der Zusage durch KR und FR in Anbetracht der Missernten, Söldnereinfälle und Truppendurchzüge. Sie sahen nicht, wie die Steuer im Oberrheinischen Kreis werde erhept und von den armen, verderbten leütten einzupringen sein,und bemängelten, dass Stände, die entweder nichts geben oder die keine Schädigungen zu beklagen haben, andere Stände, die /41/ nach allem ihrem vermögen gern daß beste thetten, dermaßen, wie beschicht, praejudiciren.Sie begrüßten deshalb die Forderung des SR nach Offenlegung der Restanten und befürworteten, dass die evangelischen Stände darauf beharren, damitt man die ungleicheitt augenscheinlich zuspüeren, dieweil sich ohn allen zweiffel befinden würdt, das fast aller last des Reichs uff den beschwerden evangelischen stenden und sonderlich den erbarn frey- unnd Reichs stetten ligen thutt. Daher man abermahls ursach genug, uff die mittel und weg zugedencken, das gleiche bürde von allen stenden proportionaliter getragen und die ungleicheitt, deren sich sonderlich der procurator fiscalis an dem kayserlichen cammergericht befleißt, abgeschafft werde(AVCU Strasbourg, AA 846, fol. 40–43’, hier 40’ f. Or.; präs. 9. 7. {29. 6.}).
8
 Bezugnahme vorrangig auf die beim RT 1582 vorgelegten Gravamina: Leeb, RTA RV 1582, Nr. 247 S. 939–943 (sowie die Folgeakten bis Nr. 270).
9
 = 4. Fastensonntag und 8. 9.
10
 Vgl. Einleitung, Kap. 2.2.
1
 Nr. 249.
2
 Vgl. dazu das Gutachten Geizkoflers aus der RT-Vorbereitung vom 25. 3. 1594 (Einleitung, Kap. 3.1.1 mit Anm. 19) mit dem etwas höheren Realwert von 64 000 fl.: StA Ludwigsburg, B 90 Bü. 289, unfol. StLA Graz, Laa. A. A. IV, K. 10 H. 17, unfol. Kopp. Vgl. Schulze, Erträge, 178.
3
 Zu den Verabschiedungen von 1495 bis 1551 vgl. Anm. 10 bei Nr. 5.
4
 Vgl. Einleitung, Kap. 2.2.
5
 Fabrica ecclesiae als Teil der Kirchenstiftung und deren Vermögens (Fuhrmann, Kirche, 134 f.).
6
 = Liedlohn: Dienstlohn, Gesindelohn (Grimm, Wörterbuch XII, 994).
7
 Vgl. Nr. 249, fol. 490 f. [Dabey theten sich …].
8
 Vgl. zuletzt in der Antwort der Stände [Nr. 249], fol. 491 [Wie man dan gleichermaaßen …], sowie die eigene Supplikation [Nr. 288].
9
 Vgl. Nr. 249, fol. 498’ [Alß sich dan schließlich …].
10
 Vgl. Nr. 249, fol. 490[… und wan ihren gravaminibus …].
11
 Vgl. Nr. 249, fol. 489[Und diesem nach … betzahlt werden solle.].
12
 = die in Frankfurt als einem der großen Finanzplätze am Rhein gebräuchliche Währung mit dem entsprechenden Guldenwert bei Wechselgeschäften. Daneben waren in Frankfurt 2 weitere Währungen üblich: eine Warenzahlungs- und eine Pfennigwährung. Der Wert des Guldens schwankte 1595 hier und in Straßburg zwischen 68 und 72 kr., in Nürnberg und Augsburg war er dagegen 64 kr. wert (Müller, Verdienste, 278. Zum Begriff der Wechselwährung vgl. auch Grimm, Wörterbuch XXVII, 2775 f.).
13
 = 10. 8. und 1. 11. 1594.
14
 Vgl. Nr. 249, fol. 491[Gleichwol und im fall …].
15
 Vgl. Nr. 249, fol. 493’ [Nachdem dan die vorgesetzte … underthanen, gaistlich undt welttliche …].
16
 = Kirchengemeinden und deren Vermögen (Fuhrmann, Kirche, 16, 134 f.).
17
 Vgl. Nr. 249, fol. 495–496 [Do aber ainicher standt … der gebuer zugebrauchen.].
18
 Gesandter u. a. des Bf. von Speyer.
19
 Vgl. Nr. 249, fol. 497[So würdt auch nit gezweifelt …].
1
HKA Wien, Hoffinanz Ö, Bücher 479, fol. 175’.
2
 Nr. 249.
3
 Reichard Strein, Geheimer Rat und Obersthofmeister Ehg. Matthias’, hielt sich in dessen Auftrag wegen des Türkenkriegs am RT auf (Fleischmann, Beschreibung [N2]) und war vorrangig an den Ks. abgeordnet. Daneben sprach er für den Ehg. in dessen Funktion als Oberbefehlshaber in Ungarn bei mehreren Reichsff. vor, um deren Unterstützung für die Bewilligung einer möglichst hohen Türkenhilfe zu erbitten. Vgl. Vollmachten des Ehg. für Strein (jeweils Feldlager vor Gran, 7. 6. 1594) an Kuradministrator Friedrich Wilhelm von Sachsen (HStA Dresden, GA Loc. 8519/1, fol. 45, 45’. Or.), Hg. Maximilian von Bayern (HStA München, KÄA 3232, fol. 181, 182*. Or.) und Pfgf. Philipp Ludwig von Neuburg (HStA München, K. blau 274/9, fol. 201, 204’. Or.; präs. Regensburg, 2. 7. {22. 6.}). Letzterer beantwortete die wohl nur mündlich vorgebrachte Werbung schriftlich mit der Zusage, die Türkenhilfe nach allen Möglichkeiten zu befördern (an Ehg. Matthias; Regensburg, 4. 7. {24. 6.} 1594: Ebd., fol. 202–203’. Konz.).
4
 Die Beilage fehlt an dieser Stelle in den ksl. Akten. Vgl. Nr. 268.
a
 unnd nottürfftig] Fehlt in B.
5
 Vgl. Anm. 15 bei Nr. 5.
6
 Beschluss einer eilenden Truppenhilfe im RAb Speyer 1526, §§ 12–15 (Aulinger, RTA JR V/VI, Nr. 221 S. 885–887; Akten zum Vollzug der Hilfe: Ebd., Nr. 175–184 S. 749–768). Abschied des Fürstentags zu Esslingen [nach dem Tod Kg. Ludwigs II. von Ungarn in der Schlacht bei Mohács] unter der Leitung Mgf. Philipps I. von Baden (21. 12. 1526), §§ 1–17: Verweisung der Beratung einer großen beharrlichen Hilfe an einen nachfolgenden RT; Verwendung der Restanten der Speyerer eilenden Hilfe für die Gegenwehr direkt bedrohter Reichsstände; deren Absprache über Abwehrmaßnahmen im Fall eines türkischen Angriffs auf die Reichsgrenze (ebd., Nr. 237 S. 957–960; vgl. auch die Entwürfe für eine beharrliche Hilfe: Ebd., Nr. 229 f. S. 917–934).
7
 Vgl. Anm. 11 bei Nr. 250.
8
 In der Textvorlage korr. aus: geldts.
9
 Bezugnahme auf den derzeitigen Krieg in Ungarn. Vgl. die Replik des Ks. [Nr. 250], fol. 314 f. [Dann sovil irer Mt. … krieg /314’/ angefangen].
1
 Die Anmahnung bei Kurbrandenburg wurde unterstützt durch eine vom Ks. erbetene Gesandtschaft Kuradministrator Friedrich Wilhelms von Sachsen an den Kf. mit der Aufforderung, sich einer höheren Steuerzusage anzuschließen. Vgl. Anm. 17 bei Nr. 211.
2
 Nr. 249.
3
 Vgl. Anm. 12 bei Nr. 66.
4
 Nr. 250.
5
 Vgl. Rede des Ks. anlässlich der Übergabe der Replik: Kursachsen, fol. 213’ f. [Nr. 21].
6
 Vgl. eine Vollmacht des Kf. von Brandenburg für seine Gesandten als Erklärung an den Ks. (Cölln/Spree, 2. 7. {22. 6.} 1594): Kann mit der Kontribution wieder meinen gutthertzigen willen weitter nichtt forttschreitten, Ks. möge deshalb allergnedigst mitt mir zufrieden sein(GStA PK Berlin, I. HA GR Rep. 10 Nr. Vv, fol. 400, 401’. Kop.). Antwort des Kf. an den Ks. (Cölln/Spree, 8. 7. {28. 6.} 1594): Verweist auf die erwähnte Vollmacht, um damit ihm, dem Ks., seine /351/ endliche erclerung anzubringenn. Kf. muss Vorkehrungen treffen gegen einen etwaigen Einbruch der Tataren, die an der polnischen Grenze liegen (vgl. Anm. 24 bei Nr. 4). Ks. möge bedenken, das /351’/ so eine grosse contribution dem Reich beharlich zutragen […] woll unmuglich. Ks. möge deshalb Kg. Philipp II. von Spanien veranlassen, das ihre kgl. W. mit hinstellung anderer innerlichen unndt benachbartenn kriegen, dadurch […] unsere eigene krefften consumiret werdenn, abstellete[!] undt zue rettung der christenheit unndt vorfolgung des erbfeindes sich begebe. Wurdenn dardurch andere potentaten soviel mehr beweget, sich in gleiche hulfe einzulassenn, darmit des feindes macht getrennet unndt also die ubermessige ungerische kriegslast nicht gar zue schwer wurde.Daneben ist die Steuergerechtigkeit im Reich sicherzustellen: Es ist bekannt, dass diejenigen Stände, die nichts gebenn, leicht zuwilligenkönnen (HHStA Wien, RHR Judicialia Antiqua 273/4, fol. 351–353’, hier 351 f. Or.). Antwort Kf. Friedrichs von der Pfalz (Heidelberg, 5. 7. {25. 6.} 1594): Seine Gesandten bewilligen eine Türkenhilfe, die er nach gelegenheit meiner erschopften cammer unnd armer underthanenleisten kann. Ks. möge sich damit zufriedengeben, auch wenn dies nicht euer ksl. Mt. andeuten nach fallen wurdet; wie dan auch selbiges mir und meinen underthanen ein unerschwinglicher last were. Kf. hofft seinerseits, Ks. werde ihm aufgrund des Beistands mit der Türkenhilfe jenes gewähren, worum er wiederholt angesucht hat [Belehnung; vgl. Nr. 478] (HHStA Wien, RK RTA 64, fol. 507–509’. Or.).
1
 Ulm, fol. 57 [Nr. 121].
2
 Kursachsen, fol. 257 f. [Nr. 25].
3
 Nr. 250.
4
 Termine: 10. 8. und 1. 11. 1594. Die eilende Hilfe entspricht der ersten Resolution [Nr. 267], hingegen oben folgend Erhöhung der beharrlichen Hilfe.
5
 = 4. Fastensonntag und 8. 9.
a
 ire] In B, C: ihren.
6
 Vgl. Einleitung, Kap. 2.2.
7
 SR bewilligte hiermit 68 Römermonate innerhalb von 5 Jahren, KR und FR beschlossen 80 Römermonate innerhalb von 6 Jahren (vgl. Nr. 251).
8
 Nr. 282.
1
 Vgl. Württemberg, fol. 627’ f. [Nr. 78].
2
 Vgl. Nr. 209.
3
 Vgl. Nr. 210, Abschnitt A.
4
 Die Fassung an den Ks. ist in HStA München, K. blau 113/4c, unfol., anschließend auch als eigenständige und gleichlautende Kop. überliefert (Dorsv.: Ist herrn Freymonde praesentirt worden durch kfl. Pfaltz rath Dr. Rheimern, brandenburgischen-onoltzbachischen cantzlern Stadman und der wetterauischen graven gesandten Dr. Grispachen[!] den 29. Junii[9. 7.] anno 94 in Regenspurg.). Eine weitere Kop. ebd., unfol., korrigiert die Fassung an den Ks. zurück in jene an die Mainzer Kanzlei (Dorsv.: Zur meintzischen cantzlei ubergeben worden 29. Junii[9. 7.] anno 94 zu Regenspurg.).
5
 Als Textvorlage dient Fassung A. Die wenigen Abweichungen in Fassung B werden im Text in [] angegeben.
6
 Eine Kop. ebd., fol. 477–478’ (Dorsv.: Memorial wegen der relation im fursten rahtt. N.B.: Dies ist also zwar anfenglich begriffen, aber nitt abgangen.) entspricht weitgehend diesem Konz. ohne die eingetragenen Korrekturen. Es handelt sich dabei wohl um die Fassung, die dem Salzburger Kanzler im FR am 8. 7. übergeben werden sollte. Auszug aus der Kop. mit den Abweichungen bei Häberlin XVIII, 249 f., Anm. w.
7
 Beratungen im FR am 5. 7. (Augsburg, unfol. [Nr. 75]) und 6. 7. (Österreich, fol. 46–48 [Nr. 76]).
a
–a unnd … meisten] In B Hinzufügung am Rand.
8
 Nr. 390.
b
–b in … steuren] In B Hinzufügung am Rand und korr. aus: in jetz[zu] bewilligenden steuren.
c
 der] In B danach gestrichen: freiwilligen.
d
–d auß … befelchs] In B Hinzufügung am Rand.
e
–e in … geschehen] In B Hinzufügung am Rand.
9
 Vgl. die Resolution von KR und FR in der Antwort der Reichsstände zum 1. HA (Türkenhilfe) [Nr. 249], fol. 491 [Gleichwol und im fall … verschonet bleiben.].
f
 es] In B nachträgliche Einfügung.
g
–g bey … möchte] In B Hinzufügung am Rand und korr. aus der Streichung: man niemandts sein recht abschneiden noch dadurch ksl. zusage brieffe und siegel zuruck setzen konte, sonder von ihr röm. ksl. Mt. mit den stenden deswegen dahin zuehandlen, das es nit am ersten, sonder etlichen volgenden zielen abgezogen werden möchte.
10
 Vgl. die am 6. 7. vorgetragene Resolution des KR für die Duplik: Kursachsen, fol. 244’ f. [Nr. 24].
h
–h in … proponirt] In B Hinzufügung am Rand und korr. aus der Streichung: wegen keine umbfrage geschehen.
i
 gedacht] In B danach gestrichen: auch deswegen von Osterreich als directore [keine umbfrage geschehen].
j
 allein] In B danach gestrichen: von dem herrn ertzbischoffen zu Saltzburg und von dem herrn pfaltzgraffen, hertzogen Philipsen Ludewigen zu Neuburg.
k
–k von … widerachtet] In B korr. aus der Streichung: aber von etlichen widdersprochen.
l
 uberigen] In B, C danach (in der Textvorlage gestrichen): aber.
m
–m und … angezogen] In B Hinzufügung am Rand.
11
 Vgl. die am 6. 7. vorgetragene Resolution des FR für die Duplik: Ebd., fol. 246–248’, 249–250 [Nr. 24].
n
 allerdings] In B korr. aus: mitt.
o
–o unnd … möge] In B nachträgliche Hinzufügung und korr. aus der Streichung: so wirdt gebetten, daßelbige hinzuzuthun oder aber dies memorial neben der relation[Nr. 251] zuubergeben und in mayntzischer cantzley gleichlautende copiam bey den actis zu behalten.
p
–p die … schrifft] In der Textvorlage Hinzufügung am Rand. Fehlt in B und C.
12
 Differenzen mit dem Salzburger Kanzler am 7./8. 7.: Württemberg, fol. 626’ f., 627’ f. [Nr. 77, 78].
13
 Gemäß Bericht des Braunschweig-Wolfenbütteler Kanzlers Jagemann an Hg. Heinrich Julius vom 11. 7. (1. 7.) 1594 beschlossen das Sondervotum /511/ siebenzehen oder achtzehenGesandte der weltlichen Bank (NLA Wolfenbüttel, 1 Alt 1 A Fb. 1 Nr. 41/1, fol. 511–516’, hier 511. Or.; präs. Gröningen, 22. 7. {12. 7.}).
1
 HKA Wien, Hoffinanz Ö, Bücher 479, fol. 193.
2
 Nr. 251.
a
 etlichen] In B, C: etlicher.
3
 Nr. 251, fol. 29’ f. [Es ist aber der furstenrath … erlegt werden.].
b
 den] Fehlt in B und C.
4
 Ein Gutachten Geizkoflers für die Triplik des Ks. liegt nicht vor. Im Gutachten für die Replik verweist er diesbezüglich auf die Besteuerung von Pfarreien und Kirchenstiftungen. Vgl. Nr. 268, fol. 220’ f. [Auf Wunsch der Reichsstände …].
5
 Nr. 251, fol. 31’ f. [In diesem aber hat … fur augen haben.].
6
 Frh. Siegmund Friedrich von Herberstein, Landeshauptmann der Steiermark, und wohl Georg Kiesel, Landesverweser in Krain, beide beim RT anwesend als Verordnete der dortigen Landstände (vgl. Nr. 282).
7
 = Haug Dietrich von Hohenlandenberg.
8
 RAb 1576, § 28 (Neue Sammlung III, 358).
1
 Vgl. auch das entsprechende Württemberger Votum im FR am 23. 7. [Nr. 83].
2
 Vgl. Nr. 251, 252.
3
 Vgl. die Differenzen mit dem Salzburger Kanzler am 7. 7. und 8. 7.: Württemberg, fol. 626’ f., 627’ f. [Nr. 77, 78].
4
 Vgl. Nr. 272.
5
 Vgl. Nr. 251, fol. 29’ [Daruber gleichwol … nit endtschliessen können.].
6
 Vgl. die diesbezügliche Resolution in der Antwort zum 1. HA [Nr. 249], fol. 489 [aber uff des fursten raths … betzahlt werden solle.].
7
 Nr. 390.
8
 Nr. 403.
9
 Anspielung auf die Württemberger Supplikation gegen die Prozesse des kgl. spanischen Parlaments in Dole [Nr. 508].
10
 Vgl. Nr. 251, fol. 33’ [Wehre aber des furstenraths … abhelffen thetten].
11
 Nr. 272, unfol. [Wie dan auch des deputation tags … nichts votiret].
12
 Nr. 249, fol. 491[Gleichwol und im fall … verschonet bleiben.].
13
 = 8. 9. 1594 und 5. 3. (23. 2.) 1595.
1
 Ulm, fol. 66’ f. [Nr. 129].
2
 Kursachsen, fol. 350’–353 (Verlesung im RR); Kurmainz, unfol. (Übergabe) [Nr. 35 mit Anm. p].
3
 Die Vermerke werden nur ausgewählt dokumentiert.
4
 Im StadtA Ulm, A 28, Prod. 182, ist daneben eine textlich abweichende, wesentlich kürzere Fassung der Resolution überliefert, die inhaltlich mit der übergebenen Version übereinstimmt.
5
 Nr. 252.
6
 Vgl. die entsprechenden Supplikationen der Stadt Köln [Nr. 450] und des Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreises [Nr. 468].
a
 seindt] In der Textvorlage danach gestrichen: komen;sodann auch der Korrekturansatz gestrichen: gera[ten].In B ohne Zusätze oder Streichungen. In C: abgang kommen.
7
 Bezugnahme auf die gegenteilige Aussage in der Replik des Ks. zum 1. HA [Nr. 250], fol. 315 [das sy der hungerischen … andern geniessen].
8
 Fragliche Bezugnahme auf den Landsberger Bund, dem die Städte Augsburg und Nürnberg angehörten (vgl. Lanzinner, Bund), oder auf die Kontakte der Stadt Straßburg zu den Ff., die vor dem RT den Heilbronner Abschied abgeschlossen hatten (vgl. Einleitung, Kap. 3.2.2) und die Gründung eines Landrettungsvereins intendierten.
9
 = am RKG.
b
 churfürsten, fürsten] In der Textvorlage korr. aus: chur- und fürsten.In B, C: chur- undt fürsten.
10
 So die Bewilligung des SR in der Resolution zur Duplik beim 1. HA [Nr. 271].
c
 gantz] In der Textvorlage Einfügung über der Zeile. In B und C im Text enthalten.
d
 unnd] In der Textvorlage Einfügung über der Zeile. In B und C im Text enthalten.
11
 Vgl. die Resolution des SR zur Duplik beim 1. HA [Nr. 271], fol. 321, sowie die entsprechende Aussage in der Duplik der Reichsstände [Nr. 251], fol. 31 [Es seindt aber die …].
e
 jemals] In der Textvorlage Einfügung über der Zeile. In B im Text enthalten. Fehlt in C.
12
 = der RMO.
f
 so] In der Textvorlage Einfügung über der Zeile. Fehlt in B und C.
13
 In B hierzu als Randvermerk: Nota: In wz wert an grober müntzen die zahlung beschehen solle.
14
 Bezugnahme auf die Münzproblematik in den rheinischen Kreisen. Vgl. dazu Anm. 9 bei Nr. 4, Anm. 34 bei Nr. 39, Anm. 13 bei Nr. 88.
15
 Vgl. RR am 7. 7. und 8. 7.: Kursachsen, fol. 257–258; fol. 267–268’ [Nr. 25, 26].
16
 Resolution zur Duplik beim 1. HA [Nr. 271], fol. 321 f. [Item das auch den stetten … bevorstehen soll.].
g
 condition] In B: deduction. C wie Textvorlage.
17
 Beschwerden von Reichsstädten in den protestantischen Gravamina [Nr. 390], Punkte 3, 4, 11, 15–25.
18
 = Weihnachten 1595: RAb [Nr. 511], § 6.
19
 Vgl. Nr. 381–383.
20
 Vgl. zuletzt beim RT 1582: Gravamina der Reichsstädte und Verhandlungen zum Konflikt in Aachen (Leeb, RTA RV 1582, Nr. 247–283 S. 939–1051); Verhandlungen zu den protestantischen Religionsgravamina (ebd., Nr.336–365 S. 1124–1286). Verhandlungen ksl. Kommissare mit den Reichsstädten nach dem RT 1582 um deren Anschluss an die Steuerbewilligung im Zusammenhang mit den Gravamina auf Versammlungstagen in Dinkelsbühl 1583–1585 (vgl. ebd., Nr. 271 S. 1021, Anm. 5; Quellen und Lit.). Eingaben und Verhandlungen zu Gravamina u. a. der Stadt Aachen beim RDT 1586 (Fröschl, RTA RV 1586, Nr. 13 S. 602–651 passim; Nr. 33–37c S. 843–862).
h
 Röm.] In der Textvorlage Einfügung über der Zeile. In B im Text enthalten. Fehlt in C.
21
 Vgl. Replik des Ks. zum 1. HA [Nr. 250], fol. 315 f. [Die einbringung … erwinden lassen.].
22
 Benennung im SR am 16. 7. (Ulm, fol. 61’ [Nr. 124]).
23
 Vgl. die Quadruplik [Nr. 253], fol. 81 [Der stettrath … zufrieden sein.].
1
 Nr. 252, 253.
2
 Vgl. das Gutachten der Hofkammer [Nr. 277], fol. 124’–125’.
a
 stött] In B: stend.
3
 = 10. 8. 1594.
b
 und gleichsamb unträglichen] Fehlt in B.
c
–c herrn … propst] In der Textvorlage Hinzufügung am Rand.
4
 = ‚Mägde‘.
5
 Zechpfleger oder Zechprobst: Einnehmer von Kirchenabgaben und Spenden oder Almosen (Grimm, Wörterbuch XXXI, 431).
6
 Geizkofler hatte sich in diesem Sinn schon zuvor direkt an den Ks. gewandt und ihm dringend empfohlen, wegen der Verzögerungen bei der Aufbringung der Reichstürkensteuer die Geistlichkeit im gesamten Reich zur Ermahnung an das Volk zu veranlassen, alsbald eine eilende Hilfe /260/ nach eines jeden affection unnd vermögen und so weit einen jeden sein /260’/ christlichs gewissen unnd die liebe des vatterlandts ermanet,zu entrichten. Dies werde ein mörcklichs ertragen(Schreiben an den Ks.; Augsburg, 4. 7. 1594: HKA Wien, RA 85.1.19, fol. 260–261’. Or.).
7
 Nr. 277, fol. 122 f.
8
 Nr. 277, fol. 123 f.
9
 Nr. 277, fol. 124 f.
10
 Nr. 275.
11
 Bezugnahme auf die letzte Resolution des SR [Nr. 275], fol. 446–447’ [Obwol auch … protestirt worden.].
d
 Rehin] In B: Rhein.
12
 = Frankfurter Wechselwährung. Vgl. Anm. 12 bei Nr. 268.
13
 Bezugnahme auf die Resolution des SR [Nr. 275], fol. 448 [wie auch bei diesem vorbehalt …]. Vgl. zuvor in der Antwort der Reichsstände [Nr. 249], fol. 491 [Gleichwol und im fall … verschonet bleiben.].
14
 Bezugnahme auf die Quadruplik der Reichsstände [KR und FR] [Nr. 253], fol. 79’ f. [Aber die begertte … betzahlt werden sollen.].
e
–e der … halber] In der Textvorlage Hinzufügung am Rand.
15
 = 4. Fastensonntag und 8. 9. (statt 25. 12. und 24. 6.).
f
–f und … bewenden] In der Textvorlage Hinzufügung am Rand; korr. aus: werden.
1
 HKA Wien, Hoffinanz Ö, Bücher 479, fol. 206’ f.
2
 Enthalten ist lediglich das Gutachten der Hofkammer.
3
 Nr. 253, Nr. 275.
4
 Vgl. auch dessen Gutachten [Nr. 276].
5
 Verbindliche Terminierung des folgenden Nürnberger RT 1542 im RAb Speyer 1542, § 129 (Schweinzer-Burian, RTA JR XII, Nr. 285 S. 1201).
a
 darfur, dz] Fehlt in B.
6
 Vgl. Nr. 276, fol. 201’ f. [Die Zahltermine …].
7
 Vgl. die Duplik [Nr. 251], fol. 31’ f. [In diesem aber hat … fur augen haben.].
8
 Bezugnahme auf die Resolution des FR in der Duplik (wie Anm. 7).
9
 Vgl. zuletzt die Resolution des SR für die Quadruplik [Nr. 275], fol. 447’ f. [So wolte auch … gethaner erclerung]; zuvor für die Duplik [Nr. 271], fol. 321 f. [Item das auch den stetten … bevorstehen soll.] und für die Antwort [Nr. 267], fol. 260 [doch gegen abtzug … erlegt haben.].
10
 Vgl. die Quadruplik [Nr. 253], fol. 80 f. [Dabey und neben werden … ermangeln laßen.].
11
 Dazu als Randvermerk in der Textvorlage: Nota: Der hofcamer intercession ratione gravaminum.
12
 Nr. 275.
13
 Zu dieser Feststellung als Randvermerk in der Textvorlage: Adhuc sub iudice lis est.
14
 = 10. 8. und 1. 11. 1594. Vgl. diese Termine des SR zuletzt in der Duplik der Reichsstände [Nr. 251], fol. 31 [Es seindt aber die …].
15
 Bezugnahme auf die Verhandlungen ksl. Kommissare mit den Reichsstädten nach dem RT 1582 um die Übernahme der Steuerzusage von KR und FR auf sog. ksl. Städtetagen 1583–1585. Vgl. Leeb, RTA RV 1582, Nr. 271 S. 1021, Anm. 5 (Quellen und Lit.).
16
 Vgl. Nr. 275, fol. 446–447’ [Obwol auch denn … protestirt worden.].
17
 Vgl. Duplik der Reichsstände [Nr. 251], 29’ [in den geordneten … werden solle.].
18
 Vgl. Anm. 12 bei Nr. 268.
19
 Vgl. Nr. 275, fol. 448[wie auch bei diesem vorbehalt …].
20
 = zu den Antizipationen.
21
 Vgl. Replik des Ks. [Nr. 250], fol. 315 f. [Die einbringung … erwinden lassen.].
22
 Nr. 276. Zum Anschluss der Hofkammer an das Gutachten Geizkoflers: Sigelen, Reichspfennigmeister, 139.
b
 höchsternenter] In B: offthochsternenter.
1
 HStA Dresden, GA Loc. 10203/1, fol. 111–125, hier 120’–123. Or.; präs. Sitzenroda, 10. 8. (31. 7.). Die Kurienprotokolle zeichnen die Beratung dieser Kommission nicht auf.
2
 Reichskriegsordnung 1570, Art. I-CXI (Reiterbestallung), Art. CXXXXII-CCXV (Bestallung der Fußknechte): Lanzinner, RTA RV 1570, Nr. 566, hier S. 1145- 1173, 1182–1197.
3
 Vgl. deren Bekanntgabe im KR am 2. 8. (Kursachsen, fol. 447’ f. [Nr. 43]): Gf. Ludwig von Löwenstein, H. Reichard Strein von Schwarzenau, Frh. Siegmund Friedrich von Herberstein, Landeshauptmann der Steiermark, Georg von Rödern, Hofkammerrat, Zacharias Geizkofler, Reichspfennigmeister, Johann Engelhofer, ksl. Hofsekretär. Gemäß dem Tagebuch des steiermärkischen Sekretärs Speidl trafen sich die ksl. Kommissare am Nachmittag des 2. 8. zu einer Vorberatung (Loserth, Tagebuch, 75).
4
 Vgl. für diese den Ansagezettel der Mainzer Kanzlei für den Reichserbmarschall: Berufen werden Kurtrier: Melchior von Eltz, Oberst, und Anton Cratz von Scharfenstein; Kurköln: Kaspar von Fürstenberg und Alexander Vöhlin; Kurpfalz: Fabian von Dohna; Kursachsen: Ludolf von Rössing; Kurbrandenburg: Gf. Wolfgang Ernst von Stolberg [sowie für Kurmainz: Hans Heinrich von Heusenstamm, Rat und Hofmarschall, Nikolaus Schenk von Schmittburg]. Als Verordnete des FR: Frh. Marquard von Königsegg, Heinrich vom Stein, Wolf von Erlach, Burkhard Stickel, Ludolf von Rössing [!]. Als Verordnete des SR: Städte Ulm [gemäß Loserth, Tagebuch, 75: Servatius Ehinger] und Straßburg [gemäß Loserth, Tagebuch, 75: Johann Philipp von Kettenheim] (StA Nürnberg, Hft. Pappenheim REMA Akten 144, unfol. Or.-Ansagezettel). Vgl. Benennung im KR am 2. 8. (Kursachsen, fol. 448–449 [Nr. 43]); im FR am 23. 7. (Österreich, fol. 63’–66’ [Nr. 83]); im SR am 16. 7. (Ulm, fol. 61’ [Nr. 124]). Für Kurbrandenburg war gemäß Bericht der Gesandten an den Kf. vom 4. 8. (25. 7.) neben von Stolberg auch Adam von Schlieben anwesend (GStA PK Berlin, I. HA GR Rep. 10 Nr. Xx, fol. 237–240’, hier 238’ f. Or.; präs. Driesen 13. 8. {3. 8.}).
5
 Gemäß dem Tagebuch Burkhard Stickels trug Gf. Ludwig von Löwenstein die Proposition vor (Kausler, Stickel’s Tagebuch, 382).
6
 = Vorteilgeld: Zulagen zum Sold.
7
 = anwerben.
8
 = sanktionieren, bestätigen.
9
 Vgl. zu den Differenzen um die Bestallung (Bestallungsurkunde für Hg. Franz II. von Sachsen-Lauenburg über 4000 gerüstete deutsche Reiter; Prag, 8. 11. 1593, korr. zu 17. 3. 1594: KA Wien, AFA 32, unfol. Kop.) Anm. 46 bei Nr. 1 sowie die Supplikation [Nr. 471] mit Hinweisen auf die unzureichende Bestallung.
10
 Vgl. Proposition [Nr. 1], fol. 36 f. [Alß dann auch … gesehen werde.]; Replik [Nr. 250], fol. 318’ f. [Es lassen ir ksl. Mt. … einverleibt werde.].
11
 Die Auszüge konnten nicht aufgefunden werden.
12
 = erfahrene.
13
 Ks. Maximilian II. lehnte 1570 in seiner Stellungnahme zum Konz. der Reichsstände für die Reichskriegsordnung die dort enthaltenen, konkreten Angaben zur Besoldung in der Reiterbestallung ab, weil sie vil zu hoch gesetzt unnd […] irer ksl. Mt. in dero kunigreichen unnd erblannden in vil weeg nachteilige einfurungen verursachen wurden(Lanzinner, RTA RV 1570, Nr. 336 S. 760 f., Zitat 760). Die Reichsstände akzeptierten dies in ihrer Antwort und gestanden zu, dass stattdessen nur N. gulden oder kreutzer zu setzen(ebd., Nr. 337 S. 762 f., Zitat 763).
14
 Vgl. Antwort der Reichsstände zum 1. HA [Nr. 249], fol. 497’ [Bezüglich der Anregung … zuverordnen würdett wissen.].
15
 = die kursächsischen Gesandten.
16
 Vgl. den Beschluss auch im Tagebuch des an der Beratung beteiligten Burkhard Stickel: Beschluss (dann keiner hat gern den Fuchs beißen und den Ungunst von Reitern und Knechten uff sich laden wollen): dieweil das Mehrertheils der Chur- und Fürsten-Abgesandten allberait hinweckh und das große Werckh, als die gantze Reichscontribution, Ihr Mt. vertrawt, warumb im wenigsten in Ihr Mt. ein Mißvertrawen sollt gesetzt werden, sollte solches wohl büllich in pleno, als alle Gesandten noch beisamen gewest, angebracht sein worden. Und haben uns also ausgeredt, daß Ihr Mt. mit unser Entschuldigung zuefriden und ein jeder seiner Gelegenheit nach hat mögen fortziehen(Kausler, Stickel’s Tagebuch, 382 f.).
1
 Kursachsen, fol. 488’ f. [Nr. 47].
2
 Vgl. Nr. 278.
3
 Reichskriegsordnung 1570: Lanzinner, RTA RV 1570, Nr. 566 S. 1143–1201.
4
 Vgl. Proposition [Nr. 1], fol. 36 f. [Alß dann auch … gesehen werde.].
5
 Reiterbestallung in der Reichskriegsordnung 1570, Art. I-CXI: Lanzinner, RTA RV 1570, Nr. 566, hier S. 1145–1173.
6
 Vgl. Anm. 13 bei Nr. 278.
7
 Diese und die Forderung nach Aufnahme in den RAb beruhten auf einer Empfehlung der ksl. Hofkammer an die Reichshofkanzlei zu den Verhandlungen in der Kommission für die Revision der Bestallungen: HKA Wien, GB 479, fol. 543–545 (Kop., o. D.; in der ksl. Hofkammer beschlossen am 5. 8. 1594: HKA Wien, Hoffinanz Ö, Bücher 479, fol. 213 f.).
1
 Kursachsen, fol. 558’–560, 562’ [Nr. 52]. Vgl. auch Hinweis in Nürnberg (fol. 180’): Es handelt sich um eines der Aktenstücke, die im RR in Abwesenheit der Reichsstädte beschlossen, ihnen aber anschließend übergeben wurden.
2
 Vgl. Nr. 278.
a
–a yetziger … außzustellen] In B Einfügung am Rand und korr. aus: ahm rathsamsten sein soltte, dz werck bey der im jahr 70 bedachten ordnung ohne fernere erleuterung beruhen zulaßen. Und do je ire ksl. Mt. vermeinen wurden, dz enderung dabey vorzunemen, dz es vileicht zu andern zeitten, do die gefahr nicht so groß und man des volcks nicht so hoch notturfftig, bequeme tractation daruber vorgenommen und gepflogen werden kann.
1
 Kursachsen, fol. 130, fol. 145 [Nr. 13, 14].
2
 Vgl. die Aufschr. auf Nachweis C. Bestätigung auf der Kop. in HStA München, K. blau 274/9, fol. 131–142’: Zu Beginn die Aufschr.: Lectum 11. 6. [21. 6.], im weiteren Textverlauf neuerliche Aufschr.: Lectum 12. 6. [22. 6.].
3
 Die Abordnung erfolgte durch die Landstände im Hgt. Österreich unter der Enns in ihrem und der Landstände in Österreich ob der Enns Namen. Vgl. Vollmacht der Landstände im Hgt. Österreich unter der Enns für die Gesandten, die auch für Österreich ob der Enns und mit Genehmigung des Ks. zum RT geschickt werden (Wien, 29. 5. 1594; präs. Regensburg, 20. 6. 1594, kopiert am 20./21. 6.), ausgestellt für Abt Ulrich von Zwettl, Verordneter der Landschaft Österreich unter der Enns, Gf. Siegmund von Hardegg, zu Glatz und im Marchland, oberster Erbschenk in Österreich, Truchsess in Steyr und ksl. Rat, sowie für H. Maximilian von Mamming zu Kirchberg an der Pielach, ksl. Rat. Nachweise (Auswahl): HHStA Wien, MEA RTA 91, fol. 188 f., 201’ (Or. mit 18 aufgedr. Siegeln. Dorsv.: Österreichische abgesanten under der Ens, der yetzigen türckhenhilff halber. Praesentatum Regenspurg, 20. Junii 1594. Lectum Regenspurg, den 20. Junii anno 94.). HStA Dresden, GA Loc. 10202/6, fol. 179 f., 190 f. (Kop.). HStA München, K. blau 113/3 I Fasz. 2, unfol. (Kop.). GStA PK Berlin, I. HA GR Rep. 10 Nr. Vv, fol. 215–216’ (Kop.). LAV NRW R, JB II 2344, fol. 282 f. (Kop.).
4
 Vgl. Anm. 12, 22 bei Nr. 1.
5
 Vgl. dazu Beilage A zur Proposition [Nr. 261].
6
 Zur Beantwortung der Werbung vgl. die Antwort an die ungarischen Gesandten, die textgleich adaptiert wurde [Nr. 287, Nachweis B mit Anm. zur textlichen Anpassung].
1
 Vgl. die ausführliche Darstellung bei Schollich, Verhandlungen, 60–62, 65–67, 70–74, 79–86, 88–95, sowie Beilagen Nr. V, VI S. 168–171; Hauptquelle ist das Tagebuch des steiermärkischen Sekretärs Speidl (Loserth, Tagebuch, hier 26–28, 33 f., 41–47). Knapper: Hurter, Geschichte III, 157 f.; Loserth, Innerösterreich, 132–134. Die angesprochenen Aktenstücke sind in die zusammenfassende Darstellung des RT durch die Gesandten inseriert: StLA Graz, Laa. A. A. III, LH 42, fol. 92’–95, 157’–182. Zu Intention, Handlungsstrategie und Auftreten der Gesandtschaft: Jerše, Reichstagsoratorik; zusammenfassend zur Werbung und deren Beantwortung: Antonitsch, Wehrmaßnahmen, 82–84; Luttenberger, Landstände, 169 f.
2
 Abreise zusammen mit Herberstein aus Graz am 20. 4., Ankunft in Regensburg am 30. 4.; Ankunft der Gesandten aus Kärnten und Krain am 2. 5. (Loserth, Tagebuch, 25 f.; Schollich, Verhandlungen, 59 f.).
3
 Instruktion der Landstände von Steiermark, Kärnten und Krain für die Gesandten zum RT (Graz, Klagenfurt, Laibach, 1. 11. 1593): StLA Graz, Laa. A. A. IV, K. 8 H. 14, unfol. Or. mit 64 aufgedr. Siegeln. Ebd., K. 8 H. 15, unfol. Konz. StLA Graz, Laa. A. A. III, LH 42, fol. 39–73’. Kop. Referiert bei Schollich, Verhandlungen, 17 f., Anm. 1, sowie 54–57; Zwiedineck-Südenhorst, Kriegsbilder, 265–274; knapper: Loserth, Innerösterreich, 121 f. Vgl. Burkert-Dottolo, Landstände, 4, Anm. 5, 17 mit Anm. 65; Jerše, Reichstagsoratorik, 121 f.
4
 Vgl. das Konz. der Werbung: StLA Graz, Laa. A. A. IV, K. 11 H. 20, unfol. Als weitere Bearbeitungsstufe eine Konzeptkop.: Ebd., K. 10 H. 17, unfol. (Überschr. Hd. Speidl: Copi der haubtschrifft, wie die sauber zustanden[!] gerichtet den ständen des Heiligen Reichs vonn der lander abgesandten uberraicht worden etc. zu Regenspurg in ofner völliger Reichs versamlung den 21. Junii 94 stylo novo.). Werbung als Kop. in der zusammenfassenden Darstellung des RT durch die Gesandten: StLA Graz, Laa. A. A. III, LH 42, fol. 214’–250’.
5
 Vgl. Loserth, Tagebuch, 10 f.; Burkert-Dottolo, Landstände, 11 f.
6
 Kursachsen, fol. 145’, 152 [Nr. 14].
7
 Nachweis des Konz. und der Konzeptkop. in Anm. 4.
8
 Vgl. dessen Empfehlungsschreiben für die Gesandten (Anm. 20 bei Nr. 14). Auch Ehgn. Maria, Witwe Ehg. Karls II., unterstützte die Werbung: Schreiben vom 15. 4. 1594 (Graz) an ihre Brüder Ernst, Kf. von Köln (LAV NRW R, Kurköln VI Nr. 205, fol. 42–45’. Or.), und Wilhelm von Bayern (HStA München, KÄA 3225, fol. 684–687’. Or.; weiteres Schreiben vom 19. 4.: Stieve, Wittelsbacher-Briefe II, Nr. 52 S. 159) sowie vom 13. 7. 1594 an Pfgf. Philipp Ludwig von Neuburg (HStA München, K. blau 274/9, fol. 226–226’, 235’. Or.). Vgl. zu ihrem Engagement beim RT über Johann von Kobenzl: Hurter, Geschichte III, 156–158; Keller, Erzherzogin, 124.
9
 Beschluss der Gesandtschaft durch den Ausschuss der Hgtt. Steiermark, Kärnten und Krain im Juni 1593 sowie anschließend beim Landtag in Graz (23. 9.–9. 10. 1593). Vgl. Schollich, Verhandlungen, 27–32; zum Gesandtschaftsbeschluss: Ebd., 34; Loserth, Innerösterreich, 118–121 (auch Vorbereitung der Gesandtschaft); Loserth, Steiermark, 162. Umfangreiche Aktenüberlieferung zur Vorbereitung: StLA Graz, Laa. A. A. IV, K. 7 H. 13, unfol.; K. 11 H. 19, unfol. Instruktion für die Gesandten vgl. Anm. 3; Vollmachten und Empfehlungsschreiben der Landstände: Anm. 21 bei Nr. 14.
10
 Vgl. Nürnberger RAb vom 30. 4. 1522, §§ 1–19: Teilweise Umwidmung der 1521 beschlossenen Romzugshilfe als eilende Türkenhilfe; Beschluss einer sofortigen Reichstruppe von 3000–4000 Mann für 3 Monate zur Unterstützung Kg. Ludwigs II. von Ungarn; Maßgaben für deren Finanzierung (Wrede, RTA JR III, Nr. 30 S. 171–179). Vgl. auch den Bericht über Verhandlungen einer RT-Kommission in Österreich zur Abordnung der 3000 Fußknechte nach Kroatien und zur Absprache mit dem österreichischen Oberstfeldhauptmann Gf. Niklas II. von Salm (ebd., Nr. 36 S. 197–219) sowie den Abschied der Gesandten des RT mit Ehg. Ferdinand zur Reichstruppe (Wiener Neustadt, 9. 7. 1522: Ebd., Nr. 37 S. 210–214). Gf. Niklas von Salm wehrte Anfang Juli 1522 (ohne Eingreifen der Reichstruppe) türkische Angriffe auf Krupa und Bihać ab (Winkelbauer, Ständefreiheit I, 429; Lit. Zu Kompetenzstreitigkeiten des Gf. mit dem Oberst der Reichstruppe in Kroatien: Amstadt, Militärgrenze, 3–5).
11
 Zur Eroberung von Krupa 1565 vgl. Jorga, Geschichte III, 57; Fessler, Geschichte III, 592; Amstadt, Militärgrenze, 50; Tracy, Wars, 205.
12
 Hrvatska Kostajnica (HR) und Bosanska Krupa (BIH).
13
 Vgl. Anm. 6 bei Nr. 1.
14
 Grenzfestungen Sisak (HR), Ripač (BIH), Petrinja (HR), Hrastovica (HR), Bihać (BIH), Kamengrad [Wüstung]. Vgl. auch Nr. 261.
15
 Vgl. Anm. 12 bei Nr. 1.
16
 Vgl. Anm. 14 bei Nr. 1 sowie Beilage A [Nr. 261], fol. 43.
17
 Die vom RT 1576 (vgl. ausführlich zur innerösterreichischen Gesandtschaft am RT 1576: Jerše, Schutz, 124–184; Quellen: 209–223, 229–254) nicht geregelte Aufteilung der Türkenhilfe wurde vom Wiener Ausschusslandtag 1577 entschieden. Demnach erhielt Ehg. Karl II. von Innerösterreich vom Ks. aus der Reichshilfe 1576 jährlich 140 000 fl., wovon aber die bisher üblichen 60 000 fl., die der Ks. aus seinem Kammergut gegeben hatte, abgezogen wurden. Die Auszahlung des Anteils gestaltete sich aufgrund ausbleibender Einzahlungen der Reichsstände und vieler Antizipationen des Ks. auf die Reichshilfe bei erlegungssicheren Ständen schwierig (vgl. Schulze, Landesdefension, 67; ausführlich Loserth, Innerösterreich, 82–95). Dies veranlasste Ehg. Karl beim RT 1582 zum Drängen auf eine eigene Quote (vgl. Leeb, RTA RV 1582, Nr. 190 S. 760–765; Nr. 192 S. 767–769), die vom RT aber neuerlich abgelehnt wurde (ebd., Nr. 167 S. 698 mit Anm. 10). Erst nach dem RT wurde im Vergleich vom 22. 11. 1582 zwischen Ks. und Ehg. vereinbart, dass Innerösterreich ein Viertel der eingehenden Kontribution erhalten, davon aber jährlich 10 000 fl. zum Türkentribut beisteuern sollte. Geldanleihen des Ks. auf dieses Viertel wurden untersagt (Loserth, Innerösterreich, 107–110; Druck des Vergleichs vom 22. 11.: Ebd., Beilage Nr. 4 S. 190 f.).
18
 Vgl. die Bemühungen Ehg. Karls II. beim Ks. 1586–1590 sowie die Korrespondenzen der steirischen Stände mit den Reichspfennigmeistern 1590–1593 um die Entrichtung alter Restanten an der Hilfe von 1576 und des Anteils von 1582, der aufgrund säumiger Zahlungen der Reichsstände schwerlich aufzubringen war: Loserth, Innerösterreich, 111–118 (konkrete Beispiele für Rückstände: Ebd., 115, Anm. 1). Zu den vergeblichen Bestrebungen Ehg. Maximilians als Regent Innerösterreichs und innerösterreichischer Gesandter beim Ks. in Prag im Januar und Februar 1594 um die Auszahlung der rückständigen Steuerquoten: Schollich, Verhandlungen, 35–53, sowie Beilagen Nr. III, IV S. 163–167; Loserth, Innerösterreich, 122–124; Antonitsch, Wehrmaßnahmen, 80–82. Akten: StLA Graz, Laa. A. A. III, LH 41, fol. 1–121’; Laa. A. A. IV, K. 8 H. 14; K. 10 H. 17; K. 11 H. 19; K. 11 H. 20 jeweils unfol., passim. Gemäß der Eingabe der Gesandten an den Ks. beim RT (vgl. oben, Anmerkungen zur Textgenese, Audienz am 4. 6.) standen von dessen Seite von der Steuer 1576 noch 88 224 fl. und von jener von 1582 noch 92 057 fl. aus (Loserth, Innerösterreich, 132 mit Anm. 1).
19
 Im Text wörtlich: /453’/ zehen tausent mall tausent neunhundertachtunndviertzigtausent sechshundertdreyunndachtzig.
20
 Vgl. dagegen unten, fol. 456–457 mit Anm. 21.
21
 Aufteilung der Grenzverwaltung in einen vom Ks. (kanisische Grenze, Raaber und bergstädtische Grenze in Oberungarn) und einen von Ehg. Karl von Innerösterreich verantworteten Bereich (kroatische und slawonische bzw. windische Grenze) auf dem Wiener Ausschusstag („Wiener Hauptgrenzberatungen“) im August/September 1577 sowie Einsetzung Ehg. Karls als Generaloberst mit ksl. Instruktion vom 25. 2. 1578 im Anschluss an die Zustimmung der innerösterreichischen Landstände auf dem Brucker Ausschusslandtag (1. 1.–12. 3. 1578) (vgl. Pálffy, Preis, 24 f.; Pálffy, Origins, 50–52; Rothenberg, Militärgrenze, 45–48; zur Wiener Konferenz: Loserth, Innerösterreich, 84–86; Schulze, Landesdefension, 65–69; Rauscher, Ständen, 65–70).
22
 Zum Verlust der Festung Szigetvár im Feldzug 1566 vgl. Anm. 36 bei Nr. 11. Zur Bedeutung der Festung Nagykanizsa als Zentrum des Grenzgeneralats südlich des Plattensees vgl. Pálffy, Origins, 52; Pálffy, Türkenabwehr, 49–52; Winkelbauer, Ständefreiheit I, 442 f.; Roth, Wihitsch II, 153–158.
23
 Vgl. zum Bau von Bajcsa (Bajcsavár) 1578 durch die Landstände der Steiermark auf ihre Kosten: Roth, Wihitsch II, 162–211; Toifl, Geschichte, 40–48; Pálffy, Origins, 52.
24
 Betonung der Zugehörigkeit zum Schutzverband des Reichs, die wegen der türkischen Bedrohung von „existenzieller Wichtigkeit“ war, um eine Reichshilfe zu erlangen, bei Schulze, Landesdefension, 42; vgl. auch ebd., 239. Zur Bedeutung von „Schutz und Schirm“ des Reichs am Beispiel der innerösterreichischen Gesandtschaft beim RT 1576: Jerše, Schutz, 145–180.
25
 = Deutschmeister Ehg. Maximilian von Österreich.
26
 Vgl. RAb 1576, § 28 (Neue Sammlung III, 358); RAb 1582, § 26 (Leeb, RTA RV 1582, Nr. 457 S. 1417 f.).
1
 Übergabe an den Mainzer Kanzler durch den steiermärkischen Sekretär Speidl (Loserth, Tagebuch, 51; vgl. Schollich, Verhandlungen, 108).
2
 Kursachsen, fol. 186 [Nr. 18]; Bayern, fol. 135 [Nr. 69].
3
 Neben dem im MEA überlieferten Or. konnten keine Abschriften in anderen Archiven aufgefunden werden.
4
 Vgl. Proposition [Nr. 1], fol. 32’ f. [Dann ir ksl. Mt. werden … summa gelts gehoren.].
1
 Kursachsen, fol. 311’ (Verlesung), fol. 316’ f. (Billigung), fol. 317’–318’ (Übergabe) [Nr. 33].
2
 Speidl wandte sich im Auftrag des Landeshauptmanns von Herberstein am 23. 7. an den Mainzer Kanzler von Rosenbach, seinen Paten, um die namentliche Unterzeichnung der Ständeantwort durch ihn, den Kanzler, und den Mainzer Sekretär [Kraich] zu erbitten (vgl. auch Anm. 8), damit es doch ainem ordenlichen beschaid gleich gsehe[!] (Loserth, Tagebuch, 69). Speidl und von Rosenbach gerieten darüber und auch zu den Aussagen der Antwort, die nichts von dem enthalte, was bei den Beratungen der Kurien den bedrängten Landen zum besten erwogen, betrachtet und vermeldet worden,in einen heftigen Wortwechsel, für den sich der Mainzer Kanzler am 24. 7. gegenüber Speidl entschuldigte und als Ergänzungen zu der im RR am 22. 7. vorgetragenen Fassung, die jetzt der Antwort hinzugefügt wurden, verlas: 1) Die Reichsstände haben sich in der Bewilligung für den Ks. aufgrund der Notlage Innerösterreichs desto höher und stärker angegriffen[vgl. Anm. c]. 2) Die Reichsstände sind den Landständen zu gnaden, freundschaft und allem gueten gewogen[vgl. Anm. n]. Haben darauf Herr Cantzler und Secretari solchen mundirten und gebesserten bschaid me praesente manibus propriis underzaichnet und mir angehendigt.Speidl dankte dafür und erhielt zudem die Zusage von Rosenbachs, es solle der sachen in der Quadrupliken und Reichsabschidt mit besserer gwiß gedacht werden(Loserth, Tagebuch, 69–71, Zitate 70, 71).
3
 Antwort inseriert in die zusammenfassende Beschreibung des RT durch die innerösterreichischen Gesandten: StLA Graz, Laa. A. A. III, LH 42, fol. 353’–355 (Kop.). Vgl. auch die Wiedergabe der Audienz mit der Antwort der Reichsstände im Tagebuch Speidls: Loserth, Tagebuch, 68 f.
4
 Nr. 282.
a
 und machometischer unglaub] In B1 Hinzufügung am Rand. In B2 im Text enthalten.
b
–b und … Krain] Fehlt in B1. In B2 Hinzufügung am Rand.
c
–c desto … und] Fehlt in B1. In B2 Hinzufügung.
d
 hin und wieder] In B1 Hinzufügung am Rand. In B2 im Text enthalten.
e
 schwebenden] In B1 danach gestrichen: frantzosischen und niderlendischen.Fehlt in B2.
f
 unruhen und] In B1 Hinzufügung am Rand. In B2 im Text enthalten.
g
 einzuwilligen und zuversprechen] In B1: zelaisten versprochen.In B2 wird die Formulierung von B1 gestrichen und zur Fassung der Textvorlage korrigiert.
5
 Bezugnahme auf die Duplik der Reichsstände [Nr. 251], fol. 34’–36 [Die Werbung … puncten einzuverleiben].
h
–h under … begriffen] In B1 Hinzufügung am Rand.In B2 im Text enthalten.
i
 auß angeregten ursachen] Fehlt in B1. In B2 Hinzufügung am Rand; dort anschließend gestrichen: und daß sie darunder mitt gemeinett.
j
 desto mehr und] In B1 Hinzufügung am Rand. In B2 im Text enthalten.
6
 Herberstein hatte gegenüber Kf. Wolfgang von Mainz schon am 13. 7. festgestellt, es sei ihnen sonst nicht geholfen, wenn nicht in der Ständeresolution an den Ks., in der Ständeantwort an sie, die Gesandten, und im RAb expressis verbis lauter einkommt, das Hl. Reich habe sich mit jetziger Türkenhilf diser Lande halb desto höher und stärker angriffen, das inen daraus ir gebürnus proportionabiliter empfind- und mitleidenlich ervolgen solle.Andernfalls werde die Aufteilung der Türkenhilfe am ksl. Hof ainen seltsamen form und Stand bekommen.Der Kf. sagte seine Unterstützung ebenso zu wie am 14. 7. der Ebf. von Salzburg. Sekretär Speidl wandte sich diesbezüglich am 15. 7. an den Mainzer Kanzler, seinen Paten (meum patrem adoptatum), der ihm das Konz. für die Beantwortung verlas und auf seine, Speidls, Bitte hin zusagte, in den RAb aufzunehmen, das diese Land in des Kaisers und Hl. Reichs schutz angenommen seien, und dann allenthalben auszulassen volgunde wortt: wie andere irer ksl. Mt. Lande, so von den Türken beschwert werden, der Reichshilfe geniessen.Herberstein legte diese Bitte dem Mainzer Kanzler anschließend schriftlich vor (Loserth, Tagebuch, 62–64; Zitate 62, 64. Vgl. Schollich, Verhandlungen, 121–123; Loserth, Innerösterreich, 136 f. Eingabe Herbersteins an den Mainzer Kanzler: StLA Graz, Laa. A. A. III, LH 42, fol. 342’–345. Kop.).
k
 bewilligung] In B1 danach gestrichen: neben andern irer ksl. Mt. christlichen landen, so vom türckhen beschwert werden.Fehlt in B2.
l
 sollen] In B1: mögen.In B2 wird mögen korr. zu: sollen.In B1 danach gestrichen: Wie auch in ire ksl. Mt. deßwegen von gemeinen stenden ainiger zweiffel nitt gesetzt wirdt.Fehlt in B2.
7
 Bezugnahme auf die Triplik des Ks. [Nr. 252], fol. 358’ [Die landtschafften Steyer … mithülflich genießen.].
m
–m wie … setzen] In B1 Hinzufügung am Rand. In B2 im Text enthalten.
n
–n Und … gewogen] Fehlt in B1. In B2 Hinzufügung.
8
 Dagegen Unterzeichnung auf dem Exemplar für die landständischen Gesandten (vgl. Anm. 3) namentlich durch Kanzler Philipp Wolf von Rosenbach und Sekretär Kraich (vgl. Schollich, Verhandlungen, 128; Luttenberger, Landstände, 169). Vgl. auch oben, Anm. 2.
1
 Vgl. das Tagebuch des steiermärkischen Sekretärs Speidl (Loserth, Tagebuch, 72). Kf. Wolfgang antwortete, er sei erfreut, dass die Gesandten mit dem Bescheid der Reichsstände [Nr. 284] zufriden, dann ime zu grosser betrüebnus wurde geraichen, do er wissen solt, das dise Lande mit angezognem bschaid[!] nicht kunten und möchten zufriden sein, weilen doch alle Churfürsten, Fürsten, Stande, Rat, Potschaften und Abgesandten ainhellig auf diser Lande contentirung mit dem bschaid und zu haissen[!] aus einem mund geschlossen(ebd., 72 f.). Vgl. auch Loserth, Innerösterreich, 139.
2
 Neben dem im MEA überlieferten Or. sowie Konz. und Kop. im StLA Graz konnten keine Abschriften in anderen Archiven aufgefunden werden.
a
–a Obwohl … lassen] In B Hinzufügung am Rand.
3
 Vgl. Nr. 282, Nr. 284.
4
 Vgl. RAb [Nr. 511], § 23 mit Anm. ba (Streichung von proportionabiliter mithülfflich).
b
–b dirigiren … lassen] In B: dirigiren unnd machen lassen.
5
 Vgl. die folgenden Verhandlungen der innerösterreichischen Gesandten ab 25. 7. bis nach dem Ende des RT mit dem Ks., dessen Räten und Hofkammerpräsident Frh. Ferdinand Hoffmann um die Zuteilung einer festen Steuerquote noch in Regensburg, für die Ehg. Maximilian als Regent Innerösterreichs ein Drittel der neuen Türkenhilfe forderte, das vom Reichspfennigmeister zu den Erlegungsterminen direkt an die 3 Hgtt. ausbezahlt werden sollte. Da eine Vereinbarung mit dem Ks. in Regensburg nicht zustande kam, sollte die Aufteilung der Steuer anschließend in Prag vorgenommen werden. Auch wenn Ehg. Maximilian diese Verhandlungen im Dezember 1594 selbst führte, konnte er die Zuweisung einer festen Quote nicht durchsetzen, sondern erreichte lediglich die Sofortzahlung von 85 000 fl. als Abschlag auf die neue Hilfe. Zur Abteilung der Steuer von 1594 kam es auch später nicht mehr. Vgl. die Einträge im Tagebuch Speidls (Loserth, Tagebuch, 71–73, 78–82) sowie ausführlich mit Aktenreferaten: Schollich, Verhandlungen, 131–145, 147–151, 156–159; Beilagen Nr. VII-IX, XI S. 172–177, 181–183. Vgl. daneben (mit Verhandlungen bis 1597): Loserth, Innerösterreich, 137–148. Akten (nur Verhandlungen beim RT): StLA Graz, Laa. A. A. III, LH 42, fol. 457’–496’ passim; Laa. A. A. IV, K. 12 H. 22, unfol. Vgl. Luttenberger, Innerösterreich, 358; Luttenberger, Landstände, 170.
c
–c Unterzeichnet … Krain] In B nur: Unterzeichnet von herrn abgesante.
1
 Kursachsen, fol. 206 f. [Nr. 20].
2
 Vgl. die Vollmacht an die Reichsstände, ausgestellt von praelati, barones, magnates, nobiles et caeteri status ac ordinesdes Kgr. Ungarn (Strigonium [Esztergom], 12. 6. 1594) für Johannes Kutassi [János Kutassy], Bf. von Raab [Győr], und Johannes Joo de Kaszaháza [János Joó], personalis praesentiae locumtenentem in iudiciis[kgl. Personalis, Präsident der kgl. Gerichtstafel] und kgl. Rat. Im RR zusammen mit der Werbung verlesen. Von den Reichsständen kopiert am 1. 7. Nachweise: HHStA Wien, MEA RTA 91, fol. 536–537’. Or. mit 12 aufgr. Siegeln (Dorsv.: Credentiales legatorum regni ungarici. Praesentatum Regenspurg, den 27. Junii 1594. Lectum Ratisbonae, 1. Julii anno 94.). HStA München, KÄA 3230, fol. 129, 130. HStA Dresden, GA Loc. 10202/6, fol. 168 f., 175’. GStA PK Berlin, I. HA GR Rep. 10 Nr. Vv, fol. 197–198’. HStA Stuttgart, A 262 Bd. 71, fol. 321–322. LAV NRW R, JB II 2344, fol. 276, 276’. Kopp.
3
 Die Rede erschien daneben bereits 1594 als singulärer Druck: Oratio habita in comitiis Ratisbonensibus a reuerendiss. episcopo Tauricen. [!] Die XXVIII. [!] Iunii MDXCIIII. Orvieto 1594.
a
 haecque] In B: neque. C wie Textvorlage.
4
 Vgl. Anm. 22–25 bei Nr. 1.
b
 possumus] In B: possimus. C wie Textvorlage.
c
 et] In B, C: ut.
5
 Vgl. Abschied des ungarischen RT (im Auftrag des Ks. als Kg. von Ungarn durch Ehg. Matthias auf 1. 6. 1594 nach Gran [Esztergom] einberufen) (Strigonium [Esztergom], 12. 6. 1594): Bewilligung der Finanzmittel zur Fortsetzung des Kriegs trotz der Notlage (Fraknói, Monumenta VIII, 185–188; vorbereitende Korrespondenz und Akten: Ebd., 166–178; Proposition Ehg. Matthias’ im Auftrag Rudolfs II. vom 2. 6. 1594 und Antwort der ungarischen Stände vom 11. 6.: Ebd., 179–184. Vgl. Fessler, Geschichte IV, 22).
d
 addecent] In B, C: decent.
e
–e Auxilio … est] Fehlt in B und C.
6
 Raszien (serbokroatisch Raška), Region im südlichen Serbien und östlichen Montenegro. Im Mittelalter das serbische Fst. Raszien. Vgl. auch Anm. 27 bei Nr. 250.
1
 Kursachsen, fol. 311’ (Verlesung), fol. 316’ f. (Billigung); fol. 318’–319’ (Übergabe im RR an die Gesandten der Hgtt. ob und unter der Enns); fol. 319’–320’ (Übergabe an die ungarischen Gesandten) [Nr. 33].
2
 Bezugnahme auf die entsprechende Beantwortung [vgl. oben, Fassung 2] der Werbung für die Landstände der Hgtt. Österreich ob und unter der Enns [Nr. 281].
a
 der ungarischen Stände] In B daneben Hinzufügung am Rand für Fassung 2: der Verordneten der Landstände in Österreich ob und unter der Enns. [Nr. 281.]
3
 Nr. 286.
b
 der ungarischen Stände] In B daneben Hinzufügung am Rand für Fassung 2: der österreichischen Lande.
c
–c und machometischer unglaub] In B Hinzufügung am Rand.
d
 im Kgr. Ungarn] In B daneben Hinzufügung am Rand für Fassung 2: in den österreichischen, ungarischen [und allen …].
e
–e die … lassen] In B Hinzufügung am Rand und korr. aus: gemeine ungerische stende solche frey mittleidenliche hilff beneben irer Mt. vonn inen zu geburendem danckh annemen und darauß ires mittleidenlichen, christlichen[Abbruch].
f
 ungerische stendt] In B daneben Hinzufügung für Fassung 2: österreichische landtschafften.
1
 Vgl. Anm. 8 bei Nr. 467. Zuvor hatten die Gesandten der Kreisstände im Memoriale an den Ks. auf die Intervention des Kf. von Köln hin lediglich um den Erlass von Steuerrückständen gebeten, sich aber eine weitere Eingabe um die künftige Steuerbefreiung vorbehalten (vgl. Nr. 467 mit Anm. 2). Bei der Beratung der Kreisstände am 4. 6. betonte man die Bitte um eine baldige Resolution des Ks. zur Supplikation, um sich in den Kurien danach richten können: Wird die Befreiung zugesichert, kann man /30’/ pure auff die contribution votieren und deß nachlaß, damitt man den andern stenden zu gleicher folg nicht ursach gebe, nicht gedencken(Köln, fol. 30–31, hier 30’).
2
 Köln, fol. 31. Mit der Übergabe wurden Jülich und Münster beauftragt.
3
 Vgl. Bericht der Jülicher Gesandten an die Räte in Düsseldorf vom 9. 6. 1594: Bei der Übergabe an Freymon am 7. 6. ist /320/ angedeut worden, wo fern von irer ksl. Mt. kein gnedigste resolution vor der berathschlagung der proposition soll erfolgen, das alßdan nottrenglichen ein und der ander standt seine beschwernußen in votis außfurhen und fur die contributiones pitten müßte, die man sonsten, wan ire ksl. Mt. die beschwerte zuubersehen sich erclerte, mitt zubewilligen woll geneigt were.Bisher ist noch keine Erklärung des Ks. erfolgt (LAV NRW R, JB II 2343, fol. 320–322’, hier 320. Or.). Im Bericht vom 11. 7. ergänzten sie, zur Supplikation des Kreises und zu ihren eigenen Memorialia (vgl. bei Nr. 467) sei /426/ nicht allein kein bescheidt biß anhero erfolgt, sonder auch dieselbe alle vor vier tagen, /426’/ wie uns der her Rumpff vermelt, noch nicht in den rhatt[= ksl. Geheimen Rat] bracht, also das den gehaimen rheten uber unser mundlich anbringen, so albereidt ad partem gleich nach unser ankunfft bei allen beschehen, davon noch nichts furkommen.Da inzwischen die Beratung der Türkenhilfe fortgeführt wurde, haben sie dabei stets erklärt, das ire f. Gn. nichts geben konten, darumb auch den andern gutthertzigen stenden nitt ziell oder maß stellen wollten(ebd., fol. 426–428’, hier 426 f. Or.).
4
 Weitere Exemplare der Supplikation konnten nicht aufgefunden werden.
5
 Vgl. die Supplikation [Nr. 467]. Dort abweichendes Übergabedatum: 28. 5.
a
 gar nicht] In B Hinzufügung am Rand.
b
 diesem] In B danach: uns auferlegten.
c
 suchen] In B korr. aus: vielfaltigen und bedaurlichenn clagten[!].
d
 gesinnens] In B: notwendigenn gesinnens.
6
 Bezugnahme auf die Forderungen des Ks. beim 1. HA (Türkenhilfe).
e
 einig] In B: keine.
f
–f ihn … sunst] In B Hinzufügung am Rand.
1
 Braunschweig-Wolfenbüttel, fol. 149 f.
2
 Bayern, fol. 149, fol. 152 [Nr. 73].
3
 Vgl. auch eine Konzeptkop. (ebd., fol. 329–330’) von Hd. Jagemann (ohne Korrekturen und ohne Einzelunterzeichnung). Dorsv. wie 1. Satz der Textvorlage. Zusatz: N.B.: Ob wol[es] in pleno consilio des fursten raths per maiora nachmals beym vorigen gelassen, so ist doch der niedersächsisch kreis hiebey[= beim Protest] geplieben, das hernacher geschlossen, man solle den 2. punct ksl. proposition nit im ausschus, sonder in pleno tractiren(vgl. dazu Nr. 76).
4
 Vgl. Bayern, fol. 138’, und Österreich, fol. 33 [Nr. 69 mit Anm. h].
a
–a im … Lübeck] Fehlt in B und C sowie in den andern Kopp.
1
 In der Sitzung der Kreisstände am 27. 6. verwiesen die Jülicher Gesandten auf die unterbliebene Vorlage der Supplikationen des Kreises [Nr. 288, Nr. 467] bei den Beratungen zum 1. HA (Türkenhilfe). Eine Vorlage im Supplikationsrat lehnten sie ab, weil sie dahin /60/ nit gehorigh noch viell weniger daselbst bestendiglich abgericht werden konne, dieweill eß principaliter zu der execution ordnungh gehorigh.Um die Beratung der Kreisbelange im Zusammenhang des 2. HA (Landfriede und Niederlande) sicherzustellen, hatten die Jülicher Gesandten unter Berufung auf die Instruktion des Kreises (vgl. Einleitung, Kap. 3.4) eine Eingabe (vorschlagh)konzipiert, die sie den Kreisständen hier vorlegten. In der Umfrage billigten Münster, Lüttich, Bentheim, Lippe und Braunschweig-[Lüneburg (Ernst) für Hoya] das Konz., regten aber als Ergänzungen an: Maßnahmen gegen die armierten Schiffe, Sicherung des Wirtschaftsverkehrs, Verpflichtung beider Kriegsparteien zur Kautionsleistung gemäß EO, bei weiteren Übergriffen auf Reichsuntertanen Abforderung der im Reich angesessenen Söldner unter Strafe des Banns und Verbot jeglichen Gewerbes für die Kriegsparteien in den Städten. Alle beim RT beschlossenen Maßnahmen sollten in den RAb aufgenommen und den Kriegsparteien insinuiert werden. Die Stadt Köln billigte die Zusätze, forderte aber eine genauere Orientierung an der Instruktion des Kreises. Hingegen lehnte Nassau-[Beilstein] die Eingabe strikt ab, weil man in Anbetracht der zu erwartenden hohen Türkensteuer keine größere Defensionshilfe der Reichsstände erhalten werde und die erbetenen 5 Römermonate jährlich für die Grenzsicherung ohnehin nicht ausreichten. Stattdessen sollte man einen Friedensschluss anstreben und vorab bei Ehg. Ernst als Generalstatthalter veranlassen, dass /61/ die hispanische vonn deß Reichs bodenn abgehalten werden.Falls die katholischen Stände dies auf der spanischen Seite erreichten, könnten die evangelischen Stände sich an die Generalstaaten wenden. Die Jülicher Gesandten betonten abschließend, der ‚Vorschlag‘ sei der Instruktion des Kreises /61’/ durchauß gemeß, abgesehen nur davon, dass dort die Höhe der Defensionshilfe nicht beziffert ist (Köln, fol. 59’–61’).
2
 Köln, fol. 61’.
3
 Kursachsen, fol. 191’ [Nr. 19].
4
 Sachsen-Weimar, fol. 165, und Jülich-Berg, fol. 156 [Nr. 77, Anm. b].
5
 So die Angaben auf der Kop. in HStA München, K. blau 274/10, fol. 69–78’. Zu Beginn die Aufschr.: Lectum 18. 6. [28. 6.], sodann im Stück folgend: Lectum 19. 6. [29. 6.].
6
 Die in der Textvorlage häufig vertauscht verwendete Schreibung „ie“ und „ei“ wird stillschweigend korrigiert, falls der Wortsinn dies vorgibt.
7
 Aufgrund der zahlreichen Korrekturen können im textkritischen Apparat nur bedeutsamere Ergänzungen und Streichungen berücksichtigt werden.
8
 Nr. 467 mit den Beilagen.
9
 = die Gesandten von Jülich und Münster.
a
 unvorgreiffliche] In B nachträgliche Einfügung.
b
 mittelln] In B: bedencken. C wie Textvorlage.
c
 hochbetrangte] In B: bedrangte. C wie Textvorlage.
d
–d verhoffen … innen] In B Hinzufügung am Rand.
10
 Bezugnahme wohl auf die Proposition [Nr. 1], fol. 38’ [Hierumb unnd dieweil …].
e
–e Umb … gepetten] In B Hinzufügung am Rand.
f
 wiederumb] In B korr. aus: gentzlich.
g
–g dergestalt … erfordern] In B Hinzufügung am Rand und korr. aus: gewontt, deßgleichen nochmals zugewarten sein muste. Derwegen die hochste notturfft erfordert, [damit].
h
 einigem] In B danach zusätzlich: benachbarten. C wie Textvorlage.
i
 gleichwoll mehre[r] In B: dergleichen nochmals. C wie Textvorlage.
j
 tägen] In B danach zusätzlich: einhelliglich. C wie Textvorlage.
11
 Zu den Verhandlungen der RVV vgl. Anm. 13, 26 bei Nr. 30 und Anm. 19 bei Nr. 36. Zusammenfassend: Arndt, Reich, 60 f., 74 f., 80, 114–116.
k
–k wurcklich … dardurch] In B nachträgliche Einfügung und korr. aus: damit.
l
 und] Fehlt in B. C wie Textvorlage.
m
–m Welches … gelegen] In B Hinzufügung am Rand.
n
–n Als … zu helffen] In B Hinzufügung auf einem beigelegten Blatt.
12
 Vgl. Anm. 7 bei Nr. 255.
o
 furgenommen werden] In der Textvorlage Einfügung am Rand. Fehlt in B, wo an dieser Stelle „beschehen“ersatzlos gestrichen wird. C wie korrigierte Textvorlage.
p
 einer dem] In B: ein standt dem. C wie Textvorlage.
13
 Vgl. Anm. 19 bei Nr. 36.
q
 welchs] In B: werden.In C: welches[!].
r
 was] In B: das. C wie Textvorlage.
14
 = hundertsten.
s
–s und … offension] In B Hinzufügung am Rand.
15
 = Ruhe.
t
–t auch … bestendiglich] In B Hinzufügung am Rand.
u
–u weill … werden] In B Hinzufügung am Rand.
v
 flecken] In B: grenitz flecken. C wie Textvorlage.
w
 schweiffig] Korr. nach B und C. In der Textvorlage verschrieben: zweiviff.
x
 gelegen] In B danach gestrichen: unnd weiniger nicht dan hundert meill wegs sich erstrecken.
y
 eingeliebert] In B, C: eingeliefert.
16
 Bezugnahme auf die Besoldungsvorgaben gemäß Reichskriegsordnung 1570, Art. I-CXI (Reiterbestallung), Art. CXXXXII-CCXV (Bestallung der Fußknechte): Lanzinner, RTA RV 1570, Nr. 566, hier S. 1145–1173, 1182–1197.
z
–z wie … ist] In B Hinzufügung am Rand.
17
 Direktion über die Anwendung der Kreishilfe beim Zusammenwirken von 3 oder 5 Kreisen durch den Oberst desjenigen Kreises, der die Hilfsaktion ausgelöst hat (EO im RAb 1555, § 78: Aulinger/Eltz/Machoczek, RTA JR XX, Nr. 390 S. 3130).
aa
–aa wie … defensionis] In B Hinzufügung am Rand.
18
 Bezugnahme auf die Zuzugsverpflichtung benachbarter Reichskreise gemäß EO im RAb 1555, §§ 62–65 (Aulinger/Eltz/Machoczek, RTA JR XX, Nr. 390 S. 3125–3127).
ab
 verbrecher] In B korr. aus: betrueber.
ac
–ac nach … landen] In B Hinzufügung am Rand.
ad
 viell weniger] In B: zugeschweigen. C wie Textvorlage.
ae
–ae so … begeben] In B Hinzufügung am Rand.
19
 RAb 1570, § 14 (Lanzinner, RTA RV 1570, Nr. 567 S. 1211).
af
 das ohne erwarttung] In B Hinzufügung am Rand.
20
 = der Strafe gemäß EO.
21
 = iuramentum partis laesae.
22
 = das Ausmaß der Schäden.
ag
 person oder dern] In B Hinzufügung am Rand.
23
 = Anhörung, Berufung.
ah
 oder] In B: und. C wie Textvorlage.
24
 = durch Zeugen überführen (Grimm, Wörterbuch XXIII, 674).
25
 = der Einzelne haftet für alle (Solidarhaftung).
ai
–ai die … angehören] In B Hinzufügung am Rand.
26
 Die Gft. Moers wurde 1586 von Spanien eingenommen und bis 1597 besetzt (Hirschberg, Geschichte, 100–106).
aj
–aj hern … als] In B Hinzufügung am Rand.
27
 Als Reaktion auf die spanische Stützpunktpolitik am Niederrhein besetzten die Generalstaaten geeignete Gegenplätze. Den „Grundstein“ legte Oberst Martin Schenk von Nideggen 1586 mit der Errichtung der nach ihm benannten, strategisch günstig gelegenen Schenkenschanze auf einer klevischen Rheininsel (Grevenwarth) in der Verzweigung von Waal und Rhein (Bobak/Carl, Söldner, 168; Petri, Zeitalter, 98; vgl. Liste und Karte der von Spanien und den Vereinigten Provinzen wechselseitig besetzten Orte am Niederrhein: Ebd., 96 f.). Nachdem die Verordneten des Kölner interzirkularen Tages vom Mai 1590 (vgl. Anm. 26, 27 bei Nr. 30) von den Generalstaaten die Restitution besetzter Orte im Reich eingefordert hatten, stellten diese in der Antwort (3. 10. {23. 9.} 1590), die nachfolgend dem RDT 1590 vorgelegt wurde, fest, die Schenkenschanze gehöre zum Hgt. Geldern, sei von Schenk auf Kosten dieser Lande errichtet und nach dessen Tod von den Generalstaaten mit hohem Aufwand verstärkt und gesichert worden. Dagegen versuchten die Gesandten in ihrer Replik, die Zugehörigkeit zum Hgt. Jülich zu belegen, während Geldern dort niemals ein Eigentum beansprucht habe. Deswegen könnten die Generalstaaten die Rückgabe nicht verweigern. Bei der Übergabe der Replik wurde zudem die Restitution von Isselort angemahnt. Vgl. Schweizer, Deputationstag, 43 f. Antwort und Replik bei Meteren, Beschreibung, 671–676, hier 674, 676; knapper: Khevenhiller, Annales III, 857–860; Häberlin XV, 500–503. Regest mit Datum 25. 9.: Japikse, Resolutiën VII, (1590) Nr. 133 S. 126; Vorlage der Replik mit Forderung der Rückgabe von Isselort: Ebd., Nr. 135 S. 128).
ak
 stellen] In B: bringen. C wie Textvorlage.
al
 ersprießlichen] In B Hinzufügung am Rand.
am
 der] In B korr. aus: etlicher.
28
 = ungescheut.
an
 verhoffen] In B danach: und. C wie Textvorlage.
ao
 in andere wege] In B Hinzufügung am Rand.
ap
 auff alle jahr] In B Hinzufügung am Rand.
aq
–aq Sintemall … stehen] In B Hinzufügung am Rand.
ar
 erpiethens] In B danach: seindt. C wie Textvorlage.
1
 Ulm, fol. 50 [Nr. 118].
2
 Ulm, fol. 57’–58’ [Nr. 122].
3
 Ulm, fol. 80’–82 [Nr. 132].
4
 Ulm, fol. 83’ f.; Speyer A, fol. 387’ f. [Nr. 133 mit Anm. a].
5
 Kursachsen, fol. 396’, 398 (Foliierungsfehler) [Nr. 38].
6
 Vgl. auch das Konz. für diese Fassung: StA Nürnberg, NRTA 111, fol. 202–203’ (Konz. Dorsv.: Resolution schrifft an statt mundtlichen voti der erbarn stett gesanndten uff den zwaiten punctum propositionis sambt erledigung deß gefangenen fursten und mitthilff der dreyer stendt. Im stettrath abgehört und approbirt 20. Junii[30. 6.] 1594.).
a
–a in … worden)] In D [Erstfassung]: in aufgerichtten unndt offt verbeßerten constitutionibus Imperii.
b
–b anno … und] Fehlt in B. C wie Textvorlage.
7
 Vgl. Anm. 48 bei Nr. 1 und Anm. 7 bei Nr. 255.
c
 das] Korr. nach B und C. In der Textvorlage verschrieben: dero.
d
–d deß … irgent] In D [Erstfassung]: auf denn fall, wan etwan.
e
–e die … zuschützen] In D [Erstfassung]: wehr dis ortts allsdann umb hulff unndt beistanndt zuersuchen unndt ahnzuruffen, den bemeltten Reichs constitutionibus hievon beßere erleuterung gegeben wurdte.
8
 EO im RAb 1555, § 77 (Aulinger/Eltz/Machoczek, RTA JR XX, Nr. 390 S. 3129 f.).
f
 offendirenten] In B: offendirten. C wie Textvorlage.
g
 dann verrner] In D [Erstfassung]: aber.
h
 güetliche] In B: güete. C wie Textvorlage. Fehlt in D [Erstfassung].
i
 erhandlt] In B: gehalltten. C wie Textvorlage.
j
–jwie … abgeholffen] Fehlt in D [Erstfassung].
k
 und] In B: von. C wie Textvorlage.
l
–l Was dann …an] Fehlt in D [Erstfassung].
9
 Nr. 467.
10
 Vgl. die im Supplikationsrat am 6. 7. gebilligte Resolution [bei Nr. 467].
m
 gleich] In B: gleichwohl. C wie Textvorlage.
11
 Eigene Maßnahmen des betroffenen Kreises sowie Zuzugsverpflichtung benachbarter Reichskreise gemäß EO im RAb 1555, §§ 60–65 (Aulinger/Eltz/Machoczek, RTA JR XX, Nr. 390 S. 3124–3127).
12
 Die Aufnahme des Passus zu Lizenten und Konvoigeldern in die Resolution wurde erst am 28. 7. von Köln angeregt (Ulm, fol. 83’ f. [Nr. 133 mit Anm. a]). Vgl. die Kölner Supplikation [Nr. 450].
n
 ksl. Mt.] In B: die ksl. Mt.C wie Textvorlage.
13
 Nr. 492.
o
–o standts … alters] In D [Erstfassung]: alters unndt stanndß.
p
 und buesse] Fehlt in D [Erstfassung].
q
–q ksl. … stendten] In B: der römischen kayserlichen Mayestatt unnd des Heyligen Römischen Reichs gemeiner stennde. C wie Textvorlage.
r
–r und … wol] Fehlt in D [Erstfassung].
14
 Vgl. bei der Supplikation [Nr. 492].
s
 zuerlassen] In D [Erstfassung] danach zusätzlich [in der Endfassung gestrichen]: Zum dritten erachtet SR zur Werbung der innerösterreichischen Landstände um eine Türkenhilfe [Nr. 282], dass die dem Ks. bereits bewilligte Türkensteuer allen Anrainern an der Grenze zugutekommen soll. Deshalb werden auch die genannten Landstände sich derselben nicht weniger zuerfreuen undt zugenießen haben. SR geht davon aus, der Ks. werde sich mit denselben lanndtstendten dermaßen aller gnedigst vergleichenn unndt erzaigenn, damit ihnen daraus zu gebuhrlicher ihrer notturfft zimliche hulffe ervolge undt sie allso deren unfeilbar genießen mugen etc.
1
 Eine schriftliche Fassung der Resolution zum 1. Teil des 2. HA (Landfriede) konnte nicht aufgefunden werden. Zum Inhalt vgl. das ausführliche Referat vor KR am 27. 7. (wie Anm. 4, hier fol. 390–391’).
2
 Österreich, fol. 54’–59’ [Nr. 80].
3
 Österreich, fol. 67 [Nr. 83]; Würzburg B, fol. 156’ [Nr. 85].
4
 Kursachsen, fol. 390’–393’, hier 392–393’ [Nr. 37].
5
 Vgl. Nr. 255, fol. 109’–114.
6
 Vgl. Anm. 50, 51 bei Nr. 1.
a
 nur] In B: nun. C wie Textvorlage.
b
 unnd beschloßen] Fehlt in B. C wie Textvorlage.
c
 im nahmen unnd] Fehlt in B. In C fehlt lediglich: im nahmen.
d
 Reichs] Ergänzt nach B und C. Fehlt in der Textvorlage irrtümlich.
e
 sammentlich] Fehlt in B. C wie Textvorlage.
f
 parteienn] In B danach zusätzlich: samentlich. C wie Textvorlage.
7
 Bezugnahme auf die Proposition [Nr. 1], fol. 38’ f. [Hierumb unnd dieweil … ermanglen lassen werden.].
g
–g durch … mit] In B: durch taugliche, wol qualificirte personen, von irer Mt. und dem Reich oder der deputirten churfürsten unnd fürsten subdelegirten mit. C wie Textvorlage.
h
 zu sehenn] In B nachträglich korr. zu: zu setzen. C wie Textvorlage.
i
 unnd] In B und C danach zusätzlich: daß.
j
 nachmaln] In B, C: noch wol.
k
 sein] Ergänzt nach B und C. Fehlt in der Textvorlage irrtümlich.
8
 Randvermerk in der Textvorlage und in C zu diesem Satz: N.B.: Assecuratio ante omnia constituenda, verba enim non sufficiunt.
l
 hette] Fehlt in B. C wie Textvorlage.
m
 unnd] In B, C: auch.
n
 genaigt unnd gewillt] Ergänzt nach B und C. Fehlt in der Textvorlage wohl irrtümlich.
o
 ruhmlich] In B: thuenlich. C wie Textvorlage.
p
 angesehenn] In B und C danach zusätzlich: worden.
q
 welche] Ergänzt nach B und C. Fehlt in der Textvorlage irrtümlich.
r
 nöttenn] In B: noturfft. C wie Textvorlage.
s
 unnd] In B, C: auch.
t
 eingezogen] In B: mit eingezogen. C wie Textvorlage.
9
 = Frankreich und England.
10
 Randvermerk in der Textvorlage zu diesem Abschnitt: N.B.: Wo bleibt assecuratio, sine qua nihil agitur?Entsprechender Vermerk in C: Wo pleibt assecuratio, sine qua frustra agetur?
u
 zeit] In B danach Hinzufügung am Rand: deren mann sich zuvergleichen. C wie Textvorlage.
v
 unnd] Fehlt in B. C wie Textvorlage.
w
 demnach] In B: dannocht. C wie Textvorlage.
11
 Vgl. RAb 1582, § 44 (Leeb, RTA RV 1582, Nr. 457 S. 1423).
x
 auß wollmeinendem voto] In B: aus deß herrn braunschweigischen wolffenbüttlischen voto. C wie Textvorlage.
12
 Vgl. Votum Braunschweig-Wolfenbüttel am 12. 7. (Österreich, fol. 58 [Nr. 80]) sowie die schriftliche Fassung (ebd., Anm. 20).
y
 freybeutternn] In B danach zusätzlich: genannt. C wie Textvorlage.
1
 Verlesung: Kursachsen, fol. 378 [Nr. 36].
2
 Im Zuge der offensiven Kriegsführung der Generalstaaten seit 1590 (vgl. Anm. 41 bei Nr. 34) begann im Mai 1594 die Belagerung der Stadt Groningen, deren Einnahme mit dem Vertrag vom 23. 7. 1594 abgeschlossen wurde. Damit fiel „die letzte royalistische Hochburg im Norden“ an die Vereinigten Provinzen (Parker, Aufstand, 276; vgl. Blok, Geschichte, 513–515; Nimwegen, Army, 161). Anschließend fielen am 22. 8. 1594 ca. 3000 Mann, dem Vernehmen nach Söldner der Generalstaaten, aus Groningen kommend ins Jülicher Land ein, wo es trotz entsprechender Gegenmaßnahmen „doch nit ohn groissen schaden abgangen“ (Lau, Buch Weinsberg IV, 203).
3
 Nr. 467(Supplikation); Nr. 290(Gutachten).
1
 Verlesung: Würzburg B,fol. 156 [Nr. 85].
2
 Die Bezeichnung „beschwerter“bei fursten und stend, die im Dorsv. der Textvorlage fehlt und in B enthalten ist, wird hier am Rand nachgetragen.
3
 Nr. 292.
4
 Nr. 467.
5
 Vgl. Anm. 19 bei Nr. 36.
a
–a zudem … zutringen] In B Hinzufügung am Rand.
6
 Vgl. Anm. 2 bei Nr. 293.
b
 beschwerlich] In B: beschwerlich gnug. C wie Textvorlage.
c
 die sachen] Ergänzt nach B und C. Fehlt in der Textvorlage wohl irrtümlich.
7
 = die Kriegsparteien.
d
 gar nichts oder wenig] In B und C: gar wenig oder nichts.
e
 wie mehrmals beschehen] In B Hinzufügung am Rand.
1
 Nr. 288.
2
 Vgl. Nr. 249, fol. 491[Wie man dan gleichermaaßen … getrieben werden mögen]; Nr. 251, fol. 32[Was aber die restanten … erklecklicher sein werde].
3
 Vgl. Nr. 250, fol. 315[Dieweil aber eben … verschonung underthenigist gebetten].
a
 beschwerte] In B Hinzufügung am Rand.
b
 jetziger Reichs steur] In B Hinzufügung am Rand und korr. aus: fur dißmal.
c
 halben] In B danach gestrichen: biß zu erlangung beßere voriger ruhe unnd beßeren vermogens (da sie sich aller underthenigst erpieten).
d
–d auch … bevehlen] In B Hinzufügung am Rand.
e
–e gutte … laßen] In B Hinzufügung am Rand.
f
 Ohne Unterzeichnung] In B: Unterzeichnet von den Bevollmächtigten des Niederrheinisch-Westfälischen Kreises.
1
 Nr. 288.
2
 Die Stadt Köln wurde im niederländischen Krieg weder belagert noch geplündert, allerdings erlitten Bürger bedeutende Schäden an Landgütern außerhalb der Stadt sowie Verluste an Handelswaren und Gebäuden in niederländischen Städten (Arndt, Reich, 194). Vgl. zu den Auswirkungen des niederländischen und des Kölner Kriegs auf die Stadt (und den Niederrheinisch-Westfälischen Kreis): Bergerhausen, Köln, 146–149, 183–186, 242–248; zu den Folgen des Kölner Kriegs für den Handel der Kölner Kaufleute: Becker, Alltag, 137 f. Allgemeine „Kriegsdrangsale“: Ennen, Geschichte V, 168–191 (Kölner Krieg), 259–270 (niederländischer Krieg), 287–291 (konkrete Kriegsfolgen für Handel und Gewerbe).
3
 Vgl. die Kölner Supplikation [Nr. 450].
1
 Kursachsen, fol. 533 f. [Nr. 50].
2
 Vgl. Antwort zum 2. HA [Nr. 255], fol. 108’ f. [Damit /109/ dan … zurichten seye.]. Vgl. auch die nachfolgende Resolution der Reichsstände vom 16. 8. 1594 [Nr. 300].
a
–a als … wider] In B Hinzufügung am Rand.
b
 darzu] In B, C: herzu.
3
 Bewilligung der Reichshilfe, falls die Kriegsparteien die Restitution besetzter Orte im Reich und andere Vorbedingungen für die Friedensvermittlung ablehnen oder diese sich verzögert. Vgl. Antwort zum 2. HA [Nr. 255], fol. 108’ [Soltte aber die gesuchte … kommen solte.].
c
–c das … seien] In B Hinzufügung am Rand.
d
 deßenn, so] In B, C: deßjenigen, was.
4
 Vgl. zu diesen Beratungen der 4 Kreise am 8. 8. und 10. 8. den Bericht der Jülicher Gesandten an die Räte in Düsseldorf vom 13. 8. 1594: In den Beratungen ist von den Gesandten der Stände aus dem Oberrheinischen Kreis, /504/ das sie nicht alle beisamen, auch zu diesem handell nicht befellicht wehren, allein zu verzuglichen auffenthalt angezeigt worden.Da von den Gesandten der Stände aus dem Niedersächsischen Kreis einige bereits abgereist waren, wollten die noch anwesenden die Entscheidung an eine Zusammenkunft der Kreise nach dem RT verschieben. Dem haben sich die Vertreter des Kurrheinischen Kreises zunächst angeschlossen. Dagegen haben sie, die Jülicher Gesandten, namens des Westfälischen Kreises alle erfindtliche ablehenungen[!] solchs verzuglichen, langsamen, gar unfruchtbarlichen furnehmens eingewendtund gefordert, sich sogleich über einen Reichskommissar und anderweitige Anordnungen für den Einsatz der Reichshilfe zu einigen und dies im RAb zu manifestieren. Der Kreis hat dazu [obige] Supplikation an KR gerichtet und den aufgetragenen Protest [Nr. 298] mündlich und schriftlich vorgebracht. Die Übergabe des Protests an den Ks. wurde bisher aufgeschoben, weil auf ihre Supplikation hin seitens des KR die Andeutung erfolgte, dass der /504’/ defensions punct des commissarii halben im abschied vermuthlich solle erläutert und weittern protestirens unvonnotten werden(LAV NRW R, JB II 2343, fol. 504–506’, hier 504 f. Or.). Das Kölner Protokoll zu diesen Beratungen der 4 Kreise am 8. 8. und 10. 8. (Köln, fol. 145’–147’, fol. 151–152) ist auf dem Sicherungsfilm überwiegend nicht lesbar (ausgebleicht). Der Kurkölner Rat von Fürstenberg betonte im Hinblick auf die Sitzung am 8. 8., Magdeburg habe sich widerumb[vergeblich] gern eindringen wollen ad sessionem et votum(Bruns, Tagebücher, 569 f. Vgl. Stieve, Politik I, 242, Anm. 1). Die Stände aus dem Oberrheinischen Kreis waren in einer internen Beratung am 10. 8. (31. 7.) übereingekommen, mangelnde Weisungen vorzugeben. Zudem erfordertt der sachen notturfft, das hierzu kriegs erfahrne gezogen unnd gebraucht würden. Darumb ein jeder seiner herschafft, was disfals furgelauffen, referiren unnd anheimb bringenn wolten(Hessen, unfol.).
e
–e wenn … Höhe] In B Hinzufügung am Rand.
f
–f und … vergleichen] In B Hinzufügung am Rand.
5
 Vgl. Anm. 19 bei Nr. 36.
6
 Vgl. das Gutachten des Kreises [Nr. 290], fol. 268’ f. [Und damitt das defension … in specie zuvergleichen.].
g
–g alls … solle] In B Hinzufügung am Rand.
h
 keiner] In B, C: kein der[!].
i
 genugsame] In B, C: gepurliche.
j
 lauter unnd undisputirlich] In B Hinzufügung am Rand.
1
 Jülich-Berg, fol. 202’–204 [Nr. 85, Ergänzung zu Würzburg B, fol. 157].
2
 Kursachsen, fol. 533 f. [Nr. 50].
3
 Vgl. Nr. 288, Nr. 295, Nr. 467.
4
 Enthalten in der Antwort zum 1. HA (Türkenhilfe) [Nr. 249], fol. 491 [Wie man dan… werden mögen].
5
 Vgl. Antwort der Reichsstände zum 2. HA [Nr. 255], fol. 108’ [Soltte aber die … kommen solte.].
6
 Vgl. die Supplikation des Niederrheinisch-Westfälischen Kreises an KR [Nr. 297].
a
 oder] In B, C: noch.
b
–b auch … stenden] In B Hinzufügung am Rand.
c
–c gnugsame … mochten] In B Hinzufügung am Rand und korr. aus: hilff.
d
 stende] In B, C: fursten und stende.
e
 erpietenn] In B, C: erpottenn.
f
 deren namen] In B korr. aus: namen hoch-, woll- und gemelter stende.
g
–g der … vorzubringen] In B Hinzufügung am Rand.
h
 glaublich] In B, C: glaubwurdig.
1
 Nr. 298.
1
 Kursachsen, fol. 558’–560, 562’ [Nr. 52].
2
 Vgl. Antwort zum 2. HA [Nr. 255], fol. 108’ f. [Damit /109/ dan … zurichten seye.].
3
 Vgl. zu den Beratungen der 4 Kreise: Anm. 4 bei Nr. 297.
4
 Nr. 297.
5
 Nr. 298.
6
 Erlegungstermine waren Laetare (5. 3. {23. 2.}) und Nativitatis Mariae (8. 9.) 1595 sowie Laetare (24. 3. {14. 3.}) 1596. Vgl. Antwort zum 2. HA [Nr. 255], fol. 108’.
a
 wie sie] In B Hinzufügung am Rand.
b
–b die … abgesandte] In B Hinzufügung am Rand und korr. aus: der churfürsten, fürsten unnd stende noch anwesendte räthe, pottschafftenn unnd abgesandten.
c
 gefahr] In B danach gestrichen: der sachen.
7
 Vgl. Anm. 19 bei Nr. 36.
d
 das ihre ksl. Mt.] In B nachträgliche Einfügung.
8
 Gf. Simon VI. zur Lippe (1554–1613), seit 1577 Zugeordneter, 1595 Oberst im Niederrheinisch-Westfälischen Kreis. Vgl. NDBXXIV, 423–425 (Lit.); Ehrenpreis, Kunst; Kistenich, Simon VI., hier 96; Falkmann, Graf, hier 119 f.
e
–e des … stendten] In B durch Hinzufügungen und Streichungen korr. aus: deß westphalischenn kraiß unnd deren benachbahrten beschwertten stenden deß churfürstlichen kraiß.
f
 freybeutens] In B danach gestrichen: als nemlich, do es fur rathsam und guet angesehen wurde, uff ein-, zwey hundert pferdt unnd zwey fendlin knecht ohngefehr oder auch.
g
 gewissen] In B korr. aus: stärckhern.
h
–h allein … ortt] In B Hinzufügung am Rand.
9
 Vgl. das Gutachten des Kreises [Nr. 290], fol. 268’ f. [Und damitt das defension … in specie zuvergleichen.].
i
–i Daruber … wöllen] In B Hinzufügung am Rand und korr. aus: Unnd daß sollche vorangebne hulff[gestrichene Ergänzung am Rand: oder wie vileicht in den kraißen und durch die betrangte stende, zuvorderst auch irer ksl. Mt. ein noch bequemer mittel bedacht wurdt] also im westphalischen kreiß angeordnet, daß sie ahn gelegenen ortten angestellt wurde unnd uff befundenen nottfall einem oder dem andern beschwerten standt bequemlich unnd gleichmeßiglich zu seiner rettung gelaistet werdenn moge. Wie dann auch die direction daruber sollchem inn nhamen ihrer ksl. Mt. unnd des Reichs verordneten commissarien zustehen und gepuren solle, dieselbige angeordnete hulff (jedoch mitt guttachten der beschwerten stende unnd uff maß zwischen inen getroffener unnd abgeredter vergleichung) jederzeitt in zutragenden nottfellen eins oder andern ortz[!] allein defensive unnd keins wegs offensive vorzunhemen; ohngezweiffelt, wan die beschwerte khraiß und stende irem vermogen nach wie billich sich selbst auch angreiffen, es werde uff dergleichen mittel inen nicht ungedeyliche rettung widerfahren mogen.
1
 Kursachsen, fol. 567 [Nr. 53]. Vgl. dazu den Hinweis in Nürnberg (fol. 180’): Es handelt sich um eines der Stücke, die in Abwesenheit der Reichsstädte verlesen, aber anschließend zur Abschrift gegeben und den Reichsstädten zugestellt wurden.
2
 Nr. 300.
a
–a und … gethan] In B Hinzufügung am Rand.
3
 Gf. Simon VI. zur Lippe war am 21. 6. 1594 zum ksl. Reichshofrat ernannt worden (Kistenich, Simon VI., 96; Falkmann, Graf, 120; Ehrenpreis, Kunst, 198). Zur Ernennung und Vereidigung am 21. 6. vgl. auch HHStA Wien, RHR-Protokolle 70a, fol. 68’; Fleischmann, Beschreibung [F3].
b
 im abschiedt] In B Hinzufügung am Rand.
c
 furgenommen] In B danach gestrichen: undt demselben bevohlen.
4
 Vgl. RAb [Nr. 511], § 48. Zur Beschlussfassung vgl. auch Rode, Kreisdirektorium, 106 f.
d
–d zum … beschiecht] In B Hinzufügung am Rand und korr. aus: entweder auff die durch berürter stendt des westphalischen craißes geschehene andeutung oder andere bequeme mittel und gewisse anzahl.
e
 zuentschliessen] In B danach gestrichen: dadurch die gefehrliche einfell, straiff und freybeuterey dis orts nach gestalt und ertrag der bewilligten hülff, auch der stendt selbst vermögen defensive abgewendet und verhindert werden mögen.
5
 Vgl. das Protokoll des Ausschusses (Kursachsen, fol. 551’–553 [Nr. 153]) sowie die auslösenden Supplikationen [Nr. 451, Nr. 491].
f
–f umb … willen] In B Hinzufügung am Rand.
6
 Vgl. RAb [Nr. 511], §§ 125–129.
g
–g Unterzeichnet … Hannewald] Fehlt in B.
a
–a gemäß … sowie] In B Hinzufügung am Rand.
1
 Antwort der Reichsstände zum 2. HA [Nr. 255], fol. 105 ff.
b
 vorkommender] In B: vorfallender.
c
 mehr] Ergänzt nach B. Fehlt in der Textvorlage wohl irrtümlich.
d
–d des… können] In B Hinzufügung am Rand.
e
–e inn … forderen] In B Hinzufügung am Rand.
f
–f sambtmochten] In B Hinzufügung am Rand.
1
 RKGO, Zweiter Teil, XXXVI (Laufs, RKGO, 217); angesprochen wird nur die Wendung an die Visitationskommission.
2
 Für 1576 wohl Bezugnahme auf Bericht und Dubia des RKG an die Visitationskommission 1576, welche die ksl. Proposition beim RT 1576 ansprach. Druck: Nettelbladt, Bericht, Anhang Nr. 9, 10 S. 82–91; Referat: Häberlin IX, 559–574. Für 1582: Beilagen zum 4. HA (Reichsjustiz) (Aktennachweise: Leeb, RTA RV 1582, Nr. 211 S. 823–827), die an den RDT 1586 prorogiert und dort ergänzt um wenige weitere Eingaben neuerlich vorgelegt wurden (Dokumentation im Volltext: Fröschl, RTA RV 1586, Nr. 7a–7t S. 176–247). Dubia des RKG von 1585 mit Bescheiden der Visitationskommission 1586: Ludolff, CJC, Nr. CCCIX S. 436–447.
3
 Zum Problem der Dubia am RKG als Folge der „paria-vota-Situation“ vorrangig im Streit um die Auslegung des Religionsfriedens vgl. Rabe, Religionsfriede, 275–280; Heckel, Religionsprozesse, 335 f.; Ruthmann, Religionsprozesse, 265 f., 364–368 (Dubia von 1582); Ruthmann, Religionsprozesse als Folge der Glaubensspaltung, 236–238; Gotthard, Religionsfrieden, 414–416; Haag, Dynastie, 1639–1643.
4
 Vgl. KR am 10. 6. (Kursachsen, fol. 42’–44’ [Nr. 5]), FR am 10. 6. (Österreich, fol. 11’–13’ [Nr. 57]), 14. 6. (Bayern, fol. 47–58’ [Nr. 59]), 29. 7. (Österreich, fol. 69–72’ [Nr. 87]); KR am 29. 7. und 30. 7. (Kursachsen, fol. 401–417’, fol. 421’–429 [Nr. 39, 49]) sowie KR und FR, sodann RR am 1. 8. (ebd., fol. 437–438, 443 [Nr. 42]; Würzburg B, fol. 172a’-174 [Nr. 89]). Vgl. Antwort zum 3. HA (Reichsjustiz) [Nr. 259], hier fol. 133–135.
1
 Speyer, fol. 85’ [Nr. 135]; Ulm, fol. 87 f. [Nr. 137].
2
 Kursachsen, fol. 443 [Nr. 42].
a
 soll nit] In B: soll doch nit. C wie Textvorlage.
3
 DAb 1586 zum Justizwesen (§§ 1–53): Fröschl, RTA RV 1586, Nr. 38 S. 864- 886.
4
 Vgl. Nr. 305.
b
 ainhelligklich] In B, C: einhelliglichem.
5
 In C (ISG Frankfurt) als Vermerk: Dieser letzte Absatz ist nit verlesen worden auß ursachen, dz die chur- und fursten deßelben, soviel dz muntz wesen ahnlangt, auch gedacht und weitleuftigere ausfuhrung gethan haben.
c
 ubertretern] In B, C: ubertretten.
1
 Ulm, fol. 86’ [Nr. 136], fol. 87’ f. [Nr. 137].
2
 Vgl. Nr. 260, fol. 454’, sowie Ulm, fol. 97’ f. [Nr. 140].
3
 Vgl. Nr. 304.
4
 DAb 1586, § 27, Abschnitt: Inn fellen aber … mandata erkennt werden(Fröschl, RTA RV 1586, Nr. 38 S. 878).
5
 A) Schreiben der 4 ausschreibenden Städte (Worms, 14. 1. 1587) sowie B) der Reichsstädte insgesamt (Speyer, 29. 8. 1588) an den Ks.: Jeweils Bitte, die vom RDT 1586 verabschiedeten Einschränkungen der bis dahin geltenden Bestimmungen für Pfändungen und Arreste (vgl. RAb [Nr. 511], § 75 mit Anm. 51) nicht zu ratifizieren, da dies den Untergang der Reichsstädte und anderer mindermächtiger Reichsstände bedeuten würde, sondern die Bestätigung und Publikation des DAb bis zum nächsten RT zu suspendieren. Nachweise der beim RT am 5./6. 8. (26./27. 7.) 1594 kopierten Schreiben: HHStA Wien, MEA RTA 91, A) fol. 462–477’; B) fol. 458–461’. HStA München, KÄA 3230, A) fol. 269–278’; B) fol. 236–238’. HStA Dresden, GA Loc. 10202/6, A) fol. 316–325’; B) fol. 327–329’. GStA PK Berlin, I. HA GR Rep. 10 Nr. Vv, A) fol. 433–445’; B) fol. 446–449’. HStA Stuttgart, A 262 Bd. 71, A) fol. 467–479’; B) fol. 463–465. ISG Frankfurt, RTA 86, A) fol. 214–227’; B) fol. 230–233’. Kopp. Schreiben B) referiert bei Häberlin XVIII, 411–414. Vgl. Fröschl, RTA RV 1586, Nr. 38 S. 878 f., Anm. 11, sowie Anm. 7 bei Nr. 40.
6
 = den DAb 1586.
a
 tractieren] In B: retractieren. C wie Textvorlage.
b
 wöllen] In B danach zusätzlich: und es nun mehr an dem allem. C wie Textvorlage.
c
 statiren] In B, C: statuieren.
1
 Kursachsen, fol. 397’ [Nr. 38].
2
 RKGO, Dritter Teil, LIII, § 1 (Laufs, RKGO, 275 f.). Vgl. zur Revision: Dick, Entwicklung, 215–218.
1
 Kursachsen, fol. 488 f. [Nr. 47].
a
 die revision außschreiben] In B Hinzufügung am Rand.
b
 Diese … werden] In B Hinzufügung am Rand.
2
Die Billigung der Resolution durch den Ks. am 10. 8. ist enthalten in der Triplik zum 2. HA (Landfriede und Niederlande) [Nr. 258, fol. 557’ f.]. Vgl. die Aufnahme der Regelung in den RAb [Nr. 511], § 100. Betonung dieser einzigen Ausnahme vom Kurmainzer Recht, über die Annahme von Revisionsanträgen zu entscheiden, bei Duchhardt, Kurmainz, 214.
1
 Vgl. zur aktiven Münzpolitik der 3 oberdeutschen Kreise, die sich 1564 zur interzirkularen Münzassoziation („korrespondierende Kreise“) mit gemeinsam und regelmäßig veranstalteten Probationstagen zusammengeschlossen hatten: Heil, Reichspolitik, 286 f., 351–358, 487 f., 576 f. mit Anm. 27; Reichmann, Gestaltung, 143–159; Hartmann, Reichskreis, 93, 209 f., 346 (zwischen 1564 und 1664 insgesamt 128 gemeinsame Münz- bzw. Probationstage); Cahn, Münzgeschichte, 76–81, 89–92; Ebneth/Endres, Reichskreis, 53 f.; Langwerth von Simmern, Kreisverfassung, 290–303.
2
 = das RT-Ausschreiben. Vgl. Einleitung, Kap. 2.4.
a
 gemeines Reichs] In B: gemeines deß Reichs.In C: gemeinen Reichs.
3
 Kursachsen, fol. 12’–17’ [Nr. 4]; Österreich, fol. 11’ f., Bayern, fol. 47–48 [Nr. 57, Nr. 59].
4
 Würzburg B, fol. 165’–172 [Nr. 88].
b
 ye] Fehlt in B. C wie Textvorlage.
5
 Vgl. Unterbeilagen 3 und 4 sowie entsprechend eindringliche Aufforderungen an den Ks. in den beiden jährlichen Probationsabschieden der Münzassoziation, den Vollzug der RMO sicherzustellen, verbunden mit obiger Drohung: Abschiede (hier 1588–1593) bei Lori, Sammlung Münzrecht II, 133–159. Orr. der Abschiede (seit 1592): StA Bamberg, Fränkischer Kreis KA 650–654.
6
 Bezugnahme wohl auf die Antwort des Ks. vom 10. 6. 1592 (Prag) auf ein Schreiben der assoziierten Kreise vom 15. 10. 1591 (Augsburg), in dem diese zum wiederholten Mal die Missstände im Reichsmünzwesen beklagten und Abhilfe einforderten. Der Ks. verwies auf seine Bemühungen auf vielen RVV, ermahnte die Münzassoziation, die RMO weiterhin zu vollziehen, und sagte zu, den Reichsfiskal zur Bestrafung von Verstößen zu veranlassen sowie andere Kreise und Stände aufzufordern, in Vorbereitung der Verhandlungen auf einem RT Gutachten zur Münzproblematik zu verfassen (Hirsch, Münz-Archiv III, Nr. III S. 7–9). Zuvor hatte der Ks. die Münzassoziation in einem Schreiben vom 14. 6. 1588 auf einen RT vertröstet (Verlesung des Schreibens beim Probationstag gemäß Abschied vom 3. 10./13. 10. 1588: Lori, Sammlung Münzrecht II, 135 f.).
7
 Gemäß Bericht der Bamberger Gesandten an Bf. Neithard vom 31. 5. 1594 wurde ihnen im Rahmen des Probationstags am 23. 5. aufgetragen, die Beschwerden der 3 Kreise sowie ein Gutachten zu formulieren, /129’/ wie man einesmaln zu nottwendiger, unvermeidenlicher execution des müntzedicts gelangenkönne (StA Bamberg, Hst. Bamberg GK 546, fol. 127–131’, hier 129’. Or.).
8
 Vgl. die Münzproben: HHStA Wien, MEA RTA 91, fol. 519–527’. StA Bamberg, Fränkischer Kreis KA 1063, fol. 73–81’. LAV NRW R, JB II 2344, fol. 456–466’. HStA Stuttgart, C 1 2 Bü. 8, unfol. Kopp.
9
 Ein anderweitiges, von den Gesandten nur des Fränkischen Kreises formuliertes Gutachten vom Probationstag 1594, das bei den RTA nicht nachzuweisen ist, stimmt inhaltlich nur teilweise mit obiger Fassung überein, könnte aber als Vorlage dafür gedient haben. Druck: Hirsch, Münz-Archiv III, Nr. XV S. 41–45, und Lünig, Staats-Consilia I, 461–464. Nach diesen Drucken referiert bei Häberlin XVII, 598–607 (falsche Bezugnahme auf das im Probationsabschied angesprochene Gutachten der Münzassoziation insgesamt).
10
 Vgl. Anm. 59 bei Nr. 1.
11
 Pfgf. Georg Johann I. von Veldenz ließ zwischen 1572 und 1590 mindestens 650 000 Halbbatzen prägen, die nicht für die Münzversorgung der Bevölkerung gedacht waren, sondern „in betrügerischer Gewinnabsicht“ nach Frankfurt zum dortigen Absatz gebracht wurden (Petry/Weisenstein, Münzprägung, 35). Im Oberrheinischen Kreis wurden zwischen 1571 und 1596 insgesamt 37,08 Mio. Halbbatzen gemünzt (Schneider, Münzproduktion, 143). Vgl. ausführlich zur übermäßigen Prägung von Pfennigen, Halbbatzen, Groschen (Dreikreuzer) und anderen unterwertigen Kleinmünzen gegen die Vorgaben der RMO mit zunehmend schlechterem Feingehalt im Oberrheinischen Kreis mit Beispielen: Ebd., 133–167; konkrete Angaben zur Prägemenge einzelner Stände sowie geordnet nach Münzsorten: 173–213.
12
 Vgl. Einladungsschreiben der Münzassoziation (o. O., 14. 11. 1585) an den Ehg. und die Eidgenossenschaft (Hirsch, Münz-Archiv II, Nr. CXXI S. 347 f.); Antwort des Ehg. mit Vollmacht (Innsbruck, 4. 2. 1586: Ebd., Nr. CXXIV S. 352–354). Die Abschlusserklärung (Konstanz, 4. 3. 1586) unterzeichneten neben den Gesandten der Assoziation Verordnete des Ehg. und der Eidgenossenschaft, im Text wird daneben ein Vertreter der Stadt Straßburg genannt (ebd., Nr. CXXV S. 354–357). Vgl. Häberlin XIV, 471–478; Cahn, Münzgeschichte, 91.
13
 Gemäß RMO 1559, § 11, gültig für alle Münzen unter dem Fünfkreuzer (Leeb, RTA RV 1558/59, Nr.804 S. 1959); für Halbbatzen und andere Kleinsorten bestätigt im RAb 1576, § 76 (Neue Sammlung III, 366). Vgl. Blaich, Wirtschaftspolitik, 58 f.
14
 RMO 1559, §§ 50–53 (Leeb, RTA RV 1558/59, Nr.804 S. 1967 f.); zuletzt bestätigt im RAb 1576, § 75 (Neue Sammlung III, 365 f.).
15
 Vgl. RAb 1576, §§ 67–80 (Neue Sammlung III, 364–366; nicht alle genannten Punkte im RAb enthalten); RDT 1577 (kein DAb) mit Bestätigung des RAb 1576, ansonsten Absichtserklärungen zur Beachtung der RMO im Burgundischen Kreis, in den ksl. Erblanden und durch Ehg. Ferdinand von Tirol (vgl. Häberlin X, 507 f.; Heil, Reichspolitik, 589 mit Anm. 70; Akten: Gross/Lacroix, Urkunden II, Nr. 693 f. S. 313 f.).
16
 Bei der vielfach beklagten „Münzsteigerung“ handelte es sich nicht um ein „Steigen“ der großen Nominale, sondern um ein Absinken des Wertes der Kleinmünzen (Scheidemünzen): Da sie gegen die RMO in Schrot und Korn geringer ausgeprägt wurden, um den Schlagschatz zu erhöhen, ergab sich für die gleichbleibend hochwertig geprägten Großmünzen ein immer höherer Betrag an Kleinmünzen als Äquivalent. Die Großmünzen „stiegen“ im Nennwert, da aufgrund des verringerten Silbergehalts in Kleinmünzen eine immer höhere Zahl von Kreuzern oder Batzen notwendig war, um der Silbermenge der Großmünzen zu entsprechen. Ursache dafür war der in der RMO zu hoch angesetzte Feingehalt der Kleinmünzen, der auch bedingte, dass große Nominale eingeschmolzen und zu unterwertigen Kleinmünzen umgeprägt wurden. Weitere Faktoren der Münzverschlechterung waren der Aufkauf großer Silbernominale mit ausländischen Münzen geringeren Silbergehalts (Aufwechslung), die Ausfuhr ins Ausland und die dortige Umschmelzung zu geringerwertigen, aber im Nennwert gleichrangigen ausländischen Münzen (Rittmann, Geldgeschichte, 210–219; Sprenger, Münzverschlechterung, 128–133; Gerhard, Garten, 163–170; Lanzinner, Friedenssicherung, 380 f.).
c
 dermassen] In B: der messen. C wie Textvorlage.
17
 Vgl. Unterbeilagen 3 und 4.
d
 gemüet] In B, C: bemüehet.
e
 oben] In B, C: eben.
f
–f wo … wirdte] Fehlt in B. C wie Textvorlage.
g
 Cöln] In B, C danach: und.
h
 großer] In B: größer.In C: grösserer.
18
 = der RMO.
19
 Aufgrund ihres gegenüber ausländischen Münzen hohen Edelmetallgehalts bei einem verhältnismäßig geringen Nennwert flossen Reichsmünzen vielfach auch nach Burgund ab, das die RMO nicht vollzog, sondern bei einem leichteren Münzfuß blieb. Reichsmünzen konnten mit Gewinn zu geringerwertigen Nominalen umgemünzt und ins Reich zurückgebracht werden (Bergerhausen, Exclusis, 191, 196; Lanzinner, Friedenssicherung, 381; Lanzinner/Heil, Reichstag, 624).
20
 Ehg. Ferdinand hatte sich am 23. 11. 1571 gegenüber dem Ks. förmlich von der RMO und deren Münzfuß losgesagt; dem schlossen sich wenig später Ehg. Karl für Innerösterreich, sodann 1573 Ks. Maximilian II. für Böhmen an (Newald, Münzwesen, 188–195; zusammenfassend Probszt, Geldgeschichte, 413–415; Geyer, Münzpolitik, 91; Roll, Münzwesen, 191). Ehg. Ferdinand kündigte zudem die Münzkorrespondenz mit den Kreisen der oberdeutschen Münzassoziation auf (Christmann, Bemühen, 88).
21
 Auch im Text ist die Pfalz-Neuburger Kop. irrtümlich datiert mit Regensburg, 15. 10. 1591.
1
 Würzburg B, fol. 169 [Nr. 88].
2
 Mark - Kölnische Mark: Massemaß für das Münzgewicht und das Edelmetallgewicht. Die Kölnische Mark, entsprechend 233,856 Gramm, wurde in der RMO 1524 als allgemein gültiges Münzgewicht festgesetzt (Schrötter, Wörterbuch, 371 f.; Rittmann, Geldgeschichte, 167–170; Blaich, Wirtschaftspolitik, 17).
3
 Lot und Grän bestimmen den Feingehalt (Korn) des Silbers; reines Silber war 16-lötig (Schrötter, Wörterbuch, 190 f., 234, 360 f.).
4
 Münzen im Wert vom 11 fl. 6 Batzen, dazu 9 Batzen Prägekosten ergibt 12 fl. je Mark (1 fl. = 15 Batzen).
5
 = Reichstaler gemäß RAb 1566, § 150 (Lanzinner/Heil, RTA RV 1566, Nr. 467 S. 1554 f.).
6
 = Reichsguldiner der RMO 1559, § 3 (Leeb, RTA RV 1558/59, Nr.804 S. 1957 f.). Angaben hier und im Folgenden mit abweichendem Feingehalt.
7
 Dreibatzen- oder Zwölfkreuzerstück, in der RMO nicht vorgesehen (Sprenger, Geld, 105; Schrötter, Wörterbuch, 161).
8
 Vierkreuzerstück, in der RMO nicht vorgesehen (Schrötter, Wörterbuch, 63 f.).
9
 Fehlstelle auch in B.
10
 In der RMO nicht vorgesehen (Schrötter, Wörterbuch, 63 f.).
a
 marckh, im] In B: marckh, da gelte das marckh im.
11
 Zweikreuzerstück (auch Albus), in der RMO nicht vorgesehen (vgl. das dortige Zweikreuzerstück gemäß § 8: Leeb, RTA RV 1558/59, Nr.804 S. 1958), gegen Ende des 16. Jahrhunderts geringwertig und massenhaft geprägt (Schrötter, Wörterbuch, 251). Vgl. auch Anm. 11 bei Nr. 308.
b
 3/5] In B: 3/5 theil.
12
 Vgl. dagegen den Kreuzer gemäß RMO 1559 (§ 9): Je Kölnische Mark 243½ Stück, Feingehalt 6 Lot 4 Grän (Leeb, RTA RV 1558/59, Nr.804 S. 1959). Zum Kreuzer vgl. Schrötter, Wörterbuch, 324.
13
 Dieser Feingehalt entspricht dem der rheinischen, bayerischen und schwäbischen Pfennige der RMO 1559 (§ 24), doch wurden davon 636 Stück aus der Kölnischen Mark ausgebracht (Leeb, RTA RV 1558/59, Nr.804 S. 1961 f.). Auch die anderen Pfennigsorten der RMO 1559 (§§ 20–29) entsprechen nicht obigen Angaben (ebd., 1961 f.). Vgl. die Tarifierung der Pfennige gemäß RMO 1559 bei Sprenger, Geld, Tab. 9 S. 102.
14
 Entspricht gemäß den Angaben zu Gewicht und Feingehalt dem Dukaten der RMO 1559, § 68 (Leeb, RTA RV 1558/59, Nr. 804 S. 1970).
15
 Entspricht gemäß den Angaben zu Gewicht und Feingehalt dem rheinischen Goldfl. der RMO 1559, § 64 (Leeb, RTA RV 1558/59, Nr.804 S. 1969).
16
 Écu d’or au soleil (französische Goldmünze; vgl. Schrötter, Wörterbuch, 170). Nominalwert gemäß Festlegung der RMO 1559, § 154: 93 kr. (23,2 Batzen) (Leeb, RTA RV 1558/59, Nr.804 S. 1979).
17
 Wohl die spanischen ‚Pistolen‘ (Schrötter, Wörterbuch, 519). Die RMO 1559 (§ 155) legte den Nominalwert für spanische und einige Kronen aus Italien auf 91 Kreuzer (22,7 Batzen) fest (Leeb, RTA RV 1558/59, Nr.804 S. 1979).
18
 In der RMO 1559 (§ 54) auf 6 Monate befristetes Ausfuhrverbot für Reichsmünzen (Leeb, RTA RV 1558/59, Nr.804 S. 1968). Generelles Ausfuhrverbot gemäß RAb 1570, § 142 (Lanzinner, RTA RV 1570, Nr. 567 S. 1248). Vgl. Blaich, Wirtschaftspolitik, 65 f.
c
 müntz] Fehlt in B.
1
 Nr. 259, fol. 135–139.
2
 = die Hofkammerräte.
3
 Hofkammerrat Anselm von Vels/Fels (Fleischmann, Beschreibung [G3]; Hausenblasová, Hof, 218, 220, Anm. 5).
1
 Antwort der Reichsstände [Nr. 259], fol. 135–139.
2
 Bezugnahme auf die bedingte Einwilligung Salzburgs von 1567 gegenüber der Münzassoziation der Bayerischen, Schwäbischen und Fränkischen Kreise im Schreiben vom 27. 10. 1567 an Hg. Albrecht V. von Bayern zum Vollzug der RMO, aber unter Vorbehalt des Protests. Die Einwilligung wurde veranlasst durch die Aktivitäten der 3 Kreise auf den Münztagen von Nördlingen im Februar und Juli 1567 zur durchgehenden Umsetzung der RMO. Akten zum Tag im Juli: Hirsch, Münz-Archiv II, 33–38; Lori, Sammlung Münzrecht II, 16–19. Vgl. Roll, Münzwesen, 192; Heil, Reichspolitik, 356–358.
3
Vgl. FR am 30. 7.: Würzburg B, fol. 165’ [Nr. 88].
4
 Protest 1566: Lanzinner/Heil, RTA RV 1566, Nr. 177 S. 700, Nr. 178 S. 705 (Protokoll des interkurialen Münzausschusses), Nr. 250 S. 1036 (Bedenken des Ausschusses) jeweils als Wiederholung des Protests von 1559 (vgl. dazu: Leeb, RTA RV 1558/1559, Nr. 661 S. 1719–1723; Nr. 208 S. 849, Anm. 4). Protest 1570: Lanzinner, RTA RV 1570, Nr. 371 S. 916; Nr. 528 S. 1105 f. (Widerruf der bedingten Einwilligung von 1567). Protest beim RDT 1571: Lanzinner, Friedenssicherung, 383; Roll, Münzwesen, 192 f. Der 1576 übergebene Protest wird u. a. erwähnt in der Replik des Ks. vom 17. 9. (Hirsch, Münz-Archiv VII, 159). Protest 1582: Leeb, RTA RV 1582, Nr. 218 S. 840 f.
1
 Kursachsen, fol. 500 [Nr. 48].
2
 Vgl. Antwort zum 5. HA [Nr. 259], fol. 139 f., sowie RAb [Nr. 511], §§ 107 f., 115.
3
 Bruder: Hg. Johann III. von Sachsen-Weimar; Vettern: Hgg. Johann Casimir und Johann Ernst von Sachsen-Coburg. Vgl. Schreiben des kursächsischen Rates Abraham Bock an Hg. Johann Casimir von Sachsen-Coburg (Regensburg, 10. 8. {31. 7.} 1594): Da der Hg. bereits vom RT abgereist ist, die Erhöhung des Anschlags 1545 aber auch Sachsen-Coburg betrifft, hat er, Bock, in die dazu an KR und die Mainzer Kanzlei gereichte salvation schrieftauch ihn den, Hg., und seinen Bruder Johann Ernst aufgenommen (StA Coburg, LA B 205, fol. 451–452’. Or. Hd. Bock; präs. o. O., 12. 9. {2. 9.}).
4
 Vgl. zur Veranlassung des von den kursächsischen Gesandten verfassten Memoriale deren Bericht an Kuradministrator Friedrich Wilhelm vom 12. 8. (2. 8.) 1594: Da der 5. HA (Reichsmatrikel) unter Berufung auf die Disposition im RAb 1582 erneut an den RDT prorogiert wird (vgl. Nr. 259, fol. 139 f.) und der RAb 1582 im § „Wann auch zu Frannckhforth“ [§ 64: vgl. unten, Anm. 9] zwar die Matrikel von 1521 als Grundlage festlegt, jedoch vorbehaltlich der Moderationen von 1545, 1557, 1567, 1571 und 1577, haben sie befürchtet, dass für die künftigen Beratungen beim RDT der Reichsanschlag von 1545, den die Kff. August und Christian stets abgelehnt haben, /138/ etwan canonisiret unnd dardurch dem chur- und furstlichen hause Sachsen und desselben exemten ein praeiudicium unnd erhöhung zugezogen werden möchte.Haben deshalb am 9. 8. (30. 7.) die Eingabe an die Mainzer Kanzlei gereicht, um den sächsischen Widerspruch gegen die Matrikel von 1545 zu manifestieren (HStA Dresden, GA Loc. 10203/1, fol. 134–147’, hier 137’–138’. Or.; präs. Meißen, 16. 8. {6. 8.}).
5
 In C dazu als Erläuterung am Rand: Gemeint sind § „Nachdem auch“ im RAb 1551 und § „Unnd wiewohl“ im RAb 1555 (RAb 1551, § 63: Eltz, RTA JR XIX, Nr. 305 S. 1594; RAb 1555, § 133: Aulinger/Eltz/Machoczek, RTA JR XX, Nr. 390 S. 3144). Weder diese noch die anderen genannten RAbb erwähnen einen Widerspruch Kursachsens, sondern bekräftigen die Matrikel von 1521 als Grundlage des künftigen Moderationstags (RAb 1551) bzw. geben die Nachfrage beim Ks. bei zweifelhaften Verfahrensfragen vor (RAb 1555). Zu Protesten Kursachsens vgl. auch Anm. 11 bei Nr. 42.
6
 Der Moderationstag 1545 erhöhte den Anschlag für das albertinische Sachsen um ca. ein Viertel. Zwar änderte sich der Steuersatz durch den Wechsel der Kurwürde ohnehin, doch entrichtete Kursachsen später auch die Anschläge für die (eximierten) Hstt. Meißen, Naumburg und Merseburg, deren Satz 1545 um ca. zwei Drittel bzw. mehr als das Doppelte erhöht worden war. Die Hstt. hatten dagegen an das RKG appelliert und wurden wegen der noch ausstehenden Entscheidung weiter nach dem Anschlag von 1521 geführt (Lanzinner, Friedenssicherung, 396, 404 f.). Vgl. den Reichsanschlag 1545: Aulinger, RTA JR XVI, Nr. 113B S. 1084–1098, hier 1086 f.
7
 Beim RDT 1577 verhinderte der Obersächsische Kreis mit Kursachsen als Hauptvertreter die Aufnahme der Verhandlungen zur Matrikelrektifizierung, indem er wie der Niedersächsische und Bayerische Kreis gegen die unzureichende Beweisaufnahme des vorausgehenden Moderationstags protestierte (Lanzinner, Friedenssicherung, 408; Heil, Reichspolitik, 582–584).
a
 kan] In der Textvorlage korr. aus: können.In B: können.In C: kann.
b
 meren] In B, C: mehrern.
8
 RAb 1551, § 63 (Eltz, RTA JR XIX, Nr. 305 S. 1594); RAb 1555, § 130 (Aulinger/Eltz/Machoczek, RTA JR XX, Nr. 390 S. 3144); RAb 1566, § 137 (Lanzinner/Heil, RTA RV 1566, Nr. 467 S. 1550 f.); im RAb 1570 keine Erwähnung; RAb 1576, § 99 (Neue Sammlung III, 369); RAb 1582, § 64 (Leeb, RTA RV 1582, Nr. 457 S. 1430 f.).
9
 RAb 1576, § 99 (Neue Sammlung III, 369); RAb 1582, § 64 (Leeb, RTA RV 1582, Nr. 457 S. 1431). Vgl. zur Anerkennung der Entscheidungen der erwähnten Moderationstage im RAb 1576, jedoch vorbehaltlich dagegen am RKG anhängiger Appellationen: Lanzinner, Friedenssicherung, 407.
c
 der] In B, C: des.
10
 = bes. die Hstt. Meißen, Naumburg und Merseburg. Vgl. Anm. 6.